Kostenrechnung für Angebot ? (Server)

Muck Ferkel

Cadet 2nd Year
Registriert
Juli 2008
Beiträge
27
Hallo Forum.

Ich hoffe es treiben sich einige Mitarbeiter von IT-Dienstleistern hier herum.

Nachdem unser altgedienter Server vergangenen Monat furios abgeraucht
ist haben wir bei verschiedenen It-Dienstleistern/Systemhäusern Angebote
für einen neuen Server eingeholt. Natürlich haben wir uns für das bezügl.
Hardware und Support überzeugendste Angebot entscheiden.
Bislang haben wir es auch nicht bereut.

Allerdings ist vergangene Woche von einem der "Verlierer" eine Rechnung
hereingeflattert, in er uns der Arbeitsaufwand des Technikers (hier im Haus)
zur Angebotserstellung in Rechnung gestellt wird. Ausgerechnet von dem Anbieter,
dessen Angebot bereits frech überteuert war.

Mir geht es jetzt weniger um Rechtsberatung als um die Frage inwieweit
es in der Branche üblich ist, Angebotskosten in Rechnung zu stellen.
Das Angebot war wirklich fast sittenwidrig überteuert. Der Stundensatz
des Techniker in der "Angebotserstellungsrechnung" liegt bei 140€ (ohne Mwst.)
Machen Top-Ingenieure jetzt neuerdings Turnschuh-Support ?

Wäre prima, von einem Insider zu hören, ob das branchenüblich ist.
Habe so das Gefühl, der verschmähte Anbieter will sich revanchieren.

Danke schonmal für Eure Antworten.

MF
 
Unüblich. Habe das noch nie bei einem einfachen Server gesehen.

Solange ihr mit dem Anbieter keinen Vorvertrag abgeschlossen habt, der ihm zumindest eine Erstattung der Kosten für die Angebotserstellung vorsieht, braucht ihr auch nichts zu zahlen. Ein Angebot zu erstellen und den Auftrag nicht zu gewinnen gehört zum Risiko des Anbieters.
 
Aus meiner Zeit als Dienstleistung und jetzt als Administrator kann ich Dir sagen, dass so etwas normalerweise nicht üblich ist. 140 € ist zudem schon SEHR teuer. Ich würde diese Rechnung nicht akzeptieren, außer ihr hattet vor der Angebotserstellung einen schriftlichen Auftrag unterschrieben.
 
Sehe das wie die Anderen. Wenn du keinen schriftlichen unterfertigten Auftrag erteilt hast, trägt die Kosten bei Nichtabschluss der Serveranbieter. Ich würde Ihn mal eine Mail schreiben und Fragen was er damit bezwecken will :)
 
Der branchenübliche Stundensatz lag während meines Studiums bei etwa 80€ zzgl. MwSt. Das kann je nach Region nach oben oder unten abweichen.

In meiner jetzigen Anstellung liegt er bei 98€ zzgl. MwSt., allerdings in einer spezialisierten Anwendung. Die sind immer teurer.

Ob man die Angebotserstellung in Rechnung stellt, ist jedem selbst überlassen, ich kenne es nur von sehr wenigen Anbietern. Meist wird das Angebot nur dann in Rechnung gestellt, wenn eine erhebliche Vorarbeit geleistet wird, etwa eine mehrtägige Einarbeitung in die Materie.

An eurer Stelle würde ich das juristisch erst klären lassen. Denn ob eine Zahlungsverpflichtung besteht, ist nocht offensichtlich.
 
Es gibt (wie bereits erwähnt - abgesehen von einem Vorvertrag) auch keinerlei Rechtliche Grundlage für eine Rechnung für ein Angebot....
 
Vielen Dank für die Antworten.
Das die Rechnung vorerst nicht bezahlt wird wurde bereits entschieden.
Da ich seit Tagen auf den Rückruf des Bearbeiters der Rechnung warte
habe ich einfach das Gefühl, ich habe es mit einer unseriösen Firma zu tun.
Man wird ja ab und an auch mal nach Empfehlungen gefragt.

lg

MF
 
@Bueller solange kein schriftlicher Antrag/Vertrag besteht kann er nichts verrechnen. Wäre das gleiche wie wenn ich bei mir in der Bank am Tel. abheben würde und jedesmal den Kunden dann ne Rechnung dafür schicke ....
 
also wir kriegen auch öfters anfragen und machen das selbstverständlich kostenlos.. es sind schliesslich lediglich anfragen und keine bestellungen !! also das würde ich nicht bezahlen. da ist jeder anwalt auf deiner seite!
 
@BEnBArka

Schriftlichkeit ist keine Voraussetzung für einen Vertrag. Auch mündliche Abreden sind bindend.
 
Ein Angebot ist doch nicht kostenlos, bei einem Zuschlag wird es verrechnet, wenn allerdings ein Mitarbeiter rauskommt und vor Ort ein Angebot ausarbeitet, sollte man evtl vorher fragen, ob das auch kostenlos gemacht wird. Unüblich ist das nicht, obwohl man darüber streiten kann, zufriedene Kunden schafft man sich damit nicht.
 
Ich muss hier leider werkam zustimmen!
Angebote kosten erst mal Geld, wenn es nicht anders vereinbart wurde. Trotzdem sind die Angebote meist umsonst, weil man ja nicht negativ auffallen will - aber wenn der sich geärgert hat über eure zig Nachfragen, evtl. in Aussicht gestelltem Auftrag, dann geht es eben auch anders - ohne das gut heissen zu wollen!

Ferner sind 140 €/Stunde zwar teuer, aber nicht zwingend zu teuer. Wir haben auch einen Werksvertrag mit so einer Firma - wenn was außerhalb der Service-Vereinbarungen ist, kostet eine Stunde 160 €.
Wobei das auch einer ist, der sich zu helfen weiss, und nicht Stundenlang dort Fehler sucht, wo keine sind. Und eine Stunde ist auch eine Stunde - in letzter Zeit machen die "Fachleute" gern mal auf Grundschullehrer und rechnen eine Stunde mit 45 Minuten ab!
 
Ich habe am Anfang bei einem der größten deutschen IT Dienstleister / Systemhäuser gearbeitet und da haben wir nie etwas für Angebote / Ausschreibungen berechnet. Jetzt sitze ich auf der anderen Seite und habe noch nie was für nen Angebot zahlen müssen.
Auch wenn es Rechtlich okay wäre ist es einfach (wie gesagt) unüblich.
 
Fahrzeiten nicht vergessen zum Kunden.
 
ein angebot darf nur etwas kosten, wenn es vorher abgesprochen war, ob mündlich oder schriftlich ist egal
aber wenn dazu kein wort gefallen ist bzw es nicht ersichtlich war, wird kein richter anders entscheiden
 
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