Marantz SR6010 will ersetzt werden

Hendoul

Commander
Registriert
Apr. 2008
Beiträge
2.190
Hi :)

Ich bin auf der Suche nach einem Nachfolger für meinen in die Jahre gekommenen Marantz SR6010. Hauptgrund -> kein HDMI 2.1

Der Receiver wird für Heimkino und Gaming gebraucht.
Frontlautsprecher: 2x B&W CM9
Rearlautsprecher: 2x B&W CM1
Center: B&W CM2
Subwoofer: ASW 750

Bei meinem PC habe ich den Denon X2800H. Jetzt habe ich mit diesem auch für das Wohnzimmer geliebäugelt.
ChatGPT hat mir entweder noch den X3800H oder den Onkyo TX-RZ50 empfohlen. Empfehlt ihr was ganz anderes?

Fürs Gaming ist wohl HDMI 2.1, ALLM und VRR wichtig. Noch was?
Auf was sollte ich generell sonst noch achten?

Bzgl. der Einmesstechnik habe ich heute das erste mal von Dirac Live gehört. Beim Denon muss man das sauteuer dazukaufen. Beim Onkyo ist da schon was dabei (fragt sich nur in welcher Ausführung...)
 
Wenn du jetzt einen Marantz hast und mit dem zufrieden warst, wäre natürlich Denon auch eine gute Wahl.
Viele Geräte sind fast baugleich und kommen quasi aus der gleichen Fabrik.
Während Marantz aber ehr neutral und mehr für Musik abgestimmt ist, sind die Denon von ihrer Abstimmung etwas mehr auf Filmton ausgelegt.

Ich selber habe seit Jahren einen A/V-Receiver von Yamaha und bin mit dem mehr als zufrieden.
Wäre also auch eine Wahl. Würde ich Onkyo vorziehen, die eine nicht gerade stabile Unternehmenshistorie aufweisen, Insolvenz usw...
 
+1 für Yamaha, bin seit Jahren zufrieden
-10 für Onkyo, hatte nur Ärger mit denen. Kann Montagsmodell gewesen sein, aber selbst die Haptik und das Menü, die Fernbedienung und alles andere war total billig im Vergleich zum Yamaha.

Einmessen hat bei mir hörbaren Unterschied gemacht, aber keine Welten besser. Zwischen einmessen Onkyo und Einmessen Yamaha, null Unterschied
 
Hendoul schrieb:
Fürs Gaming ist wohl HDMI 2.1, ALLM und VRR wichtig. Noch was?
Also ich würde direkt an den TV gehen und gar nicht den Receiver dazwischen setzen. ARC zum Receiver sollte ja alles an Sound rüber liefern.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: PeterSee und takt0r
@VDC kommt ganz auf den TV an, wenn er z.B. via EDID meldet kein DTS(-HD) zu unterstützen, klappt auch das Bitstreaming nicht zwingend, selbst wenn es unverändert via eARC weitergegeben werden könnte.
 
Hendoul schrieb:
Ich bin auf der Suche nach einem Nachfolger für meinen in die Jahre gekommenen Marantz SR6010. Hauptgrund -> kein HDMI 2.1
Das kann mein Denon AVR-X4000 auch nicht und trotzdem steht der als Audiogerät neben meinem 144 Hz UHD HDR-TV mit VRR.

Der Trick ist einfach, nicht alles über den Receiver zu routen, sondern eben nur die Tonsignale. Sowohl von meinem UHD-Player, als auch vom PC gehen jeweils ein HDMI-Kabel zum TV, als auch ein separates zum Receiver, das nur Ton zu übertragen hat. Mein UHD-Player hat extra dafür zwei HDMI-Outs.

Das spart nicht nur Geld, sondern sorgt auch dafür, dass man bei seiner gewohnten AVR-Bedienung und Oberfläche bleiben kann.

Thema Einmessung:
Müll, Müll, einfach nur Müll!

Aber es ist eben wie TikTok, Instagram und der ganze Kram: die Leute finden's dennoch geil.

Auch hier werde ich (zumindest zum Thema Einmessung) wieder tollen Gegenwind bekommen - naja, macht ihr nur.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: PeterSee
Die Denon kann ich gar nicht empfehlen. Ich hatte mal den 3800er an meinen Klipsch RF-82, der Bass war unterirdisch schwach. Bin also bei meinem alten Onkyo 717er geblieben...
 
Thema Einmessung: das ist ein unverzichtbares Muss, denn 99% der Räume mit dessen Möbeln lassen sich klanglich anpassen.
Gerade der Denon 3800h hat das qualitativ gute Audyssey MultEQ XT32, ist ein hörbarer Unterschied.
Wie schon bei meinem Yamaha-Vorgänger gut, ist es jetzt bei Denon immer noch.

Der Denon 3800h ist schon gut ausgestattet.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: PeterSee
Ich hatte vor dem Denon mal einen Onkyo, war eigentlich recht zufrieden. Ist doch egal wenn eine Firma Pleite geht, Software-Updates für AVRs sind doch sowieso höchst selten?

Stimmt, ich könnte die PS5 direkt am TV anschliessen, dann hätte ich auch 4k@120hz, VRR und ALLM?

Mein UHD Bluray-Player hat auch zwei Ausgänge. Ich meinte aber gelesen zu haben, dass man nicht 2 braucht bei modernem Setup? Oder macht es immer noch Sinn eines mit dem TV zu verbinden und eines mit dem AVR? Ich meinte ich habe das ausprobiert an meinem neuen LG C5 und hatte dann kein Bild mehr.

Ich bräuchte halt mindestens 3 HDMI Anschlüsse am TV. PS5, Switch 2 und Bluray-Player. Ich glaube der C5 hat nur 2?
 
Hendoul schrieb:
Stimmt, ich könnte die PS5 direkt am TV anschliessen, dann hätte ich auch 4k@120hz, VRR und ALLM?
Genau
Hendoul schrieb:
Mein UHD Bluray-Player hat auch zwei Ausgänge.
Der eine ist Audio only und ist bspw. für Betrieb mit einem Beamer gedacht.

Hendoul schrieb:
ch bräuchte halt mindestens 3 HDMI Anschlüsse am TV. PS5, Switch 2 und Bluray-Player
Also ich würde nur was Spezialsachen braucht an den TV klemmen, der ganze "normale" Kram einfach wie bislang an den AVR.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: PeterSee
Also eigentlich nur die Spielkonsolen weil die über den AVR angeschlossen kein 4k@120Hz schaffen und auch kein VRR und ALLM unterstützt wird. Hat man denn irgendwelche Nachteile wenn man diese direkt an den TV anschliesst und dieser dann via eARC an einem ARC am AVR? Ich meinte der Marantz SR6010 hat nur ARC und kein eARC.

Laut ChatGPT büsst man dann bei der Audioqualität ein. Also das fühlt sich nur so als halbgare Lösung an.
 
Zuletzt bearbeitet:
normales ARC entspricht einer SPDIF verbindung (das optische kabel) -> 2 Kanal PCM Stereo oder 5.1 in DD/DTS
eARC würde von audio seite einem direktanschluss in den AVR entsprechen von der bandbreite -> also 8 Kanal PCM bzw DTS-HD & Dolby-TrueHD/Atmos und wie sich alles schimpft.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DJMadMax
Ich gehe mit den Geräten auch direkt in den TV und von da aus einmal in den AVR.
Ich habe z.b bei Spotify Lossless (Desktop App) die Möglichkeit, direkt verschiedene Geräte anzuwählen. Ich höre absolut keinen Unterschied, ob ich direkt via Connect auf den Wiim Ultra streame, den TV anwähle oder direkt über den TV via HDMI zum AVR. Es gibt da wirklich nicht den aller geringsten Unterschied zu hören. 0,000 Chance.
 
SonyFriend schrieb:
Thema Einmessung: das ist ein unverzichtbares Muss
Ist das so? Dann mache ich das wohl seit bald 25 Jahren (auch schon im Automotive-Bereich, wo das System seinen Ursprung hat) falsch - und guess what: ich werde es auch den Rest meines Lebens weiterhin so halten.

SonyFriend schrieb:
Der Denon 3800h ist schon gut ausgestattet
Das definitiv. Der steht auch auf meiner Liste für's Zweitsetup (fürs Heimkino muss was anderes her).

Hendoul schrieb:
Ich hatte vor dem Denon mal einen Onkyo, war eigentlich recht zufrieden. Ist doch egal wenn eine Firma Pleite geht, Software-Updates für AVRs sind doch sowieso höchst selten?
Es geht nicht um Firmware-Updates, sondern darum, wieso Onkyo pleite gegangen ist und weshalb man tunlichst die Finger insbesondere von den nicht ganz so neuen, gebrauchten Verstärkern am Markt lassen sollte, Stichwort: HDMI / DSP Board

Seit Jahren sterben reihenweise Onkyo-Verstärker am überhitzten DSP-Chip, welcher nur mittels Reballing - und dann auch nur temporär - wieder gangbar zu machen ist.

Ich habe das mit verschiedenen Verstärkern mehrfach hinter mir und glücklicherweise hat es in meinem engsten Verwandten- und Bekanntenkreis mittlerweile auch der letzte kapiert, da einen großen Bogen drum zu machen.

Wenn ein Unternehmen einen derart offensichtlichen Serienfehler nicht nur über gut zehn Jahre mit sich schleppt und dann auch noch versucht, insgeheime totzuschweigen, keinerlei Kulanz zeigt und irrwitzige Reparaturkosten verlangt, dann hat man es nicht anders verdient, als vom Markt zu verschwinden.

Hendoul schrieb:
Mein UHD Bluray-Player hat auch zwei Ausgänge. Ich meinte aber gelesen zu haben, dass man nicht 2 braucht bei modernem Setup? Oder macht es immer noch Sinn eines mit dem TV zu verbinden und eines mit dem AVR?
In genau deinem Fall, also wenn der TV "modern" ist, der AVR aber nicht mehr bietet, ist genau das der richtige Weg: mit HDMI "Audio only" an den Receiver, mit dem anderen aus dem UHD-Player direkt an den TV.

Hendoul schrieb:
Ich bräuchte halt mindestens 3 HDMI Anschlüsse am TV. PS5, Switch 2 und Bluray-Player. Ich glaube der C5 hat nur 2?
Man weiß in aller Regel aber auch vorher, wie viele Geräte man besitzt, bzw. anschaffen möchte und ob und wie man diese verbindet. Wenn ich einen TV kaufe, der nicht genügend Anschlüsse für all meine Geräte in der gewünschten Ausstattung (4K120, HDR, VRR, ALLM, etc.) bietet, dann sollte mir von vorn herein auch klar sein, dass ich einen passenden Receiver benötige, der seinerseits genügend Anschlüsse bietet, um das Signal aller Quellgeräte in vollem Funktionsumfang weiterleiten zu können.

Das kostet nunmal, daran führt kein Weg vorbei.

Ein wenig "Gefrickel" wäre mit einem HDMI-Selector möglich, aber bevor ich da für einen hochwertigen, der auch wirklich alles fehlerfrei kann (und dennoch stets eine zusätzliche Fehlerquelle darstellt), würde ich das Geld lieber sparen und in einen ordentlichen AVR investieren.

VDC schrieb:
Der eine ist Audio only und ist bspw. für Betrieb mit einem Beamer gedacht.
Audio Only ist für den AVR/Verstärker gedacht, für nichts anderes.

Hendoul schrieb:
Hat man denn irgendwelche Nachteile wenn man diese direkt an den TV anschliesst und dieser dann via eARC an einem ARC am AVR?
Der Unterschied zwischen ARC und eARC wurde dir ja schon sehr gut von @eLeSDe erklärt. Im Stereobetrieb würde das vermutlich, wie @PeterSee schreibt, tatsächlich keinen Unterschied machen, beim Mehrkanalton und insbesondere, wenn du ein komplexeres System mit vielen Kanälen bis hin zu Atmos fährst, kämst du sowieso nicht um eARC herum.

PeterSee schrieb:
Ich höre absolut keinen Unterschied, ob ich direkt via Connect auf den Wiim Ultra streame, den TV anwähle oder direkt über den TV via HDMI zum AVR. Es gibt da wirklich nicht den aller geringsten Unterschied zu hören. 0,000 Chance.
Wie gesagt, bei reinem Stereo bin ich bei dir, da hilft dann auch die qualitativ höchstwertige Ausstattung und das bestmögliche Quellmaterial nichts. Für den Rest reicht dann bei eARC die Bandbreite nicht mehr aus, um alle Kanäle qualitativ hochwertig oder grundsätzlich überhaupt anzusprechen.
 
DJMadMax schrieb:
Ist das so? Dann mache ich das wohl seit bald 25 Jahren (auch schon im Automotive-Bereich, wo das System seinen Ursprung hat) falsch - und guess what: ich werde es auch den Rest meines Lebens weiterhin so halten.

Dann machst du wohl etwas falsch, die Einmesshilfen nicht zu nutzen.
Jeder beschreibt ja seine Erfahrungen. Du deine und ich meine. Die müssen ja nicht zueinander passen.
Die Hilfen haben in unseren privaten Räumen auf jeden Fall ihre Berechtigung.
 
@SonyFriend
Man kann so viel mehr rausholen, als mit den schnöden Messverfahren, wenn man sich ein wenig mit der Materie beschäftigt. Aber daran scheitert's leider schon bei vielen.

Die Meisten wollen offenbar gar keine gute Musik hören, sondern sich einfach nur irgendwie quer auf die Couch werfen und mit einem "guten Gewissen", weil ja schließlich eingemessen, irgend ein Gedudel per Streamingdienst (sei es Audio oder Video) schauen.

Ja, mit der Meinung kann ich auch leben, aber pauschal zu behaupten, dass Einmessen das A und O wäre, stößt mir jedes Mal wieder auf.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: PeterSee
Beim Einmessen und bei der anschließenden Korrektur kommt es grundsätzlich immer stark auf den eigenen Raum und die Aufstellung an.
Der eine muss oder sollte stärker eingreifen, der andere vielleicht fast gar nicht.

Wenn man mittig im Sweet Spot sitzt und beide Lautsprecher exakt gleich weit entfernt sind, ist das schon einmal eine sehr gute Grundlage. Wenn man mit dem Klang trotzdem nicht zufrieden ist, kann man zum Beispiel auch mit Audyssey wunderbar eine Messung durchführen, um zu sehen, wo eventuell zu viel oder zu wenig Energie vorhanden ist.

Ich persönlich senke im Grunde nur im Tiefbassbereich ab. Am Ende ist alles ein Kompromiss. Dirac, das ich bis zur letzten Ausbaustufe nutzen kann, begeistert mich leider überhaupt nicht mehr. Nach hunderten Stunden mit verschiedenen Zielkurven, auch über Dirac, kehre ich immer wieder zu der einfachen Methode zurück: nur die stärksten Raummoden gezielt absenken.
Gerade das klingt für mich am natürlichsten und am wenigsten „verbogen“.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DJMadMax
PeterSee schrieb:
nur die stärksten Raummoden gezielt absenken
Genau das ist der Trick. Man kann auch schön mit nem Tone Generator herausfinden, wie sich so die eigenen vier Wände rein akustich verhalten:
https://www.szynalski.com/tone-generator/

Auch interessant: mal vorher durchhören, wo man so seine Probleme mit dem Raum hat, dann mal Audyssey, YPAO und wie sie alle heißen, durchlaufen lassen und anschließend nochmal den Tone Generator zur Hand nehmen.

PeterSee schrieb:
Gerade das klingt für mich am natürlichsten und am wenigsten „verbogen“.
Der Punkt ist nämlich: je glattgebügelter der Frequenzverlauf wird, umso emotionsloser und langweiliger wirkt die meiste Musik damit.

Ein wenig räumlicher Grundcharakter (im Sinne von den eigenen vier Wänden, also in dem Falle mal nicht, was Bühne anbelangt) schadet dem Hörspaß in der Regel nämlich überhaupt nicht.

Aber grundsätzlich gilt natürlich: erlaubt ist stets, was Spaß macht
 
Ich habe Audyssey mit dem Beipack-Mikrofon, Dirac mit UMIK-1 und auch REW mit UMIK-1 miteinander abgeglichen.
Selbst wenn ich das Mikrofon nicht wieder zu 100 % exakt an denselben Hörplatz bekomme, gleichen sich die Ergebnisse fast wie eineiige Zwillinge. Wirklich jeden Berg und jedes Tal könnte man im Bild übereinanderlegen. Die Abweichungen sind so gering, dass man sie schon mit der Lupe suchen müsste.
Das ist natürlich nur meine persönliche Erfahrung dazu. Ihr könnt das gerne selbst einmal testen.
Für mich bedeutet das: Um die Probleme im eigenen Raum zu finden, macht es praktisch keinen Unterschied, ob mit REW, Dirac oder Audyssey gemessen wird.
Für den späteren EQ ist das aus meiner Sicht dann einfach nicht entscheidend.
Daran sieht man aber erst einmal, wie genau man mit Audyssey XT32 und dem Beipack-Mikrofon eigentlich messen kann. Ich finde das sehr erstaunlich.
 
Zurück
Oben