Konsumverhalten PC regulieren

TheCornInGrove

Lt. Junior Grade
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Moin Leute,

seit über 10 Jahren habe ich immer wieder Probleme mit meinem Konsumverhalten bezüglich sämtlichen Medien, insbesondere dem PC.

Man kann einfach in eine andere Welt abtauchen, sich super ablenken und runter kommen. Das birgt jedoch auch viele Gefahren. Und die sind bei mir leider sehr ausgeprägt etabliert.

Ich schaffe es einfach nicht, meinen Zockerkonsum herunterzufahren. Immer wieder habe ich es Phasenweise geschafft, auf das Zocken zu verzichten, dann meist gänzlich.
Aber spätestens nach 2 Jahren, hat mich der Drang überwältigt und ich habe mir wieder eine Kiste zusammengebaut und wieder angefangen.

Jetzt ist es nicht so, dass ich dann mal 1-2 Stunden am Tag vor dem PC hocke, sondern meine gesamte Freizeit geht meist dafür drauf. Das hat logischweise nicht nur mein sozialleben beeinträchtigt, vorallem meine eigene Entwicklung in Form von Zukunftsplänen, Job, Studium etc. leiden darunter.


Aktuell habe ich ein ziemlich schickes Rig, ich überlege jedoch aktuell wieder, es zu verkaufen und auf etwas kleines (Ryzen 2400g) umzusteigen, nur aus dem Grund, dann nicht mehr Spiele wie PUBG, Rainbow Six oder andere aufwändigere Spiele zocken zu können.

"Dummerweise" ist es sowieso Dota 2, mit dem ich am meisten Zeit verschwende.

Lange Rede kurzer Sinn:

Wie geht ihr mit eurem Konsum um, was hilft euch dabei, das Ganze in Grenzen zu halten?

Geht es euch auch so oder ist euch das komplett fremd?


Ich bin prinzipiell ein disziplinierter Mensch in einigen Gebieten, was jedoch den Medienkonsum angeht, fühle ich mich komplett machtlos und ausgeliefert. Kompletter Verzicht ist das Einzige, was bisher geholfen hat - leider nicht auf Dauer.

Ich freue mich auf ein paar konstruktive Kommentare.

Ich bin euch aber auch nicht böse, wenn ihr schreibt: "Junge, komm mal klar in deinem Leben, krieg den Arsch hoch und sei nicht so faules Stück".

Denn so denke ich manchmal selbst über mich :freak:

Cheers
 
Schaff dir Frau und Kinder an. Ein natürlicheres Regularium gibt es nicht ;)
 
Setzt dir doch mal ein Ziel was Du erreichen willst im Leben und überlege dir was du genau dafür tun musst.

Versuche aber das zocken für Dich zu integrieren. Aber dann halt mit nem wecker wann aufhören musst und mach dann etwas sinnvolles was du dir geplant hast.
 
timohepolis schrieb:
Schaff dir Frau und Kinder an. Ein natürlicheres Regularium gibt es nicht ;)

Ja, du wirst lachen - ich hatte eine langjährige Beziehung die auch schon richtung Familienplanung ging. Hab dann kalte Füße bekommen, Schluss gemacht und habe nach ca 3 Jahren Abstinenz wieder mit dem Zocken angefangen :stock:

Primär will ich eigentlich noch mein Studium beenden (Master) bzw. mir einen Masterstudienplatz suchen, was nicht einfach wird, da ich durch die Zockerei den Bachelor ganz schön verhaufen hab. Außerdem sollte ich mir eine Arbeit mit geregelten Arbeitszeiten (arbeite seit Jahren im Schichtdienst) suchen und erst dann kommt die Familienplanung ;)

Setzt dir doch mal ein Ziel was Du erreichen willst im Leben und überlege dir was du genau dafür tun musst.

Versuche aber das zocken für Dich zu integrieren. Aber dann halt mit nem wecker wann aufhören musst und mach dann etwas sinnvolles was du dir geplant hast.

Da genau ist das Problem. Alles was ich gerne erreichen würde, scheint (zu) weit entfernt, um überhaupt damit anzufangen :freak:

Gerade beruflich finde ich da nicht den richtigen Weg.

Mir ist bewusst, dass das eine scheiß Einstellung ist, die ich auch unbedingt ändern möchte - aber bisher bin ich immer an irgendwelchen Lappalien bzw. Ausreden gescheitert.

Das mit dem Wecker finde ich sinnvoll und könnte mich wieder zu sinnvollen, gemäßigten Zocken konditionieren. Irgendwann muss es dann ohne Wecker funktionieren.

Werde ich auf jeden Fall auf die Liste setzen!
Ergänzung ()

Technikos schrieb:
Suchtberatung eventuell?

Davor hab ich mich bisher immer erfolgreich gedrückt.

Das mit dem PC Downgrade finde ich eigentlich auch sinnvoll. Was meint ihr, könnte das auch eine Hilfe sein oder eher Verschiebung der Problematik?

--> wer braucht ne Vega56 und nen 8700k :daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Das erinnert mich an das rauchen. Entweder ganz oder gar nicht. Hin und wieder mal funktioniert bei suchtbildenden Dingen nicht, da selbst bei Geringem Konsum das Verlangen nach einer zeitlichen Steigerung wächst. Hier könnte wirklich eine Partnerin helfen, die bei Überschreitung eines zeitlichen Limits regulierend eingreift allerdings birgt das auch Gefahren. Sinnvoll wäre es wohl wirklich eine Suchtberatung aufzusuchen. Ein weiteres Hobby im sportlichen Bereich könnte aber auch genug Zeit binden um Kontrolle in das Fehlverhalten zu bekommen
 
Hatte einige Jahre WoW gespielt ... da gibt es einen Befehl "/played". Die Anzeige ist pro Char ... danach hab ich mein Konsumverhalten "Spiele" gegen 0 gesenkt ... der Schock war wirklich extrem! Gefühlt war das ganze halt gar nicht so viel "ja hier mal eine Stunde, da mal einen Abend, da mal 1-2 Stunden" .... aber der Summestrich - damit hab ich dann nicht gerechnet. Hab dann min. 1 Jahr quasi GAR NICHT MEHR gespielt - NICHTS. Dann langsam angefangen - aber Reallife definitiv Vorrang gelassen. Mittlerweile spiele ich auch wieder WoW - aber dosiert. Nur noch Gamecards - wenn die 2 Monate rum sind, muss ich definitiv irgendwo eine neue kaufen ... Faulheit siegt! Wie bei meiner letzten WoW-Phase vor 3 Jahren (ging 2 Monate - Gamecard-Time ...)

Mein Tipp daher: Wenn dir die spiele keine Gesamtespielzeit anzeigen, notiere dir diese! MINUTENGENAU und nicht mit "ungefähr 2h". Überleg dir was du in der Zeit hättest DRAUSSEN erleben können (ok das ist kritisch - je nach Social-Life - bei mir kam zum Glück Umzug in eine neue Stadt dazu ... statt spielen fand ich es dann doch interessanter neue Leute kennen zu lernen aber vor allem auch zu entdecken das es außer Spiele noch anderes gibt - das half halt nicht wieder zurück zufallen). Oder was du in dieser Zeit hättest für deine Zukunft tun können usw.

=> Wenn du da selber nicht weiter kommst: Suchtberatung ...
 
Junge, komm mal klar in deinem Leben, krieg den Arsch hoch und sei nicht so ein faules Stück. ;)

Ein Downgrade würde ich nicht machen, versuch einfach dich selbst zu disziplinieren.
Setz dir feste Zeiten, die du am PC verbringen willst.

Und selbst du Frau und Kinder nicht hast, gibt es doch noch andere Verpflichtungen im Leben,
denen man nachkommen muss (Wohnung-Haushalt, Einkaufen, Arbeiten, etc.). Oder such dir
noch ein weiteres Hobby, was dir Spaß macht - gibt ja auch noch andere Sachen außer PC und
zocken.

Alles was ich gerne erreichen würde, scheint (zu) weit entfernt, um überhaupt damit anzufangen

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt - klingt nach einem dummen Spruch, entspricht aber
meistens den Tatsachen. Wenn man etwas nicht beginnt, dann wird es nie was.
 
Also ich bin jetzt nicht so der klassische Zocker. Ich habe früher viel Zeit mit Onlineforen verbracht.
Das ganze hat sich jedoch mit der Geburt meines Sohnemanns mehr oder weniger von selbst reguliert. Auf ein Mal waren eben andere Dinge wichtiger als die Rappelkiste.

Solange du nur Zeit damit verbringst, die du wirklich hast, finde ich das nicht schlimm oder besorgniserregend.
 
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