Knöllchen aus einer Stadt, wo ich noch nie war - Was kann man machen?

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Y

Yamazaki

Gast
Hallo Leuts,

heute ist mir ein nettes Schreiben in den Briefkasten geflattert, mit einem Verwarngeld in Höhe von 15 €, wegen angeblichen Falschparkens. Der Haken an der Sache, ich soll Ostermontag in einer Stadt unrechtmäßig geparkt haben, wo ich aber im Leben noch nie gewesen bin. Ich bin der einzige Fahrer dieses Wagens und war jenen Montag den ganzen Tag Zuhause, habe also afaik auch kein wirkliches "Alibi". Die einzige, die bezeugen könnte, dass ich dort nicht gewesen sein kann, ist meine Frau. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass ich dagegen nicht wirklich was machen kann.

Welche Chancen habe ich, und lohnt ein Widerspruch?
 
Ich würde erstmal da anrufen oder hinfaxen und formlos widersprechen.
Bezahlen würde ich es aus Prinzip nicht wenn ichs nicht war, auch wenns "nur" 15 EUR sind.
 
Ja, widersprechen wollte ich eigentlich schon, aber ich habe einfach keinen Bock darauf, dass das Ganze am Ende noch teurer wird, auch wenn ich absolut im Recht bin. Ne Rechtschutzversicherung habe ich leider auch nicht, also sind meine Möglichkeiten doch recht beschränkt, oder?
 
Wir haben auch letztens ein Knöllchen bekommen. Sind angeblich gelasert worden.

War auch eine Stelle, wo wir noch nie waren.

Haben dann auch Einspruch eingelegt. Am Ende kam raus, dass das nicht unser Kennzeichen war.
 
Warum sollte deine Frau eine schlechte Zeugin sein?
Es gibt erstmal keinen Grund ihr nicht zu glauben.

In den meisten Städten werden von Falschparkern Fotos gemacht, wo das Kennzeichen zu lesen ist.
Also Widerspruch einlegen, dann werden sie nach neuen Beweisen wie den Fotos suchen.
 
Frage aus Neugierde...
Kommt das Knöllchen aus Deutschland, oder aus dem Ausland.?


Wenn aus dem Ausland, könnte es sein, daß die Herrschaften den Bindestrich falsch gesetzt haben, oder in ihren nationalen Kennzeichen/Erfassungsgeräten gar keinen haben.

Beispiel afaik Holland.
Dort ist (wenn die Herrschaften nicht aufpassen), z.B OAL-A 123 und OA-LA 123 nämlich ein und daselbe.




Gruß
eklipse
 
Während meiner Zeit als Zivi hab ich auch mal so ein nettes Schreiben bekommen.
Da ich 1. noch nie in der Stadt war und 2. an dem Tag Dienst hatte konnte ich da
zu diesem Zeitpunkt nicht gewesen sein. Widerspruch mit nem Auszug meiner "Monatsabrechnung"
als Beweis, dass ich zu dem Zeitpunkt nie hätte dort sein können und ich hab nie
wieder was von denen gehört :)
 
@asmoday

Wobei das ja im Grunde ja auch hätte sein können, dass jemand anderes dein Auto gefahren ist. Da bringt dann der "Nachweis" auch nichts.
Aber hat in dem Fall ja funktioniert und ich weiß, was du damit meinst.

Vermutlich haben die aufgrund deines Widerspruchs nochmal genau nachgesehen, welches Kennzeichen etc. es nun wirklich ist und dabei den Fehler bemerkt. :)
 
Naja, wenn man's genau nimmt hatte ich das Auto meiner Mutter (die halt als Halterin eingetragen war).
Und wenn der Widerspruch tatsächlich nur bewirkt hat, dass die nochmal nachsehen hat er ja schon die
gewünschte Wirkung erzielt :)

Ich geh mal davon aus, dass es strafbar gewesen wäre so nen "gefälschten" Nachweis hin zu schicken.
Und warum sollte ein "armer Zivi" denn lügen? Das wäre ja nur noch teurer geworden :D
 
Glaube devebero ging davon aus, dass ein Dienstwagen von deiner Zivistelle war.



Bei privaten Autos reicht im Prinzip der Nachweis, dass niemand der Familienmitglieder das Auto benutzt hat und die Einschränkung der Leute, die Zugang zu der Karre haben.
Deswegen kann man ja auch soviel rumtricksen, bei Bußgeldern für Speeding und so.
 
Beim Dienstwagen kommt das Knöllchen aber nicht nach Hausen, sondern landet bei der Firma, die den Wagen angemeldet hat.

Das gibt dann immer lustige Situationen, wenn die Sekretärin vom Chef reinkommt und sagt: "Herr XY, ihre Frau ist mal wieder zu schnell gefahren."
 
Jace schrieb:
Solltest es ein Irrtum gewesen sein, wird sich das wahrscheinlich auch aufklären.

Mehr als hoffen kann ich da aber scheinbar nicht. Ich stelle mir das so vor: Ein Knöllchenschreiber geht an einem falsch parkenden Auto vorbei, schreibt die Nummer auf, wobei er einen Zahlendreher fabriziert und somit nun meine Nummer im System steht. Ich gehe mal nicht davon aus, dass dabei nähere Angaben zum Auto (Modell etc.) erfasst werden. Ich bekomme ein Schreiben, widerspreche, und nun steht Aussage gegen Aussage. Die Folge: Ich muss zahlen, weil ich nicht nachweisen kann, dass ich dort nicht war (meine Frau lassen wir mal außer acht), und wem wird in diesem Fall geglaubt ...?

Als ich das Schreiben bekommen habe, dachte ich auch zuerst "Klasse, da hast du gearbeitet!", als ich dann aber das Datum rausgesucht habe, kam schnell die Ernüchterung: "Scheiße, Ostern!".

Ich werde morgen erst einmal anrufen, mal gucken, was dabei heraus kommt.

Warum ich den Thread eigentlich eröffnet habe? Habe einfach gehofft, dass jemand schonmal in dieser Situation war, und mir sagen kann, was in seinem Fall dabei heraus gekommen ist.
 
und nun steht Aussage gegen Aussage. Die Folge: Ich muss zahlen, weil ich nicht nachweisen kann, dass ich dort nicht war

ne umgekehrt, sie müssen dir beweisen das du da warst, in Deutschland gilt doch unschuldig bis das gegenteil bewiesen ist, von daher vergiss es;)
 
Ich kenne einige Städte, in denen von den falsch parkenden Autos Fotos gemacht werden. Am besten, du legst Widerspruch ein, mal sehen, was dann passiert.
 
Lies sich am Ende doch einfacher klären, als ich dachte. Heute angerufen, Nummernschild und meine Adressdaten waren korrekt im System, aber dann fragte mich die nette Dame am anderen Ende der Leitung:
"Was fahren sie denn für ein Auto?"
Ich: "Nen Volvo"
Sie: "Oh, hier steht aber ein Ford drin"

Fazit: Thema erledigt! Selbst den Widerspruch kann ich mir sparen. :)

Ganze Aufregung umsonst! Danke für eure Aufmerksamkeit! :D
 
Frage nur, was wäre passiert, wenn du einen Ford hättest... ;)

lg^^
 
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