Meinungsumfrage zum Thema Kopfhörer/Headset

idlehand

Ensign
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Dez. 2007
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hallo,

Ich habe mich etwas mit der frage nach nem geeignetem headest/kopfhörer (die vorlieben dafür gehen ja stark auseinander) beschäftigt. und nachdem ich auch nen guten hunderter investiert habe, ist mir aufgefallen, dass kopfhörer dieser preisklasse ein anderes problem mit sich bringen.
Musik höre ich hauptsächlich im *.mp3 format. Seitdem ich nun einen etwas teureren kopfhörer angeschaft habe, höre ich die qualitätsunterschiede der verschiedenen sampling raten sehr deutlich. mittlerweile kann erkenne ich 128 kbps "blind" und auch 256 kbps lassen sich raus hörern. 320kbps klingt soweit ok, aber nur weil ich noch nix besseres gehört habe.
wie geht das euch?
 
Also, den Unterschied von 128 kbps auf 192 und 256 oder 320 hör ich sogar mit meinem 40€ Headset! Desshalb kommt bei mir auch nix unter 256 kbps mehr ins Haus, das is nämlich nicht zu ertragen :D
 
In Zukunft einfach als FLAC mit entsprechender Einstellung rippen und jut ist ;) - danke der Nachfrage :D
Und falls der Unterwegsplayer kein FLAC kann, dann von der FLAC ne mp3-Kopie rippen...
 
Ja der Unterschied ist aufjedenfall hörbar, bei 320 kbps vs lossless ist das nicht mehr so einfach zu behaupten. Bei mir kommen jedenfalls nur noch ".flac's" in die foobar Mediathek da ich keinen Platzmangel habe und es für mich kein größerer Aufwand ist.
 
Ohne ABX-Test glaube ich sowieso nichts mehr :)

Die Unterscheidung zwischen mp3 320kbps und losless bekommt man so gut wie nicht mehr hin (Es sei denn, man hat beschissen encodiert). Im Blindtest wird deshalb von den meisten nur noch geraten - mit den entsprechenden Ergebnissen.
 
Naja, zwischen 256 und 320 wird schwer, desshalb sag ich ja auch unter 256 kommt mir nix mehr ins Haus. ;) Aber jeder andere fällt auf jeden Fall mittel bis stark auf!
 
Ich habe ebenfalls mal einen Blindtest gemacht zwischen Lossless und 192kbit/s auf sehr guten Heco Boxen plus Yamaha AVR.

Dazu haben ein Freund und ich das gleiche Lied in die Playlist getan, einmal als Lossless und einmal als komprimiert und dann auf shuffle gestellt. Einer saß auf dem Sofa im Stereodreieck und hat "geraten", der andere am Rechner um meistens falsch zu sagen.

Uns ist ganz einfach kein Unterschied aufgefallen. Vielleicht ist das mit Kopfhörern oder entsprechend dichter Musik (Metal mit vielen Instrumenten gleichzeitig) anders und man braucht eine höhere Rate.
 
ok, danke. werd mal flacc ausprobieren....
@wechhe: ja, ich meine mit kopfhörer hat man ein komplett anderes feeling. ich merke es wenn ich auf die verständlichkeit von songtexten achte oder noten rausfinden will.
@wickedweazel: schön zu hören, dass es dir gut geht :) dass du nicht ganz verstehst was ich von euch erwarte, ist nicht schlimm.
 
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Knecht_Ruprecht schrieb:
Da habe sich Profis mit sehr teurem Equipment schwerer getan...

Danke für den Link, hat mir sehr viel Spaß gemacht den Artikel zu lesen und mich in meiner Entscheidung bekräftigt auch zukünftig (und ohne schlechtes Gewissen) alles in mp3 320kbps zu archivieren.

Darf ich mal eine andere Frage stellen? Wisst ihr wie das bei elektronischer Musik ist? Da kommt es mir vor das selbst 192kbps noch sehr gut klingt. Vielleicht sogar 128kbps.

Ich kann das leider nicht mehr testen da ich aus dem Bereich überhaupt keine Musik mehr höre, würde mich aber interessieren.
 
Elektronische Musik hat zwei Vorteile. Erstens und das ist der große Unterschied zu "aufgenommener" Musik, wurde diese Musik digital hergestellt. Solche Musik lässt sich natürlich deutlich leichter komprimieren, weil sie von Anfang an "sauberer" ist. Es befinden sich also keine Störgeräusche darauf wie knacken, brummen oder sonstwas, die bei Aufnahmen zwangsläufig dabei sind, wenn auch für die meisten nicht hörbar.
Dieser Effekt lässt sich umgekehrt auch aus dem C'T Test herauslesen, wo einige Stücke in 192kbit besser klingen als im Original, weil da eben diese Störgeräusche rausgefiltert wurden beim komprimieren.

Zweitens ist elektronische Musik nicht so "dicht", zumindest meistens. Man hat einen klaren Beat und Effekte. Bei rockiger Musik, besonders bei harter wie Metal & co hast du ständig eine Vielzahl an Instrumenten, die über fast den gesamten Frequenzbereich eine Menge Informationen erzeugen. Je mehr Informationen komprimiert werden müssen, desto schwieriger ist das natürlich bei gleicher niedriger Bitrate. Ich gehe sogar so weit, dass ich einfacher Techno Song, der im wesentlichen nur "Utz Utz Utz" macht mit unter 100kbit komprimiert werden kann, ohne das viel verloren geht.
 
Dem würde ich voll und ganz zustimmen! Ich höre fast nur Metal und das ist denke ich wirklich deutlich anfälliger was niedrige Bitraten angeht. Da ist der Unterschied bei einem "Black Tears" von Heaven Shall Burn zwischen 192 kbps und 320 kbps gigantisch!
 
@Wechhe, danke für die einleuchtende Erklärung.

Allerdings bei unter 128kbps müssten doch die Bässe um einiges dumpfer klingen, oder? Weil je niedriger die Bitrate umso niedriger auch die Frequenzbreite, oder?

Im Prinzip könnte man also die Behauptung aufstellen, die einzige Musik die so klingt wie sie klingen soll bei Internet-Radiosendern ist elektronische Musik, verdammt ;)
 
Es ist natürlich immer schwierig, subjektive Höreindrücke in Worte zu fassen, sodass der Leser das auch richtig versteht. Aus meiner Sicht ist das Wort "gigantisch" oder "da liegen Welten dazwischen" ziemlich hochgegriffen und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Untschied (zumindest für meine Ohren) so groß ist. Es ist auch immer davon abhängig, wie komprimiert wurde. Der verwendete Codec und die verwendeten Filter beim Komprimieren, sowie die Qualität des Ausgangsmaterials haben einen entscheidenen Einfluss.
Wenn die drei Sachen nicht stimmen, kann ein 360kbit komprimierter Song schlechter klingen als 128kbit.

Gut erzeugte 192 kbit sind meiner Meinung nach in den allermeisten Fällen ausreichend und in einem Blindtest auf normalen Heimequipment nicht schlechter als weniger stark Komprimiertes.

mimi347 schrieb:
@Wechhe, danke für die einleuchtende Erklärung.

Allerdings bei unter 128kbps müssten doch die Bässe um einiges dumpfer klingen, oder? Weil je niedriger die Bitrate umso niedriger auch die Frequenzbreite, oder?

Im Prinzip könnte man also die Behauptung aufstellen, die einzige Musik die so klingt wie sie klingen soll bei Internet-Radiosendern ist elektronische Musik, verdammt ;)

Bitte :-)
Ältere und schlechte Komprimierungsverfahren verwenden in der Tat eine Frequenzabschneidung, sodass hohe Töne und tiefe Bässe rausgeschnitten werden. Bei neuen und guten Codecs wird nicht einfach nur blind abgeschnitten, sondern "intelligent" geschaut was da ist und wie das am besten komprimiert werden kann.
Als Test kann man ja mal eine Sinuskurve von 20Hz-20 kHz aufnehmen und komprimieren mit einer sehr niedrigen Bitrate. Das sollte eigentlich genauso klingen, wie das Original.
 
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Hast du vielleicht einen Tipp mit welche Programm und/oder Codec man am besten seine CDs komprimiert?
 
mp3 ist nicht gleich mp3. es gibt verschiede algorithmen ein analoges signal zu kodieren. je nach verwendetem dekoder klingt eine mp3 datei unterschiedlich.
außerdem nutz man beim dekodieren psychoakustische effekte der wahrnemung. zum beispiel kann der mensch zwei töne erst ab einem gewissen mindestunterschied der tonhöhe voneinander unterscheiden, und er kann vor und nach sehr lauten geräuschen für kurze zeit leisere geräusche schlechter oder gar nicht wahrnehmen.
wird die musik analog eingespielt, fallen bei der kodierung informationen weg (zb schwache frequenzanteile in der nähe von starken obertönen) bei digital generierter musik sind die frequenzübergänge wesentlich sauberer.
das, und wie schon erwähnt hat man in der elektronischen musik ein anderes frequenzspektrum.
 
Ich habe am Rechner einen Shure SRH-840E mit dem und der Anlage im Wohnzimmer (kleiner Onkyo-AVR + Wharfedale EVO2-20 + Heco CELAN 30A ) höre ich zwischen 256/320/FLAC keinen Unterschied. Anders sieht es mit meiner Stereo-Anlage aus. Dort höre ich über einen DAC die Unterschiede 320 zu FLAC. Die Anlage ist übrigens ne Meixing Mingda Vor-Endstufenkombination (Vorstufe 2A3 Röhren und Endstufen Single Endet Triode Class A mit einer 845 Senderöhre) die den sehr guten Lautsprecherbausatz "BlueNote" von Udo Wohlgemuth aus Bochum treiben. Quelle ist je nachdem ein Opera Consonance CD-Player bzw. war mal zum Vergleich ein Benchmark DAC1 - ich selber suche noch nach dem DAC für meine Anlage ;) ...ich kann also zumindest von der Qualität der Verstärker+Lautsprecher und Quellen weit oben mitreden...wenn auch nicht ganz im absoluten 30k€+ Rahmen mit entsprechenden Verstärkern und Thiel/Accuton Chassis in den Lautsprechern oder aber z.B. Cabasse Kugeln+21" Woofer ;)

Hören hängt m.M.n. auch sehr stark von der Stimmung, der Konzentration und den Nebengeräuschen der Wohnung ab...
Blindtests auf Veranstaltungen sind meiste sehr...nun sagen wir mal Stimmungsgeladen...die B&W Boxen sind übrigens in vielen HiFi-Kreisen auch als Weichspüler bekannt - die machen selber aus "Murks" etwas was klingt, da sie sehr viel plattbügeln.

Gruß
Vincent
 
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