bornle schrieb:
- Wiedergabe und Aufnahme 1080p flüssig!
- Youtube/Surfen
Die Wiedergabe von 1080p funktioniert auf fast allen aktuellen Prozessoren sofern die Grafikkarte das übernimmt. Ein aktueller Atom, das AMD Gegenstück in form von A- oder E (E Systeme sind älter), Via oder ARM Prozessor sollte ausreichen. Übernimmt die Grafikkarte nicht, sind 1-2 starke Kerne (Besser Intel Core Kerne oder auch AMD K10 Kerne oder Bulldozer Modul) erforderlich. Mit Media Player Classic Home Cinema klappt das aus eigner Erfahrung und diversen Berichten zu HTPC die Grafikkarteunterstützung sehr gut. Bei BluRays haben ältere Intel-CPU den Nachteil durch die 24p Problematik. Surfen ist es ähnlich, nur hier sind es die Flash und sonstige Mediaeinbindungen die die Leistung brauchen und nicht die Seiten selber.
Aufnahme hängt mehr von der Festplattengeschwidigkeit als von der CPU ab, weil der ankommende Stream nur abgespeichert wird.
bornle schrieb:
- Betriebssystem? noch offen möglichst open source
- Es sollte DVB-Viewer installiert werden können (fast pflicht!)
DVB-Viewer gibt es nur für Windows (vielleicht noch IOS oder Android, das weiss ich nicht genau) aber nicht für Linux, BSD. Sollte es Linux sein, dann schau mal bei open Elec rein.
Schwieriger wird es bei dem TV Sachen. Du hast eine PCI TV-Karte, die einen PCI Slot braucht. Bei ITX gibt es den im Grunde nicht mehr. Dementsprechend brauchst du mindestens ein µATX Board und mind. ein µATX Gehäuse.
Darüberhinaus wird das TV Signal nur 576i, 720p oder 1080i Übertragen und muss noch aufwendig auf 1080p gebracht werden. Hierzu wird Leistung gebraucht, vorallem wenn es die besseren Filtermethoden sein soll. Hier spielt ein AMD System seine Vorteile gegenüber einem Intel System aus. Auch ein Intelsystem ist geeignet für diese Aufgabe.
Schnelles hochfahren geht über ein schlankes System und oder SSD (oder wenigstens nach ein paar mal Starten eine Hybrid Festplatte).
Die Lautstärke ist von vielen abhängig (Wärmeentwicklung, Lüfter, Kühler, Festplattengeräusche, Lüftersteuerung, OS/Bios Einstellungen, ...), deswegen schwer vorauszusagen. Normalerweise kriegt man mit Vorplanung das ganz gut hin.
Ich würde sagen
System 1 (Medienwiedergabe über die Grafikkarte, deswegen Einsteigersystem reicht)
Soetwas wie eine zotac-zbox-nano-aq01
https://www.computerbase.de/artikel/pc-systeme/zotac-zbox-nano-aq01-plus-amd-kabini-test.2352/
http://geizhals.de/zotac-zbox-nano-aq01-zbox-aq01-be-a1037219.html
Davon gibt es verschiedene Versionen und Hersteller (Intel, Gigabyte, Zotac, Sapphire, Asrock,...) oder selbst nach zu bauen. Im normalfall reicht die Leistung im Alltag aus. Bei gut funktionierenden Programmen wirst du kein Unterschied zu starkeren System feststellen, für große Berechnungen nicht gut geeignet. Allerdings musst du das System noch mit einer Festplatte/SSD (ca. 100 €), Arbeitsspeicher (hier reicht 1 Riegel aus weil Single Channel (ca. 50€), andere Systeme mit 2 Riegeln schneller) und USB TV Karte (ca. 50€) und Windows (früher gab es immermal wieder für 30€ Windows im Marktplatz) erweitern Eine Fernbedienung ist wahrscheinlich bei TV Karte oder System dabei.
System 2 (Starke Kerne)
Imgrunde dein System mit einem µATX Gehäuse . Allerdings bei einem HTPC ist das Aussehen wichtig und der hängt vom Geschnack ab. Ich habe mir ein gebrauchtes Antec Fusion Remote gekauft für meinen HTPC). Bei einem AMD System halt entsprechend
AMD A6-6400K ca. 50€ (ein Modul reicht ansich für deine Anforderungen aus)
MSI A78M-E45 ca 45€
Schnellerer Speicher so 1866 oder 2133 Speicher ca 70€
Für meinen eigenen HTPC habe ich mich für ein AMD System mit einer großen APU entschieden, weil ich darüber auch Strategie und andere Spiele spiele, aber es auch für die live TV Bearbeitung besser geeignet ist. Für die Wiedergabe war es für meine Belange egal ob Intel oder AMD (weil fast kein BluRay). Ich bin zufrieden mit meinem System, allerdings musste ich erst diverse Einstellungen vornehmen (vorallem wegen den Aufnahmen und Aufwachen aus dem Standby). Beim Mainboard habe ich mich für ein MSI Board entschieden wegen geringeren Stromverbrauch und brauchbarer Lüftersteuerung. Die Asrock Board für AMD Systeme sind laut beschreibungen, was die Speicherkompatilität und Stromversorgung angeht, nicht gut. Bei den Intelboards soll das besser sein.