Krankenhausfinanzierung

Taugt die Petition 128235 etwas?

  • Ja

    Stimmen: 0 0,0%
  • Nein

    Stimmen: 4 100,0%
  • Weiß nicht

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    4
Registriert
Jan. 2022
Beiträge
1
Guten Tag,

mit Corona ist mir einmal mehr die missliche Lage in unseren Krankenhäusern aufgefallen.

Gutachten zeigen schon länger, dass Krankenhäuser sich mit unnötigen Operationen "über Wasser" halten:
https://www.focus.de/gesundheit/new...enhaeuser-unnoetige-ops-durch_id_9126960.html

Nun wurden trotz Corona auch noch freie Intensivbetten abgebaut, um weitere Zahlungen zu erhalten:


Ich frage mich wie man dem ganzen Herr werden kann, Krankenhäuser verstaatlichen?

Die Grünen haben anscheinend einen Antrag eingereicht:
https://dserver.bundestag.de/btd/19/278/1927830.pdf

Dieser ist momentan auch in der Petition zu finden:
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2021/_11/_26/Petition_128235.nc.html

Nun stecke ich nicht ganz im Thema drin, haben die Grünen da etwas ordentliches auf die Beine gestellt?

Habt ihr andere Vorschläge?
 
InceptionLimit schrieb:
Ich frage mich wie man dem ganzen Herr werden kann, Krankenhäuser verstaatlichen?
Bei einer Verstaatlichung bleibt das genannte Konstrukt das gleiche. Einzig die Zahllast wandert vom Privat-Investor hin zur Allgemeinheit.
Als Alternativ-Beispiel sei hier einmal der ÖPNV genannt.
Uns muss dabei eines ganz bewusst sein. Endweder wir verfolgen das derzeitige System und schaffen Unternehmen die Gewinnorientier handeln. Das fördert zwar Spezialwissen aber kein Allgemeinwissen.
Jeder kennt diese eine Abteilung für XY die in dieser Klinik total TOP ist wo man als Patient hingehen muss, weil Klinik B nur "Randwissen" hat.
Oder wir schaffen uns komplett Einheits-KK die zwar alle gleich sind, aber nur minimal Spezialwissen ausbilden.
Warum? Wenn ich Krankenhaus A jedes Jahr das gleiche Geld gebe weil es einfach existiert und ihm sage, dass es dieses Geld bekommt weil es existiert und es nicht mehr gibt fehlt der Druck und Drang etwas zu verändern.
Klinik B gebe ich Geld für bestimmte Fälle die, je seltener und je besser sie behandelt werden, mehr Geld geben. Hier entsteht natürlich ein gewisser Druck sich zu verbessern.
B fördert nuneinmal auch Fehlentwicklungen. Das muss einem bewusst sein, natürlich können wir den Leistungskatalg anpassen. Modell A muss uns aber bewusst machen, dass damit sollten wir alle auf ein Level bringen wollen dies in der Summe einfach nur Geld kostet.
Um mein Beispiel von oben aufzugreifen (ÖPNV).
Jede hätte gern eine bestimmte Buslinie. Von Straße A nach Straße B (Ort, Stadt, etc). Es ist ein leichtes dieses mit staatlichen Mitteln umzusetzen. Wenn uns bewusst ist, dass wir z.B. Linien dann unterstützen die Strecken von 100m damit finanzieren, die nur 1 Person nutzt, ja dann können wir das machen. Die kosten müssen wir schließlich alle zahlen. ICH persönlich halte davon nicht viel.

Fallpauschalen sind nicht der beste Weg. Eine komplette Verstaatlichung ist aber nur die lauteste Antwort darauf ohne sich das Problem genauer anzuschauen.
InceptionLimit schrieb:
Die Grünen haben anscheinend einen Antrag eingereicht
Stell dir vor, dein Antrag ist vom letzten Jahr. Da hatten wir noch eine andere Regierung.
Ausgang Und jetzt kommts. Diesen Antrag haben sowohl SPD als auch FDP abgelehnt ^^.

Was denkst du dir eingetlich passier mit dier Petition?
Ziel der Grünen-Reform war/ist es, nach "Bedarf" zu finanzieren.
Es stellt sich also die Frage was ist Bedarf?
Wenn Krankenhaus A jetzt sein Leistungsbereich von 40% auf 60% erhöht (sie decken also auch Behandlungen ab, die höchstwahrscheinlich niemals zu Gesicht bekommen), bekommt es mehr Geld. Ist das dann sinnvoll? Also jemanden Geld geben, für den Fall, dass wenn der Fall eintritt das er dann die Mittel hat damit richtig umzugehen?
Können wir machen, kostet halt nur viel Geld für viele Konjuktive.
InceptionLimit schrieb:
Nun stecke ich nicht ganz im Thema drin, haben die Grünen da etwas ordentliches auf die Beine gestellt?
Das Thema wird wahrscheinlich SO niemals lösbar sein, einfach weil wir ein staatliches Organ privatisieren wollen, es aber als staatliches Organ weiter behalten wollen.

InceptionLimit schrieb:
Habt ihr andere Vorschläge?
Nun gibt es auf den oben ausgeführten Beispielen für mich mehrere Möglichkeiten.
Entweder wir akzeptieren die Folgen von staatlichen KK und kommen somit zu einer Flächengrundversorgung, die aber in bestimmten Feldern evtl. an Qualität sinkt. Kann man machen, muss einem nur bewusst sein.
Wir können auch das bestehende System (Fallpauschale) durch bestimmte Variablen ergänzen. Ändert vielleicht nichts am System (Spezialklinik) bringt aber die Möglichkeit ins Spiel das kleinere Krankenhäuser mehr Geld bekommen könnten. Hier sollte einem bewusst sein, dass man sich Quasi dem ISt-Zustand geschlagen gibt, aber wenigsten die Folgen etwas lindern möchte.

Schönes Wochenende
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tinkerton
Zurück
Oben