Industriekaufmänner hier?

Holodan

Commodore
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März 2004
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Tach zusammen. Nun hol ich gleich mein Zeugnis der 12.2 ab und werde mich folglich in den Sommerferien für einen Ausbildungsplatz bewerben. Das Studieren verschiebe ich daher nach hinten (BWL). ;)

Nach langen Hin- und Her bewerbe ich mich nun als Industrie-, Groß- und Außenhandels- und Bankkaufmann. Der Industriekaufmann ist mein klarer Favorit, wobei die anderen Berufe dicht dahinter liegen, man musst heute ja einfach flexibel sein. Daher warte ich dann ab was zurück kommt, natürlich mit der Hoffnung doch bei meinem/n Favoriten zu landen. ;)

Nun würde ich gerne wissen, ob hier gelernte und in dem Beruf tätige Industriekaufmänner sind. Wenn ja, wäre ich sehr froh über eure Meinung zu dem Beruf, euer Tätigkeitsfeld, den Namen eurer Firma (klar per PN ;)) und eure Erfahrungen mit dem Beruf, gerade was Weiterbildungsmöglichkeiten und den Verdienst angeht. :)

Danke euch schonmal im Voraus!
 
Da sich noch keiner gemeldet hat, mach ich einfach mal den Anfang.

Willst du dich für 2007 oder für 2008 bewerben. Für 2007 ist es ein wenig spät, da müssen die Bewerbungen eigentlch bis spätestens Herbst raus sein.

Also ich bin noch Azubi und bekomme im 2 Jahr ca. 570 ausgezahlt.

Meine Tätigkeiten sind:
Einkauf, Verkauf, Marketing, Buchhaltung, Kostenrechnung, Export, Personal, EDV, Materialwirtschaft, Versand/Logistic, Produktionsplanung

Meine Erfahrungen sind eigentlich recht positiv. Es gibt zwar immer mal wieder etwas, was nich ganz so viel freude bereitet aber ansonsten ist es wircklich gut.

Gruß Juri
 
Ich bin ausgebildeter Industriekaufmann und mittlerweile auch schon über 2 Jahre fertig. Generell ist was kaufmännisches immer gut in kombination mit was technischem wie ich finde perfekt und für den heutigen Arbeitsmarkt sehr flexibel :-) Aufjedenfall immer zu gebrauchen eigentlich.

Ich persönlich habe den IT/EDV Weg eingeschlagen was mir mein Ausbildungsbetrieb glücklicherweise ermöglicht hat. Mittlerweile ist mein Aufgabenbereich sehr umfangreich. Ich bin webmaster über ca. 20 Seiten inkl. Online-Shop-Betreuung (Abwicklung, Zahlungen ect. prüfen) was sehr stark mit in den Vertrieb geht und zusätzlich unterstützt ich unseren Administrator bei alltäglichen Dingen wie Arbeitsplätze einrichten, Netzwerkadministration ect...

Während meiner Ausbildung hatte ich einen kompletten Durchlauf durch alle Abteilungen der Firma (Mittelstand 150-200 MA).
D.h. von Produktion, Lager bis hin zum Einkauf kriegst du alles mit bei guten Ausbildungsbetrieben. Von dem her solltest
du normal viel Abwechslung haben und auch sehr viele Zusammenhänge innerhalb eines Betriebes kennengelernt kriegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich möchte mich natürlich für 2008 bewerben. ;)
Bis jetzt hört sichs doch recht positiv an, mal sehen was noch so für Erfahrungsberichte kommen. Gerade Logistik, Produktionsüberwachung und Vertrieb sind genau das, was ich machen möchte. ;)
 
Hab auch Industriekaufmann gelernt und kann sagen das es stark von der Firma abhängt ob dir der Job gefällt oder nicht ;)

Am Besten ist es wenn dort etwas hergestellt wird, womit Du auch was anfangen kannst. Denn du musst dir schon Fachwissen aneignen. Und wenn es dann um Bügeleisen geht und Du da gar keinen Bock drauf hast, ist das schlecht ;) Ich arbeite ab August in einer Firma die Minen-, Bomben- und Metallsuchgeräte herstellen. Und das wird mir sicherlich Spass machen mich da einzuarbeiten.

Die Verdienstmöglichkeiten sind ganz gut. Kommt natürlich auch wieder auf die Arbeitsstelle an ;) Der Vorteil ist halt als Industriekaufmann, das Du in vielen Bereichen eingesetzt werden kannst, weil Du ja auch einige Abteilungen während der Ausbildung durchläufst.
 
tach,

ich habe auch vor einigen jahren die ausbildung zum industriekaufmann abgeschlossen. mittlerweile habe ich einiges andere auch noch hinter mir. 3 semester technische informatik studiert, abgebrochen. jetzt mache ich eine zweite ausbildung zum it-systemelektroniker.

naja, kann man sagen, ob eine ausbildung spass machen wird oder nicht? ich denke nicht. natürlich müssen einige dinge dabei passen. dass du als azubi spaß am job und lernen hast, aber genauso der betriebt und die schule dir auch was beibringen wollen.

meine ausbildung zum industriekaufmann war ein reiner k(r)ampf. ich stand öfters davor, den ganzen mist hinzuschmeißen. aber das liegt nicht in meiner natur und so hab ich es halt durchgezogen. was auch besser ist aus heutiger sicht bzw. ganz allgemein gesehen. wie hier schon gesagt wurde ist es von großem wert, wenn man als techniker auch kaufmännische erfahrungen hat. oder sogar, wenn man sich später selbstständig machen will. man weiß ja nie...
lustiger weise bin ich nach der ausbildung erst mal dageblieben, weil ich übergangsweise unterkommen wollte, um meine weitere zukunft in ruhe zu planen ohne arbeitslos zu sein. da wurde ich dann in den kundenservice gesteckt. und das war ne geile zeit. da bin ich dann so richtig aufgeblüht und habe daran spaß gefunden meine arbeit zu verrichten. ach so, warum mir die ausbildung keinen spaß gemacht hat. ich wollte das nie machen! das war nur ne notlösung gewesen... naja, flexibel sein halt ;)

irgendwann hatte ich mich halt dann durchgerungen ein studium anzufangen, was ich dann halt später abgebrochen habe. aus lerntechnischen gründen, aber auch wegen meiner gesundheit. und so sitze ich heute in einem kleinen unternehmen (ca. 50 mitarbeiter) und mache dort die besagte ausbildung zum it-syselektroniker. wobei das in meinem fall keine ausbildung ist sondern ne billige arbeitskraft. alles was ich lerne kommt von mir selbst.
das ist halt definitiv ein unterschied der beiden ausbildungen. beim industriekaufmann hatte ich einen festen plan, wann ich ins lager gehe, wann ich den einkauf sehe etc. aber heute ist das anders. ich arbeite und sehe nichts ;) aber das ist dann halt eigeninteresse auch hier nicht auf der strecke zu bleiben. ich komme damit sicherlich beser klar, als jemand der seine erste ausbildung macht und mit diesen bedingungen leben müsste.

nuja, hoffe nichts vergessen zu haben. ach doch, mein erstes unternehmen war ein städtischer energieversorger in nrw. ca. 1100 mitarbeiter hatten die mal, wie es zur zeit aussieht weiß ich nicht. eher mindernd... nuja, hoffe dir hilfts ein bissel :)

dom
 
Holodan schrieb:
Gerade Logistik, Produktionsüberwachung und Vertrieb sind genau das, was ich machen möchte. ;)

Schon einmal an den Speditionskaufmann gedacht?
Logistik, Außenhandel, Bankwesen, etc. sind Ausbildungsschwerpunkte.
Er bietet auch in überschaubarer Zukunft gute Arbeitsmöglichkeiten und gehört auf alle Fälle zu den wachsenden Branchen. Auch Weiterbildungen zum Verkehrsfachwirt oder Studium zum Logistiker etc. haben gute Berufschancen in einer immer weiter globalisierten Welt.
 
@Tiu: Daran hatte ich auch gedacht, jedoch finden sich in meiner Nähe nicht solch große Unternehmen, die diese Berufe ausbilden. Doch genau dort möchte ich hin. Als Industriekaufmann ist man dann doch recht flexibel und kann auch in Logistikbereichen eingesetzt werden. Dennoch werde ich mal schauen, wo mich meine Interessen hin führen. ;)

@All: Danke für die vielen Antworten! Weiter so! ;)
 
Hallo!

Ich mache gerade eine Ausbildung zum Speditionskaufmann bei einer der weltweit führenden Unternehmen. Die Filiale, in der ich arbeite, hat ca. 200-250 Mitarbeiter.

Die Ausbildung sieht vor, dass man in unserem Betrieb wenn möglich alle, bzw. soviele verschiedene Abteilungen wie möglich durchläuft. Aufgesplittet ist das Ganze in Seefracht, Luftfracht, LKW (davon jeweils einzeln noch Im- und Export), Disposition und vllt noch IT. Andere - v. a. kleinere - Betriebe handhaben das oft anders, z. B. dass es nur eine einzige Import und eine Exportabteilung gibt, die sich eben um alle Verkehrsträger gleichzeitig kümmern.

Im Großen und Ganzen finde ich die Ausbildung sehr vernünftig. Ich muss sagen, dass das kein Job ist, den ich mein Leben lang machen möchte, da es mir einfach zuviel mit im Bürostuhl sitzen zu tun hat und auch Neuerungen, Innovationen nicht die Regel sind. Man hat sein funktionierendes Abwicklungssystem, das läuft dann eben für ein paar Jahre/Jahrzehnte. Ansonsten ist der Ablauf eigentlich immer gleich als Sachbearbeiter: Auftrag vom Kunden erhalten, alles ins Firmensystem eintragen, eigene Akte dazu ausdrucken, evtl. noch Kosten berechnen, evtl. zollbehandeln, den Kunden über den aktuellen Status informieren und schließlich die Ware zustellen. Ein bisschen trocken meiner Meinung nach, allerdings hat man bei uns wirklich immer was zu tun - pro Tag fallen in meiner jetzigen Abteilung z. B. mindestens 100 Akten an, die abgelegt werden wollen, sprich am Vortag erledigt wurden. Es gibt deutlich harmlosere Abteilungen, aber in einem großen Betrieb hat man eben auch tonnenweise Aufträge.

Tja, vom Gehalt her könnte es meiner Meinung nach ruhig etwas mehr sein (~500€ netto im Moment), das ist aber tariflich so geregelt - als Speditionskaufmann kann man jedenfalls nicht reich werden, solange man Sachbearbeiter bleibt. Das Übernahmegehalt bei uns beträgt so etwa 1100€-1250€, je nach Abschlussprüfung. Es gibt Betriebe, die deutlich besser zahlen und vor allem Branchen, in denen man sehr viel mehr verdient.

Was ich bezüglich des Jobs geil fände, wäre damit ins Ausland zu gehen und sich vllt um Spezialtransporte zu kümmern. DAS wäre was, wo ich sagen muss, dafür würde ich auch ein Leben lang in der Firma bleiben. Wenn ich aber als Sachbearbeiter den ganzen Tag nur immer wieder aufs Neue Aufträge mit Schema F abwickle, zu tausenden, dann bin ich wahrscheinlich irgendwann ausgebrannt.

Ansonsten... Meine Firma ist, was Feiern und Betriebsausflüge angeht, sehr spendabel und die Angestellten sind zu 95% alle tierisch in Ordnung. Sind auch viele junge Leute dabei, was ich sehr wichtig finde.

Summa summarum: Eine solide, zukunftssichere Ausbildung (Logistik ist einer der Wachstumsmärkte überhaupt), der es aber irgendwann an Anspruch fehlt meiner Meinung nach - wenn man es nicht zu Höherem als dem reinen Sachbearbeiter bringt =)
 
@bensch87: Das ist Übernahmegehalt ist aber schon ein Netto-Gehalt, oder? Ich weiß ja nicht wie sich Gehälter entwickeln, aber ich finde viele erwähnte Gehälter schlichtweg niedrig, wenn ich an Miete, Nebenkosten, Versicherungen ect. denke. Sind Einstiegsgehälter von 1600-1800€ Netto so utopisch?

Anders gefragt: Ändert sich am Einstiegsgehalt in den ersten Jahren schon merklich?
 
Richtig, die ~1100€ sind netto. Finde ich wie du reichlich wenig für einen richtigen Angestellten, genau aus deinen genannten Gründen. Tja, die Globalisierung macht gehaltsmäßig eben auch nicht vor Deutschland halt ;)
 
Hm die Beispielgehälter auf Berufenet.de liegen so bei 1900-2200€ Brutto. In die Region wollte ich auch gerne, wobei bei Industriekaufmännern steht 2400-2700€ Brutto. :freak:

Naja mal sehen. ;)
 
bin auch azubi zum industriekaufmann. netter beruf....vielseitig

bin hauptsächlich im vertrieb, wareneingang/ausgang tätig. macht echt spass.
 
Anfangsgehalt 2400-2700€ ist eher unwarscheinlich denke ich. Musst du eher um 1800-2000 brutto rechnen. Nach oben allerdings gibts auch kaum eine Grenze je nach Veranwortungsbereich.
 
Holodan schrieb:
jedoch finden sich in meiner Nähe nicht solch große Unternehmen, die diese Berufe ausbilden.

In Düsseldorf gibt es keine großen Speditionen oder Logistikunternehmen? :freak:

Gerade in Düsseldorf hast du die gesamte Bandbreite an Logistikunternehmen. Paketdienste, Binnenschifffahrt, Seeschifffahrt, Luftfracht und LKW-Transport. Da kann man ja aus dem vollen schöpfen. :D
 
Hmmm...ok da hab ich wohl falsch gesucht. :( :)
Danke für die Tipps!

@Purple: Wie rasch steigt man denn aufwärts? Von 1100-1300€ Netto kann man ja kaum anständig leben. Rechnet man 350€ Miete inkl. Nebenkosten, Versicherungen ect. :(
Oder hab ich die falschen Vorstellungen von Ausgaben?
 
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Wie gesagt kommt sehr stark auf dein Verantwortungsbereich an den du übernimmst nach der Ausbildung. Du kannst als Kaufmann Sachbearbeiter sein aber auch Gruppenleiter oder sonstiges und das wiederrum kommt auch auf deine Leistung an und es gehört wie überall im Leben etwas Glück dazu.
Ich denke aber nach ein paar Jährchen mit guter Leistung kommst du aber überall auf deine ca. 2500 brutto +/-. Es kommt einfach wie überall im Leben auf Leistung an :-)
 
@Holodan
Bekomme auch nicht mehr und habe aber Miete + Nebenkosten und Versicherung 600€.
Bleiben auch 500 für Essen und Freizeit.
 
Noch mehr Erfahrungen hier? Mich würden auch die Firmen interessieren, in denen ihr (evtl. auch mit welchem Gehalt) arbeitet.

Kleines Update: Habe eine Ausbildungsstelle bei dem größten Chemieunternehmen Düsseldorfs. ;)
 
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