Heiraten einer russischen Staatsbürgerin

Zunächst muss sie ihre vorherige Ehe in der Ukraine offiziell beenden. Wenn sie ihre Ex-Frau nicht erreichen kann, könnte das schwierig werden. Nach der Beendigung ihrer vorherigen Ehe wird sie die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen. Ich gehe jedoch davon aus, dass dieser Prozess sehr lange dauern wird. Es wird äußerst schwierig sein, die deutsche Staatsbürgerschaft vor dem Ende des Krieges zwischen der Ukraine und Russland zu erhalten.
 
danke erstmal für die ganzen Rückmeldungen. Sie hatte zwischenzeitlich auch Kontakt mit einer Sozialarbeiterin die vor Jahren praktisch die gleiche Situation hatte. Sie hat übrigens ebenfalls zu der Dänemark Variante geraten.

Unser größtes Problem ist aktuell nur die Scheidung - Sie hat zwar Kontakt und ein gutes Verhältnis zum Ex-Mann, allerdings wird er die Scheidung nicht beantragen können aktuell. Er ist nämlich noch nicht zur Wehrpflicht erfasst und es bestünde die Gefahr, das wenn er auf die Ämter geht um das mit der Scheidung zu regeln er dann "auffliegt" und eingezogen wird....

Grundsätzlich weil es hier zur Sprache kam, meine Freundin ist seit 2022 hier und hat bereits Sprachkurs etc gemacht und B1 Zertifikat und startet bald B2-Kurs.
 
MrMorgan schrieb:
Sie hat übrigens ebenfalls zu der Dänemark Variante geraten.
Was sollte der Vorteil davon sein? Heiraten ist auch in Deutschland nicht sonderlich schwer. Und wenn Deine Freundin noch nicht geschieden ist, werdet ihr weder in Deutschland noch in Dänemark heiraten können.

Das Problem bei einer Heirat mit Ausländern ist die Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung danach. Und da hilft Die auch keine Hochzeit in Dänemark.
 
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MrMorgan schrieb:
Unser größtes Problem ist aktuell nur die Scheidung - Sie hat zwar Kontakt und ein gutes Verhältnis zum Ex-Mann, allerdings wird er die Scheidung nicht beantragen können aktuell. Er ist nämlich noch nicht zur Wehrpflicht erfasst und es bestünde die Gefahr, das wenn er auf die Ämter geht um das mit der Scheidung zu regeln er dann "auffliegt" und eingezogen wird....
Vielleicht andersherum? Sie beantragt die Scheidung und ihr dann bald Ex-Mann unterschreibt nur noch, ohne selbst ein Amt zu besuchen? Es ist auf jeden Fall gut, alle Papiere dafür unterschriftsreif vorliegen zu haben.

rallyco schrieb:
Bin gerade ein wenig platt von dem, was ich hier lese. Der Bruder meines Kollegen heiratet in zwei Wochen seine japanische Freundin.
In welchem Bundesland wird geheiratet? Kann mir gut vorstellen, dass es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regeln gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Pym ich meine, Nordrhein-Westfalen
 
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Dass ihr Mann sich offiziell nirgendwo melden darf ist natürlich ein ganz entscheidender Knackpunkt. Denn dann klappt es mit der Scheidung nicht und dann muss über eine neue Ehe gar nicht nachgedacht werden, da die Doppelehe strafbar ist und die Strafen relativ empfindlich sind.

Vielleicht kann sie ja aber trotzdem die Scheidung einreichen und angeben, dass er für sie nicht auffindbar ist? In Deutschland kann man dann eine Scheidung ohne die Teilnahme des anderes Ehegatten vollziehen. Die Dokumente wie Scheidungsantrag, Scheidungsbeschluss etc. bekommt der andere dann durch „öffentliche Zustellung“. Also die werden demjenigen nicht zugeschickt, weil ja keine Anschrift bekannt ist, sondern im Gerichtsgebäude ausgehängt und gelten dann nach einem Monat offiziell als zugestellt. Auf dem Weg wäre ja vielleicht eine Scheidung mit ihrem Mann möglich und dann stünde der neuen Heirat hier in Deutschland nichts mehr im Wege. Bzw. dann stünde nur noch die Bürokratie im Wege, aber das sollte zwar nervig aber machbar sein.

An der Stelle deiner Freundin würde ich mich dann auch mal mit den Kosten befassen. Dr. Google sagt direkt im ersten Ergebnis, dass die in Kosten für eine Scheidung in Deutschland ganz schön teuer sein können (Quelle: Scheidungskosten) und dass es in anderen Ländern eventuell deutlich günstiger sein kann. Also vielleicht kann sie sich ja nicht ausschließlich in der Ukraine scheiden lassen, gerade wenn er sich woanders aufhält.

Meine Freundin hat letztes Jahr in Deutschland einen Amerikaner geheiratet und einfach alles beim örtlichen Standesamt abgefragt. Die waren sogar wirklich freundlich und kooperativ und soo viel Papierkram war es am Ende dann gar nicht. Geh aber besser erstmal davon aus, dass es mehr Arbeit ist als eine „normale“ Heirat und dass es regionale Unterschiede geben kann. Daher besser direkt bei dem für dich/euch zuständigen Standesamt anfragen.

Viel Erfolg
 
Hallo. Nur mal ein kleiner Einwurf, ein laut gesprochener Gedanke: wäre es hier nicht möglich, aufgrund der besonderen Faktenlage (Krieg) diese Scheidung einseitig zu beenden, ohne dass der Ex gezwungen wäre, da irgendwo in einer ukrainischen Behörde aufschlagen zu müssen, da er sonst eingezogen würde? Vielleicht eine Vermisstenstatus-Regelung sozusagen, dass der Verbleib des Ex-Mannes in der Kriegslage ungewiss ist und somit einseitig aufgelöst werden kann. Es ist ja auch ähnlich möglich, z.B. wenn der Partner länger als soundso nicht auffindbar ist, diesen für tot zu erklären, sowas in die Richtung.

Diesen Gedanken einfach mal beim Standesamt oder der Ausländerbehöre vortragen. Aufgrund des Kriegszustandes wäre das ja gar nicht so unplausibel. Wichtig ist halt nur, dass SIE keinen Kontakt mit ihm halten darf, sonst wäre das hinfällig.
 
ja das ist eine gute Frage und so wirklich weiß es nunmal keiner. Ich kenne mich mit den ukrainischen Regularien nicht aus, meine Verlobte auch nicht (in Bezug auf Scheidungsverfahren etc.).

Es kann natürlich die Folge so eines Vorgehens auch sein, das er gerade auch dann auf den Schirm der Behörden gerät.

Es gibt ja noch keine generelle Mobilmachung in der Ukraine, dort werden ja noch Männer wild auf der Straße angehalten und überprüft etc.
 
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