Implantat (Zähne) wie lange warten ? 3 Wochen oder 3 Monate ?

IronNanon

Ensign
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März 2006
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Hallo Forum,

letzen Samstag wurde mir in einer Discothek eine Flasche voll durch das Gesicht gezogen.
Die Flasche hat mir mein schönen Schneidezahn an der Wurzel abgebrochen und am Zahn nebenan ca. 2 mm² abgesplittert.
Ich wurde in die Notaufnahme gefahren und dort hat der Arzt mir den Zahn + Wurzel gezogen.
So jetzt muss ein Implantat her ABER hier habe ich zwei Meinungen.

Die liebe Zahnärztin von nebenan sagt das ich da ein paar Monate warten muss bis die Wunde ausheilt bis sich der Knochen wieder ganz bildet usw.. und erst dann kann man das Impl. setzten.


Gestern war ich im Krankenhaus zum Fäden ziehen und wurde dort vom leitenden Chef Arzt behandelt, Titel "Prof. Dr. Dr." er sagte das er spätestens nach 3 Wochen sprich mitte Januar schon das Implantat setzten will, er sagte das sich die Schleimhäute usw mit der Zeit zurückbilden und das das nicht mehr so aussehen würde wie es war.

Dann sagte er noch so mit einem Augenzwinkern " Wir machen das hier schon viele Jahre, wir wissen von was wir reden, es gibt einige Tricks mit denen man arbeiten kann "

So was soll ich nun machen, soll ich auf den Super Doc hören oder auf die nette Zahnfee von nebenan ? Ich bin privat Versichert ich denke mal das die Bahandlung vom Super Dr. auch eine menge Kosten wird, was aber wiederum der Täter übernehmen muss.

Hat jemand Erfahrungen , Infos etc.?
 
Hol noch mehr Infos ein, und zwar von Leuten mit Kompetenz
 
Hmm, ich habe keine Ahnung wie das aussieht wenn der dann gezogen wird, aber um mal was lustiges einzuwerfen:
Mir hat einer beim Rugby quasi in den Kopf gebissen: Zähne in den Kopf gerammt.
Fazit : Ich nähen , glatze und mega lange nicht den Kopf waschen.
er: geht zum zahnarzt und kriegt seine gelben hauer durch wunderschöne neue ersetzt und grinst mich am nächsten tag an.
Aber zum Topic, würde den Super Doc vorziehen.
 
Ich erhalte momentan ein Schneidezahnimplantat (Zahn 21).

Bin in fruehen jugendlichen Jahren mit besagtem Schneidezahn an einem Edelstahlrohr angeschlagen und dieser ist an der Wurzel abgeknickt.
Über die Jahre der ganze Umfang an Behandlung zur strukturellen Erhaltung des toten zahns (Wurzelfuellungen, weitere Behandlungen weil sich irgendwann eine Zyste gebildet hatte).
Im letzten Juli war es dann soweit und der Zahn hatte sich verabschiedet (gebrochen).

Bei mir waren zwischen Erstbehandlung nach dem Unfall und Erstbehandlung im Rahmen der Implantation gute 2 Wochen vergangen und auf dem Roentgenbildern war verglichen schon eine sichtbare Rückbildung des Knochens erkennbar. Soweit ich das verstanden habe geht die Rückbildung in den ersten beiden Wochen schneller vonstatten und verlangsamt sich dann. In jedem Falle geht der Prozess aber weiter und die Zeit arbeitet gegen einen.

Bei mir war der Kieferknochen aber aufgrund der langen Zeit die der tote Zahn noch drin war, durch die Zyste(n) und die Zeit nach dem Unfall soweit zurueckgebildet das nach dem Ziehen des Zahns das Implantat nicht gesetzt werden konnte. Wenn zuwenig Knochen vorhanden ist, dann haelt es eben nicht.
So wurde mir der Zahn gezogen, ein Knochenaufbaumaterial (Bio OSS) in das Zahnfach gebracht und mit einer Membran und einem Stueck Schleimhaut aus der Backe zugenaeht. Darüber hinaus wurde auch versucht das Zahnfleisch soweit in Position zu erhalten wie es natuerlich ist.
Der Knochenaufbau hat jetzt so 5 Monate gedauert und Anfang Januar kommt dann der "Dübel" rein. Dann heisst es nochmal 5 Monate Einheilzeit vergehen lassen bis die Zahnkrone drauf kommt. Da geht man halt lieber auf Nummer sicher, damit das Implantat wirklich fest verheilt ist. Bei mir wird das ganze also insgesamt 10 Monate dauern bis der Zahn fertig ist.

Seit Anfang August laufe ich also mit so einem Langzeitprovisorium rum. Was will man machen? So sieht es wenigstens keiner und an Halloween hatte ich einen guten Verkleidungseffekt mit der Zahnluecke. Nur zum Essen muss ich es rausnehmen, weil man mit dem Plastikzahn nicht beissen und kauen kann.

Waere bei mir kein Knochenaufbau notwenig gewesen, dann waere diese Zeit eben entfallen und das Implantat waere sofort gesetzt worden.

Also soweit ich dazu nach den Beratungsgespraechen selber etwas dazu sagen kann: Vertraue dem Zahnarzt der Ahnung hat und eine spezialisierung in dem Bereich hat!
Der weiss schon was er tut (im Gegensatz zur Zahnfee von nebenan) und vorallem im Frontzahnbereich ist das eine sehr schwierige Sache, damit nachher ein ästhetisches Ergebis dabei raus kommt, das auch lange haelt und nicht nach ein paar Jahren schon wieder aus dem Gebiss faellt. Da solltest du auch nicht am falschen Ende sparen.

Ich bin jedenfalls froh gefuehlt in besten Haenden zu sein^^

Und ja, das ganze ist nicht billig: Inklusive Knochenaufbau und Krone versenke ich da gute 4000 Euro (dei GK zahlt nur den Festzuschuss zur Krone). Ich weiss, dass das schon ein etwas gehobenes Preisegment ist, aber ich will da nichts riskieren. Darüber hinaus ist durch die lange Krankheitsgeschichte bei mir das ganze sowieso komplizierter.
Daher solltest du zusehen, dass du dem Täter das soweit wie möglich an die Backe klebst. Inwieweit da deine PK was zahlt weiss ich nicht, da kommt es ja auf die Vertragskonditionen an, nehme ich an.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bekomme zwei Implantate ;)

- Im Februar 2009 wurde die Zähne gezogen

- Im August 2009 wurde dann ein Knochenaufbau vorgenommen

- Im Febraur 2010 soll ich dann die Titanstife eingepflanzt bekommen

- Dann nach ca. 3 Monaten, wenn alles verheilt ist, kommen dann die Zähne drauf :D

Man kann auch sofort schon nach dem Zähne entfernen die Implantate einsetzten, nur das birgt sehr hohe Risiken.

Wenn Du es nicht eilig hast und es für die Ewigkeit halten soll, dann warte. Es soll alles richtig abheilen, Knochen muss sich aufbauen und und und. Wenn Du es behutsam angehen lässt, dann ist das Risiko am geringsten.

Klar sagt der Prof. das man es jetzt schon machen kann. Der ist wohl etwas Geldgeil ;) ... Frag mal bei 2-3 Zahnärtze nach, schau in Foren wo die Leute damit schon Erfahrung gemacht haben. Nicht immer wissen Leute mit zig Auzeichnungen und Titel was am besten ist!
 
Es zählt immer die Diagnose des individuellen Falles , die ein Spezialist - ggf. auch mehrere Meinungen einholen - stellen sollte. Der " normale " Zahnarzt von nebenan setzt die Implantatwurzeln auch nicht, das macht i. d. Regel ein Kieferchirurg,der dann auch über Knochenaufbau u. damit verbundenes Timing entscheidet.

Es kommt schon mal vor, dass sich Komplikationen in der Sache ergeben. Daher lieber den erfahrenen Direktbehandler , auch wenns weite Wege erfordert, als den bequemen Behandler von nebenan.

Habe anhand der Sanierung des Gebißes meiner Frau mit 4 Implantaten diverse Erfahrungen mitsammeln können.

Top(Prominenten)Zahnarzt Hamburg: Dr. Wawerla,
Kieferchirurg Lübeck: Dr. Herberger

Viel Glück
 
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