Grafikkarte für CAD/Foto (und Funktionsweise?)

carpacci

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März 2019
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Hallo,

Ich möchte gerne mein PC aufrüsten. Momentan überlege ich ob es sinnvoll ist eine low budget Grafikkarte (50€) nach zu rüsten.
Meine Anwendung liegt vorallem im Bereich 3D-Modellierung (CAD), Fotobearbeitung, Vectorgrafiken (Inkscape) und ein bisschen Programierung (normalerweise matlab).

Mein bisheriges Setup:
CPU: Intel Core i5 4460 4x 3.20GHz So.1150 BOX
MainBoard: ASRock H97M-ITX/ac Intel H97 So.1150 Dual Channel DDR3 Mini-ITX Retail
RAM: 8GB Crucial Ballistix Sport DDR3-1600 DIMM CL9 Dual Ki
Festplatte: Crucial MX500 CT500MX500SSD1 SSD
Netzteil: Be Quiet! 400watt


Nun zu meinen Fragen:
  • Nach kurzer Recherche bin ich auf die Nvidia Quadro serie gestoßen. Hier bekommt man gebraucht günstiges Material (z. B. :PNY NVIDIA Quadro 2000D (1024mb). Ist es eine passable Idee sich so etwas zu kaufen?
  • Was ist generell der Unterschied einer Workstation- und einer Gaming-Grafikkarte?
  • Kann der Intel Chip mehr rechnen wenn die Grafikrechnung ausgelagert wird oder ist dafür fix ein Bereich reserviert der dann leer läuft?
  • Wenn die Software mehr Leistung benötigt als die Grafikkarte gibt, wird die Berechnung dann geteilt auf CPU und GPU oder ist das im Endefekt sogar noch langsamer? (In anderen Worten unterstütyt/erweitert die GPU die Rechenleistung oder verändert sie den kompletten "Rechenprozess")


Entschuldigt mein amateurhaftes Vokabular. Über Tipps und Erklärungen zu den technischen Vorgängen würde ich mich freuen. ;)

Viele Grüße

 
Bevor du so ne Uralte Fermi-GPU in den Rechner steckst, schau lieber das du eine gebrauchte Gamingkarte bekommst.
Theoretisch bekommst du mit einer Workstation-GPU: Bessere Fehlerkorrekturen, ein paar Treiberfeatures, langlebigere Hardwarekomponenten, evtl ein paar Double Precision FPUs mehr.
Praktisch sind Gaming-GPUs aber etwa gleichwertig.
D.h. mit deiner Investition würdest du eine GTS450 aus dem Jahre 2010 erhalten, und die war damals schon nicht schnell.
Wenn es neu sein soll: Mit einer RX550 für 90€ bist du eigentlich mehr als bestens gerüstet für dein Vorhaben. Alternativ tut es auch eine GT1030 (mit GDDR5!).


Der Intelchip hat übrigens eine eigene GPU integriert (HDxxxx). Wenn du eine andere GPU hinzufügst dann wird die iGPU deaktiviert. Der einzige Grund, weshalb du einen Performanceschub spüren könntest liegt daran, dass die GPU keinen Strom mehr verbraucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
1) Die Grafikkarte ist eine aus der "Fermi" Generation - > Geforce 500er Serie. Ich würde da viel eher in etwas moderneres investieren, gerne gebraucht. Eine Geforce 900er oder 1000er sollte eigentlich paroli bieten, wenn nicht sogar besser sein, a la GTX 950/960 oder GTX 1050. Neu dann eine GT1030/GTX1050 oder AMD RX 550/RX560
2) Die "Geforce" varianten sind beschnitten, was die Leistung von speziellen Anwendungen angeht (das müsste man bei deiner software noch herausfinden)
3) Jein. Wenn bei deinem Mainboard 65W TDP eingestellt sind, dann kann die CPU+GPU max 65W an Wärme abführen. Da es sich um einen "Bastel" PC handelt, wird dort dieses Limit nicht enthalten sein, weshalb du nicht mehr leistung aus dem i5 rausholen kannst.
4) Der limitierende Faktor bremst aus. Du musst herausfinden wie hoch die CPU Auslastung und die GPU Auslastung aktuell ist. Wenn die CPU schon jetzt bei 100% liegt, dann kann dir eine schnellere Grafikkarte nicht mehr weiter helfen. Wenn die GPU bei 100% liegt, die CPU aber nicht, dann kannst du ungefähr sehen wie viel bei der CPU noch auf 100% fehlen. Das wäre dann ungefähr das Maximum, um wie viel deine Anwendungen schneller laufen würden :)
 
Vielen dank, das waren schonmal 2 super Tipps.

Zusammengefasst lieber eine gebrauchte gaming Karte der Modelle: RX550, GTX 950/960 oder GTX 1050.
Ihr habt extra geschrieben dass es eine neue karte sein soll. Warum ist bei diesen Modellen gebraucht nicht zu empfehlen?

Der Tipp mit dem limitierenden Faktor ist top. Die einzige Moeglichkeit die ich kenne um die CPU-Auslastung zu testen ist per Taskmanager. Das wird nicht helfen. Gibt es Software die Auslastung, der CPU inegrierten GPU und ggf. Arbeitsspeicher ueber laengere Zeitraeume aufnimmt?
 
Mit "neu" meinten wir, dass es eine Grafikkarte der etwas neueren Generation sein soll (zumindest war das meine Intention). Für manche ist ein Gebrauchtkauf kein Problem, andere wollen immer neu kaufen, weshalb das Spektrum an genannten Grafikkarten recht groß ist, da ein Neukauf natürlich mit höheren Kosten zusammenhängt.

Ich behaupte mal, dass auf dem aktuellen PC windows 10 installiert ist. WEnn du im bereich "CPU" im Taskmanager auf den Graphen mit der Auslastung klickst, kannst du dir mit rechtsklick auch einstellen, dass er dir nicht die "Gesamtauslastung" sondern die Aufteilung nach "logischen Prozessoren" anzeigt. Damit kannst du sehen, ob die Anwendungen auch bis zu 4 Kerne (in deinem Fall) auslasten oder nur weniger.
Bei der Grafik fällt mir da leider auch nichts anderes ein. Bei spielen würde man nämlich z.B. den MSI Afterburner empfehlen, aber der wird in Anwendungen selten erkannt. Ich würde ein Tool wie "GPU-Z" empfehlen, denn dort kann man sich die Auslastung der Grafikkarte anzeigen lassen. Alternativ geht dies auch im Taskmanager, auch wenn dieser zumindest bei mir nicht so ganz funktioniert (in spielen wird mir oftmals auch nur ~90% GPU Auslastung angezeigt, obwohl im MSI Afterburner definitiv 99% stehen).
 
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