Gute Server-Distri

ElDiablo

Lt. Commander
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Juli 2009
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1.377
Hi zusammen,

ich stehe grad mal wieder vor der Qual der Wahl einer guten Distribution für meinen neuen Datenknecht.

Bis auf eine Version von Progress mit extra Datenbank soll eigentlich nur 0815 Kram drauf. Nen Apache, einige MySQLs, Teamviewer und KDE wären mir ganz recht.

Der Server ist ein kleiner 1HE Winzling von HP, der wie üblich RedHat und Suse Enterprise zertifiziert ist.

Wie gut macht sich z.B. der neue Installer von Debian? Läuft die Vorkonfiguration, oder muss man sich zum stabilen Apache-Betrieb wie vor ein paar Jahren noch durch die Settings wühlen?

Freue mich über Tipps.

Gruß
El
 
einfach mal ein wenig zeit investieren und kram wie kde und teamviewer weglassen ...
ein gut konfiguriertes debian in verbindung mit ssh ist einfach das angenehmste für einen server :)
 
Also bei dem was ich bisher an Servern im Internet gemietet hatte, war meistens CentOS, Debian oder Ubuntu Server drauf.
Am wenigsten Probleme (LAMP-Installationen etc) hatte ich mit CentOS, das kann ich eigentlich ganz gut empfehlen.

MfG
Damon
 
CentOS ist die meistverwendete Distri für Server. Vielleicht auch für dich einen Blick wert.
 
Mit Debian haste eigentlich keine Probleme.
Wenn Dein CPU stark genug ist, oder Du keine Probleme mit längeren Wartezeiten bei Updates hast, wäre Gentoo noch eine Alternative.
 
Also im Unternehmen - und wir haben halt schon so richtig krass großen kram - unter anderem drei Rechenzentren benutzen wir an unixoiden nur

SOLARIS
und
SLES

bestimmt nicht ohne Grund
 
Zuletzt bearbeitet:
Richtig krassen Kram, soso.

Die werden verwendet, weil es für Solaris, Suse und CentOS professionellen, bezahlten Support gibt.
Solaris außerdem oft aus Kompatiblitätsgründen und weil es sich über einen sehr langen Zeitraum als stabil und zuverlässig erwiesen hat. Das ist aber was komplett anderes als die Datenschleuder zuhause.

Ich würde dir Ubuntu 10.04 LTS oder Debian empfehlen, da ich Aptitude als Paketmanagement-Tool sehr schätze. Gentoo hatte ich zuletzt 2004 verwendet, für einen zu 99% nie ausgelasteten Server sich extra die Quellcodes zu compilen halte ich für Blödsinn.

Das übliche Apache MySQL PHP läuft sowohl unter Ubuntu als auch Debian nach Installation der Packages von selbst.
 
RHEL kostet Geld, wenn Firmen keinen externen Support brauchen, weil sie genügend Fachpersonal hat ist auch CentOS statt RHEL vollkommen ausreichend.
Auf die Bedingungen kommt es an!
 
Also mein Server ist eben eingetroffen.
HP Proliant DL120 G6, falls es jemanden interessiert ;)

Nun hab ich mir mal fürs erste Testen OpenSuse 11.4 installiert -bzw. es versucht.

Was ich da nicht so ganz verstehe:
Wozu stelle ich eigentlich ein Hardware-Raid1 ein, wenn Linux es irgendwie ignoriert und quer durch die Gegend mounted? ;-) Dürfte er die 2. Festplatte überhaupt bei einem Hardware-Raid finden?

Installiere ich es durch, bekomme ich nach dem Grub einen schwarzer Bildschirm mit Keyboard-Ausfall ... auch Failsafe bringt da nichts. Er greift allerdings weiter auf die Platte zu und scheint etwas zu tun ...
Ich lade mir mal grad die LiveCD runter ... wenn es davon auch nicht läuft, ist Suse schonmal raus :)

Ideen?
 
Auch bei vielen Hardware-Raids sind Treiber nötig, das es bei manchen nicht auffällt liegt daran, dass die Treiber direkt schon im Kernel sind. Irgendwie muss das Betriebssystem ja auch wissen wie es mit dem PCI-Raidcontroller kommunizieren muss.

Aber OpenSuse als Server Distri war imho sowieso keine gute Wahl...
 
Ja, ich bin davon ausgegangen, dass er den Raidcontroller vor der Plattenpartitionierung passend erkennt. Aber selbst ohne mag er nicht laufen.

Lässt man dann die Platten einfach frei, oder wie ist die normale Vorgehensweise?

RedHat / Suse Enterprise werden von HP als Supported angegeben - daher lag für mich der Verdacht nahe, dass die Open-Versionen auch halbwegs locker laufen müssten.
Aber da hab ich mich wohl etwas zu früh gefreut :)


Update: ok. auch mit der LIVEcd von OpenSuse bleibt er beim Booten kleben. Ein Cursor steht bewegungslos links oben in der Ecke. *grübel*
Update2: nun ist der Cursor bei gleichen Bedingungen wieder weg ... schien etwas Zufall gewesen zu sein, dass er beim Freeze da war ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

meine Erfahrungen mit OpenSuse sind nicht so schlecht, wie hier mancher verbreitet. Meiner Erfahrung nach sehr stabil. Mit Yast in der Konsole ist es gerade für Anfänger vergleichsweise übersichtlich zu konfigurieren.

Wenn Du Dich mit Raid nicht gut auskennst, würde ich maximal zu einem Software-Raid raten, wenn überhaupt. Und zu einer gescheiten Backuplösung.

Viele Grüße
grandtheft
 
ice-breaker schrieb:
RHEL kostet Geld, wenn Firmen keinen externen Support brauchen, weil sie genügend Fachpersonal hat ist auch CentOS statt RHEL vollkommen ausreichend.
Auf die Bedingungen kommt es an!

Bei einem produktiven System wohl eher RHEL, auf den Testsystemen, die mir bisher untergekommen sind, war immer CentOS im Einsatz.
 
CentOS wird an vielen Stellen auch produktiv eingesetzt. Da spricht nichts dagegen wenn die Admins sich auskennen.
 
@GrandTheft:

Also ich möchte aus Sicherheitsgründen einen Raid 1 + Backup auf externe HDD machen, damit garantiert nichts verloren geht. Hab leider durch Plattencrash vor einer Woche ein paar Daten verloren und das soll nun nimmer passieren.
Was spricht gegen Hardware-Raid?

Verwunderlich ist aber, dass die LIVE-CDs nicht starten. Hab ich bisher auf noch keinem System erlebt .. jemand eine Idee?
 
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