Kann auf installiertes Austauschlaufwerk nicht schreiben.

Woodz

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Hallo.

Ich habe heute eine weitere ssd (nvme, exFAT) in mein System eingebaut, die als Austauschlaufwerk zwischen Windows und Ubuntu dienen soll. Dabei habe ich in der fstab folgenden Eintrag hinzugefügt:

Code:
/dev/disk/by-uuid/EDEF-E1E4 /mnt/austausch auto nosuid,nodev,nofail,x-gvfs-show 0 0

Nun habe ich das Problem, das ich von Ubuntu Seite nichts auf dieses Laufwerk schreiben kann.
Die Rechte auf das Laufwerk sehen wie folgt aus:
Code:
drwxr-xr-x 2 root root 131072 Jan 20 16:38 austausch/

Scheinbar gehört die Festplatte root und ich kann nichts drauf schreiben, weil mir die notwendige Berechtigung fehlt.
Mittels:
Code:
sudo chmod 777 /mnt/austausch
werden die Berechtigungen leider nicht geändert. Die umask bleibt unverändert.

Was muss ich an dem Eintrag in der fstab ändern, damit ich volle Berechtigungen erhalte?


Grüße
 
Benutzt Du Dualboot?

Und Sudo hilft weiter eventuell.
 
austausch ist das wo es reingemountet ist oder?

geh mal rein und mach sudo chmod -R 0777 ./

Dann sollte der gesamte Inhalt nutzbar sein. Ist natürlich so auf die art ne Holzhammermethode.
 
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hast du die Rechte des Mountpoints einmal auf 777 gesetzt, bevor du den Mount ausgeführt hast?
 
Alexander2 schrieb:
austausch ist das wo es reingemountet ist oder?

geh mal rein und mach sudo chmod -R 0777 ./

Dann sollte der gesamte Inhalt nutzbar sein. Ist natürlich so auf die art ne Holzhammermethode.

Nein, da passiert auch nix.

EDV-Leiter schrieb:
hast du die Rechte des Mountpoints einmal auf 777 gesetzt, bevor du den Mount ausgeführt hast?

Nein. Ich hatte den notwendigen Eintrag der fstab über das Tool "Laufwerke" gemacht und den Einhängepunkt auf:
Code:
/mnt/austausch
 
Woodz schrieb:
Code:
sudo chmod 777 /mnt/austausch
werden die Berechtigungen leider nicht geändert. Die umask bleibt unverändert.
Das Filesystem kennt keine unix-permissions, es gibt keinen Platz wo man das hinschreiben könnte.

Code:
   Mount options for fat
       (Note: fat is not a separate filesystem, but a common part of the msdos, umsdos and vfat filesystems.)

       blocksize={512|1024|2048}
           Set blocksize (default 512). This option is obsolete.

       uid=value and gid=value
           Set the owner and group of all files. (Default: the UID and GID of the current process.)

       umask=value
           Set the umask (the bitmask of the permissions that are not present). The default is the umask of the current process. The value is given in octal.

       dmask=value
           Set the umask applied to directories only. The default is the umask of the current process. The value is given in octal.

       fmask=value
           Set the umask applied to regular files only. The default is the umask of the current process. The value is given in octal.

https://linux.die.net/man/8/mount
 
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Als Alternative zu exFAT funktioniert auch eine BTRFS Partition als Austauschlaufwerk bei mir sehr gut da gibt es einen Dateisystemtreiber für Windows WinBtrfs . :cool_alt:
 
@Woodz versuch das Drive doch mit "udisksctl" zu mounten, damit brauchst du auch nicht zwingend root.
Das ist eigentlich auch das Tool womit Mint und Ubuntu eine Festplatte im FileBrowser mit einem Mausklick ohne Passwort-Abfrage mountet.
 
zelect0r schrieb:
@Woodz versuch das Drive doch mit "udisksctl" zu mounten, damit brauchst du auch nicht zwingend root.
Code:
users

Allow every user to mount and unmount the filesystem. This option implies the options noexec, nosuid, and nodev (unless overridden bysubsequent options, as in the option line users,exec,dev,suid).

https://linux.die.net/man/8/mount
 
Ich habe bei meinem Dual boot Systemen mit zweiter SSD oder HDD für Daten immer nur unter Ubuntu mit Gparted eine NTFS Partition angelegt, diese kann von Linux und Windows gelesen und geschrieben werden. Automatisch einhängen nutze ich gar nicht. Bei Bedarf ist es nur ein Klick in Thunar auf das Datenlaufwerk.
 
Also: Lesen: Ja aber Schreiben: Nein.
Unter Windows wäre das ein Hinweis darauf, dass der Datenträger selbst im Readonly-Modus wäre.
So was wird aktiviert, wenn der Datenträger selbst meint defekt zu sein.
Aber; So was kommt z. B. bei USB-Sticks oder SD-Cards vor. Bei SSDs hingegen wäre mir das bisher noch nicht aufgefallen.🤔

Da exFAT keine Benutzerrechte kennt, wäre die Geschichte, dass nur "root" schreiben darf etwas schräg.
Müsste sich aber testen lassen, wenn man es mal mit root-Rechten probiert.
eYc schrieb:
und wurde von dir, in diesem System partitioniert u formatiert?
Wenn das ein Kriterium dafür wäre, dass man unter dieser Linux-Distro Austauschlaufwerke mounten könnte, wäre das aber irgendwie ein Armutszeugnis, oder? 🤔

Was mich stutzig macht ist der verwendete Begriff "eingebaut".
Wenn ich an Austauschlaufwerke denke, denke ich nicht an Geräte, die ich einbaue.
Dann denke ich an USB- oder eSATA-Geräte. Also Dinge, die man nicht einbaut sondern extern des PCs bleiben.
 
mchawk777 schrieb:
Wenn das ein Kriterium dafür wäre, dass man unter dieser Linux-Distro Austauschlaufwerke mounten könnte, wäre das aber irgendwie ein Armutszeugnis, oder?
Wie auch immer du das meinst. Kann man sie formatieren, wenn sie irgendwie "defekt" oder gesperrt (Sicherheitssysteme wie Bitlocker oder HDD-Passwort) ist? Ich weiß es nicht, aber denke nein.

Sie könnte defekt, oder "freezed", "locked", ... sein. Von der HW fehlt ja jede Information.
 
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eYc schrieb:
Wie auch immer du das meinst.
Es muss(!) unerheblich sein, ob der Datenträger von der betreffenden Linux-Installation oder von irgendeinem anderen System mit exFAT formatiert wurde.
Es darf keine Auswirkung auf die Funktionalität haben.
eYc schrieb:
Sie könnte defekt, oder "freezed", "locked", ... sein. Von der HW fehlt ja jede Information.
Naja, lesen kann er ja anscheinend - nur nicht schreiben.
Da schränkt es ja schon mal ein.

Klar - zum Test könnte man versuchen sie zu formatieren👍 - vorher aber bitte alle Daten sichern, sollten die sich nur auf diesem Volumen befinden. 😉
 
mchawk777 schrieb:
Da exFAT keine Benutzerrechte kennt, wäre die Geschichte, dass nur "root" schreiben darf etwas schräg.
Müsste sich aber testen lassen, wenn man es mal mit root-Rechten probiert.
Weiter oben habe ich die Optionen gepostet mit denen man das anpasst.
Die aktuellen mount-optionen kann man sich mount (ohne Parameter) anzeigen, dort kann man auch erkennen ob es sich um einen rw oder ro mount handelt.
Zusätzlich wird bei Fehlern beim Zugriff auf Filesysteme das Filesystem auf ro umgestellt um weitere Beschädigungen am Filesystem zu vermeiden.

Das Konzept ist einfach anders als Laufwerkbuchstaben unter DOS.
 
mchawk777 schrieb:
Es muss(!) unerheblich sein, ob der Datenträger von der betreffenden Linux-Installation oder von irgendeinem anderen System mit exFAT formatiert wurde.
Wenn sie NEU ist, und soeben auf DIESEM System formatiert wurde, könnte man wohl ausschließen dass sie defekt oder eingefroren ist. So möglicherweise nicht.

Der TO schreibt auch nicht explizit, dass sie von Windows aus problemlos lesbar ist, die SMART-Werte passen, und sich hier beschreiben lässt, oder formatieren ließ.
Daher würde es mich weiterhin interessieren, ob sie (fabrik)NEU ist, oder gebraucht irgendwo her.
 
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