perfekt!57
Commodore
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- Feb. 2003
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Leider - und wie ich finde eher nicht: zum Glück - wird uns alle wohl das Thema nicht loslassen. Wohl recht aktuelle und auch detailliertere Infos als das bisherige Material fand ich im unten stehenden Link. Auszug:
"Im Mai ist es soweit: Dann wird die US-Armee den ersten groß angelegten Feldtest mit tragbaren Gesundheitsmonitoren starten, mit denen künftig ihre Soldaten ausgerüstet werden sollen.
Die Idee: Sanitäter sollen künftig ständig über die Gesundheitswerte und die Position ihrer Soldaten informiert sein. So lassen sich auch Verletzungen und Krankheiten im Vorfeld vermeiden ... . So überwacht das System beispielsweise, ob ein Soldat dehydriert ist und ob er genügend Schlaf hatte. ... Ein Vorgesetzter könnte dann all diese Informationen zusammentragen und schließlich die frischesten Truppen in den Kampf schicken.
Militärärzte und Kommandeure können sich diese Informationen auch auf einer Karte des Schlachtfeldes anzeigen lassen - mit Positionsangaben und Rating-Farben für jeden einzelnen Soldaten. Grün bedeutet "okay", Gelb bedeutet "überprüfen", Rot "sofort überprüfen" und Blau "unbekannt". Nimmt die Soldatendarstellung die Farbe Grau an, konnten über fünf Minuten lang keine Lebenszeichen mehr empfangen werden. Mit Hilfe einer Zoomfunktion lassen sich anschließend detaillierte Daten eines Soldaten abfragen - Vitalwerte, genaue Position und wie lange er geschlafen und wie viel Flüssigkeit er zu sich genommen hat.
Das Team ... wollte einen leichten Gesundheitsmonitor schaffen, der mindestens 72 Stunden lang ohne zusätzliche Energiezufuhr läuft, auch ein Eintauchen in Wasser übersteht und allgemein so wartungsfrei ist, dass Soldaten vergessen, dass sie ihn tragen. Ihre Lösung besteht aus einer Reihe von Sensoren, die unter anderem in einem Brustgürtel, an der Uhr des Soldaten und im Wasserbeutel stecken. Hinzu kommt die Prozessoreinheit; alles zusammen wiegt nur 720 Gramm. Sechs verschiedene Datenkategorien werden gesammelt: Vitalwerte, Körperausrichtung, Flüssigkeitszufuhr, Schlafstatus, Körpertemperatur und ob ein Soldat angeschossen wurde.
Die Hauptsensoren stecken in einem Brustgürtel, der Puls, Atmung, Körpertemperatur, Körperausrichtung und Bewegung (ob der Soldat steht, sich in einem Fahrzeug befindet oder läuft) misst. Der Gürtel besteht aus drei Silber enthaltenden Stoffelektroden und einem Temperatursensor. Außerdem ist ein Beschleunigungsmesser enthalten, der sowohl Körperposition als auch Bewegung messen kann. Der Gürtel überwacht außerdem die Ausdehnung der Brust, um die Atmungsvorgänge zu zählen. Ein zusätzlicher Audiosensor kann Vibrationen erkennen, die von Schusswunden stammen - er wurde allerdings bislang noch nicht im Gefecht getestet.
Die Sensoren wurden mit Hilfe bestehender Technologien entwickelt, einzigartig machen das System vor allem die Algorithmen in der Prozessoreinheit.
Code "Grau" wird erst dann gesendet, wenn das System fünf Minuten lang weder Atmung noch Herzschlag feststellen konnte. ..."
http://www.heise.de/tr/artikel/70303
Ja, doch. Und alles völlig logisch und folgerichtig. Schließlich sind Menschen (ausgebildete Soldaten ganz besonders) das wichtigste am Krieg. Und kommt alles so schön harmlos daher. Nur: Technik macht Kriege weiter wahrscheinlicher. Eben weil führbarer.
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"Im Mai ist es soweit: Dann wird die US-Armee den ersten groß angelegten Feldtest mit tragbaren Gesundheitsmonitoren starten, mit denen künftig ihre Soldaten ausgerüstet werden sollen.
Die Idee: Sanitäter sollen künftig ständig über die Gesundheitswerte und die Position ihrer Soldaten informiert sein. So lassen sich auch Verletzungen und Krankheiten im Vorfeld vermeiden ... . So überwacht das System beispielsweise, ob ein Soldat dehydriert ist und ob er genügend Schlaf hatte. ... Ein Vorgesetzter könnte dann all diese Informationen zusammentragen und schließlich die frischesten Truppen in den Kampf schicken.
Militärärzte und Kommandeure können sich diese Informationen auch auf einer Karte des Schlachtfeldes anzeigen lassen - mit Positionsangaben und Rating-Farben für jeden einzelnen Soldaten. Grün bedeutet "okay", Gelb bedeutet "überprüfen", Rot "sofort überprüfen" und Blau "unbekannt". Nimmt die Soldatendarstellung die Farbe Grau an, konnten über fünf Minuten lang keine Lebenszeichen mehr empfangen werden. Mit Hilfe einer Zoomfunktion lassen sich anschließend detaillierte Daten eines Soldaten abfragen - Vitalwerte, genaue Position und wie lange er geschlafen und wie viel Flüssigkeit er zu sich genommen hat.
Das Team ... wollte einen leichten Gesundheitsmonitor schaffen, der mindestens 72 Stunden lang ohne zusätzliche Energiezufuhr läuft, auch ein Eintauchen in Wasser übersteht und allgemein so wartungsfrei ist, dass Soldaten vergessen, dass sie ihn tragen. Ihre Lösung besteht aus einer Reihe von Sensoren, die unter anderem in einem Brustgürtel, an der Uhr des Soldaten und im Wasserbeutel stecken. Hinzu kommt die Prozessoreinheit; alles zusammen wiegt nur 720 Gramm. Sechs verschiedene Datenkategorien werden gesammelt: Vitalwerte, Körperausrichtung, Flüssigkeitszufuhr, Schlafstatus, Körpertemperatur und ob ein Soldat angeschossen wurde.
Die Hauptsensoren stecken in einem Brustgürtel, der Puls, Atmung, Körpertemperatur, Körperausrichtung und Bewegung (ob der Soldat steht, sich in einem Fahrzeug befindet oder läuft) misst. Der Gürtel besteht aus drei Silber enthaltenden Stoffelektroden und einem Temperatursensor. Außerdem ist ein Beschleunigungsmesser enthalten, der sowohl Körperposition als auch Bewegung messen kann. Der Gürtel überwacht außerdem die Ausdehnung der Brust, um die Atmungsvorgänge zu zählen. Ein zusätzlicher Audiosensor kann Vibrationen erkennen, die von Schusswunden stammen - er wurde allerdings bislang noch nicht im Gefecht getestet.
Die Sensoren wurden mit Hilfe bestehender Technologien entwickelt, einzigartig machen das System vor allem die Algorithmen in der Prozessoreinheit.
Code "Grau" wird erst dann gesendet, wenn das System fünf Minuten lang weder Atmung noch Herzschlag feststellen konnte. ..."
http://www.heise.de/tr/artikel/70303
Ja, doch. Und alles völlig logisch und folgerichtig. Schließlich sind Menschen (ausgebildete Soldaten ganz besonders) das wichtigste am Krieg. Und kommt alles so schön harmlos daher. Nur: Technik macht Kriege weiter wahrscheinlicher. Eben weil führbarer.
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