Gibt es noch Thermosublimationsdrucker A4 (resp. 20x30) ?

rchr

Lt. Commander
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Hallo Zusammen,

Naja - eigentlich steht schon alles im Titel...
Ich habe letzthin mal bei Ricardo einen uralten Thermosublimations-Fotodrucker von Kodak gesehen, der in A4 drucken konnte. Bisher kenne ich diese Thermodrucker nur im Format 10x15cm. Ich habe dann mit Google und in Preissuchmaschinen gesucht, aber weder neue A4-Thermosublimationsdrucker noch passendes Zubehör (Farbbänder/Papier) gefunden.

War das nur mal so eine Idee, die dann wieder gestorben ist? Gibt es noch Hersteller, die A4-(resp. ca. 20x30cm) Thermosublimationsdrucker herstellen?

Gruss und Danke

Christoph
 
Ok, dann haben die Geräte im Consumer-Bereich wohl einfach keine Käufer gefunden?
Ich meinte, die Geräte (von Kodak und Olympus) kosteten etwas im mittleren dreistelligen Bereich...

Hm...warum denn eigentlich? So viele Leute kaufen sich einen Tintenspritzer, um ihre Fotos zu drucken. Die Billiggeräte mit Tinte machen schlechtere Fotos als jeder Laser. Und die Geräte, bei denen sich eine Profilierung lohnt und die dann auch wirklich gute Bilder produzieren, kosten gleich viel, wie damals die Thermosublimationsdrucker. Nur haben sie nach wie vor den Nachteil, dass sie schmieren und langsam sind.

Die Thermosublimationsdrucker mach(t)en eine A4-Seite in 70 Sekunden in bester Qualität, sind sehr gut zu profilieren, die Ausdrucke sind sofort wisch- und wasserfest und ausbleichen tun sie auch nicht schneller als Tinte. Und wirklich teurer wird ein Ausdruck auch nicht (und bei A4 noch immer viel günstiger als jedes Fotolabor...).

Gruss

Christoph
 
naja so ganz stimmt das ja nicht.
Jeder Billig-Tintenstrahldrucker macht bessere Fotos als ein Laserdrucker auf entsprechendem papier.
Außerdem haben Tests gezeigt, dass Thermosublimationsausdrucke deutlich schneller ausbleichen als herkömmliche Tintenstrahlausdrucke, von Pigmenttintenstrahldruckern mal ganz zu schweigen.
Und ein Tintenstrahler à la P50 von Epson schlägt einen Thermo-Drucker bereits in der Druckqualität und es lassen sich ebenfalls Profile anlegen und auch hier wieder von Geräten wie einem Epson R800 oder Epson R1900 ganz zu schweigen. Und der R1900 kostet auch nur im mittleren dreistelligen Bereich und du hast einen der besten derzetigen Fotodrucker, der bis A3+ druckt und du kannst trotzdem auch deine Texte noch drauf auszudrucken. Du bist flexibel im Einsatz von Papieren, ganz im Gegenteil zum Thermo-Drucker. Auf entsprechenden Papieren sind die AUsdrucke auch sofort trocken.
Naja Fotolabore sind sehr günstig geworden und den ANschaffungspreis sollte man auch berücksichtigen und man kann das Gerät nur für Fotos verwenden. Ich arbeite in einer Drucker-Abteilung und so scharf sind die Leute gar nicht mehr auf Fotodruck.

Was bleibt da noch? Da ist nicht viel Raum für ein im dreistelligen Bereich kostenden A4-Thermosublimationsdrucker.
Die kleinen Geräte halten sich auch nur, weil es immer noch Leute gibt, die keinen PC haben oder so wenig drucken, dass ihnen die Tinte eintrocknen würde oder weil sie den Drucker mit in den Urlaub nehmen wollen.
 
Naja - das stimmt so aber auch nicht ganz ;)

Also wenn ich bei meinem Brother MCF-9840CDW (den du mir übrigens empfohlen hast und der in Tests im Bereich "Fotodruck" für einen Laser jeweils ganz ordentlich abschneidet) das entsprechende Profil (mit Spektrocolorimeter selbst erstellt) und entsprechendes Papier verwende, bekomme ich recht anschauliche Fotodrucke, die mit den Ausdrucken meines (inzwischen entsorgten) HP DJ990cxi durchaus mithalten können. Zumindest zeigen sie nicht weniger Farbtreue und nicht mehr "Pixel" als die Tintenausdrucke. Und der DJ990cxi war ja auch nicht gerade ein Schnäppchen.

Das mit dem Ausbleiben stimmt für manche Thermosublimationsdrucker schon. Für andere nicht (das haben ebenfalls Tests gezeigt). Genau wie es halt auch bei den Tintenstrahlern ist. Die einen Ausdrucke kann man nach einem Jahr kaum mehr erkennen, andere sehen aus wie neu.

Profile lassen sich natürlich für jeden Drucker anlegen. Nur ist die Frage halt ob es Sinn macht. Viele Billigdrucker sind mit ihren schlechten Ausdrucken halt schon am Anschlag des Machbaren und können einfach nicht mehr - auch nicht mit Profil.

Ein Epson R800 oder R1900 spielt in einer ganz anderen Liga. Das ist klar. Allerdings auch nur mit einem entsprechenden Profil. Bloss habe ich (auch bei diesen Geräten) noch kein Papier gesehen, bei dem ich gleich nach dem Ausdruck mit den schweissnassen Händen drüber streichen konnte und nichts verschmiert wäre...

Das mit den Fotolaboren stimmt schon - in Deutschland!
In der Schweiz bekommst du ein Print vom Fotolabor in 20x30 inkl. Porto nicht unter 10 Fr. Für z.B. den Olympus P400 kostet ein Set für 100 Fotos 170 Fr. Das macht gerade mal 1,7 Fr. pro Foto, man spart also 8.30 pro Foto und hat den Drucker bereits nach der ersten Packung Papier (also eben 100 Bildern) "abbezahlt". Und das geht ja recht schnell...

Ich habe auch noch ein kleines Gerät hier (für 10x15) und ich würde es nicht mehr hergeben wollen!
Die Fotos sehen halt wirklich aus wie aus dem Labor (nur sind die Farben viel, viel besser, weil ich mein selbst erstelltes Profil benutzen kann), sind aber innert Sekunden fertig, kosten fast nichts und sind augenblicklich völlig wasserfest und schweissresistent.

Gruss

Christoph

Edit: was ich noch vergessen habe:
Was liefern eigentlich die bezahlbaren Phaser (Festtinte) an Fotoqualität? In einem Architekturbüro habe ich mal so ein Ding resp. die Ausdrucke gesehen. Die waren von Laborabzügen nicht zu unterscheiden. Bloss sagte man mir dort, dass diese Geräte auch im mittleren vierstelligen Bereich liegen... Nun gibt es inzwischen ja aber auch welche im mittleren dreistelligen (z.B. den 8560).
 
Zuletzt bearbeitet:
habe noch keinen Festtintenausdruck gesehen, allerdings brauchst du ein eigenen Windrad wegen den horrenden Stromverbrauch.

Also ich kenne auch diese kleinen Thermodrucker, aber für völlig inakzeptabel. Schwarz wird aus den drei Grundfarben gemischt, das nutzt auch das beste Farbprofil nichts, von Hochglanz sind sie auch weit weg und diese kleinen Dinger haben zumeist hässliche Abrisskanten.

Ich hatte mal einen R220 von Epson und der toppt jeden Farblaser und die meisten Tinten- und Thermodrucker und kostete 89 Euro.
Ich glaub es war mal Stiftung Warentest, die laborfotos mit Tintenstrahl-Bildern verglichen haben. Egebnis: ein gutes Labor schlägt jeden Tintendrucker, aber Tintenfotodrucker zb. die 6 Farbgeräte von Epson schlagen locker mittelmäßige labore.

Und ein R1900 spielt wohl preislich nicht in einer anderen Klasse, wenn ein A4-Thermodrucker im mittleren dreistelligen Bereich liegen würde.

Aber es ist auch müßig, darüber zu diskutieren, der markt hat gesprochen, der marekt hat entschieden.
 
Na so viel Strom brauchen die Dinger auch wieder nicht!
Xerox gibt für den 8560 gerade mal 230W Durchschnittsverbrauch bei 1500W Spitze an. Brother gibt für den MFC-9840CDW immerhin 515W an, wobei die Spitze auch bei weit über 1kW liegt (ausgemssen). So gross ist der Unterschied da also nicht...

Ja, bei den kleinen Thermodruckern gibt es riesige Unterschiede! Ich hatte auch schon ein paar verschiedene hier und die Qualität war von Laboräquivalent bis völlig miserabel. Inzwischen bin ich bei einem Sony gelandet und der macht mit entsprechendem Profil ganz brauchbare Fotos (natürlich nicht so wie das Profilabor, aber das kostet auch mal 3 Fr. pro Abzug in 10x15 aber wesentlich besser als der Fotodiscounter).

Solche Tests (selber drucken vs. Labor) werden immer wieder gemacht. Leider sprechen sie aber immer nur den durchschnittlichen Urlaubsknipser an und nicht den ambitionierten Hobbyfotografen...
Profilierung? Farbraum? Farbmanagement? --> Was das? Noch nie gehört!

In den einschlägigen Fotoforen sind sich die Leute (zur Zeit) meist ziemlich einig, was den Drucker angeht:
Epson R2880 (selbstverständlich profiliert) und da kann kein Labor mehr mitreden.

Beim R1900 meinte ich, dass er in einer anderen Qualitätsklasse spielt. Aber da sieht man halt auch wieder mal, dass Qualität nunmal einen gewissen Preis hat...

Ja, leider hat der Markt entschieden...ich durchstöbere inzwischen den Gebrauchtmarkt...

Gruss

Christoph
 
230 Watt Durchschnittverbrauch bedeutet aber bei solchen Geräten im Grunde 230 W Standy-By-Verbrauch, wo dein Brother zb. bei 100 W liegt.
Mal ganz abgesehn, von der langen Aufwärmzeit.
 
Ok, bei der Aufwärmzeit kann ich nichts dazu sagen. Aber wegen dem Stromverbrauch würde ich mir echt keine Sorgen machen. Meine Drucker arbeiten nicht 24 Stunden am Tag. Wenn es mal wirklich viel zu tun gibt (ich drucke meistens am Abend sämtliche Unterlagen für den nächsten Tag) sind es vielleicht 100 Seiten. Also seien wir mal sehr grosszügig und rechnen mit 10 Minuten Dauerbetrieb. Bei 1,5kW sind das 0,25kWh * 16 Rp. = 4 Rp. Hm..was kostet eine einzige Seite (Papier, Toner, Trommel,...) gleich noch mal??? Und selbst wenn das Teil eine ganze Stunde durchlaufen würde, wären es noch immer nur 24 Rp.

Gruss

Christoph
 
Danke für den Link!
Naja - der Phaser sieht da ja auch nicht viel besser aus...

Gruss

Christoph
 
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