Kaufberatung 5.1 B&W CM6 S2 - was als nächstes hören?

MoGas

Lieutenant
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Moin!

Nachdem ich mich jahrelang nicht mehr mit HiFi beschäftigt habe, möchte ich mir ein 5.1 System zulegen.
Ich bin gerade erst dabei, mir einen Überblick zu verschaffen. Am Samstag war ich unterwegs, und konnte B&W probehören.

Ich konnte die 684 S2, die 683 S2 und danach noch die CM6 S2 hören.
Der Unterschied zwischen den 684 und den 683 war durchaus wahrnehmbar,
aber der Klang der CM6 S2 war wirklich beeindruckend.

Jetzt bin ich hin und weg, aber auch budgettechnisch in einer ganz anderen Region.

Ich möchte den CM6 S2 gegen einen anderen Hersteller hören,
um ein Gefühl für die Preisklasse zu bekommen. In welche Richtung sollte ich da gehen?

Zu meinem Budget: Das ist definitiv noch in der Findungsphase. Gute LS kann man durchaus 20 Jahre und mehr haben. Das rechnet sich dann auf die Zeit schon.

Die Receiverfrage ist noch komplett offen.
Gehört habe ich an naim. arcam soll im receiverbereich einen guten stereoklang haben.
weiss ich aber ehrlich noch gar nicht.
 
Probier mal Monitor Audio und/oder KEF

Ich selbst besitze die 683 S2, die CM6 is doch n kleiner LS oder?
 
selbst innerhalb einer Marke hast du dir da ja schon zwei ziemliche "Extreme" heraus gesucht. Einmal das günstige Brot und Butter Modell, das mit einem noch stärkeren Sounding als bei B&W ja eh schon üblich das schnöde Volk ködern soll und dann eine etwas feinere 2-Wege Box, die wohl doch schon etwas musikalischer daher kommt.

Ich würde mir dagegen jetzt auch mal ganz andere Sachen anhören, alleine schon um ein Gespür dafür zu bekommen, ob einem das wirklich gefällt.

neben dem persönlichen Geschmack kommt es dann ja auch noch sehr auf den Raum an und wie die Teile eingesetzt werden sollen. Soll das mehr für Musik sein, Kino oder ausgeglichen? Wie laut soll gehört werden (Mietwohnung Plattenbau oder Heimkinokeller in einem frei stehenden Haus)? Größe des Raumes? Kannst du die Abstände zu den Wänden des Vorführraums (man geht von mindestens 80cm zu jeder Wand aus) auch zuhause einhalten?
 
Vielen Dank für Deine Einordnung.

Verständnisfrage, da ich mich ja erst einhöre. Was meinst Du mit:
Mickey Mouse schrieb:
noch stärkeren Sounding als bei B&W ja eh schon üblich
Was für eine Charakteristik / Abstimmung hat B&W im Vergleich?

80 cm zu den Wänden habe ich leider nicht. Jetzt wo Du mich darauf hinweist, erinnere ich mich aber das es im Vorführraum tatsächlich so war. Ich habe den Verkäufer explizit auf Raumakkustik angesprochen, davon hat er dann aber nichts gesagt.

Raumgröße ist 20qm. In einer Wohnung. Von der Lautstärke her hin ich da schon eingeschränkt, oder es gibt Ärger mit den Nachbarn.


Zu meiner Vorgehensweise:
Ich wollte einfach mal hören, was sich klanglich tut, wenn ich das Budget erhöhe.
Der 684 liegt ja bei 500, der 683 bei 750 und der CM6 bei 950. Um ein Gefühl für Preis/Leistung zu bekommen.

Kino/Musik schätze ich 80/20
 
Zuletzt bearbeitet:
Hör dir bei Monitor Audio die Silver Serie an. Ich habe die Silver 8 und bin mit denen extrem zufrieden. Preislich liegen die ein wenig über den CM6 (ich habe genau 950 Euro pro Stk. bezahlt).

​Ansonsten könntest du die üblichen Verdächtigen anhören. Also Canton, KEF, Dali usw.

Edit: 80cm habe ich auch nicht zu der hinteren Wand - eher 30cm. Die beiden Bassreflexröhren die die Silver 8 in der Rückwand haben habe ich mit den beigelegten Schaumstoffpfropfen verschlossen um Dröhnen zu vermeiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mickey Mouse schrieb:
selbst innerhalb einer Marke hast du dir da ja schon zwei ziemliche "Extreme" heraus gesucht. Einmal das günstige Brot und Butter Modell
Reden wir hier über eine Box mit 500€ pro Stück? Ich habe die B&W noch nicht gehört aber wird in dem Preisbereich tatsächlich so viel "gedreht"?

Wenn du Boxen bestmöglich miteinander vergleichen willst dann in einem Laden bei dem man vieles unter den gleichen Bedingungen hören kann. Was noch nicht heißen muss dass die die Reihenfolge dort dann auch in deinen vier Wänden die selbe sein muss.

Standardfrage: Ist für dich Selbstbau relevant? Für das was du bereit bist zu bezahlen kannst du dir auch fertige Gehäuse kaufen und professionell Lackieren lassen und hast Geräte dastehen die sich vor Fertigboxen im mittleren vierstelligen Bereich nicht verstecken müssen.
 
MoGas schrieb:
Zu meiner Vorgehensweise:
Ich wollte einfach mal hören, was sich klanglich tut, wenn ich das Budget erhöhe.
das ist sehr löblich, weil viele Leute das eben genau NICHT tun. Die kommen von einem PC Brüll-Würfel System, bestellen sich ein Teufel oder Nubert Set und dann wird in den Foren gepostet, dies seien die tollsten LS der Welt, mehr braucht kein Mensch usw. usf.

Ein "Problem" sehe ich darin, dass sich viele Leute gar nicht darüber im Klaren sind, was "was sich klanglich tut" eigentlich bedeutet, weil sie gar nicht so genau wissen, worauf sie achten "müssten".
Klar, am Anfang geht es erstmal darum, dass die Teile nicht allzu stark verzerren und nicht nervig klingen. Nach meinem ganz persönlichen Gehöreindruck tun das z.B. Canton LS noch bis in recht hohe Preisregionen.
Meist kommt dann ein Bereich in dem sich die Hersteller durch besonderes Sounding von den anderen abheben wollen. Bestes Beispiel hier sind die günstigen Hecos, nur nicht zuviel Bass, könnte dröhnen, Hochton etwas dezenter, könnte nerven. Andere setzen auf "brillantere" Höhen oder betonen den Grundton/Kickbass um die 100Hz sehr stark und wirken dadurch bassgewaltig, obwohl kein bisschen Tiefbass vorhanden ist.

Irgendwann sollten diese Spielereien und Tricks eigentlich nachlassen und alle LS einigermaßen linear und sauber klingen, leichte Ausprägungen in die eine oder andere Richtung gibt es natürlich trotzdem noch.
Dann finde ich fängt es erst an interessant zu werden!
Da kommen wir dann zu dem Punkt, wie ein LS Paar die Bühne abbilden kann. Erst wird sie etwas breiter und dann auch tiefer.
Bei sehr guten LS spielt die Solo Klarinette etwas vor dem Orchester und das staffelt sich in Breite und Tiefe dahinter, so wie es auch wirklich ist. Dafür braucht man allerdings auch die entsprechenden Aufnahmen, die heute immer seltener werden, auch im Pop, Rock, Jazz usw. Bereich. Bei den "einfacheren" LS geht die Solo Stimme in dem Orchester einfach unter und auch das ist mehr ein Brei als dass jedes Instrument seinen Platz hat.

Da ist natürlich auch die Frage, wie weit man da gehen will und welche Kompromisse man eingehen will (muss man eigentlich immer). Die kleine 2-Wege Box kann weite Teile des Orchesters sauber wiedergeben und in den Raum stellen, aber wenn der Kontrabass oder die Kesselpauken einsetzen, dann reicht es halt einfach nicht mehr. Allerdings ist eine gute Weiche für eine Mehrwege-Box auch nicht billig und damit es bei der Abbildung nicht schlechter wird, muss man einen verhältnismäßig großen Aufwand treiben, nur um eine oder zwei Oktaven tiefer zu kommen oder ein paar dB mehr maximalen Schalldruck erreichen zu können.
 
Mickey Mouse schrieb:
Die kleine 2-Wege Box kann weite Teile des Orchesters sauber wiedergeben und in den Raum stellen, aber wenn der Kontrabass oder die Kesselpauken einsetzen, dann reicht es halt einfach nicht mehr.

Darüber hatte ich auch schon nachgedacht. Wir hatten Diana Krall im Player, und die CM6 S2 hat die Bühne richtig aufgemacht, im Vergleich zu den 6ern. Aber Diana ist nicht wirklich basslastig. Die CM10 würden das dann ja leisten, aber solche LS an einen AV receiver, mal abgesehen vom preis?
 
ich will den Einfluss der Elektronik auf den Klang nicht weg diskutieren!
wenn man aber mal von den "gewollten und massiven" Eingriffen durch die Einmesssysteme absieht, dann hat die nur einen sehr geringen Einfluss auf den "Klang".

Als Beispiel: ich habe im Arbeitszimmer einen Einsteiger-Klasse AVR (Yamaha RX-V667), der zwei Audio Physic Step bespielt. Gerade hier im Nahfeld (LS stehen auf kleinen Ständern auf dem Schreibtisch) bietet diese Kombi einen Musik-Genuss, der einfach nur traumhaft ist!
Klar, man kann jetzt anfangen und sich überlegen, ob ein besserer AVR oder ein Stereo-Amp mit externem DAC nicht noch mehr heraus holen könnte, aber selbst in diesem Fall würde ich sagen: der 500€ AVR ist für 1500€ LS völlig ausreichen! Bevor ICH mehr Geld in den AVR stecke (außer ich brauche ganz bestimmte Ausstattungs-Gimmicks) würde ich das immer erst in die LS investieren. Wenn man alles perfektioniert hat (Lautsprecher, deren Aufstellung, Raum-Akustik usw.) erst DANN würde ich mir Gedanken um die Elektronik machen. Vorher nur um das Einmesssystem.

Ich bin großer Diana Krall Fan. Einer meiner Lieblingstests für Anlage und LS ist "Cheek to Cheek" von der "Live in Rio" BD. Da darf nichts nervig klingen, weder der Bass dröhnen noch das "hohe Geklimper" ;) klirren. Und dann kommt das Perkusion Solo bei dem sich die Spreu vom Weizen trennt. Bei eine richtig guten Anlage hört man quasi jeden einzelnen Borsten des Besens auf das Fell aufschlagen, bei manchen ist das einfach nur ein "Rauschen". Die Kunst ist es, eben diesen Besen so authentisch klingen zu lassen, ohne bei anderen Tönen oder Instrumenten zu "schrill" zu werden, damit man sich das ganze Konzert entspannt anhören kann.
 
Oh, noch mehr Diana-Fans hier. ;)

Kann dem Gesagten durchaus zustimmen. Wer nicht wirklich vergleichend hört, gern auch mal eine Klasse höher, wird nicht erleben, was gute LS abbilden und vor allem wie.

bu.llet hat es mal kurz eingeworfen. Selbstbau wäre, gemessen am Preis/Klang-Verhältnis, durchaus eine Überlegung wert. Habe schon so einige LS gehört und mittlerweile 9 Paare gebaut (nicht nur für mich) und bin der Meinung, dass dort ein sehr guter Hebel liegt.
Bei mir spielt eine Doppel 7 und für einen vergleichbaren Klang muss man schon sehr tief in die Tasche greifen. Selbstbau ist natürlich mit einem Mehraufwand verbunden und ein Probehören ist schwieriger zu realisieren. Allerdings gibt es mittlerweile zu den Bausätzen auch Fertigweichen, Fertiggehäuse, usw. die einem das „Bauen“ schon sehr einfach machen.
Wäre aus meiner Sicht eine Überlegung wert.
 
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