Ein Konverter kann nie so gut sein, wie eine "echte" Brennweite. Jedes Objektiv ist so gerechnet, dass der Brennpunkt auf der Film-/Sensor-Ebene liegt.
In der SLR-Fotografie werden Telekonverter zwischen Objektiv und Kamerabody angebracht. Hochwertige Konverter, die oft sogar speziell für ein bestimmtes Teleobjektiv gerechnet sind, um die Abbildungsleistung desselbigen so gering wie möglich negativ zu beeinflussen kosten rasch ein paar Hundert Euro.
Diese Minderung der Abbildungsqualität (auch schlechteres Kontrastverhalten, geringere Farbsättigung) kann man bei entsprechenden Vergrößerungen (oder auch auf guten Monitoren) erkennen.
In Deinem Fall kommt auf ein 12fach-Zoom, das ohnehin nie eine optische Bestleistung bieten kann, weil's ganz einfach bautechnisch/preislich/dimensional nicht machbar ist, ein Weitwinkelkonverter vor die Frontlinse.
Zusätzliche Lichtbrechung, Verstärkung von Abbildungsfehlern, stärkere Vignettierung, schlechtere Abbildungsleistung sind somit zwangsläufig vorprogrammiert.
Wenn Du damit leben kannst, okay, wenn Du aber höchste Ansprüche an die optische Abbildungsleistung hast, wirst mit dem Weitwinkelkonverter nicht wirklich glücklich werden.
Andererseits - Du fotografierst mit einer Panasonic FZ7 - also einer Geräteklasse, wo man ohnehin gewisse Kompromisse eingeht/eingehen muss.
Praktisch wäre es, wenn Du den Konverter irgendwo testen könntest, um Dir im Klaren zu werden, ob das Ergebnis Deinen Vorstellungen entspricht.
Wenn ich nun ein WWKonverter mit dem Faktor 0,38 verwende, habe ich dann wirklich eine Brennweite von 14mm? Oder habe ich mich verrechnet?
Bekomme ich dann doppelt so viel auf´s Bild?
Ja, beinahe. Wenn der Konverter die Brennweite um den Faktor 0,38 verringert, kommst auf 14 mm Kleinbildäquivalenten Bildwinkel.
Bezogen auf das Sensorformat Deiner Kamera (2,5" CCD = 4,3 mm x 5,76 mm, Sensordiagonale 7,188 mm) entspricht die "tatsächliche" kurze Brennweite Deines Objektivs (6 mm) vom Bildwinkel her (rund 62°) einem 35mm-Kleinbildobjektiv, somit ein leichtes Weitwinkel.
Die Brennweite würde sich mit dem Konverter rechnerisch auf 2,28 mm verkürzen (tut sie effektiv natürlich nicht) und hätte somit auf den 2,5"-Sensor bezogen einen Bildwinkel von rund 115 °, entspräche somit einem 14mm-Kleinbildobjektiv.
Einen Aspekt darfst Du dabei aber nicht außer Acht lassen - die Verzeichnung. Es ist anzunehmen, dass durch die Verwendung eines solchen Konverters eine deutlich tonnenförmige Verzeichnung die Folge sein wird, gerade Linien am Bildrand werden also "gebogen" abgebildet.