Linux: 2.Benutzer die selben Rechte/Programme geben, wie dem ersten Nutzer

Eishunter

Lt. Commander
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Hallo zusammen,
ich habe ein Debian in einer Virtualbox installiert. Nun möchte ich einen weiteren Benutzer hinzufügen und diesem die gleichen Rechte und Programme geben, die der erste Nutzer hat, ohne alle Programme neu installieren zu müssen, Desktop einstellen etc.
Der neue Nutzer soll genau die gleichen Desktop-Einstellungen, Berechtigungen und Programme haben wie der 1.Nutzer)
(Linux-Befehle sind bekannt z.B. addgroup, adduser, gpasswd /etc/sudoers etc.) - gibt es da einen Befehl mit dem ich das alles auf einmal bewerkstelligen kann - oder muss ich dem umständlichen Weg gehen ?
 
Moin,
such mal nach "linux clone user" da finden sich div. Einträge die du als Inspirationsquelle nutzen kannst. Es ist mitunter nicht sinnvoll exakte Kopien anzufertigen.

Wenn user2 die selbe Gruppenzugehörigkeiten wie user1 hat, kann user2 ja mitunter in alle Dateien von user 1 sehen, was die ganze Nutzertrennung ja ganz fix absurd werden lässt. Ähnlich bei den SSH-Keys unter ~/.ssh oder etwaigen anderen Schlüsseln/der Datenbank vom Keyring...

Die Vorlage, die zum Erstellen neuer Nutzer verwendet wird liegt ansonsten unter /etc/skel alles was du da ablegst wird für neue Nutzer übernommen. Da kannst du im Zweifelsfall alles hineinwerfen, was du gern jedem Nutzer in seinen ~ hättest. Gruppenzugehörigkeit wird aber irgendwo anders festgelegt (darfst selber suchen, ich bin gerade zu faul)
Programme die mittels apt installiert werden liegen sowieso in /usr/ und sollten für alle Nutzer verfügbar sein.
 
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Lege einfach alle Nutzer mit der gleichen User-ID und gleichem $HOME an. :) Na gut, Scherz beiseite.

Es gibt tausende Programme für Linux. Jedes speichert seine "Einstellungen" anders. In den "Einstellungen" vieler Programme sind Daten enthalten, die man kaum an andere Nutzer "kopieren" möchte. IDs, Schlüssel und Passwörter sind Beispiele dafür. Die Idee "einen Nutzer hinzufügen und ihm durch Kopieren die gleichen Rechte eines anderen geben" ist aus o.g. Gründen ganz grundsätzlich Unfug. Also nicht an "einfach Kopieren" denken.

Unix-Programme haben i.d.R. zwei Konfigurationsmöglichkeiten:
A) eine systemweite Konfiguration in /etc mit für alle Nutzer geltenden Voreinstellungen
B) eine persönliche Konfiguration pro Nutzer, die in seinem Heimatverzeichnis gespeichert wird und ggf. die via A) konfigurierten Werte überstimmt oder die komplette via A) vorgenommene Konfiguration ersetzt.

Mit Variante A) arbeiten ist der Weg der Wahl, um Einstellungen für alle neu angelegten Nutzer auf gewünschten Weise voreinzustellen. Für Desktop-Konfiguration und ähnliches Zeug klappt das i.d.R. prima.

Bei den wenigen Programmen, die A) nicht untertützen, ist das vom Vorredner genannte /etc/skel eine Variante, um neuen Nutzern gleich paar Files ins $HOME zu legen. Das will man aber möglichst vermeiden. Aus Admin-Sicht ist es am besten, einzig und allein mit A) zu arbeiten. Ein neu angelegter Nutzer sollte mit komplett leerem Home-Verzeichnis vernünftig arbeiten können. Nutzern, die sich durch "Zerkonfiguration" selbst in den Fuß geschossen haben, kann man dann im Zweifelsfall immer dadurch leicht helfen, dass man seine persönliche Konfiguration einfach löscht und somit die systemweiten Voreinstellungen wieder greifen.

@Eishunter
Dein Ziel sollte also eine vernünfige systemweite Konfiguration sein, nicht das Kopieren aller Einstellungen von einem anderen Nutzer, bei dem du vorher manuell alles hingefrickelt hast.
 
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