Informatikgymnasium oder auf normales Gymnasium bleiben?

Brom

Lt. Junior Grade
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Mist, beim Titel verschrieben, kann das bitte ein Mod ändern?

Hallo,
ich bin jetzt in der 9. Klasse auf dem Gymnasium und ich frage mich, ob es für mich sinnvoll ist, auf ein spezielles Informatikgymnasium zu wechseln. Ich interessiere mich sehr für Informatik, habe gute Kenntnisse in PHP und Webprogrammierung und würde auch noch eine "richtige" Programmiersprache lernen. Die Frage ist, ob mir das in der Zukunft etwas bringt, wenn ich die Schule wechsle. In Mathe, Physik und Chemie stehe ich auf 1, also da gibt es kein Problem, aber die Frage ist jetzt, ob ich woanders mehr lernen würde, oder ob diese Fachgymnasien eigentlich für Realschüler sind, die auch Abi machen wollen. Informatik habe ich jetzt in der 9. Klasse gar nicht und ab der 10. sind es zwar 2 Stunden in der Woche, aber das ist dann wohl nur das Grundwissen.
Was meint ihr, ist das sinnvoll, oder lerne ich auf dem normalen Gymnasium das gleiche, bloß in den anderen Fächern noch mehr?
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht sinnvoll. Du bist gerademal in der 9. Klasse, hast noch 3 Schuljahre vor dir - da können sich deine interesseren noch in andere Richtungen bewegen. Solch eine frühe Fachspezialisierung halte ich für unnötig.
 
Sehr sinnvoll, ich war selbst auf einem ;)

Das "Informatikgymnasium" wie du es bezeichnest nennt sich "berufliches Gymnasium mit Schwerpunkt Datentechnik" (oder so ähnlich), es ist ein ganz normales Abitur, absolut gleichgestellt mit einem Abitur an einem normalen Gymnasium. Der Unterschied ist einfach, dass beim allgemeinbildenden Gymnasium du andere Kurse hast als auf einem beruflichen Gymnasium. So (je nach Bundesland) fällt z.B. die 2. Fremdsprache ab der 11. Klasse weg, Musik und Kunst werden gegen Informatikfächer ausgetauscht usw.

Es ist einfach ein Abitur mit anderen Fächern, aber ein ganz normales Abitur, nichts mit "für Realschüler", das nennt sich Fachoberschule.

Wenn du ein Interesse an der Informatik hast und dies ggf. auch später machen willst, ist es eine super Sache weil du schonmal mehr lernst, vor allem mehr als an "Informatikkursen" in normalen Gymnasien, denn an einem beruflichen Gymnasium mit dem Schwerpunkt Informatik hast du echte Informatik, kein Excel und co. Und solltest du ein Informatikfach studieren wollen, erleichterst du dir die ersten Semester da du das eine oder andere schon gesehen hast.
Und wenn du später dann doch nichts in Richtung Informatik machen willst, ist es auch egal, du bekommst ein normales Abitur und kannst damit auch alles machen, wie an einem allgemein bildenden Gymnasium.
 
ice-breaker schrieb:
Es ist einfach ein Abitur mit anderen Fächern, aber ein ganz normales Abitur, nichts mit "für Realschüler", das nennt sich Fachoberschule.

Bei mir in BW sind die beruflichen Gymnasien extra für Realschüler, die Abi machen wollen. zwar können dort auch Gymnasiasten rüberwechseln, aber ansonsten is dort alles eher für Realschüler ausgelegt. Aber das ist wohl je nach Bundesland anders. fachoberschulen gibts bei uns nämlich nicht. Was vergleichbares wäre wohl das Berufskolleg, auf dem man innerhalb von 2 Jahren Fachabi erhält.
Ansonsten stimm ich dir aber in deinen restlichen Punkten zu ;)
 
Hellblazer schrieb:
Bei mir in BW sind die beruflichen Gymnasien extra für Realschüler, die Abi machen wollen.

Wenn man ein Abi macht, dann ist dies nirgends extra für Realschüler ausgelegt. Aber natürlich muss jeder Realschüler, der gewisse Anforderungen erfüllt, das Abi machen können. Oder der Einstieg bzw. die Anforderungen dafür sind einfach leichter, z.B. falls die 2. Fremdsprache wegfallt, die ein Realschüler meist nicht hat.
Eventuell sind in BW die Anforderungen an einem beruflichen Gymnasium geringer als einem allgemeinbildenden Gymnasium, trotzdem haben beide am Schluss ein gleichwertiges Abitur.
Die Fachoberschule (Hessen) ist damit das gleiche wie das Berufskollege (BW) bei euch, 2 Namen aber das gleiche Ziel: Fachabitur.

Aber zu sagen, dass ein berufliches Gymnasium für Realschüler wäre, ist eben von vorne bis hinten falsch. Das Fachabitur könnte man mit viel Augen zudrücken als "für Realschüler" durchgehen lassen.
 
In Baden Württemberg sind die beruflichen Gymnasien vorrangig für Leute mit mittlerer Reife.
Ich glaube 15% der Gesamtschüler einer Klasse (max. 33 Schüler) können vom allgemein bildenden Gymnasiums sein. Diese 15% sind idr auch immer vorhanden. Wenn diese 15% ausgeschöpft sind, muss es nicht heißen, dass man auch noch als Schüler eines allgemein bildenden Gymnasiums einen Platz bekommt.
Die restlichen 85% sind für Schüler mit mittlerer Reife (Realschule, Werkrealschule, Berufsfachschule).

Ich habe zum Beispiel auch einige Leute in der Klasse, die von der Hauptschule über eine Berufsfachschule aufs Gymnasium kamen. Inwiefern das Sinnvoll ist, weiß ich nicht, denn telweise tun die sich schon schwer. Nebenbei muss ich als ehermaliger realschüler, der keine zweite Fremdsprache in der Realschule hatte (hatte Technik) noch eine zweite Fremdsprache neben Englisch wählen. In meinem Fall ist das Französisch, da nichts anderes Angeboten wird.
Die vom Gymnasium müssen natürlich keine Sprache mehr wählen, musste aber in der Eingangsklasse (Klasse 11) zwei weitere Wahlfächer belegen um ihre Stundenzahl zu haben.

Allgemein ist das Niveau keineswegs niedriger als auf einem allgemeinbildenden Gymnasium. Die Abiaufgaben sind sich ja sehr ähnlich. Den einzigen vorteil, den ich jetzt zum Beispiel an meiner Schule habe, ist, dass wir einen CAS in Mathe benutzen und auch das komplette Mathe Abi mit dem Ding rechnen dürfen. Aber einen CAS haben nicht alle berufliche Gymnasien und dann meist auch nur die technischen.


Das kann in deinem Bundesland natürlich ganz anders sein. Es Kocht ja eh jedes land sein eigenes Süppchen in dem Bereich. In BW ist es aber so, dass berufliche Gymnasien eher für Realschüler gedacht sind. Natürlich hat man am Ende den gleichen Wissenstand wie aufm allgemein bildenden, aber man macht ja auch 3 Jahre weiter (also insgesamt 13 Jahre) anstatt den 12 aufm allgemeinbildenden Gymnasium. Das erste Jahr aufm beruflichen Gymnasium ist auch eher so ein "angleichsjahr". Da wird jeder erstmal auf den gleichen Stand gebracht und langsam an das gymnasiale Niveau herangeführt


Aber zurück zum Thema: Ich persönlich bin absolut zufrieden mit meiner Wahl auf ein inofmrationstechnisches Gymnasium zu gehen. Wenn man sowieso vorhat in einem informationstechnischen Beruf zu gehen, hat man damit sicherlich Vorteile wenn man dann schonmal in der Schule was von UML, SQL und dem OSI-Modell gehört hat, während das für andere vielleicht alles völlig neu ist.
 
Kannst du Referenzen (eigene Webseite, Blog) für deine PHP-Kenntnisse vorweisen?
 
Ja, ich arbeite seit gut 2 Jahren an einer eigenen Website. s*hummelplattform punkt de.
(Damit das hier nicht gleich bei Google auftaucht)
 
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