Ich versteh's nicht: Wie kann man mit Spenden steuern sparen?

mindestens seit 1958 gibt es den progressiven Steuersatz. Hast du doch selbst verlinkt...
 
Bärenmarke schrieb:
Wenn ich in der Situation wäre, würde ich das zumindest so machen bis zu einer Summe x die für mich als Einkommen ausreicht und dann lieber über Spenden Projekte fördern, wie sie der Bananenrepublik in den Hals zu werfen.
Das mache ich seit Jahren. Ich spende meiner Schule und der Bundeswehr (FBZ). Gerade letzteres finde ich traurig, dass die Stelle zu 90% nur auf Spenden aufbaut. Und Ursula bekommt das Grundgerüst nicht hin. Aber das schweift zu sehr ab.

Grundsätzlich ist Spende ja auch eine Sache für die Seele. Wirklich mehr Geld bekommt man da über die Steuer nicht, man spart halt nur auf der Ausgabenseite, vgl. Rabatt-Bon für eine 3zu2 Aktion.
 
Bärenmarke schrieb:
... und somit die Steuern umgehen, ...

Eine Spende von Betrag x wird niemals Steuern vom Betrag x oder größer einsparen. Die Steuerersparnis ist IMMER geringer als der gespendete Betrag.

Man spendet als 1000,- und kann seine Steuerlast um - meinetwegen als Bsp - 200€ senken. Bleibt eine Ausgabe von 800,-€. Aber es wird NIE eine Steuerersparnis von 1000,- oder mehr entstehen.
 
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@Fu Manchu : Fast. Es gibt vereinzelte Fälle, in denen die Effektive Grenzbelastung höher ist als 100% und man dadurch tatsächlich Geld spart. Das ist aber vorwiegend bei geringeren Einkommensklassen der Fall, bei denen am zu versteuernden Einkommen bestimmte Zulagen festgemacht werden.
Aber generell hast du Recht. Um mehr Geld zu haben, sollte man nicht spenden. Wenn man spenden möchte, ist es aber ein schöner Nebeneffekt, dass man ein wenig Steuern spart.
 
Holt schrieb:
Bist Du da sicher? Früher gab es sowas nicht, da wurde immer ab dem Erreichen der Stufe der jeweilige Prozentsatz auf den ganzen zu versteuernden Betrag angewendet. Wie die Stufen aktuell sind, konnte ich nicht finden, nur die Formeln im verlinkten Wikipedia Artikel. Demnach scheint es inzwischen nicht mehr möglich zu sein über Spenden die Steuerlast zu drücken und trotzdem am Ende mehr raus zu haben.

Nö, das ist falsch.

Bitte mal informieren, was der Unterschied zwischen Durchschnittssteuersatz, Grenzsteuersatz und Differenzsteuersatz ist.
 
Fu Manchu schrieb:
Eine Spende von Betrag x wird niemals Steuern vom Betrag x oder größer einsparen. Die Steuerersparnis ist IMMER geringer als der gespendete Betrag.

Man spendet als 1000,- und kann seine Steuerlast um - meinetwegen als Bsp - 200€ senken. Bleibt eine Ausgabe von 800,-€. Aber es wird NIE eine Steuerersparnis von 1000,- oder mehr entstehen.

Sowas hab ich doch auch nie behauptet? Nur dass man weniger Steuern bezahlt und somit mehr selbständig entscheiden kann, wohin das Geld fließt... Eventuell etwas ungeschickt formuliert:schluck:
 
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Spenden sind ein komplexes Business. Oft geht es gar nicht darum effektiv Geld zu sparen - sondern nur darum weniger Steuern zu bezahlen.

Da es ja einige Leute gibt die der Ansicht sind "Steuern sind Raub" oder einfach einen möglichst schlanken Staat wollen.

Spenden sind nicht oft uneigennützig oft helfen sie auch wieder neues Einkommen zu generieren. Beispiel man spendet regelmässig grössere Beträge an Organisation X - Organisation X braucht irgendwann eine neue Dienstleitung die ich anbiete und kommt dann direkt zu mir ohne das auszuschreiben.

Spenden sind eben oft auch Geschäft und Gegengeschäft. Daher kann man sie auch als Investition ansehen - die man steuerlich absetzen kann ;-)
 
Bärenmarke schrieb:
Sowas hab ich doch auch nie behauptet? Nur dass man weniger Steuern bezahlt und somit mehr selbständig entscheiden kann, wohin das Geld fließt... Eventuell etwas ungeschickt formuliert:schluck:

genau. entweder das geld geht an den staat oder z. b. in eine stiftung, eventuell sogar in die eigene.
 
Bärenmarke schrieb:
Sowas hab ich doch auch nie behauptet? Nur dass man weniger Steuern bezahlt ... :schluck:

Ich weiß, war auch nicht böse gemeint, man sollte den Satz nur so weit ergänzen das er lautet "Nur dass man weniger Steuern bezahlt, aber die Steuerersparnis die Höhe der Spende nicht überschreitet."
 
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