Keinen genauen Berufswunsch... Zukunftsangst?

BeroBass

Cadet 4th Year
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Feb. 2011
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Hallo liebes Forum,


seit Wochen habe ich Angst um meine Zukunft. Zurzeit besuche ich die FOS 11 und das ist schon schwer für mich. Ich muss zugeben, dass ich kaum lerne. Nach dem Praktikum fehlt mir einfach die Lust. Noch dazu passt der Beruf des Kfz-Mechatronikers auch nicht unbedingt zu mir. Dann habe ich mich nach verschiedenen Berufen umgeschaut. Aber ich kann Zurzeit keine Praktika dort absolvieren, da ich ja selbst ein 1-Jähriges Praktikum besuche. Berufe wie Krankenpfleger, Drucker, Mechatroniker, Industriemechaniker interessieren mich irgendwie. Nur sind die Berufe völlig unterschiedlich...

Und das mit der Schule ist auch so ein Ding. Ich denke mal, ich kann mich durch schlingeln. Aber die 12 wird ja dann nochmal ein ganzes Stück härter. Ich weiß irgendwie nicht, was ich tun soll... Ich bin ja schon 17 und meine Freunde verdienen schon Geld. Ich will nicht so viel Zeit verschwenden... Vielleicht hat jemand paar Ratschläge, würde mich echt freuen.


Liebe Grüße
 
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Du bist schon 17? Junge, ich bin schon knapp 24 und verdiene immer noch kein Geld.
Und das wird sich in den nächsten 2 Jahren auch nicht ändern.

Also kein Stress ;)
 
Also, ganz wertfrei, ja? - Geh zum Bund ;-)

Feldwebel-Laufbahn. Musste ne sportliche und psychologische Prüfung ablegen, wo getestet wird ob du überhaupt dazu in der Lage bist.

Dann kriegste auch ne zivile Ausbildung übern Bund finanziert, Industriemechaniker wäre sicherlich drin. Auch Drucktechnik müsste drin sein.
Und natürlich verdienst du gut Asche!

Ab dem ersten Tag ~1400€/Monat!

ps: und du hast nach der Ausbildung keinen Stress wegen Übernahme! Wenn du später nicht als Berufssoldat übernommen wirst, gehste zurück ins zivile Arbeitsleben und hast schon Berufserfahrung.

Natürlich musste dann auch in der passenden Einheit sein. Industriemechaniker lernen und dann zu den Panzergrenadieren gehen ist total hirnlos!

Also wenn dann sieh zu, dass du in den Allgemeinen Fachdienst kommst. Da arbeiteste wenigstens in deinem Beruf.
 
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HLK schrieb:
verschwenden tust du deine zeit auf der fos sicher nicht - du steigst ja dafür dann mit höherem gehalt ein und kommst auch schneller hoch und auch weiter.

:evillol: Wer erzählt Euch denn so einen Unsinn?
 
Wie wäre es mal wenn du zum Örtlichen Arbeitsamt gehst und da einen Termin mit den für dich zuständigen Berufsberater machst.
Haste dich schonmal auf der HP des Arbeitsamt umgeschaut. Dort sind alle Berufe zu finden die man in Deutschland machen kann.
 
Hallo BeroBass,
du solltest dir klar machen was du wirklich kannst und was dir wirklich wichtig ist. Finde heraus woher du kommst, um herauszufinden wohin du gehen sollst. Es gibt Bücher die über dein Problem schreiben, die solltest du lesen.

Liebe Grüße und viel Erfolg.
 
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StrykerGT schrieb:
Du brauchst erst mal "RAD"-schläge :)

Soll das ein Witz sein? Falls ja, dann versteh ich ihn nicht.



Zur Sache: Bei den Berufswünschen "Krankenpfleger, Drucker, Mechatroniker, Industriemechaniker" fällt mir sofort auf, daß 1 sozialer Beruf und 3 technische Berufe darunter sind.

Um herauszufinden ob du für den sozialen Sektor geeignet bist würde ich Zivildienst machen und dann wirklich als Krankenpfleger arbeiten und die Zeit nicht im Fahrdienst o.ä. abgammeln. Falls es durch die aktuelle Reform keinen Zivildienst mehr gibt, dann bietet sich ein freiwilliges soziales Jahr an. Diese werden auch bereits minimal vergütet.

Solange du Dir aber nicht sicher bist würde ich die Schule mit dem höchstmöglichen Abschluss beenden. Dann hält man sich alle Türen offen. Ich weiß das ist schwierig ohne konkretes Ziel, aber das Problem haben die meisten.
 
Ich war damals selbst auf der FOS und habe mich in der 11. Klasse bei meinem Praktikumsplatz gleich richtig beworben. Da ich mit der Bewerbung Glück hatte habe ich nach der 11. abgebrochen und meine Lehre begonnen.

Ein Schulkamerad hat die 12. Klasse und den Abschluss gemacht und war bis vor kurzem meine Vertretung im alten Job. Jetzt hat er meine alte Stelle übernommen und ich bin mit meiner neuen Stelle 3 Gehaltsklassen über ihm.

Soll heissen, es kommt nicht immer auf den Abschluss an. Wenn du dich in der 11. Klasse bewirbst und einen guten Jobs bekommen solltest, würde ich mir an deiner Stelle ernsthaft überlegen, ob du nicht gleich ins Berufsleben einsteigen sollst, bevor du dich durch die 12. Klasse "quälst".
 
Digger, ich bin 32 und hab erst vor 2 Wochen meine Ausbildung abgeschlossen.
Ist schon meine 3. wenn ich den Bund dazu zähl.
Manche Leute brauchen halt länger um raus zu finden was Sie machen wollen und ob es zu Ihnen passt.
Mach dich nicht verrückt. Die Gesellschafft drückt eh viel zu sehr auf den Einzelnen.
Du solltest dich nichts desto Trotz um einen guten bis sehr guten Abschluß bemühen.
Das macht dir die Auswahl später leichter, und du hast erheblich bessere Chancen irgendwo unter zu kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
FOS ist bei der Bildungslage in D praktisch schon ein Privileg - und dann hört man solche Sprüche wie "ich kann mich bestimmt durchschlingeln".

Du gehörst zu den Leuten die erstmal richtig auf die Fresse fallen müssen bis sie kapiert haben das sie ihre Jugendjahre nur einmal haben um sich ne Startrampe für die Zukunft zu bauen.
 
BeroBass schrieb:
Hallo liebes Forum,
Hallo BeroBass,

Dein Problem haben viele junge Menschen heute. Freunde, Eltern, die Gesellschaft allgemein - von vielen Seiten bekommt man erklärt, dass es "Traumberufe" gibt, dass man "Spaß" in seinem Beruf haben muss usw. Die Medien propagieren dies sogar noch dreister, in dem ständig gezeigt wird, dass völlig bildungsfreie Geschöpfe erfolgreich werden können.

Die Realität sieht anders aus. Die meisten Menschen haben keinen "Spaß" an ihrem Beruf, aber sie üben ihn dennoch aus ohne sich zu quälen, weil Sie einfach die Notwendigkeit zum Lebensunterhalt erkannt haben und etwas tun, was ihnen nicht unangenehm ist (zwischen "Spaß" und "Folter" liegt ein weites Feld).

Dazu kommt, dass viele Beruf, auf die man eventuell Lust hätte, ein negatives Image haben. Heute gelten viele Ausbildungsberuf ja schon als "unterprivilegiert" und Menschen ohne Abitur als "Unterschicht". Das ist völliger Quatsch und sollte niemanden davon abhalten, Lokführer oder Industriemechaniker zu werden.

Überlege Dir, was für Dich in Ordnung ist - nicht, wo Du den tollsten Spaß erleben wirst. Du wirst einen Beruf für Dich finden. Der wird zwar nicht immer Spaß bringen, aber bestimmt viele tolle Momente bereithalten. Außerdem wird er Dein Auskommen - Dein Leben in Würde - sichern!

Stell Dir mal vor, die Ziegenhirten in Afrika würden nach "Traumjob" gehen wollen :evillol:

Viel Glück!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich will ganz ehrlich sein, weil ich die Situation gut kenne: keine klaren Vorstellungen zu haben wird es dir sehr sehr schwer machen, weil es ein unglaublicher Kraftakt ist dann genug Motivation aufzubringen um was zu leisten.
Arbeit wird dann sehr schnell in "Fatalismus" abdriften, also arbeiten um Geld zu verdienen weil die Alternative kaum erträglich ist.

Du bist 17, hast also noch etwas Zeit (kannst ja eventuell studieren). Aber wenn bis dahin noch keine Ideen vorherrschen (blind studieren ist Verschwendung), versuche pragmatisch an die Sache heranzugehen. Mache etwas wo du dir zutraust es 8-10h am Tag 5-6 Tage die Woche durchzustehen. Der Ausgleich findet dann in der Freizeit statt.

Ich unterteile immer folgende Lebensweisen:
- Die Arbeit erfüllt dich, ergo ziehst du deine Genugtuung aus der Arbeit. Du machst sie gern, wirst auch von ihr bestätigt. Das ist eigentlich ideal.
- Die Arbeit ist primär Geldbeschaffung, hier ist es PFLICHT daß du in der Freizeit einen Ausgleich findest, sonst gehst du daran zugrunde (Stichwort Krankenstand-Statistiken).

Beide Arten können erfüllte Leben sein, lass dir von den Medien usw. nicht einreden daß sich JEDER um JEDEN Preis in der Arbeit erfüllen muss.

Viele Menschen bewirken in ihrer Freizeit (Vereine, Freunde usw.) um ein Vielfaches mehr als in ihrem Beruf. Die tollsten kulturellen Werte enstehen außerhalb des Berufsfeldes.

Ich wünsche dir alles Gute.
 
Heyho

Bin selber auch 17. und bin derzeit in der 11.Klasse. Einige meiner Kumpels verdienen auch schon ihr Geld, gingen nach der 9. von der HS ab und machen ne Ausbildung. Zwar muss ich jetz noch inner Schule hocken und die haben die Knete, jedoch denke ich dass sich Schule auszahlt im späteren Leben.

Hoffe ich hab dir weitergeholfen^^
Apropos Zukunftsangst: Ich weiß selber auch nur grioß was ich werden will. Mein Praktikum in der 10.Klasse hat mir die ungefähre Richtung gezeigt. Schnupper doch einfach mal in den Ferien oder so vlt in Firmen rein bzw in nenn ich es mal Geschäftszweige, von denen du denkst, dass sie dich interessieren könnten^.^
 
Ich kann dich absolut verstehn. Auch einige Bekannte haben diese Gedanken sehr im Vordergrund ihres Lebens und ich möchte mich selbst nicht ausschließen.

Über die Ausbildungslage in Deutschland weiss ich nicht bescheid, hier in Österreich ist es aber so, das es einen optimalen Werdegang gibt den man bereits mit dem 8. oder 9. Lebensjahr einschlagen muss.

Es fängt damit an, das man gut genug sein muss um auf ein Gymnasium statt auf eine Hauptschule gehen zu können. Dann wäre es nach 4 Jahren von Vorteil entweder das Gym fertig zu machen und danach zu studieren (dann hast du keine Zeit verloren) um es in Mindeststudienzeit abzuschließen, oder du wechselst in eine höher technische Lehranstallt (HTL) und schließt diese nach 5 Jahren mit einer Berufsausbildung und Matura (Abitur) ab um anschließend deinen Fachbereich in einem Studiengang berufsbegleitend fertig zu bringen.

Der Weg über 8 Jahre Gym zum Studium macht dich zum kompletten Theoretiker der sich nicht mal einen Ikea-Schrank zusammenbaun kann. Mit dem Geld was du dann verdienst brauchst du das aber auch nicht, dafür musst du Handwerker bezahlen. Der Weg über das Gym hat den Vorteil das du ein breites Bildungsspektrum hast, wo du selbst entscheidest in welche Richtung du dann gehst.

Der zweite Weg über die HTL kann dich ebenfalls zu sehr viel Geld führen, allerdings bist handwerklich und technisch versiert und hast somit mehr Chancen etwas aus dir zu machen. Die einzige Möglichkeit die du hast, ist dass du dich innerhalb deines Berufszweiges vertiefst, besser wirst und aufsteigst. Die Bildung ist aber auf deinen Fachbereich beschränkt, wenn man das Allgemeinwissen nicht nachholt, wird man schnell zum Fachidioten.

Ich bin zwar erst 24, allerdings kann ich dir bereits jetzt sagen, dass du es aus eigener Kraft schaffen musst deinen Arsch hochzubekommen und 70-80% deiner Gehirnkapazität für dein Wissen investierst, und Freizeit auf ein minimum reduzierst. Du verscheißt damit dein Zukunft, aber du bist Alt genug und musst entscheiden... wer hoch hinaus will, spätestens mit 18 musst du dir darüber im klaren sein ob du ein normaler Durschnittsbürger oder ein hohes Tier der Gesellschaft werden möchtest. Geschenkt wird dir nichts!

Garantie dafür, ob meine Ratschläge wirklich richtig sind, kann ich dir keine geben, weil ich selbst im zweiten Bildungsweg einen total anderen Beruf lerne, als ich ursprünglich Abgeschloßen habe. Ich bin aber wieder einmal an einem Punkt angelangt wo ich mir wieder einmal die Frage stellen kann, machst du etwas aus dir oder bleibst du Durchschnitt.
Definitiv an Karrier scheitern tun soziale Aspekte wie Fortgehen, Freundin und möglicherweise sogar Freundschaften.

Zum Abschluss möchte ich dir gratulieren!
Wofür? Dass du die Erkenntnis erlangt hast, dass du etwas aus dir machen musst. Das ist der erste Schritt in eine gute Richtung.
Lass dich nicht verwirren, der Weg ist lang, kurvig, rutschig und oben drein voll mit Hindernissen.
 
danke, für die zahlreichen beiträge! ich habe heute ein brief von der wehrpflicht bekommen. wäre das eher eine gute alternative? kann jemand was dazu schreiben? wäre echt dankbar!
 
bin 19 und grade in der 13.
in der 11 hatte ich auch noch keine ahnung was ich machen möchte. da kam das aber uach mit der angst und "ich muss jetzt schnell was finden"... ich hab mir wirklich ungf ein halbes jahr gedanken gemacht, was ich machen möchte, wo meine stärken liegen, was mich interessiert. bin viele berufe und studiengänge durchgegangen: von arzt, über biotechnologie (als studiengang) und schließlich zum maschinenbau KraFa, und dazwischen noch etliche andere sachen. es hat, wie gesagt, gut n halbe sjahr gedauert.
hoffe ich konnte dir weiterhelfen ;). und versuch bitte nicht dich allzusehr an anderen zu messen, von wegen "die verdienen alle schon geld, und soooo viel". das setzt dich nur unnötig unter druck, und es kann eben nicht jeder 10k/monat später verdienen. lerne mit dem zufireden zu sein, was du später wahrscheinlich haben wirst ;). und solang du noch nicht weisst was du machen willst, würd ich weiter die schule besuchen. schaden kann es nie. auch, wenn du jetzt zum bund gehst oder so, vllt gefällt es dir nach dem wehrdienst besser als offizier oder so und wenn du dann dein abi evtl hast (weiss grad net ob man das nach der FOS kann), wirst du froh darüber sein =)

brief von der wehrpflicht bekommen
dachte wehrpflicht wurde abgeschafft oO.. evtl mustern lassen und schauen, was du alles dort machen kannst. oder lass dich gleich beraten, welche berufe die dort anbieten, also welche ausbildungen etc.

MfG,
Teddymaddy
 
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