nedim89
Lt. Commander
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Guten Tag,
und zwar habe ich eine Aufgabe bearbeitet zum Thema Literarischer Aufsatz, wär nett wenn ihr noch einmal drüber kucken könntet und falls was falsch ist bitte schreien
der Original Text dazu
Stefan Heusler: Die Nacht mit dem alten Weisen
Wie uns unser Meister geheißen hatte, versammelten wir uns unter der grusseisernen Straßenlaterne. Wir konnten unsere Aufregung kaum bändigen, weil wir nicht wussten, as unser aller Meister zu sagen hätte. Endlich kam er und erklärte uns stolz, dass der alte Weise anwesend und bereit sei, etwas von seinem unendlichen Können und Wissen preiszugeben. Er fügte hinzu, dass es auch für ihn das erste Mal sei, den weisen Magier zu hören.
Uns verschlug es die Sprache. Wir hatten schon viel von dieser faszinierenden Person gehört, hatten uns aber nicht träumen lassen, ihn jemald kennen zu lernen. "O, er ist weise, sehr weise", flüsterte unser Meister noch, als eine schemenhafte Gestalt aus der Dunkelheit zu uns trat. Augenblicklich verfielen wir in andächtiges Schweigen. Der alte Weise stand vor uns. Langsam nahm er auf dem Rattenstuhl vor uns Platz. Leicht zitternd zog er eine schillernde, rubinfarbene Glaskugel hervor. Mit trockener Kehle starrten wir lernbegierig auf die bedächtigen Bewegungen des alten Magiers. Lange Zeit beäugte er seine Kugel in absoluter Beweungslosigkeit. Über seinem Sinnen ging die Sonne unter. Dann raunte der alte Weise: "Ich sehe..." Wieder verfiel er in Schweigen und besah seine Kugel von allen Seiten, von oben, von unten, von rechts und inks, und schaute tief in ihre Geheimnisse hinein. Wir wurden etwas ungeduldig, ließen uns aber natürlich nicht das Geringste anmerken. Langsam strich der Weise mit seinen Fingern über seine Kugel, immer wieder, immer langsamer. Dann aber leuchteten seine Augen ungemein auf, als hätte ihn der Geistesblitz getroffen. Bebend flüsterte er: "Ich sehe eine Kugel... in meinen Händen." Langsam ließ er von der Kugel ab und starrte mit leerem Blick zu uns, während im Osten die Sonne aufging.
Unser Meister trat hervor, er wollte wohl noch mehr von der Weisheit des alten Magiers profitieren, und fragte den Mann laut und deutlich, damit er ihn auch gut hören konnte:"Sag o alter Weiser, was kannst du über mein Leben sagen?" Nac einiger Zeit meinte der Magier regungslos:"Dein Leben wird tödlich enden." Dann stand der alte Weise auf und verschwand. Das war die Nacht mit dem alten Weisen, und jeder, dem wir erzählten, dass wir den alten Weisen gesehen hatten, erblasst vor Neid.
Textquelle: Peter Härtling, Theodor Weißenborn, Rudolf O. Wiemer (Hrsg.): Die Erklärung. Ausgezeichnete Kurzgeschichte. Stuttgart, 1988. S. 73-74
Aufgabe
- Fassen Sie den Inhalt des Textes kurz zusammen
- Beschreiben und beurteilen Sie das dargestellte Verhalen des Weisen und seiner Zuhörerschaft.
- Welche Probleme sollen mit dieser Erzählung verdeutlicht werden?
so und jetzt fang ich an mit der Inhaltsangabe
Literarischer Aufsatz über:
Stefan Heusler: Die Nacht mit dem alten Weisen
Dieser Text von Stefan Heusler, der mir übrigens nicht bekannt ist, stammt aus einer
Sammlung von Kurzgeschichten aus dem Jahre 1988, erschienen in Stuttgart.
In dieser Kurzgeschichte geht es im Wesentlichen um einen alten Weisen, der seinen begierig wartenden Schülern zwei eigentlich nichs-sagende Lebensweisheiten offenbart. Die eine, dass er für alle sichtbar eine Kugel in der Hand haltend erklärt:"ich sehe eine Kugel...". Die zweite Weisheit nämlich dass, das menschliche Leben tödlich enden wird, ist eigentlich genauer nichts-sagend.
Das Verhalten des Weisen ist das typische eines Gurus und das seiner Zuhörer, das typische von Omm-Sannyasin.
Wenn ein Mensch ersteinmal einen gewissen Nimbus gewonnen hat, kann er den größten Blödsinn verzapfen und jeder glaubt es ihm.
und zwar habe ich eine Aufgabe bearbeitet zum Thema Literarischer Aufsatz, wär nett wenn ihr noch einmal drüber kucken könntet und falls was falsch ist bitte schreien
der Original Text dazu
Stefan Heusler: Die Nacht mit dem alten Weisen
Wie uns unser Meister geheißen hatte, versammelten wir uns unter der grusseisernen Straßenlaterne. Wir konnten unsere Aufregung kaum bändigen, weil wir nicht wussten, as unser aller Meister zu sagen hätte. Endlich kam er und erklärte uns stolz, dass der alte Weise anwesend und bereit sei, etwas von seinem unendlichen Können und Wissen preiszugeben. Er fügte hinzu, dass es auch für ihn das erste Mal sei, den weisen Magier zu hören.
Uns verschlug es die Sprache. Wir hatten schon viel von dieser faszinierenden Person gehört, hatten uns aber nicht träumen lassen, ihn jemald kennen zu lernen. "O, er ist weise, sehr weise", flüsterte unser Meister noch, als eine schemenhafte Gestalt aus der Dunkelheit zu uns trat. Augenblicklich verfielen wir in andächtiges Schweigen. Der alte Weise stand vor uns. Langsam nahm er auf dem Rattenstuhl vor uns Platz. Leicht zitternd zog er eine schillernde, rubinfarbene Glaskugel hervor. Mit trockener Kehle starrten wir lernbegierig auf die bedächtigen Bewegungen des alten Magiers. Lange Zeit beäugte er seine Kugel in absoluter Beweungslosigkeit. Über seinem Sinnen ging die Sonne unter. Dann raunte der alte Weise: "Ich sehe..." Wieder verfiel er in Schweigen und besah seine Kugel von allen Seiten, von oben, von unten, von rechts und inks, und schaute tief in ihre Geheimnisse hinein. Wir wurden etwas ungeduldig, ließen uns aber natürlich nicht das Geringste anmerken. Langsam strich der Weise mit seinen Fingern über seine Kugel, immer wieder, immer langsamer. Dann aber leuchteten seine Augen ungemein auf, als hätte ihn der Geistesblitz getroffen. Bebend flüsterte er: "Ich sehe eine Kugel... in meinen Händen." Langsam ließ er von der Kugel ab und starrte mit leerem Blick zu uns, während im Osten die Sonne aufging.
Unser Meister trat hervor, er wollte wohl noch mehr von der Weisheit des alten Magiers profitieren, und fragte den Mann laut und deutlich, damit er ihn auch gut hören konnte:"Sag o alter Weiser, was kannst du über mein Leben sagen?" Nac einiger Zeit meinte der Magier regungslos:"Dein Leben wird tödlich enden." Dann stand der alte Weise auf und verschwand. Das war die Nacht mit dem alten Weisen, und jeder, dem wir erzählten, dass wir den alten Weisen gesehen hatten, erblasst vor Neid.
Textquelle: Peter Härtling, Theodor Weißenborn, Rudolf O. Wiemer (Hrsg.): Die Erklärung. Ausgezeichnete Kurzgeschichte. Stuttgart, 1988. S. 73-74
Aufgabe
- Fassen Sie den Inhalt des Textes kurz zusammen
- Beschreiben und beurteilen Sie das dargestellte Verhalen des Weisen und seiner Zuhörerschaft.
- Welche Probleme sollen mit dieser Erzählung verdeutlicht werden?
so und jetzt fang ich an mit der Inhaltsangabe
Literarischer Aufsatz über:
Stefan Heusler: Die Nacht mit dem alten Weisen
Dieser Text von Stefan Heusler, der mir übrigens nicht bekannt ist, stammt aus einer
Sammlung von Kurzgeschichten aus dem Jahre 1988, erschienen in Stuttgart.
In dieser Kurzgeschichte geht es im Wesentlichen um einen alten Weisen, der seinen begierig wartenden Schülern zwei eigentlich nichs-sagende Lebensweisheiten offenbart. Die eine, dass er für alle sichtbar eine Kugel in der Hand haltend erklärt:"ich sehe eine Kugel...". Die zweite Weisheit nämlich dass, das menschliche Leben tödlich enden wird, ist eigentlich genauer nichts-sagend.
Das Verhalten des Weisen ist das typische eines Gurus und das seiner Zuhörer, das typische von Omm-Sannyasin.
Wenn ein Mensch ersteinmal einen gewissen Nimbus gewonnen hat, kann er den größten Blödsinn verzapfen und jeder glaubt es ihm.