Home-Network - Welche Komponente für einen kleinen, sparsamen Hausserver?

XamBonX

Captain
Registriert
Nov. 2002
Beiträge
3.114
Hola,

ich habe ja nun den Ryzen 3900x, mein Vater hat ebenfalls einen Upgrade von mir bekommen, nun haben wir beide die alten übrigbleibsel 2700k / 3700k mit jeweils 16gb RAM rumliegen. Würde dies gerne irgendwie sinnvol verwerten.

Ich hatte immer mit dem Gedanken gespielt einen kleinen Heim-Server zu bauen und mich darauf auszutoben und lernen was man so lernen kann um in der Materie Erfahrung zu sammeln. Damals würde mir aber gesagt, die CPU's sind zu hungrig für Server gebrauch. Okay, auch kein Problem.

Bin auch bereit neue/gebrauchte andere Komponente zu beschaffen und mir so einen Server zu bauen. Stellt euch einfach vor ich würde auf dem Server gerne paar VMs laufen haben, z.B. einen reinen Webserver wo ich meine Web-Seite mit allem drum, dran ausprobieren kann, eine VM wo ich Docker ausprobieren kann, eine VM wo ich für Heim-Netz AD/DC laufen habe (Leitung und Domains sowie DNS habe ich alles). Jedoch nicht 100000 VMs, ist klar, dann kann ich auch einen dedizierten Server bei einem Hoster mieten.

Was wäre ein gutes Setup für solch ein Vorhaben? HDD's hätte ich noch zuhauf 3x1TB, sowie 2x256 und 1x128 SSD. Liegt alles hier rum...
 
Es spricht doch nichst dagegen, mit den übrig gebliebenen Komponenten einen Server aufzubauen, gerade um sich einzuarbeiten. Dann merkst du schnell, wo was für dich nicht passt und kannst dann gezielt dazu/neu kaufen. Den Stromverbrauch würde ich bei so einem Anfangsprojekt erst einmal vernachlässigen. Zudem kann man ja auch UV oder Underclocking betreiben.
Bei mehreren VMs werden 16GB unter Umständen knapp, je nach Art der VMs.
 
Nutze doch erstmal was da ist, muss durch was verbraucht wird und undervolte ggf.
Schick den Server und/oder die Platten schlafen, wenn idle, gibt doch genug Möglichkeiten Strom zu sparen.

Warum eine VM für Webhost und eine VM für Docker? Ich würd den Webhost mit Containern realisieren.
Mach dir erstmal Gedanken über das OS
 
CPUs laufen bei so nem Home Server ja die meiste Zeit im Idle. Ein 2700k/3700k verbrauchen im idle jetzt auch nicht so enorm viel. Übers Jahr zahlt man dann halt ein paar Euronen mehr, aber imho nichts, was weltbewegend wäre. Kurz: Wenn man die Hardware schon herumliegen hat, ist es jetzt nicht verkehr die zu nutzen.


XamBonX schrieb:
z.B. einen reinen Webserver wo ich meine Web-Seite mit allem drum, dran ausprobieren kann, eine VM wo ich Docker ausprobieren kann, eine VM wo ich für Heim-Netz AD/DC laufen habe (Leitung und Domains sowie DNS habe ich alles).
Warum willst du das alles jeweils in einer eigenen VM laufen lassen? Das meiste kannste auch einfach ohne VM direkt auf dem Linux deiner Wahl laufen lassen und dann ggf. ein bis zwei VMs zum experimentieren.
 
Host OS
-> Docker
->-> Webserver-Container
->-> Database-Container
->-> Letsencrypt-Container
->->usw.
 
Warum will ich VMs laufen lassen, weil ich keine Ahnung habe, wie ihr ja seht und mir vorschläge gibt. Auch gut zu wissen.
 
cgs schrieb:
@riff-raffSoweit ich weiß geht Lets Encrypt im LAN nicht
Klar geht das, wenn man per DNS Eintrag verifiziert, dann kann man die Domain nur im LAN nutzen. So mache ich es hier auch.
Es laufen bestimmt 10 subdomains mit HTTPS im LAN und davon ist keine von außen zu erreichen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: e_Lap und Digitalzombie
@cgs Im LAN nicht unbedingt, aber wenn die Website von außen erreichbar sein soll ist LE sinnvoll.

Der Container fungiert als Reverse-Proxy für diverse Unterseiten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: cgs
XamBonX schrieb:
Damals würde mir aber gesagt, die CPU's sind zu hungrig für Server gebrauch. Okay, auch kein Problem.

Wenn Du die CPU´s hast spricht nichts dagegen, diese auch zu verwenden.

Es wird lange dauern bist neu angeschaffte Hardware über Stromkosten rentiert.

Außer es wäre was günstiges. Raspberry z.B.:

Du könntest z.B. einen Homeserver bauen und als NAS verwenden.
Schau Dir FreeNas und die Plugins dazu an.

Plex, Zoneminder, Nextcloud, Asgira....

oder einfach nur als zentraler Speicherpunkt für Daten.
 
nkler schrieb:
Klar geht das, wenn man per DNS Eintrag verifiziert, dann kann man die Domain nur im LAN nutzen. So mache ich es hier auch.
Es laufen bestimmt 10 subdomains mit HTTPS im LAN und davon ist keine von außen zu erreichen.
Stimmt da war was. Hab mich bis jetzt davor gedrückt an den DNS Einstellungen rumzuspielen ... Aber da muß ich dann wohl durch.
 
Ich schalte meinen Server immer aus, wenn ich ihn nicht brauche. Mit Wake-On-Lan per App auf dem Handy schalte ich ihn einfach wieder an und warte kurz bis er gebootet ist. Spart mir viele Stromkosten, da er oft nicht benötigt ist und dann mache ich halt 2 Minuten mal kurz etwas anderes während ich warte :)
 
Von der Hardware gefallen mir die Teile von Hardkernel ganz gut. Hab hier selber so ein Teil am Laufen.
 
XamBonX schrieb:
Damals würde mir aber gesagt, die CPU's sind zu hungrig für Server gebrauch. Okay, auch kein Problem.
Wie einige schon sagten ist das kein Problem, im Idle sind die mit unter sehr Sparsam, würde den 3700k nehmen und evtl. undervolten.
riff-raff schrieb:
Host OS
-> Docker
->-> Webserver-Container
->-> Database-Container
->-> Letsencrypt-Container
->->usw.
Trotzdem würde ich das ganze virtualisieren, der TE will ja auch noch rumprobieren und da kann er das dann parallel in einer VM und die andere könnte man dann wie in deinem Beispiel aufbauen.
 
XamBonX schrieb:
Damals würde mir aber gesagt, die CPU's sind zu hungrig für Server gebrauch.

Naja - Ryzen liegt glaube ich bei etwa 50W Leistungsaufnahme des Systems im Idle. Bei 24/7 Betrieb sind das 10 Euro an Stromkosten im Monat.
Mit einem modernen NUC mit mobile Prozessor bist du warscheinlich bei ~10W - allerdings deutlich eingeschränkter was HDDs usw. angeht.
Bei einem ARM SBC wie raspberry Pi kommst du warschienlich auf 5W.

Um genug an Stromkosten zu sparen um den Kauf eines NUCs zu rechtfertigen musst du das ding also >2 Jahre betreiben.

Mein Tip: Einfach mal ausprobieren mit der vorhandenen Hardware - Wenn die Stromkosten zu hoch sind und das System für die Anforderungen maßlos zu groß ist warscheinlich ein Raspi die Option.


Alternativ: Einfach alles in VMs auf dem eh schon vorhandenen Rechner laufen lassen. Effektiv wirst du damit sogar Strom sparen weil nicht zwei Systeme gleichzeitig laufen.
 
IBISXI schrieb:
Du könntest z.B. einen Homeserver bauen und als NAS verwenden.
Schau Dir FreeNas und die Plugins dazu an.

Ne, das brauche ich nicht. Dafür habe ich Synology 216j und 918+, mit NAS bin ich bedient, dankt. Aber klar, FreeNAS zum lernen gerne auch, wieso net.
 
Also mit FreeNAS kann man schon mal anfangen und sich rein arbeiten... ich persönlich (liegt aber auch an Vorkenntnissen) hab auf meinem HP ProLiant ein ganz simples Ubuntu laufen. Klar könnte man auch FreeNAS etc. drauf packen, aber das möchte und wollte ich nicht.

Mein ProLiant steht mittlerweile in einem 19 Zoll Gehäuse, daneben sind ein DrayTek Modem, Ubiquti USG + 16-Port PoE Switch und der ganze Kasten verbraucht grob 95W pro Stunde. Bei einer Laufzeit von 24 / 7 sind das 847,41 kWh die dabei auf einen zu kommen... nur um mal die Stromkosten zu erwähnen :)

Wenn man erst einmal nur ausprobieren und testen möchte, würde ich auch erst einmal mit dem arbeiten was da ist ohne gleich etwas zu kaufen. Wenn einem das ganze liegt (Konfiguration etc.) und es dann stabil läuft, kann man immer noch überlegen ob man sich was kauft was stromsparender ist.
 
Ja wenn du irgendwelche SAP oder Datenbanken für komplexeste Anwendungen betreiben willst oder manche einfach keine Ahnung haben ja dann werden die 16 GB Ram knapp. Ansonsten kannst ja immer noch die 2x 16GB kombinieren und dir nur ein System basteln. Stromverbrauch ist zu vernachlässigen wenn das System nicht 24x7 laufen soll sondern nur bei Bedarf.

Die Frage ist: WAS willst du lernen?
XamBonX schrieb:
lernen was man so lernen kann
Also einmal alles ein bisschen? Willkommen im Kaninchenbau. Aber ja kauf dir am besten erst einmal ein Rack, managebare Switche, bau gleich zwei Server auf, NAS mit SSDs für zentralen und schnellen Storage nicht vergessen.</sarcasm>
Jetzt hast du schon einmal gelernt, dass du bisher nur unnötig Geld verbrannt hast, herzlichen Glückwunsch.

Willst du dir das Thema Virtualisierung ansehen? Gut, also spielt der Inhalt der VMs keine Rolle, da reicht die vorhandene HW locker aus.
Du schreibst von Webseite was ausprobieren, da reicht vermutlich ebenso 2 Kerne/Threads und je 2-4 GB Ram für Webserver inklusive Datenbank.
Dazu ne VM für Docker. Da reicht nen Raspi3/4 theoretisch denn die Frage lautet: Welche Container willst du da betreiben?
Für ein AD bzw. DomainController reichen 2 Kerne die sich langweilen werden und dazu 2-4 GB Ram mit nem Linux und Samba4 aber auch für nen Win Server Core mit AD-Rollen.


Anstatt hätte-wäre-wenn zu spielen und erstmal Geld zu verbrennen fang doch einfach an. Nimm was du hast und dann fang an dich mit Dingen zu beschäftigen und umzusetzen. Fernab von klickibunti-Spielen mit drölfzighundert FPS wirst du merken, dass deine vorhandene Hardware für vieles ausreichen wird. solange man mit Sinn und Verstand an die Sachen heran geht und nicht maximale Ressourcenverschwendung betreibt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: riff-raff
Na oida, Holzhammer-Methode! Auch ne Art... Aber goil, hab' noch ne uralte Optiplex 7010, dieses mini-teil, rumliegen. Laut Anleitung passt da 3770k rein. Fein, fein.
 
Zuletzt bearbeitet:
So, hab' mir den alten Optiplex 7010 in Microformat mit meiner alter SSD, 16GB und dem 3770k ausgestattet und mit Linux Mint .

Frage zu Docker: Auf der NAS gibt es ja so tolle GUI:

1593930351555.png


Ich weiß, dass Linux terminal-heavy ist, und das ist auch okay so, hab ich kein großes Problem mit. Aber ich würde bei Docker doch gerne so eine Art GUI haben wie oben. Gibt's da was für Linux Mint?
 
Zurück
Oben