Kupfer-Verkabelung über knapp 200 m

supastar

Fleet Admiral
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18.483
Hallo,

ich brauche mal einen Ratschlag und hoffe mir/uns kann jmd. helfen.

Ein Bekannter möchte gerne zwei Gebäude miteinander vernetzen.
Das ganze soll mit Gigabit-Geschwindigkeit erfolgen.
Das Problem dabei ist jetzt, dass die Gebäude ca. 150 m auseinander stehen.
Somit müsste ja nach 100 m eine Bridge oder ein Switch zum Einsatz kommen.
Das ganze soll aber unterirdisch verlegt werden, ein Leerrohr wäre vorhanden.

Leider finde ich nirgends mehr eine "Bridge", also sowas wie nen 1-Port-Switch für Gigabit-Geschwindigkeit.

Ich weiß, dass Glasfaser ne Alternative wäre, wüßte aber gerne, ob das nicht doch irgendwie mit "normalem" Verlegekabel zu realisieren ist. Zumal sich das Glasfaserkabel wohl nicht im Leerrohr verlegen lässt... zudem würden neue Switche und dergleichen benötigt.

Für Lösungsvorschläge wäre ich sehr dankbar.
 
es gibt soweit ich weiss "Verstärker" die das Signalverstärken. Dann kann man über 100m gehen.
Glaube aber nicht das du damit auf 1Gbit kommst...
 
150m hatte ich noch nicht mit Kupfer, nur was nicht spezifiziert ist muss deswegen ja noch nicht nicht klappen.
Habe 2x Gigabit im Garten, das sind gut 75m Gesamtlänge. Brauchbares Cat7+ Kabel gibts in der Bucht schon für 60-70€ je 100m Rolle. Ein Test obs von Keller zu Keller (je ein Switch) ohne Verluste geht wäre in jedem Fall sinnvoller als in Zusatzgeräte zu investieren. Kenne auch keine Gigabit Bridge die über PoE versorgt werden könnte -> dann müsste auch noch Strom in den Boden, hoffentlich gehts auch ohne.

Kauft Euch ein ordentliches Rohr als Schutz (und min 50cm tief verlegen) ... habe ein günstiges Hart-PVC von OBI, ist eigentlich als unterirdisch zu verlegender Gartenschlauch mit Bodentankausgang gedacht ... da kosten 50m so um die 30€ und es ist kaum biegbar und > 0 < %ig eindrückbar ... achja und natürlich wasserdicht.
 
1000Base-T hat ne maximale Verbindungslänge von 100m, wobei du da auch schon top-Kabel brauchst um das zu erreichen. Evtl. auf ca. halber Strecke nen einfachen 4port Switch einbauen ? Dann sollte das auch funktionieren. Einfache GE Switche solltest Du schon unter 100€ bekommen.
 
ist denn da platz im Leerrohr für nen Repeater?

Und warum lässt sich Glasfaser nicht ins Rohr verlegen, Ging bei meinen Projekten immer ohne Probleme!

Und neue Switches brauchst du auch nicht, einfach nen Konverter dazwischen.


Es gibt übrigens auch Spezielle Switche die Ethernet bis 200m inbekommen, sind aber auch Teuer.
 
Wie es schon erwähnt wurde liegen 150m auserhalb der Spezifikation von 1000Base-T.
Das kann es zu massiven Problemen führen.

Des weiteren liegen die Gebäude wahrscheinlich nicht auf der selben Erdung.
d.h. das auf der Leitung Ausgleichsströme fließen werden. Diese können deine Switches/Hubs killen. Das wäre mir zu gefährlich.
Eine Alternative wäre ein LWL. Wenn 100MBit reichen bekommt man auf E-Bay günstig Switches mit 100MBit LWL-Modulen oder LWL-Umsetzter.

lg,
test

EDIT: Warum muss es 1GBit sein? Wenn er das haben will muss er IMHO ordentlich investieren.

Warum sollte sich Glasfaser nicht in Leerrohren verlegen lassen?
Und neue Switches wären nicht unbedingt notwendig. Sind die Module nicht austauschbar? Selbst für meinen alten HP 2524 Switch gibt es 1GBit LWL-Module.
 
Zuletzt bearbeitet:
nen repeater -> Wiederholer..
 
Es ginge theoritsch schon mit dem Glasfaser verlegen, z. Z. allerdings recht schlecht verlegt, so dass es dabei knicken könnte. Zudem hat er halt erstmal schauen wollen, was es für günstige Lösungen gibt.
Notfalls kann man das Leerrohr natürlich anpassen.

Und nen Repeater nimmt man theoretisch, nur dass man heute sowas kaum mehr bekommt und wenn, dann nicht mit Gigabit.

Ob da Platz für nen Repeater oder was ähnliches ist, darüber hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht gehabt, da ich das ganze von der Gerätegröße her noch nicht richtig einordnen konnte.
 
Ich würde in diesem Fall auch nicht zu Kupfer greifen. Eben aus den oben genannten Gründen (Ausgleichsströme, Segmentierung etc.).
Die Gefahr, dass es nicht klappt ist einfach zu groß. Selbst mit Leitungen der Cat.7 wirst du nicht deutlich mehr als 100m überbrücken können. Und einen Switch unterirdisch zu installieren halte ich für sehr abenteuerlich.

Ich denke, ihr werdet um Fiber nciht herumkommen. Ist die professionellste und sicherste Methode. Einfach zwei Medienkonverter (Faser<>Kupfer) kaufen und dazu noch die passende Faser dazu und dann los... Der Anschluss der Faser sollte aber von einem Sachkundigen durchgeführt werden, denn ein unsauberer Anschluss kann dir das Signal zerhauen.
 
Ja schon klar, mit Glasfaser aufpatchen hab ich dann doch keinerlei Erfahrung...
Wenn, dann wird es auch ordentlich vermessen.
Die 50 € machen die Sache dann auch nicht mehr fett....
 
Stimme meinen vorpostern zu, an der Glasfaser weist da wohl ned vorbeikommen.

Was das Patchen der Galsfaserkabel angeht müsstest du dir mal nen experten suchen, habe da auch noch keine erfahrungen mit.
 
Was gern vergessen und nicht erwähnt wird, die maximale Reichweite von TP Verkabelungen hängt weniger von der Kabelqualität, dem Querschnitt usw. ab, sondern ist vor Allem durch die Signallaufzeiten begrenzt. Bei allen TP Topologien ist es nun einmakl so, daß alle Pakete, die nicht innerhalb der maximal zulässigen Laufzeit am Ziel sind, gnadenlos verworfen werden.
 
frankpr schrieb:
Bei allen TP Topologien ist es nun einmakl so, daß alle Pakete, die nicht innerhalb der maximal zulässigen Laufzeit am Ziel sind, gnadenlos verworfen werden.

Kannst Du das mal etwas genauer ausführen? IMHO ist die Laufzeit auf dem Kabel bei einem Vollduplex-Link vollkommen egal. Lediglich bei Halfduplex können bei sehr langen Kabel Late Collisions auftreten (wenn die 64 Byte nicht ausreichen, um das Kabel zu fluten).

Mirko
 
Wenn Du das bist, was Dein Nick vorgibt, bist Du ja mit der Theorie vertraut und ich muß das nicht weiter erläutern.
Ansonsten gibt es gute Fachliteratur, der man das entnehmen kann und warum es so ist. Das hier zu erörtern, was ich mir in manchmal wochenlangen staubtrockenen Lehrgängen angeeignet habe, fehlt mir Zeit und Lust.
 
frankpr schrieb:
Ansonsten gibt es gute Fachliteratur, der man das entnehmen kann und warum es so ist.

Dann poste doch einen Link für mich.

Aber meine Frage war durchaus ernst gemeint. Auf dem OSI-Layer 2 gibt es im Ethernet ja kein Timing zwischen Sender und Empfänger. Der Empfänger akzeptiert JEDEN Frame mit korrekter Länge und CRC. Woher soll der Empfänger erfahren, wie lange dieser Frame auf dem Kabel war?

Mirko
 
Hallo,
Kupfer wird auf der Länge selbst bei Fast Ethernet Probleme bereiten.

Das Problem ist zum einen die Dämpfung auf dem Kabel und zum anderen wird die Gefahr von Störstrahlungen mit zunemender Länge immer größer.
Einen Repeater oder Switch dazwischenschalten ist auch nicht so der Renner, da man ja auch noch Strom hinlegen muß.

Es gibt Firmen, die komplette "Starterkit" auf Basis Glasfaser anbieten. Es besteht aus 2 Kopplern ( Optisch/Elektrisch ) und der Glasfaser. An denen wird einerseits die Faser konektiert, und andererseits Richtung Ehternet einfach ein normales Patchkabel mit RJ45 gesteckt.

Glasfaser hat den Vorteil, dass es gegen Störeinstrahlungen unempfindliche ist.
Ich habe schon in Leerrohren eine Faser verlegt, und es gibt keine Probleme.
 
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