Meinung zum Anycubic Kobra X

Peleke

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Seit der Formnext verfolge ich die Ankündigung des Anycubic Kobra X und finde den ein sehr attraktives Paket zu dem Early Bird Preis (ca. 220 €).
Er verspricht eine Mischung aus Bambu Lab A1 und H2C zu sein, also mit offenen Bauraum Multifarbsystem mit minimalem Abfall zu bieten: https://www.china-gadgets.de/anycubic-kobra-x-multicolor-drucker/
Jetzt frage ich mich, ob bzw. was der Haken daran sein könnte, denn die Marke ist ja schon etabliert und der Preis für die versprochene Leistung sehr gut. Ich freue mich über Eure Meinungen.
 
anycubic kannst du eigentlich alle kaufen, ich hab nen freund der gewerblich bis zum titandrucker in vw bulli größe alles verwendet - und auch die haben für einen teilbereich (zahntechnik) auch relativ günstige anycubic modelle (~500 euro) im dauereinsatz.

war letztes jahr mal auf einer internen hersteller messe für fachpersonal (obwohl ich keines bin 😅) von 3d druckern, und da haben die anycubic auch alle überzeugt - teilweise besser als teurere lösungen.

bei 220 euro brauchst eigentlich garnet zu überlegen.
 
Ich hatte einen Anycubic kobra 2 max und wurde mit dem nie warm. Hab weiterhin lieber auf meinem kleinen Elegoo Neptune 4 pro gedruckt und dann schnell wieder verkauft. Das Druckbild war schlecht, der Anycubic Slicer zu dem Zeitpunkt noch echt mies und das Ding war laut wie sau.

Ich bin aktuell auf einen BambuLab P1S umgestiegen.
 
Ich habe auch einen Kobra 2 Pro.
Für meine zwecke ok. Ich musste ein bisschen herumexperimentieren bis ich wirklich das bekommen habe was ich will. Das Teil sauber druckt.
Der Anycubic Slicer ist ok. nicht so mächtig wie z.b. Cura aber für mich reichts dicke. Ist mein erster 3d-Drucker und habe wenig Vergleichsmöglichkeiten. Aber man kann natürlich auch den Cura verwenden für den Anycubic. Aber ehrlich: für den Preis des Kobra X könnte ich mir auch einen Umstieg vorstellen... Und wäre, wenn ich einen Drucker suchen würde, spätestens jetzt im Warenkorb...
 
Ich habe einen Bambu Lab A1 Mini (als Erstdrucker) und finde da die Bedienung und den Komfort sehr gut, allerdings stört mich die geringe Größe ab und an und da ich kein AMS habe auch der fehlende Farbsupport. Da mich alleine das AMS schon mindestens 150 € kosten würde, überlege ich stattdessen dem Kobra X eine Chance zu geben.
 
Der wird in Europa glaube ich frühestens im März verfügbar sein
 
Mittlerweile gibt es ja die ersten Reviews, und die, die ich bis jetzt gesehen habe (von mak3r, dievolution, XrControl) waren sehr positiv.

Mich stört eigentich nur, dass es den Slicer (bis jetzt) nich für meine Linux-Varianten gibt, aber das kann sich ja noch ändern.
Kein Gehäuse und das Filament hängt frei im Raum... das sind natürich noch zwei Punkte, die aber einfach am Preis hängen. Macht das einen großen Unterschied in der Qualität?

In den Eigenschaften steht noch "USB(nur Drucken)". Was bedeutet das genau?
Ich habe aktuell noch einen Anycubic i3S hier, den ich über octoprint betreibe... würde das dann noch funktionieren? Also eine LAN-only-Netzwerk-Lösung?

Der eingehauste S1 kostet in der Combo-Version ja gleich mal 200€ mehr...
 
Ich geb mal meine Meinung ab, auch wenn ich bisher noch keinen 3D-Drucker habe. Der Kobra X wird mein erster. :)
Elderian schrieb:
Mich stört eigentich nur, dass es den Slicer (bis jetzt) nich für meine Linux-Varianten gibt, aber das kann sich ja noch ändern.
Den Anycubic Slicer Next gibt es zwar offiziell nur für Ubuntu aber es gibt auch ein (inoffizielles) AppImage und Flatpak. Hab ich mir auf CachyOS installiert und läuft zumindest (ob es dann auch funktioniert wird sich zeigen). Ansonsten kann man ja auch Orca Slicer nehmen, das soll wohl insgesamt eh empfehlenswerter sein.
Elderian schrieb:
Kein Gehäuse und das Filament hängt frei im Raum... das sind natürich noch zwei Punkte, die aber einfach am Preis hängen. Macht das einen großen Unterschied in der Qualität?
Ob mit Gehäuse oder ohne hängt wohl eher damit zusammen was man drucken will. Manche Filamentarten drucken sich ohne Gehäuse wohl nicht besonders gut.

Mal sehen, ich bin auf jeden Fall gespannt auf das Teil.
 
kunig30 schrieb:
Den Anycubic Slicer Next gibt es zwar offiziell nur für Ubuntu aber es gibt auch ein (inoffizielles) AppImage und Flatpak.
Richtig, habe ich unter PopOs und Mint schon Mal versucht, konnte ihn aber nicht zum laufen bringen. Ich habe aber nicht so viel Zeit investiert... Ich darf ja noch zwei Monate warten.

Für den i3S nutze ich Cura, funktioniert gut genug für meine Zwecke. Ich denke halt, dass der Next die besonderen Features des Cobra X evtl. Besser unterstützt.
 
Hier ein ganz nettes Video zum Kobra X:
 
Elderian schrieb:
Ich habe aktuell noch einen Anycubic i3S hier, den ich über octoprint betreibe... würde das dann noch funktionieren? Also eine LAN-only-Netzwerk-Lösung?
Das würde noch funktionieren, Octoprint wird ja ohnehin per Netzwerk mit Daten versorgt. Ich würde bei der Nutzung mehrerer unterschiedlicher Drucker ohnehin zu Orca raten. Ich hab nach dem Kauf des Sovol Zero (ist mit Klipper ausgestattet) auch meinen per Octoprint betriebenen Sovol SV04 nach Orca migriert und werde Cura ganz aufgeben. Vor dem SV04 hatte ich übrigens einen Anycubic Mega X im Einsatz.

Da das Kobra OS des Kobra X ein Klipper Derivat sein wird, dürfte nichts gegen die parallele Nutzung der beiden Drucker über den gleichen Slicer sprechen. Übrigens lassen sich klipperbasierte Drucker auch in die Octoapp einbinden und darüber steuern.
 
Ich denke, sobald der Cobra X da ist, wird der i3S eingemottet, ich habe weder Bedarf noch Platz für zwei 3D-Drucker. Und da zwischen beiden ja Kinder zehn Jahre liegen, nehme ich an, dass der Cobra X alles besser kann, und das auch viel schneller. Der i3S ist ja schon gemächlich aus jetziger Sicht. =)
 
Kann ich verstehen! Den Mega X hatte ich nach dem Kauf des SV04 zunächst eingemottet, ihn aber dann doch verkauft. Ich will den SV04 demnächst ebenfalls verkaufen und durch einen Core XY ersetzen. Denn der ist mir inzwischen auch zu langsam. Da der Zero zwar Klasse und sehr schnell ist, aber nur ein Viertel der Druckfläche des SV04 besitzt, muss einfach auch noch was grösseres da stehen. Und da denke ich derzeit an einen Elegoo Centauri Carbon 2 Combo, einen Qidi Q2 Combo oder auch an einen Creality K2 Combo. Denn klar ist, dass ich einen eingehausten Drucker mit Mehrfarbfähigkeit haben will. Alle kommen da von der Druckfläche in Frage, wobei der Elegoo und der Creality hier mit ihren 260x260mm aber auch schon an der untersten Grenze rangieren. Allerdings sind die drei auch nicht in Stein gemeißelt, es gibt noch ein paar andere Kandidaten die in Frage kommen könnten.

Platzmässig wirds dann auf jeden Fall besser, weil die in Frage kommenden Kandidaten trotz der fast so grossen Druckfläche wie die des SV04 alle in Länge und Breite um die 20cm kleiner sein werden als der SV04. Und weil ich eigentlich einen mit separatem AMS bevorzuge, wirds dann auch in der Höhe besser. Denn ich hab ebenfalls nicht unbegrenzt Platz, weil der Drucker zwingend auf meinem Schreibtisch Platz finden muss.

Der Kobra X sieht zwar nett aus und ist preislich sehr attraktiv, aber er ist offen und das möchte ich inzwischen nicht mehr. Ein eingehauster Würfel muss her und der Kobra S1 ist für mich da keine Option.
 
areiland schrieb:
Der Kobra X sieht zwar nett aus und ist preislich sehr attraktiv, aber er ist offen und das möchte ich inzwischen nicht mehr. Ein eingehauster Würfel muss her und der Kobra S1 ist für mich da keine Option.
Ich denke der Kobra X ist durch den Preis eindeutig im Einsteigersegment plaziert. Wer dann an dem Hobby Gefallen findet wird sich vmtl. früher oder später eh was "besseres" zulegen.
 
Natürlich, der Kobra X richtet sich eindeutig an den preisbewussten Einsteiger, der direkt ein brauchbares Multifilamentsystem sucht. Anycubic macht mit dem Kobra X wohl auch ziemlich viel richtig und schafft es offenbar sogar, die Poops deutlich zu reduzieren.

Mpox zumindest scheint vom Kobra X technisch nicht enttäuscht worden zu sein:

Also ist da wohl im Einsteigersegment ordentlich was am kommen. Der Kobra X könnte sogar mir gefallen, wenn er nur ein Core XY wäre. Aber auf Bettschubser hab ich nach den guten Erfahrungen mit dem Zero einfach keine Lust mehr.
 
Was sind denn da die Nachteile im Vergleich? Ich komme von einem Bambu Lab A1 Mini
 
Bettschubser sind in der Regel langsamer, weil ja das gesamte Bett bewegt werden muss und das schon eine ordentliche Masse ist. Ausserdem nimmt das Gewicht dabei ja durch den Druckfortschritt immer weiter zu. Dazu kommt, dass diese Drucker deutlich mehr Platz benötigen als ein gleich grosser Core XY, weil das Bett hinten und vorne über die Grundfläche des Druckers hinausfährt. Auch sind die Bettschubser immer deutlich breiter als ein Core XY mit gleichgrossem Druckbett.

Ich habs ja oben schon erwähnt, ein Core XY mit ungefähr der Druckbettgrösse meines SV04 fällt gut zwanzig Zentimeter schmaler aus als der SV04 und in der Tiefe können es sogar dreissig Zentimeter sein. Dazu kommt, dass ich einen eingehausten Core XY auf meinem Schreibtisch bis ganz an die Wand schieben kann.

Hier mal ein Bild:

20251105_223012.jpg

So siehts auf meinem Schreibtisch aus. Links der SV04, den ich sogar schon verschlankte, indem ich die Filamentspulen hinter die Gantry gehängt hab. Im Original stehen die nämlich oben auf der Gantry, also nochmal eineinhalb Spulendurchmesser höher. Weil aber oberhalb des Druckers eine Infrarotheizung hängt, mussten die Spulen tiefer kommen, damit sie nicht von der Heizung beleuchtet werden können.

Rechts zum Vergleich mein Sovol Zero, der in allem deutlich schlanker daherkommt. Auch wenn dessen Druckbett nur ein Viertel so gross ist wie das des SV04, als Bettschubser wäre auch der deutlich ausladender.
 
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