Lenovo IdeaCentre K450, Dell XPS 8700 oder selber bauen? Video- und Tonbearbeitung

Truh

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Hallo liebe Forengemeinde,

ich stehe vollkommen auf dem Schlauch. Mein Laptop hat nach knapp 3 Jahren seinen Geist aufgegeben, nun brauche ich eine neue Arbeitsmaschine. Da ich immer mehr in den Bereich der Videobearbeitung (meist HD oder Full HD), Bildbearbeitung und 3D Animation (Adobe Ae) und Audiobearbeitung mit Cubase und NativeInstruments gehe, brauche ich Leistung.
Ich habe mich mal etwas schlau gemacht und stehe nun vor der Wahl bzw. Frage, welches System das richtige ist.
Einmal wäre da das Lenovo IdeaCentre K450 - Preis 999€ :

  • Intel® Core™ i7 4770
  • 16 GB DDR3 SDRAM
  • NVIDIA GeForce GTX 660
  • HDD 2000 GB
  • DVD Super Multi Brenner DVD±RW/CDRW


Und der Dell XPS 8700 - Preis 1299€:

  • Intel® Core™ i7-4770
  • 24 GB DDR3 SDRAM
  • 2TB 7200 RPM SATA Hard Drive 6.0 Gb/s + 256GB SSD
  • NVIDIA® GeForce GTX 660
  • Blu-ray Kombilaufwerk


Meie Frage nun - rentieren sich die +300€ für den XPS?
Und die Preisfrage - Wenn ich mir für maximal 1300€ etwas zusammenstelle, erreiche ich noch mehr Leistung.
Falls ja, was wäre hier ratsam?
Hoffe jemand mit Ahnung erklärt sich bereit mir etwas Entscheidungshilfe zu geben oder optimaler Weise mit mir zusammen ein Komplettsystem zu dem genannten Maximum von 1300€ zu entwickeln.

Liebe Grüße
Truh
 
Willkommen.

Keinen der beiden nehmen.

Geh ins Forum - FAQ - der ideale PC - oder klick den Link in meiner SIG.

Dort sind Mustersysteme - nach Preis und Verwendung gestaffelt.

Such Dir was raus und stells hier zur Diskussion.

Zusammenbauen lassen kannst Du z.B für 20€ bei Hardwareversand - solltest Du dort bestellen wollen.
 
Ich würde für Musikproduktion (gilt allgemein für die Bearbeitung laufzeitkritischer Daten) never ever einen Windows-Rechner von der Stange kaufen.

Erstens ist es pure Glückssache ob die Treiber der verbauten Komponenten und das BIOS einen zuverlässigen LowLatency-Betrieb ermöglichen, zweitens sind die Dinger meist dermaßen mit performancefressender Bloatware installiert, so dass zuerst mal eine komplette Systemneuinstallation fällig wird. Dittens sind diese Rechner selten auf flüsterleisen Betrieb ausgelegt - was bei Tonbearbeitung sehr wichtig ist.

Selbst wenn du Testberichte finden solltest, in denen mittels DPC-Latency Checker und Co getestet wurde, ob das System LowLatency-fähig ist, heißt das noch lange nicht dass dies konkret beim gekauften Gerät auch so ist. Zu oft wird die Konfiguration gegenüber dem Testgerät ein wenig abgeändert (und sei es nur ein neues BIOS) und schon läuft es nicht mehr perfekt. War beispielsweise bei einem alten Laptop von mir so, daß ein BIOS-Update das zuvor brauchbare Gerät für MUsikanwendungen (in dem Fall Serato Scratch Live) komplett untauglich gemacht hat. Das ist einer der Gründe warum viele Musiker einen Mac kaufen, da weiß man dass es diesbezüglich kaum Probleme gibt - auch wenn MacOS bei gleicher Hardware (CPU/Audiointerface) in den meisten DAW-Hosts leistungsmäßig deutlich unterlegen ist.


Ich würde dir empfehlen, den Rechner selber zu konfigurieren und ggf. vom einem Bekannten oder auch bei Hardwareversand zusammen bauen lassen. Da könnte ich dir schon Tips geben - ich habe einem Bekannten einen Rechner auf Basis des Asus Z87-A Mainboards zusammengestellt und bin selber gerade dabei meinen neuen Audiorechner mit i7 4930k und Asus X79 Deluxe auf LowLatency zu optimieren.


Eine weitere (etwas teurere) Alternative wäre, einen Audiorechner von einem darauf spezialisierten Anbieter zu kaufen. Die Funktionsgarantie auf Audioanwendungen, dasoptimierte System und niedrigere Lüfterlautstärke ist eigentlich den Aufpreis wert.


Klar kannst du natürlich auch einen deiner genannten Rechner bestellen und wenn es nicht ordentlich läuft zurückschicken. Deshalb hier noch meine Meinung:

Von den Komponenten würde ich System 2 aufgrund der SSD und des größeren RAM vorziehen (für alle Weniger-RAM-ist-mehr-Meckerer: für seine Anwendungen wird er sie früher oder später brauchen!). Wobei die die bessere Ausstattung rein von den Komponenten keine 300€ wert ist. Gibt es von der Software und/oder Garantie noch einen Unterschied?
 
Danke für die schnelle Antwort. Leider machst du mich etwas stutzig. Warum denn keinen von beiden?
Mit dem zusammenstellen bin ich ehrlich gesagt überfordert und die multimedia PCs im FAQ gehen nur bis knapp 600 Euro und reichen bei Weitem nicht aus.
Ergänzung ()

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Das hilft mir schon viel weiter.

Im Endeffekt bleibt mir also nur eins über - tiefer in die Materie einsteigen und hier mein "Wunschsystem" zur Diskussion zu stellen.

Ich werde mich mal an dem von dir genannten Mainboard orientieren.

Danke
 
Truh schrieb:
Ich werde mich mal an dem von dir genannten Mainboard orientieren.

Das Asus Z87-A Mainboard ist eigentlich zum Übertakten gedacht/geeignet. Genannt habe ich es, weil es für Musikproduktion (LowLatency) gut funktioniert hat und auch ansonsten ein solides ordentliches Board ist. Mag natürlich sein, dass es preisgünstigere gibt.

Beim Asus X79 Deluxe bin ich noch nicht soweit, dass ich es uneingeschränkt empfehlen kann. Das hat noch einen nervigen BIOS-Bug (der mit Sicherheit in einem der nächsten Updates behoben sein dürfte) und der Marvell 9230 Onboard SATA-Controller stört neben dem Onboard-WLAN den Low-Latency-Betrieb. Wenn man die beiden Komponenten deativiert arbeitet es diesbezüglich perfekt. Aufs WLAN verzichte ich gerne, 4x SATA III weniger wäre aber schade. Das ganze bewegt sich dann aber eher in der 2000€ Klasse.


Was du noch bedenken solltest:

Wenn du das System bei Hardwareversand zusammenbauen läßt, werden sie keinen leistungsfähigen, schweren Prozessorkühler verbauen um Transportschäden zu vermeiden. Der ist aber wiederrum nötig um das System schön leise zu bekommen - ich weiß nicht wie wichtig dir dieser Punkt ist.
Ausserdem 100% Out-ouf-the-Box sind solche Systeme nicht. Kann also sein, dass du trotz Systeminstallation an der einen oder anderen Stelle im BIOS nochmal Hand anlegen mußt/solltest damit alles perfekt läuft.


Edit: Was ich noch fragen wollte, welche Zusatzhardware setzt du ein? Insbesondere interessiert mich, was für ein Audiointerface...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich nehme mit einem Shure sm 7b auf und als Audiointerface dient ein Roland QuadCapture.
Out of the Box ist auch nicht mein Problem, da ich das alles sicherlich auch so zusammen gebaut bekommt.
Ich mache mir eher Sorgen um Treiberproble.

Eine Sache noch - win 7 oder Win 8? Lohnt sich der Umstieg schon?
Ergänzung ()

Habe mich nun etwas ausgetobt und etwas zusammengestellt. Würde das so funktionieren?

1 x Western Digital WD Blue 1TB, 64MB Cache, SATA 6Gb/s (WD10EZEX)
1 x Samsung SSD 840 Evo Series 250GB, 2.5", SATA 6Gb/s (MZ-7TE250BW)
1 x Intel Xeon E5-1620 v2, 4x 3.70GHz, Sockel-2011, tray (CM8063501292405)
1 x Crucial Ballistix Sport DIMM Kit 8GB, DDR3-1600, CL9-9-9-24 (BLS2CP4G3D1609DS1S00/BLS2C4G3D169DS3CEU)
1 x PowerColor Radeon HD 7950 PCS+, 3GB GDDR5, DVI, HDMI, 2x Mini DisplayPort (AX7950 3GBD5-2DHPP)
1 x ASUS HD7870-DC2TG-2GD5-V2 DirectCU II TOP, Radeon HD 7870 GHz Edition, 2GB GDDR5, 2x DVI, HDMI, DisplayPort (90-C1CS52-S0UAY0BZ)
1 x ASRock Z87 Extreme4 (90-MXGPC0-A0UAYZ)
1 x LG Electronics BH16NS40, SATA, retail (BH16NS40.AUAR10B)
1 x be quiet! Dark Rock Pro 2 (BK017)
1 x Fractal Design Define R4 Black Pearl, schallgedämmt (FD-CA-DEF-R4-BL)
1 x be quiet! Pure Power L8-CM 530W ATX 2.31 (L8-CM-530W/BN181)

Letzte Fragen dazu - Welche der beiden Grafikkarten oder evtl. eine ganz Andere?
Geht die Kombination von Mainboard und Prozessor? Habe gelesen das der Xeon eine Alternative zum i7 ist.

Schöne Grüße!
 
Der Xeon ist für den Sockel 2011, das Mainboard hat einen 1150 Sockel...

Entweder den passenden Xeon nehmen oder entsprechend 2011er Komponenten wählen.

Ich würde den Xeon E3-1240 v3 nehmen, der passt.

Zwei Grafikkarten? Nimm die 7950.

Und langfristig besser gleich auf 16 GB setzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum jetzt der i7? Wenn du den Intel Xeon E3-1240 v3, 4x 3.40GHz, Sockel-1150, boxed: Der hat fast die Leistung des i7-4770k (oder willst du übertakten?), kostet dich aber einen guten 50iger weniger. Die 100 Hz unterschied merkt man im realen Betrieb nicht.

Die GTX660 ist im Vergleich zu den zuerst gewählten Grafikkarten die "schlechtere" wahl.

Ich rate zur MSI R7950 TF GD5/OC Twin Frozr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke schon mal für die ganze Hilfe und Anregungen.
Nach vielem Lesen und Überlegen mein "Wunschsystem" mit Begründung und letzten Fragen im Detail, die ich Fett markiert habe. Hoffe jemand nimmt sich die Zeit um seinen Senf dazu zu geben.

Der Prozessor:
1 x Intel Core i7-4770K, 4x 3.50GHz, boxed
Dieser i7 ist wohl die beste Wahl für meine Vorhaben. Da ich viel mit Cinema 4D und Aftereffects arbeite. Für Cubase und Native Instruments Komplete (Viele Sampels und Synthesizer) brauche ich dann zusätzlich genug RAM für schnellen Zugriff.

Der RAM:
1 x Kingston HyperX Beast DIMM XMP Kit 16GB PC3-12800U CL9-9-9 (DDR3-1600)
Habe mal verschiedene Vergleiche gelesen. Am Ende des Tages ist es aber eine Geschmackssache welche Marke man nimt oder sehe ich das falsch? Dieser DDR3-1600 wird vom Prozessor und Mainboard unterstützt und bietet somit eine gute Grundlage oder würde auch ein DDR3- 2400 eine Leistungssteigerung bringen? Wären 32GB sinnvoller oder sollten 16 reichen?

Das Mainboard:
1 x ASUS Z87-Pro (C2)
Habe mich auf Asus beschränkt, weil ich auch eine Asus Grafikkarte nutzen möchte. Denke dann gibt es keine Probleme mit Kompatibilität und Treiber sollten auch immer aktuelle da sein. Was auch gut ist, ist das schon vorhandene WIFI Modul. Eine Sache habe ich nicht verstanden und zwar den Unterschied zwischen C1 und C2.

Die Grafikkarte:
1 x ASUS R9280X-DC2T-3GD5 DirectCU II TOP, Radeon R9 280X, 3GB GDDR5, 2x DVI, HDMI, DisplayPort
Ist eine der neusten Radeon Serien und für Battlefiel 4 was ich schon gerne ab und an auch mal spielen würde und das Rendern von 3D Animationen sicher ausreichend.

Die HDD:
1 x Samsung SSD 840 Evo Series 250GB, 2.5", SATA 6Gb/s
1 x Seagate Desktop SSHD 1TB, SATA 6Gb/s
SSD für einen schnellen Zugriff aufs System und Temporäre Projektdaten. Die relativ neue SSHD von Seagate sollte auch einen guten SSD Puffer haben und somit etwas schnelleren Zugriff auf große Datenmengen bringen.

Das BR-Laufwerk:
1 x Pioneer BDR-207DBK, SATA
Da gibt es so viele und keine Unterschiede wie ich das sehe. Sollte für Filme reichen.

Porzessorkühler:
1 x be quiet! Dark Rock Pro 2
Wenn ich mal auf die Idee kommen sollte einen OC zu machen bietet mir das Gerät sicherlich genügend Luft nach oben.

Der Tower:
1 x Fractal Design Define R4 Black Pearl, schallgedämmt
Da bin ich mir inzwischen unsicher. Passen da alle meine Komponenten rein? Gibt es sinnvolle Alternativen?

Das Netzteil:
1 x be quiet! Straight Power E9 500W ATX 2.31
Ist leise und qualitativ wie ich einigen Tests entnehmen konnte. Reichen 500W für meine Teile?

Wäre dann bei knapp 1400€ was auch ok ist.
 
Du hast in deiner aktuellen Liste das Asus Z87-Pro drin. Da ich wie gesagt nur das Z87-A unter den Fingern hatte, kann ich keine Garantie für die Tauglichkeit als Basis für ein Audiosystem geben. Trotzdem eine Einschätzung von mir:

- Auf dem Z87-A ist fürs LAN ein Realtek 8111GR verbaut, auf dem Z87-Pro ein Intel I271-V. Ob der Intel bzgl LowLatency Probleme macht, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ich spreche Intel hier aber mal mein Vertrauen aus.

- Das Z87-A hat einen ALC892 Soundchip, das Z-87 Pro einen ALC1150. Aus Erfahrung mit meinem X79 Deluxe auf dem ebenfalls der ALC1150 verbaut ist, kann ich sagen dass die Treiber keine Probleme machen.

- Die zusätzlich vorhandenen Asmedia SATA III und USB3.0 Ports sind auch problemlos. Das X79 Deluxe hat wiederum die gleichen nur mehr davon.

- Beim Bluetooth vermute ich, dass es sich um den üblichen Broadcom BCM20702 handelt. Der macht auch keine Probleme.

- Das einzige Problem sehe ich im WLAN Modul. WLAN unter Windows verträgt sich eigentlich nie mit LowLatency Audio, jedenfalls habe ich da noch keine wirklich brauchbaren Lösungen gesehen. Es dürfte vielmehr auch am Windows selber bzw. den ganzen Diensten liegen die das ganze handeln. Ist aber nur eine Vermutung. Beim WLAN vom X79 Deluxe ist es beispielsweise so: Während keine Verbindung aufgebaut ist, gibt es problematische DPC-Spikes, sobald eine Verbindiung besteht scheint es ordentlich zu laufen. Da man sich bei WLAN aber nicht darauf verlassen kann, dass die Verbindung durch irgendeine Störung nicht zwischendurch abbricht sollte man es für Audioanwendungen besser deaktivieren. Was bei mir auch ohne Problem klappt. Überhaupt sollte man bei einem Desktop besser auf Kabel setzen.
Den Punkt mit dem WLAN solltest du einfach im Hinterkopf behalten falls du dir das Board zulegst.



Die Frage die ich mir noch stelle, ist wofür du eine so leistungsfähige Grafikkarte brauchst, Zocken hast du ja nicht vor. Kenne mich jetzt mit deiner Videosoftware nicht aus, unterstützt die denn die 280X zur Beschleunigung?


Truh schrieb:
Die relativ neue SSHD von Seagate sollte auch einen guten SSD Puffer haben und somit etwas schnelleren Zugriff auf große Datenmengen bringen.

Den Zugriff auf große Datenmengen wird sie kaum Beschleunigen können. Erstens hat sie nur 8GB NAND (was zu wenig ist um große Datenmengen zu beschleunigen), zweitens kann die Disk nicht vorhersehen welche deiner Daten du als nächstes abrufst. Das Konzept was Seagate hier fährt, ist eher dass kleine Daten die nicht oft geändert werden im NAND gespeichert bleiben und so beschleunigt werden. Der typische Anwendungsfall wäre ein Systemlaufwerk, wobei dafür eine wirkliche SSD die bessere Lösung ist.
Kauf dir für das Geld lieber die 2TB Version ohne NAND-Puffer.


Beim RAM würde ich einen nehmen, der keine hohen Heatspreader hat. Könnte sein, dass es dabei mit der Montage des CPU-Kühlers Probleme gibt.
 
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