GNOME 48: "Öffnen mit..." lässt mich nicht mein gewünschtes Programm wählen

Mondgesang

Lt. Commander
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Liebe Freunde,

ich weiß, dass GNOME etwas restriktiver ist als andere Desktops aber du meine Güte bin ich gerade am Kämpfen. Ich habe WINE installiert und mir testweise eine .exe heruntergeladen. Diese möchte ich nun mit WINE ausführen.

Unter Mint Cinnamon war das easy going. Rechtsklick, "Öffnen mit...", WINE in den Vorschlägen nicht gefunden, "Anderes Programm wählen", zu WINE im /bin Ordner navigiert, ausgewählt, Ende aus Mickeymaus.

GNOME zeigt mir im "Öffnen mit..." Menü einfach wahrlos irgendwelche 20 Programme an und gibt mir nicht den Hauch eines Buttons, nach eigenen Programmen im System zu browsen. Bin ich blind?

Das habe ich jetzt in 3 unabhängigen VMs gehabt (Debian, Fedora, Ubuntu).
 
auch wenn das nicht unbedingt zu deinem problem passt: dein ansatz würde bedeuten, dass du für alle windows-programme ein prefix hast. ich erstelle lieber ein prefix pro anwendung - zum einen kommen sich die programme da nicht in die quere und zum anderen kann man dann auch verschiedene wine-versionen pro programm verwenden. das handling ist mit bottles dann auch sehr bequem.
 
du brauchst eine $application.desktop datei in ~/.local/share/applications/ darin unter exec kommt der wine befehl hin https://wiki.ubuntuusers.de/.desktop-Dateien/

dann wird das auch in der liste angezeigt. (diverse wine-installer wie bottles, play-on-linux, lutris, etc erledigen sowas normal für einen per hakerl).

offenbar gilt wine selbst in gnome nicht als desktop app, daher kein starter. ich würde auch eher bottles installieren und damit die exe aufmachen.
 
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Gnome sieht es wohl als Aufgabe der Programme an, sich entsprechend ins System zu integrieren. Eben mittels besagten .desktop Dateien. Standardmäßig gibt es kein spezielles Programm dafür. Es sind Textdateien - man kann also jeden Texteditor bemühen. Es gibt aber natürlich auch diverse graphische Tools dafür. AppEditor und Alacarte wären hier Kandidaten (die ich aber selbst noch nie verwendet habe).
 
Warum mich dies bei GNOME so wundert ist, dass es unter XFCE (ebenfalls GTK) und Cinnamon (eigentlich ehemals GNOME) out of the box die Funktion gibt, einen eigenen Pfad einzugeben bzw direkt zu browsen.
 
Wundert mich nicht gerade das klingt für mich nach typisch GNOME

Hat seine Gründe weshalb es da für die simpelsten Dinge hunderte Extensions gibt.
 
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BOBderBAGGER schrieb:
Hat seine Gründe weshalb es da für die simpelsten Dinge hunderte Extensions gibt.
Das ist es halt. Ich habe zwar nichts gegen das Terminal aber nach den Diskussionen in den AskUbuntu Foren etc wo ich erstmal den halben Motorraum zerlegen muss, ist das doch schon arg benutzerunfreundlich.
 
also direkt mit wine zu hantieren ist mmn schon eher unbequem.

Ich würd nicht einfach so eine exe mit wine öffnen, dann landet die ja bei der gleichen installation (wine bottle) wo schon was anderes installiert ist.

gerade wenn du mit winetricks irgendwas für ein spezielles programm installierst willst du bereits da sonst keine exe mehr in dieses c:\ installieren.

wenn du das aber schon machst bist du eher bei den versierteren usern, ich würde lieber bottles nehmen, da geschieht das von vornherein.

Daher kann ich diese Designentscheidung von Gnome schon gut verstehen.
Btw wie unterscheiden sich KDE Plasmoids von Gnome Extensions? @BOBderBAGGER
 
Da ich die nicht nutzen kann ich das so genau nicht sagen. Aber scheinbar sind das einfach nur Widgets die in top laufen und nicht in die Funktionalität eingreifen. Gnome Extensions greifen teilweise tiefer unter die Haube.
 
netzgestaltung schrieb:
also direkt mit wine zu hantieren ist mmn schon eher unbequem.
WINE war hier nur ein Beispiel aus meinem aktuellen Alltag. Man könnte hier auch Text Editoren nehmen, Video Player, Schreibprogramme etc etc etc. Es geht generell darum, dass einem das Kontextmenü nicht die Möglichkeit gibt, selbst nach einem Programm zu suchen.

Wie gesagt, unter Windows, Cinnamon, KDE Plasma, XFCE da ist das gang und gäbe. Das Betriebssystem setzt auf Platz 1 das was es meint, dann kommen etwa 10 Alternativen von denen es meint dass die auch hinhauen könnten aber wenn nichts davon zutrifft, dann lieber Nutzer, hier hast du den Dateimanager, such selbst.
 
Das Problem hat man ja Recht selten gerade die Beispiel Programme tragen sich bei der installation vernünftig ein und können aus der Liste gewählt werden.
 
Also ist es eher eine Unzulänglichkeit auf WINEs Seite? Dass die sich nicht als integriertes System zu erkennen geben und somit "unterm Radar" bleiben?
 
Hab noch mal nachgeschaut. Muss an deiner Installation oder config liegen. Bei mir wird eine exe automatisch mit wine geöffnet und in der Liste der empfohlenen Apps taucht es auch auf.

Ich hab's ganz normal über das Software Centers installiert.
 
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