Grundsatzfrage zu vpn

Wucker

Newbie
Registriert
Nov. 2017
Beiträge
3
Hallo,
vermehrt lese ich in letzter Zeit über vpn,deshalb interessiert es mich und wollte mehr dazu wissen.Allerdings kommt es mir vor als ob in vielen Artikeln auf anderen Seiten oft nur gepriesen wird um etwas zu verkaufen.Deswegen wende ich mich lieber an dieses Forum.
Welche Vor- und Nachteile bringt es wenn ich meine Fritzbox7490 z.b. für vpn konfiguriere und damit surfe?
Wenn es doch so sicher ist,warum sind diese vpn fähigen Router nicht standardmässig so eingestellt das man gleich zu Anfang schon "sicher surft"?Oder versteh ich da was falsch?
Ich meine, ich brauche es nicht für einen bestimmten Zweck, aber wenns sicherer ist, kanns ja nie verkehrt sein.
Das ganze drum herum hab ich noch nicht verstanden, wofür vpn gedacht ist schon.
Wäre super wenn mir das jemand erläutern könnte.Oder falls es schon ein Thema dazu gibt, den Link dazu.Ich finde hier gerade nichts passendes.
Vielen dank!
 
Nicht böse gemeint, aber

http://www.lmgt.com/?q=was+ist+ein+vpn

so schwer ist es echt nicht. Auch bei Youtube gibt es hunderte Videos.

Kurz gesagt. VPN steht für virtuelles privates Netzwerk und war in seiner Ursprungsversion eigentlich dafür gedacht, Netzwerke entweder über das Internet zu verbinden oder "sich" als beispielsweise als Arbeitnehmer von Unterwegs in das Firmennetzwerk einwählen zu können. Daneben gab es auch noch andere Anwendungsgebiete.

Heute nutzen viele private Personen VPNs dafür, um ihr Surfverhalten zu verstecken (Datenschutzgründe) oder um bspw. Inhalte anderer Länder zu konsumieren (Geolocks, Serien/Filme auf Seiten die nach Herkunftsland differenzieren).

Ich hoffe als Ersterklärung hilft das.

"Gute" (also schnelle und sichere) VPN-Dienste kosten jedoch monatlich Geld, da man sich "in deren Netzwerk einwählt". Aus diesem Grund ist so etwas auch nicht "standardmäßig aktiviert" wie Du nachgefragt hast. Das eine ist ein Standard, das andere ein "Dienst" wenn Du es so willst.
 
Na ja , du musst ja dem Server vertrauen können über den du dann deinen Traffic leitest. Ich denke daran wird es dann scheitern. Man hat ja abgesehen von etwas mehr Privatsphäre keine Vorteile und selbst dann hast du immer noch den Server dem du alles anvertraust. Ich nutze VPN lediglich, um mich in meiner Uni anzumelden und gewisse Dienste so zu nutzen , als ob ich direkt in der Uni im WLAN wäre. Mir wäre es den Aufwand nicht Wert es abgesehen von der Uni einzurichten. Du kannst damit natürlich von anderswo auf dein Netzwerk Zuhause zugreifen und darüber surfen. Das bringt aber für privat Anwender imho nicht so krass Vorteile.
 
Ich sage dazu, man soll den VPN nicht für alles nutzen.
Sonst macht man sich verdächtig.
Nur für die Sachen nutzen, wo man die auch unbedingt braucht und nicht verfolgt werden möchte.
Ansonsten wird man nämlich von den Behörden trotzdem mit Tricks verfolgt.
 
Aha.Auch ne interessante Ansicht.Das man da schon für beobachtet werden würde, hätte ich nicht gedacht.Und wenns ja doch "Tricks" gibt, ist es wohl doch nicht so sicher wie ich dachte.
Danke.
 
Paddy90 schrieb:
Sonst macht man sich verdächtig.
Nur für die Sachen nutzen, wo man die auch unbedingt braucht und nicht verfolgt werden möchte.
Na das halte ich doch für eine sehr gewagte Behauptung. Wenn Behörden, etc. einen VPN-Dienst überwachen würden, betrifft das sowohl permanente als auch sporadische Nutzer. Da wird wohl kaum anhand der Verbindungsdauer bewertet, sondern was wie wo darüber getan wird.

Darüberhinaus gibt es bei VPN ja grundsätzlich 2 gängige Szenarien:

1) Vermeintlich anonymes Surfen über eine VPN-Verbindung zu einem VPN-Dienst (Cyberghost, etc)
2) VPN zur Verbindung ins Heim- bzw. Firmennetzwerk, zB Fritzbox2Fritzbox oder auch unterwegs via Smartphone, etc.

Das Problem mit permanenten VPN-Verbindungen nach Typ1 ist eher ein anderes. Es gibt durchaus Dienste bzw. Anbieter, die explizit eine Identifizierung erfordern, sei es um gehackten Accounts das Leben zu erschweren oder aber um zB die Umgehung von Geosperren zu verhindern. Netflix und Co haben es mittlerweile auch kapiert, dass viele via VPN die Geosperren umgehen. Ist man nun permanent via VPN unterwegs, kann das dazu führen, dass man vermehrt Probleme bekommt, weil Dienst-Anbieter xy explizit Zugriffe von bekannten VPNs sperrt.

Aus diesen Gründen bin ich zumindest dahingehend bei dir, dass man nur selektiv im Internet unterwegs sein sollte und eben nicht permanent. Mit den Behörden hat das eher weniger zu tun. VPNs nach Typ2 wiederum sind völlig unkritisch und für die Behörden weitestgehend uninteressant - sofern man nicht bereits aus anderen Gründen unter Beobachtung steht...
 
Zurück
Oben