Konzeptumstellung (p)Cloud- und Backup-Setup | Bitte um Feedback

RolandR88

Lieutenant
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Jan. 2007
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773
Hallo Leute,
ich möchte gerne mein Cloudspeicher und Backupkonzept überarbeiten und hätte dazu gerne euer Feedback.

Aktuelles Konzept:
Derzeit sichere ich mein MacBook Air M4 per Time Machine auf eine Partition einer Samsung 990 Pro die via TB3-Dock verbunden ist. Auf einer zweiten Partition derselben NVMe (natürlich nicht gut) liegen meine Daten, die per Sync mit pCloud abgeglichen werden. Ergänzend existiert ein Air-Gap-Backup, das offsite in einem Tresor liegt.
Aktuell habe ich noch eine 500GB pCloud Subscription die ich bereits seit ca. 10 Jahren habe und die sich daher mehr als gelohnt hat (waren damals glaube ich 120 EUR). Die verwendete NVMe für Time Machine und pCloud Speicher ist 1 TB, daher 500 GB Time Machine und 500 GB pCloud (= Lifetime Abo). Das zusätzliche Offsite-Backup liegt auf einer 500 GB WD Black SN750 NVMe.

Limitierungen des aktuellen Setups:
pCloud ist primär eine Synchronisationslösung und kein echtes Backup, wodurch bei versehentlichem Löschen oder Ransomware ein Risiko besteht. Auto-Upload von Handyfotos undVersionierung sind vorhanden, unveränderliche (Add-only) Backups und eine saubere Trennung zwischen Arbeitsdaten, Sync und Backup fehlen. Zudem sind die NVMe-Datenträger direkt an den Client gebunden und daher nicht als zentrales Storage nutzbar. Zusätzlich führt der Anschluss der NVMe via externem Gehäuse am Dock laufend zu inkorrekten Auswürfen, weil ich natürlich vergesse die Volumes manuell auszuwerfen vor ich den Laptop abstecke - ist auch ein Murks.

Idee für das neue Konzept:
Künftig soll Nextcloud bei Hetzner als zentrale Cloud-Plattform dienen. Eine lokale NAS auf Basis von TrueNAS SCALE übernimmt die Rolle als Sync-Knoten, Backup-Ziel und Snapshot-System. Ziel ist eine klare Trennung zwischen Synchronisation, Backup und Archivierung sowie der Einsatz von ZFS für Versionierung und unveränderliche Backups.

Struktur des Zielkonzepts:
Smartphones laden Fotos direkt über die Nextcloud App in die Cloud hoch. Die lokale NAS synchronisiert die relevanten Daten bidirektional mit Nextcloud und hält eine vollständige lokale Kopie vor. Das MacBook sichert per Time Machine direkt auf die NAS. Zusätzlich erstellt die NAS regelmäßige ZFS-Snapshots als Add-only-Backups. pCloud sowie das Offsite-Backup dienen als zusätzliche Redundanzen.

Benötigte Hardware und Subscriptions:
Geplant ist ein TrueNAS SCALE System als DIY-NAS mit sparsamem x86-Prozessor, mindestens 16 GB ECC-RAM, einer kleinen Boot-SSD und Nutzung der bestehenden zwei Samsung 990 Pro NVMe-SSDs als ZFS-Mirror (hier bin ich mir aber unschlüssig, ob das eine gute Idee ist - Lebenszeit, Energieverbrauch, Thermik?). Vielleicht wäre es schlauer gleich einen HDD-Pool für Langzeitarchive anzuschaffen. Als Cloud-Komponente wird Nextcloud bei Hetzner mit 1 TB Speicher eingesetzt.
Die genaue Hardware hierzu fehlt mir noch - ich habe bereits ITX SFF PCs gebaut und sollte daher auch eine NAS kein Problem sein. Denke hier muss ich mich einmal durch DIY wühlen.

Kosten:
Für die NAS-Hardware ist je nach Konfiguration irgendwo 500 bis 1.000 Euro?. Die Nextcloud-Subscription bei Hetzner kostet rund 5,15 Euro pro Monat bzw. etwa 62 Euro pro Jahr. Somit aber dafür Kontakte, Kalender, Aufgaben, etc. abgedeckt und kein Vendor-Lockin.

Was haltet ihr von dem Zugang?
 
Das kann man durchaus so machen! Aber ist es wirklich sinnvoll für dich?
Das dir bisher das Backup fehlt sehe ich auch so, aber musst du so groß auffahren?
Ich würde ein kleines NAS mit Syncthing und xDav aufsetzen. Das ist light und einfach aufzusetzen. Außerdem brauchst du dann kein externes Abo und der Administrative Aufwand bleibt überschaubar.
 
RolandR88 schrieb:
Die lokale NAS synchronisiert die relevanten Daten bidirektional mit Nextcloud und hält eine vollständige lokale Kopie vor.
Anmerkung zu Hetzner StorageShare:
Schau Dir bitte vorab an wie du das technisch umsetzen kannst. Als ich das letzte Mal damit experimentiert hatte war es nur möglich externe Systeme per WebDAV Zugriff auf die Nextcloud zu geben. Das ist m.E. für nen Sync nur bedingt geeignet und erfordert eine benutzerspezifische Verbindung.

Wenn Du mehrere Nutzer hast und für alle ein Backup der Nextcloud machen willst hatte ich letzthin keine Möglichkeit gefunden das mit Hetzner StorageShare umzusetzen.
 
Danke für den Hinweis @Alter_Falter
Es wäre eigentlich schon der Plan die NAS via WebDAV zu verbinden. NextCloud sollte das eigentlich unterstützten via rsync/rclone oder Nextcloud External Storage App über WebDAV.
 
Du kannst prinzipiell einen Client per WebDAV verbinden, aber das geschieht auf "per Nutzer Basis", d.h. du musst Dich mit deinen Credentials anmelden und siehst dann das was der jeweilige Nutzer auch in der Files App sieht. Bei mehreren Nutzern ist es m.E. nicht praktikabel.

Mit der External Storage App kannst Du externen Speicher als zusätzliche "virtuelle" Verzeichnisse in Nextcloud einbinden. Wenn Du da nen Weg findest das Backup dahin zu schieben fände ich das durchaus interessant. Du hast beim StorageShare ja keinen Shell Zugang.

Darüber hinaus kannst Du beim StorageShare auch nicht "einfach" die Informationen in der DB (Kalender, Kontakte, ...) sichern. Ich hätte das damals wirklich gerne genutzt, weil Preis-/Leistung m.E. ziemlich gut sind - aber ich hoste eine Nextcloud für mehrere Nutzer und brauche ein offline Backup über alle Daten. Dafür hab ich bei StorageShare keinen Weg gefunden.
Im Grunde sind daran alle Anbieter gescheitert - du bekommst die Daten im Sinne eines Backup nur mega umständlich da raus, oft nur mit manuellen Schritten und teilweise gar nicht.
Deshalb läuft jetzt doch wieder eine bei mir lokal auf nem kleinen ARM-SBC und das NAS kann automatisch Backups ziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ah tatsächlich? d.h. mit NX11 habe ich keine DB? Glaube das kann nicht stimmen. Finde online zu viele Userberichte die bspw. Kalender nutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch, du hast natürlich eine DB, Nextcloud braucht eine - du kannst die nur nicht sichern. Hab den Abschnitt oben angepasst das er besser verständlich ist.
 
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Hört sich grundsätzlich sehr vailde an.
Um konkreter zu werden müsstest du höchstwahrscheinlich stärker die Hosen runter lassen, als man es in öffentlichen Foren sollte. 😉

Daher nur ein kleiner Verweis von mir auf ein nützliches Tool: NetDrive.
Damit kannst Du so gut wie alle Netzwerk-Quellen als Laufwerk in Windows einbinden.
Sogar "getarnt" als internes Laufwerk:

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