Ich muss mich von meinem Amiga 2000 trennen und habe dazu ein paar Fragen...

Das Board scheint Funktionslos zu sein, auf den ersten Blick.
Der Akku hat seine Lauge über den gesamten Bereich verteilt und eine Vielzahl an Leiterbahnen sind womöglich durchtrennt, die CPU, Kickstart Sockel, Tastaturanschluss und alle Netzwerkwiderstände müssen erneuert werden, womöglich auch der Agnus Sockel. Zuvor ist eine Leiterbahn Instandsetzung notwendig, schöne Arbeit.
Da die meisten IC´s nicht betroffen sind und einen gewissen Wert mittlerweile haben, wird deine Einschätzung zutreffen.
Die SCSI Karte ist ein sehr schönes Teil, hier findet sich auf jeden Fall ein Interessent. MasterCard

Die Zeit der Blüte ist im vollen Zügen an den Rechnern eingetroffen, die meisten sehen mittlerweile genau so aus.
An den SMD Rechnern wie A1200, A600 und A4000, sind mittlerweile die meisten SMD Kondensatoren ausgelaufen und verrichten gleichermaßen ihren Dienst.

A1000, solange keine Akku gepufferte Uhr montiert ist, kann auch nichts auslaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

ich habe mich hier mal angemeldet, weil ich per Zufall die Bilder des Amiga 2000 mit Akkuschaden entdeckt habe. Anhand verschiedener Merkmale wie Date Codes der ICs, Nummer auf der Floppy sowie dem abgebildeten Akkuschaden kann ich eindeutig sagen ich habe genau diesen Amiga 2000 erworben.

Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem Spender um daraus ein Replika PCBA wieder neu aufzubauen. Als ich das Angebot im Oktober entdeckt habe, A2000 mit Tankmaus und Hitek Tastatur (Space Invadors), habe ich sofort zugeschlagen. Ich weiß nicht ob der Amiga vom ursprünglichen Besitzer verkauft wurde oder jemand ihn weiter veräußert hat. Bis auf den Kickstart Umschalter war er jedenfalls leer.

Das Gerät hat dann erstmal bei mir rumgestanden. Vor kurzem habe ich mich dann doch entschieden ihn zu reparieren. Einen Reserve Buster für das Replika Board habe ich gefunden, somit war der Gedanke das Gerät möglichst im Originalzustand zu erhalten.

Erstmal habe ich den ganzen Bereich um den Akkuschaden abgeräumt. Also CPU Sockel, Kickstart Sockel, Keyboard Anschluss, Widerstände, Kondensatoren und Ferrite raus. Dann wurde alles mit einem Glasfaserstift bis zum blanken Kuper abgeschliffen. Defekte Leiterbahnen kamen dabei nicht zum Vorschein. Als nächstes habe ich die Durchkontaktierungen bearbeitet und dann sämtliche Kupferflächen verzinnt. Dann kamen die gesäuberten Bauteile wieder ins Board. Die IC Sockel habe ich natürlich ausgetauscht. Die Elkos hatten noch die Nennkapazität und aus Mangel an gerade vorhandenen Teilen wurden sie erstmal wieder eingelötet.
Abschließend hat der bearbeitet Bereich noch einen Schutzlack bekommen.

Was soll ich schreiben, angeschlossen und eingeschaltet: LÄUFT ohne Probleme !!!

Hier noch ein paar Bilder:

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Die Kiste wurde dann erstmal ordentlich erweitert: :)

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aktueller Vollausbau: :D

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Viele Grüße,
Olllis
 
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Freut mich einen weiteren 2000er gerettet zu sehen. Persönlich bin ich weder Fan der Gotek noch des Wiedereinlötens einmal ausgebauter Elkos, aber ansonsten: sehr,sehr, sehr nice!
 
Ich bin froh, dass mein Amiga noch einen kundigen Bastler gefunden hat, der Ihn wieder zum Leben erwecken konnte. Viel Spass damit! :)
 
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