Grade beim Westen gefunden ... ein Interview mit dem Kulturstaatsminister Bernd Neumann.
Und dem Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat, der eigentlich das genaue Gegenteil von dem sagt, was der Kulturstaatsminister sagt. Witzig

DerWesten. Wenn wir "pädagogisch wertvoll" aus nachvollziehbaren Gründen mal ausklammern: Können Sie sich vorstellen, dass ein Ego-Shooter "qualitativ hochwertig und kulturell wertvoll" sein kann?
Bernd Neumann: Nein.
Und dem Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat, der eigentlich das genaue Gegenteil von dem sagt, was der Kulturstaatsminister sagt. Witzig
DerWesten: Gewalt und Kultur schließen sich aber also nicht aus?
Olaf Zimmermann: Nein, das schließt sich überhaupt nicht aus, überhaupt nicht! In bestimmten Bereichen bedingen sie sich sogar. Natürlich gibt es nicht nur gewalthaltige Kunst, klar. Aber die Gewalt ist ein Teil unserer Kultur, das können Sie durch alle Zeiten sehen. Schauen Sie sich die Bibel an, da wird ja keiner sagen, dass es sich hierbei nicht um ein kulturell wertvolles Buch handeln würde. Trotzdem werden natürlich sehr viele, auch grad für unser heutiges Empfinden, schwer nachvollziehbare Gewaltdarstellungen geschildert. Ich glaube, dass wir da ganz vorsichtig sein müssen. Diese Gewaltdarstellungen sind nicht pädagogisch wertvoll und deshalb werden sie auch keinen Preis erhalten, aber sie sind trotzdem Kultur und sie können unter bestimmten Umständen auch Kunst sein. Das hat nichts damit zu tun, ob Gewalt mit im Spiel ist, sondern ob es eine bestimme Gestaltungshöhe hat. Auf die Frage hin ob ein gewalthaltiges Computerspiel auch ein Kunstwerk sein kann, sage ich ganz eindeutig: Ja, es kann.