Heimarbeit, Homeoffice - Pauschale vom Arbeitgeber

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IT-Sofa

Gast
Hallo und so :-)

Vor einiger Zeit habe ich meinen Arbeitgeber gefragt, ob ich zukünftig im Home-Office arbeiten kann. Er hat jetzt zugestimmt und ich bereite mich gerade auf alles vor. Ich bin festangestellter Fachinformatiker in Teilzeit (24 Stunden pro Woche).

Wie ich gelesen habe ist es üblich, dass sich der Arbeitgeber über eine Pauschale an den Kosten fürs Homeoffice beteiligt. Ich habe mal eine Berechnung einer möglichen Pauschale gemacht, weiß aber nicht, wie realistisch sie ist und ob ich etwas vergessen habe:

Strom: 25 Ct/kwh (200 W, 96 Stunden pro Monat)
0,2*96*0,25=
4,80 Euro

DSL: 30 Euro pro Monat (96 Stunden DSL pro Monat)
3,87 Euro

Nebenkosten (wie Heizung): 95 Euro pro Monat (50 qm)
Arbeitsecke 4qm
95/50*4=
7,60 Euro


4,80+3,87+7,60 sind rund
16,00 Euro pauschal


Die Wohnungsmiete habe ich jetzt nicht mit einfließen lassen, da ich dass bei einer Arbeitsecke nicht für angemessen halte.

Arbeitsgeräte, Möbel und Mobiltelefon bekomme ich vom Arbeitgeber.


Was sagt ihr zu der Pauschale von 16,00 Euro im Monat. Ist das realistisch oder zuviel/zuwenig?
 
Frag einfach nach wieviel dein AG zahlt und akzeptiere es. Du sparst dir doch den Weg zur Arbeit - somit also die Kosten für Sprit oder öffentlicher Nahverkehr (sollte deutlich mehr ausmachen als 16€ p.M. - somit ist auch keine Beteiligung des AG immer noch mehr Geld für dich am Ende des Monats weil du hierfür kein Geld ausgeben musst). Weiterhin sparst du dir den Weg zur Arbeit.
 
@_killy_
Damit hast du natürlich recht. Im Endeffekt spare ich deutlich mehr. Vielleicht lasse ich das mit der Pauschale ganz.

Weiß jemand, ob der Arbeitsvertrag wegen der Arbeit im Homeoffice angepasst werden muss? Oder ist das nicht nötig?
 
Afaik muss der Arbeitsvertrag nur angepasst werden, wenn du mehr als die Hälfte deiner Arbeitszeit NICHT an deinem Arbeitsort verbringst. (Außendienst etc. mal abgesehen)

Ich bekomme von meinem Arbeitgeber 50€ pauschal auf den Bruttolohn für 2 Tage Heimarbeit pro Woche (in Vollzeit).
 
In meinem Arbeitsvertrag ist als Arbeitsort die normale Firmenadresse genannt. Da ich zukünftig nahezu 100% der Arbeitszeit zuhause verbringen werde (mal abgesehen von Besprechungen), muss der Arbeitsvertrag in diesem Punkt wohl angepasst werden.
Ergänzung ()

@lurid
Nutzt du zuhause deine eigenen Geräte (Computer, Telefon, ...)?
 
Nutze nur das Telefon, sowie den DSL Anschluss von Privat. Sowie natürlich Strom, Wasser, Schreibtisch und die Räumlichkeiten.

Von der Firma wird die Computerperipherie gestellt (Monitor, Laptop etc.)
 
Büro zu Hause und kein Büro mehr in der Firma, weil zu 100% zu Hause gearbeitet wird?

Da hat z.B. der Arbeitgeber auch dafür zu sorgen, dass das Büro zu Hause entsprechend der Arbeitsvorschriften angemessen ergonomisch (Möbel, Raumgröße - da reichen 4qm sicherlich nicht aus - Beleuchtung usw.) ausgestattet ist.
 
Ich denke mal Du hast Dir die "Home-Office" Sache nicht aus ner Bierlaune überlegt.
Jeder Zuschuss is denk ich mal nice to have.

Aber was versprichst Du Dir vom "Home-Office"?
Ich kenn viele Leute die gerne n "Home-Office" hätten und damit schon quasi zufrieden wären.
Der notwendige "Arbeitsplatz" is vorhanden es fehlt ggf an der SW bzw Terminal-Anbindung?
Da sollte dann die Firma dem Arbeitnehmer auch unter die Arme greifen - in welcher Höhe vermag ich nicht zu sagen.

Zu 100% Home-Office" stell ich mir schwierig vor.
 
Nein, die Idee ist nicht aus einer (Bier)laune entstanden. Für meine Arbeit bietet es sich einfach an, da ich mit einem PC/Laptop mit Internetverbindung quasi überall arbeiten kann.

Ich sitze momentan mit anderen Kollegen in einem größeren Büro, bin aber der einzige, der "nur" am PC arbeitet. Ich finds Klasse, mich den ganzen Tag mit Konfigurationsdateien oder Skripten zu beschäftigen aber es ist oft laut und viel los. Mein Chef hat Verständnis dafür, dass das nicht die optimale Umgebung für Leute ist, die nur mit dem Kopf arbeiten (abgesehen von den 10 Fingern, die dabei ständig aufs Keyboard hämmern ;-). Leider gibts im Betrieb keine Möglichkeit für mich, einen anderen Raum zu bekommen, da alle belegt sind.

Ich werde den Computer aus der Firma mit ins Homeoffice nehmen, das ist kein Problem. Aber über die 4qm Arbeitsecke werde ich nochmal nachdenken.
 
Idealerweise hast Du zu Hause einen kompletten Raum, den Du als echtes Büro einrichtest und welcher dann ausschließlich beruflich genutzt wird (und entsprechend vom Arbeitgeber dann bezahlt wird - anteilig Miete usw).

Damit lässt sich dann - auch räumlich schon - Privat und Beruf sauber trennen.
Das ist auch in Sachen Unfallversicherung etwas einfacher zu berücksichtigen, denn oft wird bei Unfällen im eigenen HomeOffice durchaus darum gestritten, ob das denn nun ein beruflicher oder ein privater Unfall war.
 
Bei uns im Betrieb wechseln auch viele in den Home Office Betrieb. Auch aus dem Grund, dass es keinen Unterschied macht, von wo die Mitarbeiter ihren Job erledigen.
Jeder von den MitarbeiterInnen bekommt ein Notebook + Dockingstation (falls eigener Monitor vorhanden)) + Mobiltelefon und kann starten. An den Kosten des eigenen Heims beteiligt sich der AG nicht. Da das Ersparnis vom Pendeln alleine mehr als genug ist. Wir haben einen Mitarbeiter, welcher sich den Weg von 100 km pro Fahrstrecke sich erspart.

Fazit: Egal welche Pauschale dir der AG zahlt, nimm diese an, denn du sparst dir durch das Homeoffice Zeit & Geld ;)
 
Wäre ja noch schöner, wenn man fürs reine HO Arbeiten einen monatlichen Zuschlag on Top bekommen würde. Denn seien wir mal ehrlich. Wer arbeitet im HO schon den ganzen Tag. Neben dem ganzen privaten Kram (Telefon privat, Kinder eiern herum/ müssen abgeholt werden, es klingelt an der Haustür, man sitzt noch im Schlafanzug oder "Lumpenkleidung" vor dem Rechner, etc.) wird man nicht ansatzweise die Zeit investieren, wie man es vor Ort beim AG machen würde.
 
Da irrst du aber gewaltig. Gerade im HO passiert es schnell, dass man mal mehr macht, als man eigentlich will.
Gerade die Arbeiten nach Feierabend (.. in der IT) werden bei uns oft von zu Hause gemacht.
 
Naja, im Büro arbeitet man doch auch nicht immer und viele Unternehmen haben eh schon Zeiterfassungen die eine (längere) Untätigkeit des PCs registrieren und man dann manuell nachtragen muss, was man in der Zeit gemacht hat (wenn man z.B einem Kollegen etwas fragen geht oder von jemanden gefragt wird etc.)

Im Home Office, wenn man mal zu Tür geht und länger mit dem Nachbarn redet wird man halt eine Pause eintragen müssen. Am Ende des Tages muss die Arbeit erledigt sein und die Ziele erfüllt sein. Im Home Office hat man weniger Ablenkung von Kollegen usw. dafür vielleicht private Ablenkung. Das kommt auf den Einzelfall an, was jetzt mehr Auswirkungen hat.

PS: Warum sollte die Kleidung relevant sein, ob man produktiv arbeitet? Bei uns kommen auch manche in "Lumpenkleidung" (Freizeitkleidung, Jogginganzug) zur Arbeit, interessiert ja niemanden.
 
Nö, irre sicherlich nicht. Gibt sogar Studien dazu (Google ist dein Freund). Ausnahmen gibt es wie überall. Aber die Gründe fürs weniger tun, liegen ja auf der Hand (meine vorherige Liste kann man noch beliebig weiterführen).
 
@X_Clamp, dann verlinke bitte deine Studien. Wir wissen ja nicht welche Suchbegriffe du eingegeben hast und welche Ergebnisse für deine Meinungsbildung herangezogen wurden.
 
Also bei mir gibts keinen Zuschuß ausser Beteiligung am DSL und Stellung der Hardware. Ist aber vollkommen ausreichend für mich, spart mir 1.5h Weg.

Lol, der Clamp mal wieder. Richtig viel gearbeitet bisher, daher weiß er auch genau wie es mit HO so Effizienzmässig aussieht. :rolleyes:
 
Also mein Chef weiß ziemlich genau, welche Projekte ich gerade bearbeite und meldet sich wenn er meint, das irgendwas zu langsam fertig wird. Das wird sich glaube ich auch nicht ändern, wenn ich im HQ sitze.

Und klar, im HQ muss man halt etwas mehr Selbstdisziplin üben - aber ich denke wenn man gar nicht erst anfängt, irgendwelche anderen Sachen nebenbei zu machen, gewöhnt man sich auch schnell dran. Man sollte ebenso Pausen einlegen wie im Büro auch - aber in der Arbeitszeit halt auch arbeiten. Kann doch nicht so schwer sein.
:schaf:
Ergänzung ()

Was die Ergonomie angeht - ich nehme ja Schreibtisch + Schreibtischstuhl aus der Firma mit. Den Schreibtisch ergonomisch zum Fenster aufzustellen ist nicht so schwer und eine ergonomische Beleuchtung einzurichten auch nicht.

Aber vielleicht sollte ich doch einen ganzen Raum als Arbeitszimmer nutzen. Dadurch würden sich auch steuerliche Vorteile bei der EKS-Erklärung ergeben. Und die Abgrenzung zu den anderen Zimmern - die ja sozusagen Freizeitzimmer sind - wäre etwas deutlicher.
 
Bei uns in der Firma ist es so, dass die Kollegen im Homeoffice einen zweiten Internetanschluss und einen zweiten Telefonanschluss bekommen.
Hat unter anderem damit zu tun, dass es in einem Unternehmen, welches ein IT-Dienstleister (SAP) ist, nicht so wahnsinnig toll ist, wenn die Kunden Deine Privatnummer haben.
 
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