🛜Gute Dropbox-Alternative (Datenschutz, Open Source, E2E) gesucht, Erfahrungen mit LuckyCloud?

Humbold

Ensign
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Hallo zusammen,

im Sinne der digitalen SouverĂ€nitĂ€t versuche ich seit einer Weile von großen US-Diensten loszukommen.

Ich such eine Alternative zu Dropbox / OneDrive. Mir wurde gesagt, dass LuckyCloud Ă€hnlich schnell und gut synchronisiert, was ich jetzt in 6 Monaten Ausprobieren soweit bestĂ€tigen kann. Bloß leider ist der Client in Windows (und noch schlimmer auf Android) so mies, dass es keine Freude ist, das zu bedienen. Vor allem wenn es zu Synchrofehlern kommt. Die GUI lĂ€sst sich nur schwer skalieren.

Daher: Hat jemanden noch mehr Erfahrung mit Anbietern von Cloud Storage, die schnell auf Desktop synchronisieren? Idealerweise weitere Features:
  • Open Source
  • E2E VerschlĂŒsselung
  • Serverstandort Deutschland / EU


LuckyCloud erfĂŒllt alles davon, aber leider ist der Sprung von 50 auf 100 GB recht teuer.

Danke fĂŒr Tipps,
Humbold
 
Humbold schrieb:
LuckyCloud erfĂŒllt alles davon, aber leider ist der Sprung von 50 auf 100 GB recht teuer.
Was erwartest Du denn? Einen Kompromiss mußt Du machen. Kleinere Anbieter können nun mal nicht den Preis machen wie grĂ¶ĂŸere Hyperscaler und Anbieter.
 
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Kennst du Syncthing?
Wenn du deine Cloud-Sicherung nicht unbedingt unterwegs, sondern zu Hause ĂŒber WLAN durchfĂŒhren willst, ist das eine sehr zuverlĂ€ssige Methode.

Sobald sich ein GerĂ€t mit dem WLAN verbindet, wird die Synchronisation genau da ausgefĂŒhrt, an der sie zuvor eingestellt wurde.

Linux / Windows PC
Android Smartphone
macOS
USB-Festplatte am Router
etc.
 
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Ich musste kurz checken, dass LuckyCloud nicht ein gelabeltes Nextcloud ist, aber das baut wohl auf Seafile auf.

Daher wÀre Nextcloud die offensichtliche nÀchste Alternative. Entweder selbst gehostet oder managed von einem der vielen Anbieter wie Hetzner, Ionos, etc.

Oder (ich kenne die Firma nicht) ist dashier wohl in Deutschland gehostet und hat mir 3€/Monat fĂŒr 250 GB einen gĂŒnstigen Einstieg: https://xaweho.de/cloud/nextcloud/
 
Ich habe ungefÀhr die selben Anforderungen und bin bei https://filen.io/ gelandet. Die hatten mal LifeTime Angebote, aber wie es scheint wurden die erstmal auf Eis gelegt.

Bisher kann ich wenig meckern, ja sicher nicht so fluffig wie OneDrive, aber doch genug und es gibt sogar einen Linux Client, der einfach geht.
 
Ironbutt schrieb:
Life time angebote fĂŒr ein Prozess der dauerhaft Geld kostet ist idR etwas, wo ich aus Marktwirtschaftlicher Sicht sehr hellhörig werde. Entweder das Angebot kostet so viel, dass es sich ĂŒber jahrzehnte trĂ€gt ... dann kauft es keiner, oder die Firma macht damit nach einigen Jahren verlust und du bist darauf angewiesen, dass sie das einfach schlucken und kein schlupfloch suchen die VertrĂ€ge aufzulösen bzw. musst du hoffen dass sie daran nicht insolvent gehen.
 
Ich bin bei Proton Drive hĂ€ngen geblieben, nur durch die VerschlĂŒsselung kostet eben Zeit.
 
Wenns ein Anbieter dein muss kann ich pCloud empfehlen.
Die Lifetime Angebote rechnen sich sich nach 2-4 Jahren, Server in der Schweiz und Clients fĂŒr Android, Windows und Linux sind vorhanden und vor allem gut.
Support ist schnell, deutschsprachig, professionell.

Allerdings empfehle ich ebenfalls nen Server aufzusetzen (besser als bei Hetzner mieten ist natĂŒrlich der eigene Server zuhause, aber wir wollens mal nicht ĂŒbertreiben 🙂) und NextCloud drauf zu hauen.
ErgÀnzung ()

Pyrukar schrieb:
Life time angebote fĂŒr ein Prozess der dauerhaft Geld kostet ist idR etwas, wo ich aus Marktwirtschaftlicher Sicht sehr hellhörig werde. Entweder das Angebot kostet so viel, dass es sich ĂŒber jahrzehnte trĂ€gt ... dann kauft es keiner, oder die Firma macht damit nach einigen Jahren verlust und du bist darauf angewiesen, dass sie das einfach schlucken und kein schlupfloch suchen die VertrĂ€ge aufzulösen bzw. musst du hoffen dass sie daran nicht insolvent gehen.
Nope. Das ist einfach zu kurz gedachter Consumerquark.

pCloud muss Speicherplatz fĂŒr AusfĂ€lle oder NotfĂ€lle bei seinem B2B Bereich vorhalten, das snd im Prinzip tote kosten, weil man es zwar als Sicherheit braucht aber selt3nst der Fall der FĂ€lle eintritt.
Also verkauft man Teile dieses redundanten Speichers an Consumer (da Speicher wachsen muss, ist der Speicherplatzverbrwuch der Consumer im Vergleich marginal).
Das ist schlicht ne querfinanzierung.

Ausswrdem bieten sieja nicht nur sondern auch Lifetime an, man kann auch nen Abo abschliessen, wenn enem das iwie lieber ist.
Und von wegen hoffen, dass es nicht insolvent wird: Das gilt fĂŒr jeden Cloud Anbieter, ob Lifetime oder Abo.
Wolange das Lifetime Angebot lange genug genutut wurde um billiger zu sein als ein Abo in derselben Zeit, hats sich finanziell gelohnt.

Übrigens gibt es die shon Jahrzehnte, ne Insolvenz ist nicht abzusehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schinken42 schrieb:
pCloud muss Speicherplatz fĂŒr AusfĂ€lle oder NotfĂ€lle bei seinem B2B Bereich vorhalten, das snd im Prinzip tote kosten, weil man es zwar als Sicherheit braucht aber selt3nst der Fall der FĂ€lle eintritt.
Also verkauft man Teile dieses redundanten Speichers an Consumer (da Speicher wachsen muss, ist der Speicherplatzverbrwuch der Consumer im Vergleich marginal).
Wie meinen?

Wenn ich redundanten Speicher rumliegen habe und den als totes Kapital ansehe, und daher lieber was anderes damit mache und ihn verkaufe, dann habe ich fĂŒr den Notfall keinen redundanten Speicher mehr.

Mal ganz abgesehen davon, dass das logistisch auch ein Alptraum und schwer zu managen wĂ€re, mĂŒsste man dann neuen Speicher kaufen und hĂ€tte wieder die Ausgangssituation. Der redundante Speicher ist ja auch nicht leer, da liegen Daten der Kunden drauf, auch wenn die gerade nicht aktiv genutzt werden. Könnte sich jederzeit Ă€ndern. Man könnte den Verschnitt verkaufen, aber eh, das ist so ein Gefummel, das lohnt sich nicht.

Redundanter Speicher ist sowieso kein totes Kapital, denn der Kunde bezahlt dafĂŒr natĂŒrlich. Das ist ein Produkt. Die Lifetimeangebote basieren hingegen vermutlich nur auf der Annahme, dass Speicher ĂŒber Zeit nur billiger wird.
 
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@Schinken42 ich sehe das sehr Ă€hnlich wie Khorneflakes, möchte aber noch hinzufĂŒgen, dass selbst wenn das Problem das Khorne anspricht nicht existieren wĂŒrde die Rechnung ja nur so lange aufgeht, solange diese ominöse Reserve höher als die Nachfrage nach Lifetime Angeboten ist. So wie ich das sehe sind das Kurzfristige Entschiedungen um die GeschĂ€ftszahlen jetzt aufzupolieren und in spĂ€teren Jahren darf dann ein anderer CEO die Suppe auslöffeln, wenn das System zur BĂŒrde wird. Vor allem wenn sich ein Angebot nach 2-4 Jahren Rechnet ist der Umkehrschluss ja, dass das Unternehmen nach 2-4 Jahren mehr Geld verdient hĂ€tte wenn es einen Monatlichen Plan verkauft hĂ€tte. Je nach Gewinnmarge und Kostenstruktur und unter der Annahme, dass die monatlichen Kosten konkurrenzfĂ€hig kalkuliert sind, wĂŒrde ich vermuten, dass bei 2-4 Jahren armortisation fĂŒr den Kunden, das Unternehmen nach 6-8 Jahren nutzung eines Lifetime Plans schlicht keinen Gewinn mehr daran hat, aber weiterhin Kosten entstehen.

Denn nur mal so ... du kaufst dir 2020 einen solchen Life Time Plan zu einem Attraktiven Preis, dann erwartest du doch dass wenn 2026 die Festplatte auf der deine Daten liegen defekt wird, diese ersetzt wird, ohne dass du davon etwas bemerkst. Festplatten kosten aber heute ein Vielfaches von dem was 2020 kalkuliert wurde und das Unternehmen kann ja nicht einfach sagen "Pech gehabt, mit diesen Preisen haben wir nicht gerechnet, also lösen wir deinen Vertrag jetzt auf"
Kalkulatorisch mĂŒssten sie aber genau das machen, um nicht draufzuzahlen.
 
Khorneflakes schrieb:
Wie meinen?

Wenn ich redundanten Speicher rumliegen habe und den als totes Kapital ansehe, und daher lieber was anderes damit mache und ihn verkaufe, dann habe ich fĂŒr den Notfall keinen redundanten Speicher mehr.
Doch, weil man nur einen Prozentsatz vorhÀlt, je nachdem wie stark das Schutzziel ist kann das zwischen 30% und 90% liegen.
Khorneflakes schrieb:
Mal ganz abgesehen davon, dass das logistisch auch ein Alptraum und schwer zu managen wĂ€re, mĂŒsste man dann neuen Speicher kaufen und hĂ€tte wieder die Ausgangssituation.
Jup. Das ist allerdings so oder so der Ablauf. Da die gemieteten Speichermengen steigen muss man dauerhaft Speicher hinzubauen.
NatĂŒrlich nicht indem man immer und immer mehr gleichen Speicher holt sondern immer dichteren.
Dabei kalkuliert man dann eben, dass das bisschen Speicher fĂŒr Consumer kaum fehlt, aber eine Gegenfinanzierung bietet.
Khorneflakes schrieb:
Der redundante Speicher ist ja auch nicht leer, da liegen Daten der Kunden drauf, auch wenn die gerade nicht aktiv genutzt werden. Könnte sich jederzeit Àndern. Man könnte den Verschnitt verkaufen, aber eh, das ist so ein Gefummel, das lohnt sich nicht.
NatĂŒrlich ist der leer, zwischen 30 und 90% wie oben beschrieben jedenfalls. Es geht hier nicht um Backups sondern Puffer um kurzfristige GrossauftrĂ€ge zu bedienen.
Und ja, man verkauft und vermietet dann genau den "Verschnitt" (ganz gute Metapher, die klau ich mir 😉).
Khorneflakes schrieb:
Redundanter Speicher ist sowieso kein totes Kapital, denn der Kunde bezahlt dafĂŒr natĂŒrlich. Das ist ein Produkt.
Nein, zumindest nicht den, von dem ich hier rede. Der ist nicht fĂŒr spezifische Kundendaten sondern fĂŒr NotfĂ€lle/unvorhergesehene Ereignisse.
NatĂŒrlich wird kein Speicher doppelt gebucht.
Khorneflakes schrieb:
Die Lifetimeangebote basieren hingegen vermutlich nur auf der Annahme, dass Speicher ĂŒber Zeit nur billiger wird.
Jein. Sie basieren auf der Annahme, dass man eh immer mehr Speicher braucht.
Die Preise spielen nur mittelbar ne Rolle, wenn sie so hoch liegen, dass Kunden eben nur stagnierende Mengen buchen. Dann wĂŒrde jeder Cloud Anbieter ins Schlingern geraten, da man normalerweide in Erwartung der Zukunft schon mehr Speicher gekauft und damit Kapital gebunden hat.

Ich rate ĂŒbrigens nicht, sondern kenn die Branche. Aber nein ich arbeite auch nicht fĂŒr einen Cloudanbieter 😅.


Sorry fĂŒrs doch recht lange abschweifen, ich hör dann ach auf😁.
ErgÀnzung ()

Pyrukar schrieb:
@Schinken42 ich sehe das sehr Ă€hnlich wie Khorneflakes, möchte aber noch hinzufĂŒgen, dass selbst wenn das Problem das Khorne anspricht nicht existieren wĂŒrde die Rechnung ja nur so lange aufgeht, solange diese ominöse Reserve höher als die Nachfrage nach Lifetime Angeboten ist.
Siehe oben.
Und nein, man verkauft nur einen Bruchteil der Reserve, nicht annĂ€hernd den ganzen Pool, an Consumer. Ist halt nur ne Gegenfinanzierung mit dr man die Kosten etwas drĂŒckt.

WĂŒrde die Nachfrage das was man vermieten kann ĂŒbersteigen, wĂŒrde man als Anbieter aufhören Lifetime anzubieten.
 
Gegenfrage:
Warum nicht selbst ein kleines NAS als Ersatz fĂŒr die Cloud hosten?

Bei mir ging es z.B. unter anderem um Kinderfotos/-videos, die ich ganz sicher nicht in die Cloud laden werde (egal wo der Server steht). Ich habe mir ein DXP4800 Plus gekauft. Hier kannst du dein eigenes OS aufspielen (TrueNAS, Unraid whatever) und kannst dir mit den entsprechenden Desktop- oder auch Smartphone-Apps alles selbst syncen, sichern etc.

Initiale Anschaffungskosten sind natĂŒrlich, je nach PlattenbestĂŒckung, nicht ganz gĂŒnstig. DafĂŒr bist du danach dein eigener Herr und musst auch keine monatlichen GebĂŒhren berappen.

Ausfallsicherheit ist durch RAID5 bzw. die 2 internen m.2-Drives gegeben. Datensicherung habe ich mit einem Jugendfreund von mir gelöst. Er nutzt ein identisches System. Ich sichere seine Daten auf meinem NAS (verschlĂŒsselt) und meine Daten liegen verschlĂŒsselt bei ihm. Selbst wenn mein NAS also mal komplett abbrennt, ist nichts verloren.

Mal abgesehen von dem marginalen Idle-Verbauch des NAS quasi eine Lösung ohne laufende Kosten.
 
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@tusen_takk Bei externen Hostern, ja auch Hetzner, empfiehlt es sich sowieso nur verschlĂŒsselte Daten hochzuladen.
 
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