Kaufberatung und Meinung für Makroobjektiv

Alarja

Ensign
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März 2010
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Hallo,

ich suche ein Makroobjektiv für eine Sony Alpha 57
da ich mich schon relativ beschränkt habe, suche ich hier nun den letzten Anstoß um eventuell meine Entscheidung fällen zu können :)

zur Auswahl stehen diese zwei Objektive:

Sigma 105mm

Sony 100mm


die frage die mir aufkommt ist nicht preisorientiert, mir kommt es auf diesem Rahmen der Brennweite an und die Blende;
Ich finde dazu keine wirklich genauen Tests von daher hier noch zwei kleine fragen vorweg welche sich eher auf das Sigma beziehen:

Ist der HSM Sinnvoll? Bringt er es? - oder nur ein höherer defekt-faktor?

Ist der Integrierte Stabilisator des Objektives Sinnvoll, oder eher nebensächlich da die Kamera selbst einen hat (Kompatibilität?) ?


Ich bedanke mich schon einmal vorweg, freue mich auf eure Posts und hoffe mir kann geholfen werden :)

Grüße

Alarja
 
Für das Minolta/Sony Bajonett hat das Ding keinen Stabilisator. Aber ansonsten bin ich ein Makro-DAU :/
 
'Echte' Makros ( Abbildungssmaßstab 1:1 ) macht man, indem man das Objektiv auf manuelle Focussierung stellt, auf der Skala 1:1 eindreht und dann zur Scharfstellung die Kamera vor oder zurück bewegt.
Ein Bildstabi bei Makros ist unwichtig, weil diese bisher dafür nichts taugen.
Der macht Sinn, wenn man mit diesen Objektiven zBs. Porträts machen möchte.
Ich kann Dir das Sigma 150mm Makro-Objektiv empfehlen.
Ein richtig gutes Objektiv für Makros.
Ausschuss bei Makros ist völlig normal, alleine weil in diesem Maßstab der Schärfebereich sehr schmal ist.
Hier ist Abblenden Programm und je nach Bedingungen ein gutes Stativ.
 
die Kamera vor oder zurück bewegt.
-> Novoflex Castel Q :D

Ein Bildstabi bei Makros ist unwichtig, weil diese bisher dafür nichts taugen.
wenn man mal Freihand macht, bringt es schon einiges

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Hier ist Abblenden Programm
wenn man größt mögliche schärfe haben will, ja
aber je nach bild natürlich kein muss

oh ja !
Gutes stativ ist schon fast ein muss, zusätzlich sind Getriebeneiger und Makroschlitten (s.o.) sehr gute Helfer. Beim Stativ natürlich auf die Bodennähe achten

Sigma 150mm Makro-Objektiv empfehlen
150mm sind für nen aps-c sensor bissl doll
dürfte beim 22,2 x 14,8mm Sensor glaube ein 1,6 Crop faktor sein (k.A. bei Sony) jedenfalls läuft das dann auch 240mm Kleinbild äquivalenz heraus,


es kommt auf deine Makro vorlieben an, sollte es stillleben und blumen sein würde ich unter 100mm gehen bisschen was von allem ~100mm 2.8

Sollte das Sony 100mm genau so gut sein wie das Nikon 105mm 2.8 dann wäre dies mein kandidat

weiter zuerwähnen wären
- Tamron 90mm 2.8
- Tamron 60mm 2.0
- Sony 50mm 2.8

einfach mal im DSLR-Forum unter Sony die Galerien zu den jeweiligen Objektiven anschauen und vergleichen

\\Edit:
hier der CB thread von meinem ersten Makroobjektiv
https://www.computerbase.de/forum/threads/einstieg-in-die-makrofotografie.917050/

etwas später wurde es zum vergleich das Tamron 90mm 2.8
aber später dann das Nikon 105mm 2.8

heute ist das 105er immernoch in meiner tasche und ist mein liebling.
hinzu ein Berlebach stativ mir ner Bodennähe von ein paar cm
 
Zuletzt bearbeitet:
ich würde das tamron 100 f2,8 nehmen. oder das 60er, das ist auch ein super teil. grund: preis-leistung unschlagbar. wobei ich das 60er nur nehmen würde wenn du auch potraits machst und die makros nicht von tieren sind. dann ganz klar das 90er wegen der fluchtdistanz. das 150 ist zu "lang" für eine aps-c kamera find ich.
 
Das 60er Tami hatt bei 1:1 genau die Gleiche Naheinstellgrenze
wie das 90 Tami und zwar genau 10 cm! Das 60er is in vielen Dingen dem
90er vorzuziehen! Wenn du damit nur im Makrobereich arbeiten willst,
dann gilt umso mehr Brennweite umso besser! Leider wird es da auch teurer!
Af brauch man wirklich nicht,mit manuellen Scharfstellen fährt man
deutlich besser!Würde mir nix mehr mit kleiner Brennweite holen,
auch wenn mein 60er Tami Abbildungstechnisch Klasse war!
 
Alarja schrieb:
Ist der HSM Sinnvoll? Bringt er es? - oder nur ein höherer defekt-faktor?

Ist der Integrierte Stabilisator des Objektives Sinnvoll, oder eher nebensächlich da die Kamera selbst einen hat (Kompatibilität?) ?
HSM (bzw. SAM) ist eine nette Sache (schneller und lautloser Fokusiervorgang). Makros werden in der Regel aber per manueller Fokus geschossen. Da wird also kein (schneller) Fokusmotor benötigt. Ein höherer Defektfaktor ist das nicht. Ein normaler Fokusmotor kann auch kaputt gehen und die Mechanik des Objektives mit manuellem Fokus kann auch blockieren.
Stabi kann eine kleine Hilfe sein für Makros aus der Hand. Aber da das Sigma in der Sony Version eh keinen Stabi hat klärt sich die Frage ja von selbst.

Crystex schrieb:
Das 60er Tami hatt bei 1:1 genau die Gleiche Naheinstellgrenze
wie das 90 Tami und zwar genau 10 cm!
Das ist so nicht korrekt! Du verwechselst da was. Das 60er hat eine Nahstellgrenze von 23cm, das 90er hat 29cm.

Alarja schrieb:
die frage die mir aufkommt ist nicht preisorientiert, mir kommt es auf diesem Rahmen der Brennweite an und die Blende;
Also Preis egal? Dann das Sigma 180 2.8 und ein Berlebach/Gitzo dazu.
 
baXus1 schrieb:
Das ist so nicht korrekt! Du verwechselst da was. Das 60er hat eine Nahstellgrenze von 23cm, das 90er hat 29cm.

Doch korrekt,ich verwechsle nichts! Das 60er hatte ich mal und es hatt definitiv eine 1:1 Naheinstellgrenze (Von der Front des Objektivs zu sehen) von etwa 10 cm! Die Herstellerangaben wie du sie erwähnst werden vom Sensor ab gemessen! Da das 60er eine Innenfokusierung hat, das 90er fährt den Tubus aus...fast Doppelt so lang wird das Objektiv um 1:1 zu erreichen, hatt es in etwa die gleiche Naheinstellgrenze von der Front des Objektivs zu sehen wie das 90er...10cm etwa! Das Tubus ausgefahre verscheucht ein Insekt eher als beim 60er wo nix ausfährt! Außerdem kann man beim 60er auch wenn AF eingeschalten ist in den Fokus eingreifen und Manuell fokusieren was beim 90er nur durch Umschalten geht! Und der AF ist besser wenn mal gebraucht! Is wirklich so!Hab lange Überlegt und mich zu Tode gelesen was die beiden anging!
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Nahstellgrenze verändert sich aber nicht! Die ist eine technische Größe und wird immer ab Sensor gemessen und bleibt bei 23cm bzw 29cm. Du beschreibst den Arbeitsabstand.
 
Arbeitsabstand: Motiv -> Frontlinse
Naheinstellgrenze: Motiv -> Sensorebene (bei allem unter der Naheinstellgrenze bekommt man keinen Fokus auf das zu fokusierende Motiv hin)

Also Preis egal? Dann das Sigma 180 2.8 und ein Berlebach/Gitzo dazu.
180er ist für insekten super, allrounder makro jedoch nicht, grade an ner aps-c

zum Thema Berlebach
Wenn es nur um Makro geht -> Berlebach Maxi mini mit Niviliereinheit, hinzu nen Novoflex Castel Q
Holzstative haben die beste Schwingungsdämpfung, was bei Makros grade von vorteil ist
 
baXus1 schrieb:
Die Nahstellgrenze verändert sich aber nicht! Die ist eine technische Größe und wird immer ab Sensor gemessen und bleibt bei 23cm bzw 29cm. Du beschreibst den Arbeitsabstand.

Ok, ich gebe mich geschlagen! Da habe ich Tatsache was verwechselt!
Das tut aber nix an meiner Meinung drehen! Da ist die Naheinstellgrenze absolut irrelevant, nur der Arbeitsabstand ist wichtig und der ist gleich! Die meisten kaufen dann das 90er weil sie denken sie sind dann weiter vom Objekt weg, dem ist aber nicht so!
 
:D

@acty: Klar, zu einem 180er Makro gehört noch ein "kleines" (50/60/70mm)
 
Alarja schrieb:
Hallo,
Ich finde dazu keine wirklich genauen Tests von daher hier noch zwei kleine fragen vorweg welche sich eher auf das Sigma beziehen:

Ist der HSM Sinnvoll? Bringt er es? - oder nur ein höherer defekt-faktor?

Ist der Integrierte Stabilisator des Objektives Sinnvoll, oder eher nebensächlich da die Kamera selbst einen hat (Kompatibilität?) ?

Vielleicht nochmal kurz zu den Eingangsfragen: Der Nutzen von HSM und Stabilisator hängt von der Art ab, wie du das Objektiv einsetzen willst. Nach der klassischen Lehre (also Makro mit Stativ und manuellem Fokus) ist beides unnötig. Für Freihandmakros hilft ein Stabi schon etwas.

Der Hauptgrund, warum beides eingebaut ist, liegt eher darin, dass Makros auch ziemlich gute Festbrennweiten sind, man kann die also wie angesprochen auch für Portraits, Detailaufnahmen in der Architektur etc. verwenden. Hier sind schneller AF und Stabi schon willkommene Hilfsmittel.

Wenn man Gehäuse- und Objektivstabilisator hat, dann muss man einen davon abschalten. Ich würde eher den Gehäusestabi abschalten, denn ein stabilisiertes Bild macht der Kameraelektronik (AF, Belichtungsmessung) das Leben leichter.
 
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