Gibt es Virtualisierungssoftware für Windows mit ordentlicher Grafikbeschleunigung?

DaysShadow

Admiral
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Hi,

gibt es eine Virtualisierungsoftware die es schafft wenigstens den Desktop eines Linux Gastsystems ruckelfrei darzustellen? Ich habe bisher immer wieder mal VMware Player und VirtualBox getestet, aber beide bekommen es selbst mit ihren Gasterweiterungen nicht hin den Desktop ruckelfrei darzustellen.
Zuletzt vor wenigen Tagen ein Ubuntu Mate 17.10, davor war es vor einigen Monaten ein Arch Linux auf Full HD.

Ich hatte, als ich es noch besaß, auf meinem Macbook vor 2 Jahren Parallels und darin ein Ubuntu 14.04 Gastsystem installiert und da war alles super flüssig, selbst grafische Anwendungen gingen darüber annehmbar(ROS, Gazebo).

Mir geht es absolut nicht um 3D Grafikleistung für Spiele oder ähnliches, ausschließlich den Desktop. Ich weiß nicht warum es so ist, aber ich kann diese Ruckelei nicht ab und werde davon total angenervt.

Was ich noch nicht getestet habe ist über Hyper-V ein System zu installieren. Hat damit jemand Erfahrungen? Gedacht sind 2 x 2560x1440 zu betreiben, 1x würde ich auch noch akzeptieren solange es flüssig ist.

Falls es bekannte Software zum Bezahlen gibt bei denen diese Dinge nicht vorhanden sind, ruhig auch nennen, überlegen kann ich es mir ja immer.

Danke.
 
?! also ich hab hier ein Linux Mint mit Virtual Box laufen und das läuft sehr smooth. Vermute du hast nur ein Problem mit den Settings. Haben die Ryzens VT-x?
 
Ich wollte gerade auch schreiben, das klingt doch als wären dem Gast nicht genug Ressourcen zugewiesen...
 
1. Gasterweiterung beim Gast installiert?
2. Falls Ubuntu Mate wie Ubuntu auch auf Wayland umgestiegen ist solltest du beim Gast auf X-Server umstellen (sollte beim Login möglich sein)
 
Mich würde es auch mal interessieren, warum in einer Virtualisierung keine Grafikkartenbeschleunigung eingebunden wird.
Eventuell zu hoher tech. Aufwand? Oder wegen des Sicherheitsaspekts?
Offenbar wird wohl bestenfalls eine Software-Emulation einer Grafikkarte eingebunden, wenn überhaupt.
 
Völlig ruckelfrei läuft es vermutlich nur mit pci-e passthrough und entsprechender hardware.
Kostet halt etwas und läuft auch nicht mit jeder hardware..
Außerdem als Host Linux.
 
Sofern du Windows 10 Pro (?) oder 8(.1) Pro hast=> Hyper-V. Eventuell kann es auch sein, dass bei dir Hyper-V irgendwie aktiv ist und daher VT-x (und Co.) nicht an VirtualBox / VMware weiter gereicht werden. Dann müsstest du es mal deinstallieren (unter Features wieder entfernen).
 
Die VM hat 8 Kerne bekommen, 8GB RAM sowie 1GB Grafikspeicher, also mehr als genug. "Sehr smooth" ist keine hilfreiche Aussage. Mir ist auch bewusst, dass das eine sehr subjektive Angelegenheit ist, aber die Sache ist eigentlich ganz simpel. Ist es nicht genauso "smooth" wie auf dem Host ist es nicht flüssig genug. Mit Parallels war das Ubuntu wie ein nativ installiertes System.

Wenn's nicht geht ok, wenn's für euch jeweils reicht auch ok, aber mich nervt das ab.

Hyper-V ist nicht aktiv.

Ich habe bereits parallel eine Arch Linux Installation mit GPU Passthrough eingerichtet. Da darf man sich dann aber mit Rucklern in der Windows VM herumplagen aus wahrscheinlich X tausend Gründen. Prinzipiell funktioniert das sehr gut, die Leistung ist mehr oder weniger da, aber ich habe immer wieder eklige FPS Einbrüche(Witcher 3 z.B.) und kurze Ruckler(Pubg), ich vermute immer wenn auf die Speichermedien zugegriffen wird, wobei beide durchgereicht sind. Diese Sachen sind halt das persönliche Äquivalent zur Linux VM Misere.
 
Auf dem Macbook lief dein Ubuntu mit 2x 2560*1440 stabil und flüssig? Oder vergleichst du hier Äpfel mit Birnen? Wie gesagt: mal prüfen ob Wayland genutzt wird oder der X-Server. Oder mal mehr als 1 GB VRam zuweisen. Ansonsten vermute ich einfach, dass die simplen Virtualisierer wie Virtualbox oder der VMware Player nicht dafür gedacht sind, so hohe Auflösungen darzustellen. Darf ich fragen wie du mit KBM/Qemu ein GPU Passthrough mit einer 1080 Ti hinbekommen hast?
 
Bei ryzen/threadripper gibt's ja diesen NPT Bug. Denke das ist bei dir der Fall.
Soweit ich weiß soll das mit 4.15 gefixt werden.
 
@snaxilian
Nein, das war 1x 1920*1200. Ich teste auch nicht mit 2x 2560*1440, 1x genügt auch schon. Ubuntu Mate wird nicht mit Wayland geliefert und läuft meines Wissens auch gar nicht damit. Die Erhöhung des Grafikspeichers hat keine Auswirkung. Es ist halt schlicht nicht so flüssig wie es bei Parallels war. Kann gut sein, dass die nicht dafür gedacht sind, aber das war auch alles nicht Teil meiner Frage.

@lamma:
Das Passthrough Thema habe ich erst wieder aufgenommen, als der NPT Bug gefixt wurde. Ich hatte dann einen selbst gepatchten Kernel am laufen und seit ein paar Tagen läuft 4.14.5 bei dem der NPT Patch schon enthalten ist(seit 4.14.3). Ist ja nicht so als hätte ich mich nicht damit beschäftigt.
Wäre es ja nur etwas konstanter Leistungsverlust wäre mir das vollkommen egal, aber solche Ruckler machen es (mir) halt "kaputt". Lustigerweise läuft VR mit der Oculus genauso wie nativ, zumindest das Einführungslevel mit dem Roboter.
 
Es wurde noch nichts von der Gasterweiterungen erzählt. Die müssen natürlich installiert werden.

Ohne PCIe Passthrough keine ruckelfreie Emulation auf dem Desktop, das halte ich für totalen Unsinn. Ich nutze hier den VM Ware Player und Ubunutu und Mint. Das läuft auch auf einem 4K Desktop einwandfrei.
 
Ich habe vor einigen Wochen auf einem Windows 10 Pro x64 mit VMware Workstation 12.5 Pro ein Ubuntu 16.04 LTS in einer relativ mager ausgestatteten VM gestestet (1 Core, 1 GB RAM, 40 GB HDD auf einer SSD, Typical Configuration). Nach Installation der VMware Tools lief die VM genauso flüssig wie der Host.

Der VMware Player sollte das genau so hinbekommen, da er mit sehr großer Wahrscheinlichkeit genau die gleichen Komponenten für die Virtualisierung nutzt.

Also würde ich vermuten, dass du entweder irgendwas nicht richtig konfiguriert hast oder deutlich empfindlicher bist was irgendwelche Ruckler angeht.
 
Bundesgerd schrieb:
Mich würde es auch mal interessieren, warum in einer Virtualisierung keine Grafikkartenbeschleunigung eingebunden wird.
Eventuell zu hoher tech. Aufwand? Oder wegen des Sicherheitsaspekts?
Offenbar wird wohl bestenfalls eine Software-Emulation einer Grafikkarte eingebunden, wenn überhaupt.

Weil Virtualisierung als erstes Mal für Server gedacht ist. Und da spielen Grafikkarten eben keine Rolle, schlucken eh nur unnötig Strom.

Der Markt ist einfach zu klein für diese Anwendungsfälle.
 
Sorry, Erweiterungen sind drauf. Open VMware Tools. Der VMware Player hatte mir nach Angabe der ISO angeboten das Ganze doch selbst zu installieren, inkl. der Gasterweiterungen, und das hatte ich auch angenommen. Das Arch Linux davor war natürlich per Hand installiert und auch dort waren die Gasterweiterungen drauf.

Ich werde beizeiten noch mal ein normales aktuelles Ubuntu installieren (lassen) und testen.

Sind die Bewegungen der Fenster, Animationen etc., denn tatsächlich genauso flüssig wie auf dem (Windows?) Host oder einer nativen Linux Installation? Das habe ich bisher halt leider noch nie erlebt mit den VMware Player oder VirtualBox.
 
Ich habe keinen Linux Host mit dem ich 1:1 vergleichen könnte, nur Windows. Aber da habe ich keinen Unterschied bemerkt was die normale Bedienung des Desktops angeht.

Die "Schwuppdizität" war völlig in Ordnung und genau so wie beim Host.
 
Host Win10? Oder Win7?
 
Win 10

Edit:

Um das nochmal zu aktualisieren: Ich habe heute mal auf dem Macbook von der Arbeit Parallels installiert und meine Erinnerung hat mich nicht getäuscht. Ubuntu Mate 17.10 butterweich mit Software-Compositing. GPU-Compositing mit Compton wirkt es nicht ganz perfekt und zieht ein wenig hinterher(die Fensterdarstellung, nicht etwa Schlieren vom Monitor), aber mit Compiz ist es einwandfrei wie auf normaler Hardware. Läuft unter 2560x1440, einen zweiten Monitor bekomme ich so nicht dazu, da ich keinen Adapter daheim habe...:D'

Ich werde es die Tage noch einmal auf Windows testen, da ich vor ein paar Tagen eine neue Installation gemacht habe.

Auf jeden Fall machen die von Parallels irgendwas richtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also VMware Workstation 12.5.7 läuft einwandfrei und ruckelfrei bei mir (logischerweise muss man die VMware Tools im Guest installieren).
Werde vielleicht die Tage mal auf die 14er updaten und hoffen, dass die stabil/sauber läuft.
 
Ich hatte die Tage noch mal VMware installiert und auch wenn es weitestgehend flüssig ist, es hat diese ekligen Macken. Mit 2 Monitoren ist es dann ohnehin vorbei, auf dem 2. Monitor war es dann sehr ruckelig. Habe da dann aber auch keine große Zeit reingesteckt und möchte auch in Richtung Parallels nicht urteilen was das angeht, da ich das am Macbook noch immer nicht mit 2 Monitoren getestet habe.

Zusätzlich kam mir noch mal der Gedanke auf, dass die Virtualisierungslösungen durch das letzte halbe Jahrzehnt wahrscheinlich sehr stark auf Intel optimiert sind. Meine das auch irgendwo gelesen zu haben. Jedenfalls kann es ja sein, dass es deshalb nicht ganz so rund läuft.

Welche Hardware hast du @maku?
 
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