Gehalt IT-Service Außendienst

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nedim89

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Hallo,

hatte vor paar Tagen in einem mittelständischen IT-Unternehmen in Hessen mit über 50 Mitarbeiter ein Vorstellungsgespräch gehabt. VWL von über 25,- EUR ist mit drin. Die Tätigkeit wird überwiegend in Baden-Württemberg stattfinden, was ein Umzug erfordert. Tätigkeiten müssen mit dem eigenen Auto erledigt werden, Benzin wird bezahlt, über Reparaturkosten wird gesprochen. Bei Anmietung einer zwei Zimmer Wohnung evtl. Mietbeteiligung (100%ige geschäftliche Nutzung dieses Zimmers). Umsatz über 400.000 EUR (Bilanz im Jahre 2010 - Bilanz 2009 fast gleich)

Sind 24.000 Jahresgehalt in diesem Fall OK?

Bin 23, habe Mittlere Reife, IT-SE bei der DTAG vor zwei Jahren gelernt, seit dem arbeite ich in Industriefirmen.

Ist natürlich auch so ne Sache mit dem Wohnung mieten, Vertragslänge, Kaution usw. usf. ...

Was meint ihr?

MfG


edit: sofern ne Info fehlt, bitte bescheid sagen :D
 
Zuletzt bearbeitet:
400.000 € Umsatz bei 50 Mitarbeitern?! Also ganze 8.000 € Umsatz pro Mitarbeiter und Jahr?! Kann eigentlich nicht sein.... Selbst bei Mietbeteiligung und Übernahme der Fahrtkosten finde ich 24.000 € im Jahr aber etwas dünn. In Hessen sollte da mehr drin sein.
 
Hat mich auch gewundert, steht jedoch so im bundesanzeigee..

Wie ist deine empfehlung?
 
400.000€ Jahresumsatz? wahrlich nicht dolle. Wie lange gibt es die Firma denn schon oder sollte man fragen noch? ;)
 
Also wir machen bei 6 mal so viel Mitarbeitern über 350 mal so viel Umsatz! Das kann nicht stimmen!
 
evtl wird ja auch nur Gewinn mit Umsatz verwechselt.
 
24000 pa mit Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, etc.?
 
Also mir wären 24k dem Aufwand entsprechend zu wenig, vorallem wenn du mit dem eigenen Auto fahren sollst.
 
Bei 50 Mitarbeitern dürften die jährlichen Personalaufwendungen inklusive Lohnnebenkosten bei weit über 1 Mio. € liegen. Bei 400.000 € Umsatz macht das schon mal einen Jahresverlust von mindestens 600.000 €.
 
Er schreibt ja auch "Umsatz über 400.000", kann also alles sein :D

Aber 2T Brutto mit der Nutzung des eigenen PKW sind verdammt wenig, vor allem in der IT als Facharbeiter, da geht mehr.
 
Hallo
nedim89 schrieb:
Tätigkeiten müssen mit dem eigenen Auto erledigt werden, Benzin wird bezahlt, über Reparaturkosten wird gesprochen.
Das ganze grenzt schon an Abzocke, entweder die zahlen dir die offiziellen 0,30€ pro gefahrenen Kilometer oder die sollen dir einen Dienstwagen stellen.
nedim89 schrieb:
Sind 24.000 Jahresgehalt in diesem Fall OK?
In der Probezeit geht es gerade noch aber nach der Probezeit sollten es schon ca. 500€ monatlich mehr sein.
Ernsthaft 2000€ Brutto und das eigene Auto schraddeln da kannst du fast besser kellnern gehen.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Definitiv zuwenig Geld. Vor allem begibst Du dich in die Abhängigkeit deines eigenes Autos.

Übernahme der Benzinkosten ist ja schön und gut, da ist aber noch Verschleiss und was ist wenn mal eine größere Reparatur ansteht ? Was wenn der Wagen einen Totalschaden hat und Du vielleicht mal einige Tage ohne PKW dastehst.
Einen Ersatzwagen zu mieten kostet nicht wenig.

Wenn die Dir einen Firmenwagen stellen (Golf-Klasse kostet keine EUR 300,- per leasing) könnte man die EUR 2000,- brutto als Einstiegsgehalt wohl akzeptieren, aber so würde ich das nicht machen.

Die Kosten für eine Wohnung würde ich mal nicht berücksichtigen, weil die Fallen doch so oder so an. Wohnst Du noch zuhause ? Ist für mich auch kein Argument, irgendwann muss man auf eigenen Beinen stehen.
 
Hallo und vielen Dank für alle Antworten!

Ich meinte Bilanzsumme zwischen 400 - 500 Riesen :D (hatte zum ersten Mal Kontakt mit dem Bundesanzeiger gehabt ;D)

Weiß nicht ob Weihnachts- und/oder Urlaubsgeld mit drin ist.

Ich schlage 30.000 EUR (inkl. oder exkl. Urlaubsgeld?!?) mit 30 Cent Kilometerpauschale vor; ist das in Ordnung?

MfG
 
Also wenn Du verhandeln möchtest dann würde ich folgende Schwerpunkte legen:

1.1 Firmenwagen wird gestellt: meiner Meinung nach absolute Pflicht, ohne sowas würde ich nicht im Außendienst arbeiten.
Wie gesagt, die Kosten für einen Firmenwagen (wenn er denn geleast wird) sind nicht allzuhoch. Es wird ja keine Oberklasse gefordert. Polo/Golf-Klasse würde ja vermutlich reichen.
Immer bedenken: es kann ja mal vorkommen das Du in der Woche einige tausend Kilometer fahren musst. Ensprechend werden Inspektion, Reparaturen, Reifen, etc. viel früher und öfter fällig als üblich. Ebenso wirst Du den WAgen viel früher wieder verkaufen müssen und dich um Ersatz bemühen müssen.
Fährst Du eigentlich einen Diesel privat !?

1.2 Tankkarte bzw. seperate Spesenabrechnung wird monatlich durchgeführt. Das sollte bei einem Firmenwagen (im AUssendienst) dazugehören.

2. Festgehalt EUR 2000,- als Einstieg wäre ja ok, sofern Punkt 1 erfüllt ist. Da könnte man gleich eine Anhebung des Gehaltes nach z.B. Probezeit oder nach 1 Jahr auf EUR 2500,- sprechen. Mittelfristig sollte das Gehalt in Richtung EUR 3000,- gehen.

3. Weihnachtsgeld/Urlaubsgeld etc. ist meist Unternehmensweit geregelt. Ist das Basisgehalt recht niedrig, würde ich auf jeden Fall danach fragen.
 
Ich bin auch 4 Monate lang mit meinem Privatwagen für die Firma gefahren. Habe zwar 30cent pro Kilometer bekommen, aber trotzdem lohnt sich das überhaupt nicht. Erstmal hast du den höheren Verschleiß am Auto, dann musst du meistens noch mehr bei deiner Versicherung bezahlen, weil du ja wesentlich mehr Kilometer im Jahr fährst und dann hast du ja natürlich noch den Wertverlust des Wagens.

Bei mir war dann spätestens Feierabend, als ich mir bei einem Kunden eine Schraube in den Reifen gefahren habe und mein Arbeitgeber mir klar machte, dass solche Schäden mit den 0,30€ abgedeckt sind und ich die 220€ selber bezahlen müsse. Dafür muss man erstmal 730km fahren und hat immernoch kein Geld für Benzin übrig ;)

Also wie gesagt, dass mit dem Privatwagen als Firmenwagen würde ich mir echt 3x überlegen. Da hat man meistens nur Ärger mit.

Schönen Gruß
 
Hallo,

erst einmal vielen Dank für eure Antworten!

Habe am selben Tag eine E-Mail an diese Firma geschrieben, dass ich mit 2.000 EUR einverstanden bin, jedoch in Verbindung mit einem Firmenwagen (natürlich entsprechend formuliert). Kam noch nichts.

In der Zwischenzeit hatte ich zwei VGs bei zwei weiteren IT-Unternehmen (inkl. VWL).

Bei dem einen handelt es sich um ein Unternehmen in der Braunschweiger-Gegend mit zwischen sechs und 50 Mitarbeitern, welche anfangs unter 1.760 EUR zahlen möchte und nach der halbjährigen Einarbeitungsphase 2.000 EUR. Man fängt als Monteuer (Kabel verlegen in Industrien etc.) an und hat Entwicklungsmöglichkeiten; die nächste Stufe wäre bspw. IT-Systemtechniker. Einsatzort wäre überwiegend an der Nordsee. Probetag ist auch möglich. Firmenwagen werde ich anfangs noch nicht bekommen, später jedoch möglich, da ich mit jemandem mitfahren werde.

Bei der nächsten handelt es sich um eine hessische Firma mit über 70 Mitarbeitern und führt Notebook- und Handytest/Reparaturen (RAM-Austausch und ähnliches) vor Ort durch und auch Tätigkeiten wie Verkauf gehören dazu. Man bekommt einen eigenen Arbeitsplatz, Rechner etc. Wir sind so verblieben, dass die Mitarbeiter zwischen 2.000 und 2.400 EUR verdienen und ich das telefonisch oder per E-Mail mitteilen soll, was ich verdienen möchte. Danach wird entschieden.

Was wäre in Bezug auf die Gehaltshöhe bei beiden Firmen eure Empfehlung?
 
Die Firma welche 1760 und später 2000 zahlen will würde ich gleich mal aussortieren.
Das ist unverschämt. Mit 1760 brutto kommst du (ohne Kirchensteuer) gerade mal auf 1233 netto (2013).
Bist du mit mittlerer Reife und einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung so wenig Wert?

Die VWL brauchst du übrigens nicht so zu betonen.
Das ist nichts was eine Entscheidung für oder gegen einen Job beeinflussen darf.

Die VWL musst du von deinem Brutto versteuern, hast also jeden Monat entsprechend (etwa 50% der VWL) weniger Netto auf deinem Konto.
Nach 7 Jahren kannst du die VWL dann auszahlen lassen.
Das sind bei 25€ gerademal 2100€.
Ob die Bank dir dann wegen der allgemeinen Zinsentwicklung etwas mehr auszahlt oder ob du überhaupt noch den eingezahlten Betrag rausbekommst steht in den Sternen.
Also nimm lieber das Geld was du jetzt verdienst und verzichte auf die VWL.
 
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Vielen Dank für deine Antwort.

Wie viel Euro Gehalt würde bei beiden Firmen OK sein?
 
Wie soll dir das hier jemand vernünftig beantworten können?
Wir kennen die Firmen nicht, die wirtschaftliche Situation, die Wohngegend...
Genauso wenig wissen wir was du draufhast, wie dein Lebenslauf ist und wie gut du dich in den Vorestellungsgesprächen verkauft hast.

Deinen Marktwert kannst in dem Fall nur du selber einschätzen.

Im allgemeinen wird aber empfohlen man solle sich überlegen wofür man bereit ist die Arbeit zu machen.
Da schlägt man dann noch einige hundert € drauf damit du beim verhandeln auch noch Luft nach unten hast und möglichst nicht bis auf diesen Betrag gedrückt wirst.

Damit kannst du aber auch daneben liegen. Ein Patentrezept gibt es nicht.


Edit: Per Mail würde ich NIE über das Gehalt oder andere wichtige Vertragsbedingungen verhandeln oder gar verbindliche Zusagen machen so wie du es getan hast.
So etwas macht mann immer persönlich unter vier Augen und nur wenn es nicht anders geht per Telefon.
Aber NIE per Mail.
 
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