Kleiner Virtualisierungserver (Supermicro A2SDI-8C-HNLF4) - welche SSD Festplatte?

TKH

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Hallo,
möchte einen kleinen Virtualisierungsserver (Proxmox VE basiert) für 2-3 Office Arbeitsplätze aufbauen.
Als mainboard soll folgendes Server mainboard eingesetzt werden:
https://www.supermicro.com/products/motherboard/atom/A2SDi-8C-HLN4F.cfm.

Meine Frage: Welche Festplattenlösung sollte ich wählen, um möglichst hohe I/O-Performance zu erhalten?

Ich möchte eine kleine Steckkarten-SSD verwenden. Brauche auch nur 256GB Speicher. Kenne mich aber mit den Interfaces nicht aus, um zu wissen, welche der von den vom mainboard unterstützten Möglichketen ich verwenden sollte. Soweit ich das verstehe gibt es das Format M.2, welches ich gerne verwenden würde, aber mehrere Arten von Interface die diese Karten haben können.
Welches wäre denn bitte das schnellste? am besten geeignete? Im Gehäuse ist sehr wenig Platz (deswegen kam ich auf M.2 anstatt einer 2,5" oder 3,5" SSD) und Kühlung ist auch nicht üppig.

Unter diesem link findet man die von Supermicro getesteten
https://www.supermicro.com/support/...fm?ProductID=85782&ProductName=A2SDi-8C-HLN4F

Danach wäre die HDS-M2M-MZVPW256HEGL007 Samsung MZVPW256HEGL-00007 NVMe M.2 256GB Samsung SM961, 256GB, SED, NVMe, VNAND die die ich nehme sollte - oder?


Danke
 
M.2 Interface: PCI-E 3.0 x2 and SATA

Das PCIe 3.0 x2 Interface. Ist gut 2x theoretisch 3x so schnell wie SATA. Das sind die sogenannten NVMe SSDs.
Ich würde eine Samsung der 960er Serie nehmen. Oder eine Intel Optane wenn du es dir leisten willst.
Die SM961 solltest du nicht nehmen: OEM, kein Support, keine Garantie. Samsung 960 Evo oder 960 Pro.
 
Der Atom reicht ja vllt. für einen Office Excel schubs PC. Wurde mal bei den HP Microservern gucken obs da was passendes gibt dann musste da auch nicht rumbasteln...
 
Danke.

Die 960 PRO gibt es nur in 512MB - ist mir eigentlich zu groß.
Die Intel Optane M.S SSD wohl nur in 64 GB - was mir zu wenig ist.
Also wäre es dann die 960 EVO.

Und Hitzeentwicklung? Hab' ich da nicht mal was gelesen das die M.2 Festplatten sehr warm werden können? Kühlung brauchen?
 
Bei Dauerlast, also halbe Stunde non stop Datenübertragung. Selbst wenn sie etwas zu heiß wird: dann wird sie eben etwas langsamer aber immer noch schneller als jede SATA SSD.
 
möchte, wenn es irgend geht ein vorhandenes Gehäuse (passiv, HFX Micro) weiterverwenden. Die HP Microserver und Pendants von Supermicro sind mir ein Begriff - Komplettsystem anstatt basteln aber nur wenn zu viele Gründe gegen das basteln sprechen
 
Der Atom auf dem Board hat zwar nur eine TDp von 25W, aber ich würde würde das Board trotzdem nicht in einem komplett passiven Gehäuse ohne jeglichen Lüfter verbauen, denn passiv gekühlte HW hat zwar keinen eigenen Lüfter, aber dies bedeutet noch längst nicht das sie komplett ohne einen kühlenden Luftstrom auskommt. Es steht auch in der Anleitung des Boards auf Seite 18:
The CPU maximum thermal design power (TDP) is subject to chassis and
heatsink cooling restrictions. For proper thermal management, please check the chassis
and heatsink specifications for proper CPU TDP sizing.
Auf Seite 21 steht:
To avoid possible system overheating, please be sure to provide adequate airflow
to your system
.
Auch die PCIe SSDs können ohne jeglichen kühlenden Luftstrom so warm werden das sie throtteln, was bei normalen Heimanwendern kaum vorkommt, da sie schnell wieder Idle ist, aber bei einem Server könnte dies anderes sein und zumal wenn es im Gehäuse schon wegen der CPU warm ist. Ganz passiv würde ich so ein System keineswegs planen und wenn, dann zumindest so das man einen Lüfter nachrüsten kann und erstmal die Temperaturen beobachten um zu sehen ob der nötig ist.

Die SM961 ist übrigens eine OEM SSD, die obendrein auch kein Option ROM hat und außerdem würde ich bei so einem Server auch eine Server SSD verwenden, schon wegen der Full-Power-Loss Protection, nur gibt es von Samsung meines Wissens nur die SM963 im M.2 Formfaktor, aber die ist auch eine OEM SSD, wie alle Samsung Enterprise SSDs und auch daher kaum zu bekommen.

Dies liegt daran das die Samsung Electronics GmbH alles vertreiben was eine bunte Verpackunge hat (Handys, Retail SSDs, TVs, Consumer Electronics, etc.) und private Endkungen bestimmt ist, während die OEM SSDs von der Samsung Semicondutor Europe GmbH kommen, die eben DRAM, NAND, Enterprise SSDs etc. verkauft, nur halt nichts an private Endkunden. Die geben durchaus auch eine Garantie, aber die kann nur der Käufer bei denen einfordern, der die Produkte bei denen gekauft hat, also meist irgendein Großhändler, wenn die nicht sogar irgendwo anderes gekauft wurde, wie in den USA oder China. Für eine Garantieabwicklung müsste die SSD den Weg zurück vom Händler über die Kette der Händler zurück zu dem gehen, der Samsung die Dinger abgekauft hat und dann ist noch die Frage ob der nicht auf die Garantie verzichtet und dafür einen Extrarabatt ausgehandelt hat. Gleiches gilt auch für Supportanfrage wie z.B. FW Updates.
 
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Danke für die umfassende und gute Rückmeldung zu TDP und Kühlung! Bin selbst noch unschlüssig, ob ich das System wirklich lüfterlos aufbauen soll. Der Plan war allerdings nicht das Board in dem Gehäuse ohne weitere Kühlung zu betreiben. Ich hatte lange gesucht und dann mit impactics telefoniert die als einziger Anbieter ein passendes CPU heatsink für diesen (nicht gerade main stream) Sockel anbieten. Einschätzung dort (ohne Garantie) war, dass die BorgFx heatpipes des Gehäuses angeschlossen an den genau zu dem Sockel passende CPU heatsink einen ausreichenden Wärmeabtransport gewährleisten sollten, selbst wenn man, wegen der seitliche sitzenden RAM Speicherbänke, nur eine Seitenwand anschließen kann. Man müsste es eben ausprobieren..... In dem Gehäuse habe ich ein desktop mainboard mit Atom D525 Pineview und 13 TDP über Jahre ohne Probleme betrieben (und ich habe mich so an die Stille gewöhnt, dass ich mich echt schwer tue wieder einen Lüfter in Kauf nehmen zu sollen). Aber wie gesagt, unschlüssig bin ich doch noch, ob ich es wirklich testen soll (denn Garantie habe ich keine, sondern sogar die Garantie von Supermicro verloren wenn was schief geht).
 
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Es gibt auch Lüfter die man kaum hört, zumal wenn man nicht direkt das Ohr ranhält und so einen starken Luftstrom braucht man ja auch nicht. Der Kühler scheint der selbst wie der bei den Xeon-D Boards zu sein, die gibt es auch als + mit einem Lüfter drauf und manche nehmen einen leisen 80mm Lüfter den sie dann bei den Modellen ohne Lüfter und ohne genug Luftzug im Gehäuse dort draufpacken. Selbst bei nur 25W TDP wäre mir das eine zu heiße Kiste um die rein passiv betreiben zu wollen, zumal wenn sie als Server für 2 bis 3 Arbeitsplätze dienen soll und damit dann öfter belastet wird.

Wozu eigentlich ein Board mit so vielen SATA Anschlüssen und 8 (langsamen) Kernen bei gerade mal 2 bis 3 Arbeitsplätzen und nur eine SSD? Wäre nicht ein Board wie das Supermicro X10SDV-2C-TLN2F retail (MBD-X10SDV-2C-TLN2F-O) ab € 331,78 mit dem Pentium-D 1508 oder das Supermicro X10SDV-4C-TLN2F retail (MBD-X10SDV-4C-TLN2F-O) ab € 435,80 welches entgegen der Angabe bei Geizhals inzwischen mit dem Xeon-D 1521 statt dessen Vorgänger 1520 bestückt ist (der hat noch mal 100MHz mehr in Basis und Turbotakt) sinnvoller? Man sollte die Bedeutung der Singlethreadperformance nicht unterschätzen, denn vielen läuft weiterhin immer noch auf nur einem Thread und da bringt es nichts ob sich daneben noch einer oder 7 weitere Kerne langweilen.
 
Ja, Festplattenanschlüsse hat das board "en masse". Daten fallen in dem kleinen Office aber nicht in größeren Mengen an UND liegen bereits alle auf einer kleinen Synology Diskstation (DS213j) mit zwei redundant betriebenen Festplatten. Die Redundanz ist mir sehr wichtig und bisher habe ich mich mit dem Proxmox VE was hier Einzug halten soll noch nicht so tief beschäftigt, dass ich mir einen Umzug der Daten von DS auf den neuen Server ohne weiteres zutraue. Beim Synology ist die Redundanz schon "out of the box" vorhanden und wenn eine Festplatte sich verabschiedete denke ich bekomme ich auch Support sollte sich der Austausch als nur in der Theorie so einfach wie "neue Festplatte einstecken und warten bis alles recovered ist" herausstellen.
Für das Atom hat vor dem Hintergrund das Gehäuse weiterverwenden zu wollen die niedrigere TDP gesprochen und mein Netzwerk ist auch kein 10GBe - die Xeon Boards hatte ich auch gesehen - preislich wäre das 1521 ja genauso teuer, aber eben 35W TDP, höherer Stromverbrauch und 10 GBe was ich nicht bräuchte. Deswegen schien es mir in meinem Fall die sinnvollere Wahl.
 
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TKH schrieb:
Daten fallen in dem kleinen Office aber nicht in größeren Mengen an UND liegen bereits alle auf einer kleinen Synology Diskstation (DS213j) mit zwei redundant betriebenen Festplatten.
Dann kann Datenkorruption ja kein Problem sein, denn diese billigen Consumer NAS haben allesamt kein ECC RAM und unterstützen es auch nicht. Ohne ECC RAM gibt es keine Erkennung oder Korrektur von RAM Fehlern und daher kann Datenkorruption nie ausgeschlossen werden.

Außerdem ist die Performance so eines kleinen Consumer NAS ja auch nicht wirklich toll und das Modell ist ja schon recht alt, die HDDs also vermutlich auch. Vergiss nicht, dass die geplante Nutzungsdauer von HDDs nur 5 Jahren beträgt.
TKH schrieb:
Die Redundanz ist mir sehr wichtig
Vergiss nicht das die nur die Verfügbarkeit erhöht aber keine Backups ersetzt!
TKH schrieb:
bisher habe ich mich mit dem Proxmox VE was hier Einzug halten soll noch nicht so tief beschäftigt, dass ich mir einen Umzug der Daten von DS auf den neuen Server ohne weiteres zutraue.
Proxmox VE ist ja nur eine Virtualisierungsplattform, damit alleine kann man noch nichts anfangen. Die eigentliche Arbeit machen dann die Virtuellen Maschinen die dann auf der Plattform laufen und die bestimmen auch die Anforderungen an die Hardware des Hosts, also in diesem Fall des Servers um den es geht.
TKH schrieb:
Beim Synology ist die Redundanz schon "out of the box" vorhanden und wenn eine Festplatte sich verabschiedete denke ich bekomme ich auch Support sollte sich der Austausch als nur in der Theorie so einfach wie "neue Festplatte einstecken und warten bis alles recovered ist" herausstellen.
Solche NAS basieren auf Linux und verwenden ein md SW RAID, dies zu Administrieren ist nicht so schwer und die NAS haben dann ja auch noch extra eine Weboberfläche um dies zu erleichtern. Denke aber vor allem an Backups!
TKH schrieb:
aber eben 35W TDP, höherer Stromverbrauch
Die TDP des SoCs besagt nicht sehr viel über die tatsächliche Leistungsaufnahme, bei den Xeon-D auf den Supermico Boards besagt sie aber immerhin zumindest, dass die Leistungsaufnahme der CPU auch bei voller Last nicht über die TDP hinausgehen wird, da deren UEFI diese entsprechend der TDP begrenzt. Außer wenn da also Dauerlast anliegt, muss ein Xeon-D mir höherer TDP aber auch höherer Leistung nicht unbedingt auch über die Zeit eine größere Leistungsaufnahme haben, denn der ist ja auch früher wieder Idle als eine langsamerer CPU und nimmt im Idle natürlich dann wieder weniger Leistung auf.

Aber da es hier um die Kühlung geht, ist die TDP durchaus relevant, die Frage ist aber trotzdem ob die passive Kühlung so oder so reicht. Das kann ich auch nicht vorhersagen, aber wenn das Gehäuse schon vorhanden ist, würde ich es mal ausprobieren aber mit dem Serienkühler und wenn das nicht funktioniert, dann eher auf ein anderen Gehäuse mit Lüfter setzen als auf einen anderen Passivkühler.
 
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