Live Earth gegen Klimawandel - Notwendig oder überflüssig?

Waren die Live Earth Konzerte sinnvoll für den Klimaschutz?

  • JA - dadurch werden die Menschen für den Klimaschutz gewonnen, uns geht es allen besser!

    Stimmen: 16 39,0%
  • NEIN - Absolut sinnlos, das Geld hätte man besser verwenden können!

    Stimmen: 25 61,0%

  • Umfrageteilnehmer
    41
  • Umfrage geschlossen .
Registriert
Mai 2002
Beiträge
7.672
Wir hatten gestern eine kleine Diskussion innerhalb der Familie. Ich bin der Meinung, dass diese Live Earth-Konzerte, die gestern überall auf der Welt waren, absolut sinnfrei in Sachen Klimaschutz sind, sondern nur dazu dienen, dass sich die Künstler und die Veranstalter profilieren wollen bzw. die Werbetrommel rühren wollen. Solche Konzerte bringen den Klimaschutz kein bisschen voran. Wenn man sich mal vor Augen führt, wieviel Strom bei diesen Konzerten sinnlos verpulvert wurde und wieviel Müll diese Veranstaltungen fabrizieren, sollte man sich denken können, wie absolut sinnfrei solche Events sind, wenn sie dem Klimaschutz dienen sollen.

Das Geld, was da verpulvert wurde, hätte man in sinnvollere Projekte stecken können. Da wurden sicherlich einige Millionen sinnlos verpulvert, auch wenn die Künstler auf ihre Gage verzichtet haben: so ein Konzert kostet nun mal Geld. Geld, das man lieber in Umweltprojekte stecken sollte, wenn man schon etwas gegen den Klimawandel machen möchte.

Wie seht ihr das: Helfen solche Veranstaltungen wirklich gegen den Klimawandel oder sind sie absolut sinnlos (da sie ja nicht gerade umweltfreundliche sind, siehe Energieverbrauch und Müll) und dienen nur der Profilierung bzw. der PR für die Künstler und die Veranstalter?

Die vielen Zuschauer hätten das Geld, was sie dort ausgegeben haben, lieber spenden sollen, das wäre sinnvoller und hilfreicher gewesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab mir die Konzerte teilweise auch angeguckt. Mich hat da nur die Musik interessiert, der Rest nicht. Hab mal irgendwie gehört das nur 60c von der Eintrittskarte auch für den Klimaschutz eingesetzt wird, n bisschen wenig wie ich finde. Die Musiker müsse ja auch erstmal in die einzelnen Städte kommen, also ordentlich Spritverbrauch der Flugzeuge. Oder dieses Gore Hologramm in Tokio. Fand ich persönlich cool, aber fürn Klimaschutz auch nich so super.
 
Direkt bringt eine solche Veranstaltung natürlich gar nichts.
Da ist es einfach nur ein gigantisches Musikereignis.

Indirekt kann es natürlich sehr viel bringen, da auf die Problematik aufmerksam gemacht wird und
Leute angesprochen werden, die sich sonst vielleicht gar nicht für (Umwelt)Politik und ähnliche Dinge interessieren.

Insofern finde ich solche Veranstaltungen absolut richtig.
Und es soll ja auch Leute geben die eher glauben was die Künstler erzählen als das, was Politiker
oder Wissenschaftler von sich geben.
Gerade Künstler, die so im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen, müssen ihre Stimme erheben.

Deswegen: Weiter so. ;)
 
Das Konzert fand ich absolut genial aber für den Klimawandel bringt es nichts. Da wird sovile Strom verbraucht. Vom Abfallberg welcher ja auch entsorgt und verbrannt werden muss wollen wir gar nicht sprechen. Aber es hat sicher wieder ein paar Leute mehr zum Nachdenken gebracht.
 
Ich glaube nicht, dass dadurch in den Köpfen von Wirtschaftsbossen und Wirtschaftspolitikern viel geändert wurde. Außerdem glaube ich kaum, dass wir in den Industrienationen wirklich unser Verhalten ändern werden, solange wir die Folgen des Klimawandels nicht am eigenen Leib spühren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf dem G8 Gipfel hätte man was ändern können wenn man denn gewollt hätte aber Live Earth ist in meinen Augen reine Selbstbeweihräucherung von Al Gore und anderen Wichtigtuern.

Und mit einer Kanzlerin die die Atomkraft als umweltfreundlich bezeichnet und den Ausstieg möglichst rückgängig machen will wird sich eh nix ändern.
 
Ich kann mich smacked nur anschliessen, fands auch völlig sinnfrei! Konzert/e ansich waren vllt gut (Zwar nich so mein Geschmack aber egal) aber iwas gegen den Klimawandel tuts nich wirklich...
 
Ich denke, dass die Konzerte nicht in der Lage sind, das Bewußtsein in uns zu erwecken, um auch wirklich was gegen den Klimawandel zu tun.
Im Endeffekt wird doch eh nur dem kleinen Mann in die Tasche gegriffen und Nationen wie China oder die USA sowie die Industrie scheren sich einen Dreck darum.

Warum auch, alle Leute, die was zu sagen haben, sind älteren Kalibers und die interessiert es nicht wirklich, was in 50 Jahren abgeht.

Die wollen ihre Macht und ihr Geld jetzt und denken dabei nur an sich.
 
Durch das ganze TamTam inklusive dieser Konzerte beginnen viele Firmen zur Imagepflege sparsame und umweltfreundliche Produkte zu entwickeln. Ist zwar kein guter Grund und nicht sehr ehrhaft, aber dennoch hilfreich. ;)
 
die FAZ hat inzwischen auch einen wirklich guten Kommentar, der an ehrlichen Worten nicht spart:


"... Gravierender war, dass „Live Earth“ zum Kampf gegen etwas blies, dessen Ursachen in Verhaltensweisen liegen, die der dafür in Anspruch genommenen Popkultur in besonders starkem Maße zu eigen sind: Hedonismus, Konsum, Feier des Augenblicks, Hang zur Selbstzerstörung, also das Gegenteil von Nachhaltigkeit."

eben.

"Vielleicht war die Stoßrichtung zu selbstreferentiell: Das Engagement fiel ja auf sich selbst zurück und schuf eine Situation, aus der es kein Entrinnen gibt. Die Menschheit hat Angst um sich selbst, und es gibt niemanden, der behaupten könnte, das ginge ihn nichts an. Jeder ist Verursacher und, wenn es so kommt wie befürchtet, jeder auch Leidtragender. "

und

"Im Vergleich dazu waren die Urmütter des Großkonzerts fast unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit über die Bühnen gegangen und hatten ihre gleichsam mythische Kraft erst durch eine nachträgliche Aufbereitung entfaltet. Diesmal sorgte die Allgegenwart des Ereignisses nur noch für Ernüchterung: Es war einfach Popmusik, die sich von der von vor zwanzig Jahren kaum unterschied. Die künstlerischen Beharrungskräfte kontrastierten mit den Neuerungen der Rahmenbedingungen."

"Es ist, nach den Erfahrungen, die man mit Figuren wie Bob Geldof und Bono gemacht hat, müßig, jetzt wieder danach zu fragen, ob die Popmusiker ihre Kompetenz nicht doch überschritten oder sich haben vereinnahmen lassen. Für dieses Mal bleibt festzuhalten, dass die Veranstaltungen da am überzeugendsten waren, wo gar nicht über die gute Sache gesprochen, sondern einfach gespielt wurde. Peinlich war der Appell des deutschen Rappers Jan Delay an die Zuschauer, doch dem Ersten Bürgermeister von Beust eine SMS zu schicken, damit das Hamburger Kohlekraftwerk nicht gebaut würde; banal waren die Pauseneinlassungen, die auch nur aufs Energiesparen hinausliefen."

Ich hatte im ersten moment nichts dagegen das menschen zu figuren versachlicht werden. Erst dann war ich dagegen.

"Die Popmusik entfaltete diese Kraft aber einst in Frontstellung zum bürgerlichen, streng antihedonistisch eingestellten Lager, oft unter Zuhilfenahme gewisser Mittel. Der Appell an die taghelle Vernunft, der ja Sache der Wissenschaft und in jeder Umweltbroschüre besser zu haben ist, blieb ohne Wirkung, ..."


gut beobachtet FAZ. und wenn die es so schreibt, kann man es sehr wohl auch übernehmen, braucht nicht unbedingt eigene Worte zu bemühen, finde ich in dem fall.

p.
 
Ich finde das Konzert hat schon was gebracht. Es ist doch schon was Wert, das die Mehrheit was gegen den Klimawandel tun will und dieses Thema diskutiert wird.

Das Konzert habe ich mir nicht angesehen, die meiste Musik die da gespielt wurde gefiel mir nicht so, spezell das deutsche in Hamburg. Zu viel Hip Hop, Juli usw. Ist nix für mich;)
 
Im Endeffekt wird doch eh nur dem kleinen Mann in die Tasche gegriffen und Nationen wie China oder die USA sowie die Industrie scheren sich einen Dreck darum.
Da liegt die Macht beim Kunden. Wir können da in einem Teil mitenscheiden was die Konzerne auf den Markt bringen. Kauft einfach keine Produkte mehr von Firmen die auf den Klimaschutz nichts geben, wenn der Kühlschrank kaputt geht greift zu einem Mit Energieklasse A+ statt zu einem mit nur A oder B und und und. Es erwartet doch niemand das wir alle von heut auf morgen CO2 frei leben sollen, nur wo man was ändern kann sollte man es auch tun.

Natürlich hat das Konzert kurzfristig nichts gebracht aber immerhin hat es dazu geführt das hier und bei den Leuten zu Hause über das Thema diskutiert wird. Das ist schonmal ein Anfang und die Leute lassen sich jetzt auch immer weniger von gefälschten Klimastudien verarschen! Hoffe ich zumindest. Es wird Zeit das wir was dagegen machen, jeder der unter 30 ist wird die Wetterextreme noch mitbekommen, das es nicht soweit kommt müssen wir es jetzt anpacken.

Immer nur warten bis der Andere was macht ist leider typisch Mensch, aber vieleicht denken doch immer mehr drüber nach und handeln.

[EDIT]
Ich wette das geld landet bei irgendwelchen großen konzernen und dort werden trotz gewinn Mitarbeiter entlassen ... so sieht wahrscheinlich wirklich aus ...
Wenn man unbedingt alles negativ sehen will und ne Ausrede braucht das man nicht spendet ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mir das ganze ein wenig auf N24 angeguckt ...
Sorry aber dafür habe ich echt nichts übrig.Ich würde auch gerne spenden aber ich möchte dann auch sehen wo mein geld hin geht und wenn ich eine sms schicke oder so bin ich zwar geld los aber ob das dann auch für was gutes genutzt wird ist eine andere sache.Sagen kann man viel ....
Hinzukommt noch der hohe strom verbrauch der ganzen konzerte .. und wird einem gesagt ich soll strom sparen ... ja ne is klar ;)
Ich selber mach ein paar sachen das ich strom spare, z.b. habe ich bei mir im zimmer Sparlampen.Das wars dann aber auch schon.Ich bin nach wie vor der meinung das da eine menge geld gemacht wird und das es diese "problem" garnicht gibt.Beschimpft mich jetzt als alles mögliche aber das ist meine meinung dazu !
Überall so ich was spenden und der umwelt was gutes tun ....
Ich wette das geld landet bei irgendwelchen großen konzernen und dort werden trotz gewinn Mitarbeiter entlassen ... so sieht wahrscheinlich wirklich aus ...
 
Der Stromverbrauch ist doch wirklich sowas von egal... Diese Konzerte schaffen Bewusstsein, egal ob es nun direkt zu einer Reaktion der Menschen führt. Das Thema setzt sich im Kopf fest und das ist wichtiger als der Strom der hier verbraucht wird. Nebenbei waren die Konzerte sehr fein anzusehen, wann sieht die Welt sonst mal das John Butler Trio. :D
 
meint ihr die Konzerte gibt es auch als Mitschnitte auf dvd irgendwann zu kaufen oda kann man sich Mitschnitte von n24 direkt besorgen?
mfg xXXx
 
@Tobi41090
Also ich "glaube" an die Fakten und da trifft es der Film von Al Gore leider ziemlich genau. Wer sich mal intensiv mit dem Thema beschäftigt wird dies bestätigen. Aber es wird auch immer unverbesserliche Ignoranten geben die selbst wenn die Menschheit kurz davor ist den Planeten nun endgültig zu zerstören behaupten werden das alles in Ordnung sei und der Klimawandel sei nur Geschwätz.
 
Zurück
Oben