Herausforderungen an das Netzwerk einer Hochschule im Hinblick auf mobile User...

tim1980

Lieutenant
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Hallo!
Ich habe Ende der Woche ein Vorstellungsgespräch bekommen und folgende Aufgabe hierfür bekommen:

"Erläutern Sie die Herausforderungen an das Netzwerk in der Hochschule im Hinblick auf immer mehr mobile, ständig wechselnde Nutzer, 3 Standorte und 9 Fachbereiche mit unterschiedlichen Anforderungen. „

Ein paar Statistiken um Ihnen Anhaltspunkte zum Umfang des Netzes zu geben: Ca. 550 Accesspoints, mehr als 45.000 m² Nutzfläche, mehr als 8.000 Switchports, 8.000 Nutzer, jedes Jahr 1.700 neue Nutzer, über 100 Switche, 2 x 500 Mbit/s Internetanbindung, 1.000 VoIP Telefone ..

Was genau will man hier von mir hören?
So was wie Radiusserver, Zertifikate usw.?
Was meint man hier mit Herausforderungen?

Versteht mich nicht falsch, es soll mir niemand die Aufgabe lösen, ich brauche aber Tipps da ich ein Verständnisproblem habe in welche Richtung das ganze gehen soll.

Bisher habe so intensiv nicht in einer Hochschule in der Netzwerkerweiterung mitgearbeitet, eher im User Help Desk.
Da ich aber gerne zukünftig was anspruchsvolleres zu tun haben möchte, möchte ich die Aufgabe möglichst gut lösen um eine Chance zu bekommen.

Ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen.

Gruß
Tim
 
Google "Erläutern Sie die Herausforderungen an das Netzwerk in der Hochschule im Hinblick auf immer mehr mobile, ständig wechselnde Nutzer, 3 Standorte und 9 Fachbereiche mit unterschiedlichen Anforderungen."

Die Frage habe ich selbst hier im Forum irgendwo schon gesehen.
 
Ich denke mal damit ist der Login per Hochschulaccount gemeint (wie du schon sagst RADIUS). Bei meiner Uni lade ich ein signiertes Profil herunter, logge mich im Profil ein und dann verbindet das das Telefon immer automatisch mit dem WLAN. Eine weitere Herausforderung ist die Anpassung dieses Profils an die unterschiedlichen Betriebssysteme und die Dokumentatation. Dann wird noch ein Gastnetzwerk benötigt um überhaupt dieses Profil herunterladen zu können. Hochschulen benutzen meist auch eduroam (solltest dich darüber erkundigen). Das wären meine Gedanken dazu :)
 
Ein qualifizierter Bewerber sollte die Frage schon beantworten können. Oder fragst im Job dann auch Google und das Forum? 😋
 
Radius ist schonmal ein guter Anfang. Eduroam ist auch ein guter Stichpunkt. Dann würde ich auf die Infrastruktur eingehen, Auswahl und Anschaffung der Hardware ist ja schon nicht ohne, dann müssen die möglichst ausfallsicher und trotzdem noch redundant sein... und in bestimmten Bereichen besonders große Lasten abkönnen. Bei einer Wartung kannst du nicht einfach so Server vom Netz nehmen, trotzdem musst du ständig Sicherheitsupdates machen. Nach einem (Strom)Ausfall muss das System schnell wieder verfügbar sein. Das Ganze will auch gut dokumentiert sein, damit auch in einem großen Team jeder weiß, was der andere an welchem Gerät gemacht hat, wo sich alles befindet usw.
Bei den Fakultäten gibt es auch Unterschiede. Geisteswissenschaftler lesen eher Texte, aber technische Fakultäten halten auch mal ein Seminar, wo dann alle gleichzeitig ein bestimmtes Programm herunterladen müssen. Bei Medizinern und Psychologen ist die Sicherheit besonders wichtig, weil die auch mal Studien durchführen (auch wenn das vermutlich nicht mehr dein Bereich ist)
Vielleicht gibt es eine große Wiese, auf der öfter mal Veranstaltungen sind, da müssen die APs wie auch in den Vorlesungen natürlich viele User händeln können... stell dir vor da sitzen ein paar hundert Leute, jeder hat ein Handy und viele noch Laptop oder Tablet, mit ner einfachen Fritzbox ist das natürlich nicht getan.
Die Emailserver sollten jetzt auch nicht unbedingt mit Windows XP laufen... Server sowieso redundant und in verschiedenen Gebäuden, geschützt gegen Brand, Einbruch, (hohes Grundwasser)...
Und das gehört vermutlich auch nicht zu deinem Bereich, aber du kannst z.B. auch nicht einfach so vom Laptop des Professors über 50m per HDMI an den Beamer...
Achso, Lastverteilung ist trotz der 2x 500 MBit/s vermutlich auch schon ein Thema
Um mal ein paar Denkanstöße zu geben.
 
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Vielen Dank für die Denkanstöße, ich werde versuchen da mal was zu umzusetzen.
 
Achso, wegen der "ständig wechselnde Nutzer", wie auch immer das gemeint ist:
erwähnen, dass da ja keiner jedes Jahr für tausende Studenten per Hand Daten für den Radiusserver eingeben will, sondern, dass das mit Immatrikulation / Exmatrikulation automatisiert abläuft
Und die IPs müssen im WLAN schnell wieder freigegeben werden, weil da viele einfach nur durch die Gebäude laufen (oder daran vorbei)
 
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ExigeS2 schrieb:
Ein qualifizierter Bewerber sollte die Frage schon beantworten können. Oder fragst im Job dann auch Google und das Forum? 😋

Damit würde er zumindest eine Problemlösung anbieten. Wie sagte man bei meiner Ausbildung mit vielen Paragraphen: "Man muss nicht ALLES wissen was da steht, man muss aber wissen WO es steht".

Kein Wunder, da sich in meinem damaligen Job die Paragraphen jährlich änderten. Und damals gabs noch kein (brauchbares) Internet. Bei den Prüfungen durfte man alle fetten Gesetzesbücher verwenden, half nur nichts wenn man nicht wusste was und wo man suchen muss.

Einen "Google-Sucher" hätte ich lieber als Mitarbeiter als einen autistisch veranlagten Mensch, der ganze Telefonbücher zwar auswendig lernen kann, aber nicht flexibel genug ist um sich Rat zu holen. (Nix gegen Autisten.) Das Ergebnis und die Geschwindigkeit zählen letztendlich.
 
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@Taigabear da geb ich dir vollkommen recht jemand der weis wie er zu suchen hat was er nicht weis ... bringt einem da mehr, nur jemand der das nicht mal über google selber findet sondern andere seine Arbeit machen lässt ... sry ... aber keine Angst so einer fliegt schneller auf als er hier nachfragen kann!
Dafür hat man ja die "Probezeit" ... um solche Leute auszusieben.
[T]oll [E]in [A]nderer [M] achts ist auch auf Universitäten, Ämtern und Behören nicht gern gesehen!
 
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Moin,

um es kurz zu machen: Es gibt bei dieser Frage vermutlich kein Richtig und Falsch.
Es geht vermutlich lediglich darum, ob du die Kompetenzen für den Job mitbringst bzw. bereit bist dir diese anzueignen.

Ich persönlich stelle es mir schwer vor, vom Helpdesk in die Netzwerktechnik zu wechseln. Netzwerke sind komplexe Nervensysteme und ein Bewerber sollte sich darin zurechtfinden zu wissen. Der Helpdeks beschäftigt sich meistens mMn mit recht einfachen Fragen rund um das OS / Anwendungen / der Hardware im Vergleich dazu. (Nimm es mir nicht übel ;) )
Wenn im Netzwerk etwas schief läuft, sind alle offline!

Denke einfach mal darüber nach, was diese Netzwerke ausmacht. Was muss dieses Netzwerk leisten?
Wie muss es skalieren? Was ist der Unterschied zwischen Studenten und Firmen?
Wie funktioniert die Bereitstellung aller Dienste? Was ist das besondere an "mobilen Nutzern" ?

Das mal von meiner Seite als Denkanstoß.
Und dir viel Erfolg beim Gespräch.

gruß
 
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