Gentoo Profil 17.1 ist nun Standard

ManBla

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Hallo zusammen,

Für Gentoo-Freunde ist diese Information wichtig.

Bisher war in den Nachrichten immer die Rede von einem Umstieg
des bisherigen Profils auf Profil 17.1 - was für viele Leute sehr kompliziert erschien.

Heute habe ich eine Neuinstallation begonnen.
Dabei ist mir sofort aufgefallen:
1. /lib32 und /usr/lib32 sind nicht mehr im Ssystem.
2. In den Nachrichten fehlt der Hinweis auf den Profil-Wechsel
3. Bei der Auswahl der Profile ist 17.1 angekreuzt,
nun muss man das Profil wählen, das man bevorzugt.

Das nur zur Info!

Gruß
Manfred

P.S. diese Info bezieht sich nur auf eine Neuinstallation.
Bestehende Installationen müssen den schwierigen Weg der Umstellung trotzdem gehen.
 
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Was bedeuten denn diese "Profile"? Klingt so, als wäre da festgelegt, was in welchen Verzeichnissen liegen soll.

Ich mag ja an der Stelle das Debiansche Vorgehen, wo die nativen Bibliotheken immer in "lib" liegen. Nicht wie bei Redhat, wo z.B. bei x86_64 die nativen in "lib64" landen. Der Redhat-Ecke haben wir leider zu "verdanken", dass laut ELF-Spec der dynamische Linker /lib64/ld-linux-x86-64.so.2 heißt, weshalb wir dieses hässliche Verzeichnis mit der blöden Zahl wohl nie wieder loswerden. :(
 
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:
Möchtest Du zum Beispiel ein System mit KDE und systemd gibst Du ein:
Code:
eselect profile set 24

test2.jpeg
 
Zeile 16 ist neuerdings aktiviert.
Das muss bei eselect profile set entsprechend geändert werden.

Gruß
Manfred
 
Und jetzt der Hammer:

/usr/portage ist verschwunden - gibt es nicht mehr.

Dagegen findet man unter /var/cache
/distfiles
/binpkg

In beide Verzeichnisse habe ich Pakete kopiert (kde-plasma/plasma-meta).

Und nun werden die binpks installiert.

Also sind das die Verzeichnisse der Zukunft.

Grundlegende Veränderungen, aber akzeptabel und ohne Probleme.

Gruß
Manfred
 
GentooFuchs schrieb:
Möchtest Du zum Beispiel ein System mit KDE und systemd gibst Du ein:
Code:
eselect profile set 24
Tschuldige, aber darf man sich das als abschreckendes Beispiel für mieses Systemdesign einrahmen?

Wenn es an 5 Stellen jeweils 3 Optionen zu Auswahl gibt, machen die also bis zu 3^5=243 Kombinationen äääähm "Profile" draus, aus denen ich mir eins auswählen darf. An den 5 Stellen direkt auf einfach nachvollziehbare Weise die Auswahl zu treffen, wäre sicher viel zu kompliziert. :)

BTW: Ich geh jetzt einkaufen. Was denn? Profil 23091746775672. (für Nichtinsider: 2 Lollibälle und nen Liter Milch)
 
mensch183 schrieb:
An den 5 Stellen direkt auf einfach nachvollziehbare Weise die Auswahl zu treffen, wäre sicher viel zu kompliziert.
Gentoo ist die Distribution, die jedes Paket selbst aus den Quellen erstellt. Für "fortgeschrittene" .
Bei den fertigen Distributionen entscheiden andere über eine "sinnvolle" Konfiguration und Features die aktiviert sind. Bei Windows/Android genauso - oder MS/Google bzw. die Appstores.

Es gibt eben die Default Sets und die Experimentellen Konfigurationen im wiki / Dokumentation.
Die Kombinationen von Gentoo gibt es bei Debian auch so ähnlich - Debian Testing , Debian-hurd, verschiedenste LTS-Kernelversionen, Debian forks und "Overlays" / echte / "falsche" Abkömmlinge wie Ubuntu ...

Soetwas wie Appimage, Flatpack, Snap nutzt afaik auch nicht die "Systemdateien" sondern evtl. auch eigene Versionen, die dann parallel Installiert werden - genauso wie "multilib". Ich finde dabei ist dann die Komplexität verglichen mit Gentoo nicht so verschieden.
 
@mensch183: Es gibt auch eine make.conf. Da kann man unter
Code:
ACCEPT_KEYWORDS="~amd64"
eintragen für bleeding edge...
Desweiteren gibt es auch die USE-Variable. Da kann man zum Beispiel:
Code:
USE="-pulseaudio"
eintragen und schwups ist pulseaudio weg...
Dann kann man noch bei package.use bei einzelnen Paketen die Flags setzen, zum Beispiel:
Code:
media-video/kaffeine dvb
übersetzt kaffeine mit DVB-Unterstützung

Zusammengefasst: Man wählt zum Anfang ein Profil, setzt dann die zentralen USE-Flags und man kann dann weiterhin noch bei einzelnen Paketen feinjustieren und erhält dann ein "individuelles" System. Es muß ja nicht Dein System werden. Vielleicht ist ja Funtoo genau das Richtige für Dich.:D
 
Hatte Gentoo letztens in der Virtualbox versucht zu installieren, ich kam bis zu den Punkt wo ich dann Kernel kompilieren musste und da erhielt ich die Fehlerwarung Kernel not performt.
 
Hattest Du einen generischen Kernel erstellt? (Manuelle Konfiguration des Kernels würde ich zum Anfang erstmal überspringen...)
Code:
emerge --ask sys-kernel/gentoo-sources
emerge --ask sys-kernel/genkernel
genkernel all

Hattest Du Dich an die Anleitung gehalten: Link?

Live-DVD ausprobiert? Link
Die bietet sich auch für die Installation an (für Schreibfaule: "Copy&Paste")
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für den Tipp. nein ich bin nach der Deutschen Wiki Seite vorgegangen.
 

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