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Kulturminister: Egoshooter sind fürn Arsch!

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JasonKK

Ensign
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Grade beim Westen gefunden ... ein Interview mit dem Kulturstaatsminister Bernd Neumann.
DerWesten. Wenn wir "pädagogisch wertvoll" aus nachvollziehbaren Gründen mal ausklammern: Können Sie sich vorstellen, dass ein Ego-Shooter "qualitativ hochwertig und kulturell wertvoll" sein kann?

Bernd Neumann: Nein.

Und dem Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat, der eigentlich das genaue Gegenteil von dem sagt, was der Kulturstaatsminister sagt. Witzig :freak::D

DerWesten: Gewalt und Kultur schließen sich aber also nicht aus?

Olaf Zimmermann: Nein, das schließt sich überhaupt nicht aus, überhaupt nicht! In bestimmten Bereichen bedingen sie sich sogar. Natürlich gibt es nicht nur gewalthaltige Kunst, klar. Aber die Gewalt ist ein Teil unserer Kultur, das können Sie durch alle Zeiten sehen. Schauen Sie sich die Bibel an, da wird ja keiner sagen, dass es sich hierbei nicht um ein kulturell wertvolles Buch handeln würde. Trotzdem werden natürlich sehr viele, auch grad für unser heutiges Empfinden, schwer nachvollziehbare Gewaltdarstellungen geschildert. Ich glaube, dass wir da ganz vorsichtig sein müssen. Diese Gewaltdarstellungen sind nicht pädagogisch wertvoll und deshalb werden sie auch keinen Preis erhalten, aber sie sind trotzdem Kultur und sie können unter bestimmten Umständen auch Kunst sein. Das hat nichts damit zu tun, ob Gewalt mit im Spiel ist, sondern ob es eine bestimme Gestaltungshöhe hat. Auf die Frage hin ob ein gewalthaltiges Computerspiel auch ein Kunstwerk sein kann, sage ich ganz eindeutig: Ja, es kann.
 
Die wissen auch nicht alle, was sie wollen, oder? Aber ist lustig, dass gewalthaltiges Computerspiel auch ein Kunstwerk sein kann ^^ darf ich also sagen, Counter Strike ist ein Kunstwerk? :D
 
es is halt so wie immer: computerspiele sind im weitesten sinne -> kunst die zur unterhaltung dient. und kunst ist immer subjektiv. jeder hat andere prioritäten und dementsprechend auch eine andere meinung sowie einen anderen bezug zu einer bestimmten kunstrichtung. ähnlich wie musik- oder filmgeschmäcker. niemand würde abstreiten das all das kunst ist - aber bei der betrachtungsweise scheiden sich die geister. die einen mögen diese richtung lieber, die anderen jene.
im endeffekt haben also beide meinungen ihre daseinsberechtigung, die frage ist nur, welche meinung am ende am längeren hebel sitzen wird.
 
das is auch n guter punkt: wenn das weiter expandieren würde hierzulande, würde es ne menge arbeitsplätze schaffen (programmierer, grafiker, stinknormale bürojobs, webdesign, tester usw).
 
Was ich nicht vertsehe das man da nicht investiert ist doch
ein Boomender Markt. Arbeitsplätze usw.

Da würde doch hier was bewegen.

Ne Ego-Schooter sind Gefährlich und Schädlich.

Jo aber waffen nach Afrika verkaufen ist OK.

Ist doch ein Witz alles. In Amerika macht sich einige Politiker sorgen über VideoSpiele Gewalt, beinflussung usw.
Aber zeitgleich wollen sie das Waffengesetz locken.

Das ist doch ein Witz alles.
 
Zuletzt bearbeitet:
Servus,

zunaechst mal:

Videospiel (ohne gewalt) kann Kunst sein?
Meiner Meinung nach nicht nur "undbedingt ja" sondern noch viel mehr! Spiele erweitern den Darstellungsraum der Kunst um eine bisher nur bedingt mögliche Gundform: die Interaktion. Es ist quasie der naechste Schritt.

Videospiel + Gewalt = Kunst?
Seien wir mal ehrlich, ueberall ist Gewalt. Nicht nur in der normalen Welt, auch im Universum der Kunst ist diese fest Verankert. Darstellung von Schlachten, Biblische auseinandersetzungen, Musik fuer und ueber Krieg. Gewalt ist leider ein Teil unseres Seins und findet sich deshalb auch in Kunst wieder.

Ein Spiel das einen mitreist, in die tiefe aubtauchen laesst, so dass visuelle, akustische und haptische Eindruecke einen bestimmten, vom Designer gewollten efekt ausloesen, sind definitiv Kunst. Ob mit oder ohne Gewalt.

Es kommt auch immer darauf an welche Masstaebe man ansetzt. In CS ist zum beispiel keine Story forhanden und der ganze Augenmerk liegt auf ausbalancierten Maps. Also eher sehr beschnitten. Wenn ich jetzt provokativ Doom3 heranziehe, kann ich hier einen sehr grossen aufwand erkennen den Spieler in eine fiktive Welt zu ziehen. Wer sich hier die Zeit nimmt und die ganzen Nebengeschichten auf den PDAs zu verfolgen merkt schnell das hier viel Arbeit drin steckt und das ganze nochmals abrunded. Die meist gelungene Kombination aus Ausruhen und Action hat mir hier gut gefallen, das etwas gewalt notwendig ist um die Gegner zu ueberzeugen einen jetzt nicht ins Bein zu beissen (die spinnen hab ich gehasst), ist hier notwendig um das Szenario ueberhaupt aufrecht zu erhalten.

Also meine These: Doom 3 ist definitiv eine art Kunstwerk.

Natuerlich werden gerade Videospiele aufgrund der extrem rasanten Entwicklung von der älteren Generation (was die Politiker ja immer sind). Meist negativ bewertet. Hier wird eben nicht nach dem Prinzip "Beurteile ein Buch nicht nach seinem Umschlag" vorgegangen sondern bewust mit Vorurteilen und Stereotypen gearbeitet.

Nebenbei bin ich auch fuer die these das gewaltverherlichende Computerspiele NICHT in Kindeshand gehoeren. Hier ist aber die viel beschworene Medienkompetenz der Eltern gefragt. Wenn es die eltern einen scheiss kümmert was ihre kinder 10 stunden in der Woche ist das nicht die Schuld der Spiele selbst.

Erwägungen gar solche Spiele fuer alle zu verbieten eroeffnet zudem noch das Tor fuer die Willkuerlichkeit. Es wird mit undefinierten Begriffen um sich geworfen und ein der schutz der Jugend ins Feld geführt. Hier sieht man das es mit der Medienkompetenz der Politiker die so etwas ablassen auch nicht weit her sein kann. Die Gesetzte zum Schutz der Jugend existieren bereits, einzig der Vollzug steht aus.

Beim Alkohol ist es aehnlich, dessen zusammenhang mit der Gewaltbereitschaft ist mehr als ausreichend erforscht. Hier wird einen teufel getan um etwas zu tun um Jugendliche vom alkohol fern zu halten. Zu Unpopulaer und man faehr bestenfalls minus bei den stimmen ein. Bei Computerspielen ist das viel einfacher da das Gro der Waehler sich ebefalls mit dem Thema nicht auseinander gesetzt haben und aleine die Wortwahl "Killerspiele" nichts Gutes vermuten laesst. Welcher unbedarfte Buerger waere nicht gegen Killerspiele....

P.S.
Ich bin ein leidenschaftlicher Shooter Spieler, habe aber trotzdem irgendwie das Studium geschaft und hab irgendwie einen Job bekommen troz meines verruchten Hobbies. Anzahl der Amoklaeufe: 0
 
@ ABC_Freak

Dazu git es nichts mehr anzufügen...!

In der Schweiz wollen sie nun auch beginnen "Gewaltspiele"zu verbieten, jedoch hoffe ich mal stark, dass nicht weiter verfolgt wird...

Kultur wird nun halt von jedem anders aufgenommen und kann somit nicht von einem Teil der Gesellschaft als "schädlich" deklariert werden, während der andere Teil mit diesen Werken aufblühen kann. (Stichwort E-Sports)

Greetz
 
bazooExcalibur schrieb:
Politik ist auch fürn Arsch.
Wenn intressiert das schon was der Erzählt.

@bazooExcalibur - Naja, ist eben ein Kulturstaatsminister, der müsste eigentlich wissen wovon er redet. Aber er ist eben ziemlich engstirnig. Und da ist es auch noch interessant, dass der Deutsche Kulturrat praktisch das genaue gegenteil vom Stapel lässt, von dem was eben der Kulturratsminister vertritt.
 
Wo ist denn euer Problem?
Herr Neumann kann sich nicht vorstellen, dass ein Ego-Shooter kulturell wertvoll sein kann.
Zimmermann kann es. Wayne?
Das einzig interessante an dem Thread ist die verfälschte Aussage "... fürn Ar..." im Titel,
die nun gar nichts mit der zitierten Stelle zu tun hat, und dazu dieser massive Aufbau von Fronten,
die überhaupt nicht existieren.
In beiden Fällen geht es um die Kriterien für die Preisverleihung. Nicht um Verbote, nicht um die Frage, ob die Spiele schaden anrichten, oder sonstwas.
Aber lieber mal losgemeckert, anstatt nachgedacht.
Wenn Olaf morgen sagt "Counterstrike ist hirnlos" bin ich auf die Kommentare gespannt...

-- -- muckelzwerg

[edit] Es heißt "Kulturrat" und "Kulturstaatsminister" und nicht etwa "Kulturratsminister".
(aber das ist ja eh das Gleiche ... -_-)
 
Zuletzt bearbeitet:
@ muckelzwerg - Ein Problem haben wir ansich nicht, glaub ich. Aber es ist nunmal so, dass die Vorstellungen und Meinungen von Bernd Neumann doch schon interessant sind. Insbesondere für einen Mann der einen solchen Posten inne hat, denn da spielt es durchaus eine wichtige Rolle was er für Kunst und kulutrell wertvoll hält und was nicht.

Und der Titel des Threads bezieht sich nicht nur auf die zitierten Stellen sondern auf's ganze Interview. Denn so wie ich das sehe sind laut dem Neumann Egoshooter in Bezug auf Kunst und Kultur wohl fürn Arsch :D
 
"Wie Du das siehst" sind aber nicht die Dinge, die Du einfach jemandem in den Mund legen kannst.
Neumann hat auch nicht behauptet, dass es unmöglich ist, dass ein Ego-Shooter kulturell wertvoll ist.
Er sagt nur, dass er es sich nicht vorstellen kann. Wieso Zimmermanns Meinung da "bedeutender" sein soll,
nur weil sie den Spielern besser gefällt, kann ich nicht nachvollziehen.

-- -- muckelzwerg
 
@ muckelzwerg - Ich will mich jetzt nicht auf'n Streit mit dir einlassen :p Jedem seine Meinung. Aber noch etwas: Wenn ich jemanden Worte in den Mund legen wollte, dann würde ich diese in Anführungsstriche setzten. Ach ja, und wer sagte, dass die Meinung von von Zimmermanns "bedeutender" sein soll?

Ich selbst finds nur interessant, dass die zwei Männer eine so grundsätzlich verschiedene Ansicht vertreten - und es zu keiner grundsätzlichen diskussion miteinander um das Thema kommt.

Warum wird eigentlich immer gesagt, dass Computerspiele ein "sehr junges" Medium sind? Denn die haben sicherlich auch schon 40 oder 50 Jahre aufm Buckel oder so....
 
Der Thread ist auch fürn Mulleimer.
Ein paar Zitate, keine eigene Meinung und mal wieder eines der klassischen Flamefeuer angezündet - Super! :daumen:

*closed*
 
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