1. Stereo oder Surround?
Surround-Headsets finden seit einigen Jahren zunehmende Verbreitung. Im Gegensatz zu Stereo-Headsets sind in jeder Hörmuschel mehrere Lautsprecher eingebaut, was laut der Hersteller ein besseres (Raum-)Klangerlebnis und eine bessere Ortung von Geräuschen ermöglichen soll.
Tatsächlich haben entsprechende Headsets in der Regel mit einigen Nachteilen zu kämpfen:
- Das Gewicht ist spürbar höher, was dem Tragekomfort auf Dauer nicht förderlich ist.
- Der Preis ist höher als bei vergleichbaren Stereo-Headsets.
- Oft ist eine eigene Stromversorgung mittels USB oder Netzteil erforderlich.
Die beiden deutlichsten Nachteile gegenüber vergleichbaren Stereo-Headsets sind aber:
- Nachteile beim Klang, bedingt u.a. dadurch, dass mehrere kleine Lautsprecher anstatt zwei größerer verbaut sind.
- Günstige Surround-Headsets haben keinen Digitalen Sound-Prozessor (DSP), der die eigentlich notwendigen Laufzeitunterschiede berechnen könnte. Somit kommt der Ton gleichzeitig aus allen Lautsprechern, korrekten Raumklang gibt es aber nicht.
Besseren Raumklang gibt es mit einer guten Soundkarte, die Surround-Effekte für Stereo-Headsets simulieren kann (Virtual Surround, 3D Sound). Dies ist z.B. mit einer Sound Blaster X-Fi möglich (CMSS 3D). Auch Headsets mit gutem USB-Soundchip (z.B. bei Sennheiser) bieten Virtual Surround, wobei dieser aber meist nicht an eine X-Fi herankommt.
Selbst in der "Fachpresse" werden immer wieder Surround-Headsets ohne DSP gelobt und es gibt auch zufriedene User, die ihr Surround-Headset niemals wieder hergeben würden. In Foren liest man dagegen immer wieder von enttäuschten Nutzern, die ihr Surround-Headset nach kurzer Zeit durch ein Stereo-Modell ersetzt haben.