memtest86?

reditalian

Lt. Commander
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Servus Leute,
sorry, wenn das hier vielleicht nicht ganz hin passt, geht ja aber primär um Speicher. Irgendwie hab ich keine wirklich passende Rubrik gefunden. Ich frag mich gerade nach der Sinnhaftigkeit solcher Tools, die auch bekanntlich gerne von PC Händlern im Service benutzt werden. Hatte gerade kleine Probleme mit dem Desktop und hab mir memtest86 auf den USB Stick installiert. Spasseshalber hab ichs auch auf meinem betagten Toshi NB laufen lassen. Erster Durchlauf auf dem NB brachte fast 200 Fehler. Das Ding läuft aber wie ein VW Käfer mit Win7 64, wofür es eigentlich garnicht gedacht war, da war noch Vista drauf. Kann mich an keinen einzigen Absturz oder Bluescreen erinnern, auch nach Stunden nicht. Einschalten, ausschalten und fertig. Wie soll man diese Masse an Fehlern interpretieren? Stirbt da vielleicht der Speicher so langsam weg? Der "große" Rechner hats übrigens mit 0 Fehlern durchlaufen, trotz erhöhter Speichertimings.
 
Abstürzen wird der PC nur, wenn der defekte Speicher auch beschrieben wird. So lange da nix wichtiges drauf ist, passiert auch nix.

Eigentlich ist das Tool aber recht aussagekräftig, und man kann ihm glauben ... wenn man die Version nimmt, mit der man booten kann. Die hattest du ja mit dem USB Stick. Es gibt auch eine Desktopversion, aber da ist etwas RAM vom Betriebssystem gesperrt und kann nicht getestet werden, deswegen ne schlechte Wahl.
 
Wie mein Vorredner schon geschrieben hat: Solange der Speicher nicht verwendet wird, passiert nix.
Wenn er verwendet wird, kann das aber seeeeeehr unterschiedliche Auswirkungen haben.

Im besten Fall schmiert der Rechner "nur" mit einem Bluescreen ab, im dümmsten Fall zerstörst du Dir die Daten.

Beispiel: Du Defragmentierst Deinen Rechner. Die Daten werden irgendwo Zwischengespeichert. Ist der Zwischenspeicher defekt werden die falschen Daten neu geschrieben und schwupps sind vorher funktionierende Dateien defekt.

Oder aber, was bei mir mal passiert ist, du kopierst große Dateien von einer Platte auf die andere und die Zielplatte ist langsamer als die Quellplatte. In diesem Fall werden die Daten im Arbeitsspeicher zwischengespeichert (gecached) und geschrieben, wenn die Zielplatte neue Daten aufnehmen kann. Wenn jetzt der Arbeitsspeicher defekt ist, kannst du Dir denken was passiert.

Daher: Wenn Tools wie Memtest86 sagen der Speicher ist defekt, dann ist der Speicher defekt. In diesem Fall einen Speicherchip herausnehmen und nochmal testen. Sind die Fehler weg, ist der ausgebaute Chip defekt. Ansonsten weitertesten.

Aber auch wenn Memtest86 meint, dass der Speicher ok ist, so können dennoch Fehler vorhanden sein. Wie überall kann man nichts zu 100% testen. Sicherer ist nur noch mit ECC-Ram (Server).

Kurz: Lieber Speicher austauschen, auch wenn scheinbar alles ok ist ...
 
Kann sein, dass es dir in einer .jpg ein Pixel verfärbt. Kann auch sein, dass es dir in deiner Steuersoftware totalen Murks baut. Ergo: Wenn wichtige Daten auf dem Rechner laufen, austauschen.
 
Drive Fitness Test oder Vivard oder MemTest86, besser gesagt MemTest86+ 4.2.0 verwende ich schon seit Jahren und bisher haben die aussagen immer gestimmt.

das problem vom normalen memtest86 ist, das nur 3gb speicher getestet werden können, weil es nur 32 bit addressieren kann.

am besten du lädst dir die ultimate boot cd runter, die gibts bei chip, dann einfach brennen oder mit xboot auf einem usb stick installieren, dort sind die neuesten und alle versionen von memtest86 auch vorhanden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Welche memtest86 genau nutzt du? Gibt verschiedene. Das da: http://www.memtest.org/ ?

memtest hält das für RAM, was das BIOS ihm hinlegt. Das BIOS liefert eine Liste mit Bereichen, was RAM ist, die memory map. Schrott-BIOSe machen dabei gern was falsch. Dann wird RAM getestet, der gar keiner ist, und man bekommt Fehler obwohl die verbauten Speichermodule in Ordnung sind. Das kann man an den fehlerhaften Adressen erahnen oder wenn nach Tausch der Speichermodule die Fehler wieder an den gleichen Stellen auftreten.

Ich bin mir ziemlich sicher, daß mit memtest eine Doku daherkommt, die erklärt, wie man die Fehler analysiert.
 
@LvlLrd
Ich lass memtest gerade einzeln über die Module laufen. Beim ersten Modul gabs gleich wieder haufenweise Fehler, dass Zweite läuft bis jetzt ohne Fehler. Ich traue dem Frieden noch nicht ganz. Mal schauen. Ungewöhnlich, hatte ich noch nie bei Corsair Modulen und ich hab ne Menge Corsair Module verbaut. Irgendwann erwischt man mal ein defektes Modul.

@mensch183
Ist die aktuelle Version 5.01 für nen bootbaren USB Stick. Sie liest zumindest alle Daten korrekt aus, neuerdings sogar die SPD Informationen.
 
Danke für euer Feedback. Es war ein feherhaftes Modul, kaum zu glauben. Hab ein neues 2x2GB Set auch aus dieser Corsair Value Serie gekauft und siehe da, keine Fehler. Auch Speichermodule gehen kaputt, wenn auch selten. Verrückt ist ja nur, dass dieser angebliche Speicherfehler bislang absolut keine Auswirkungen auf Win7 hatte. Das alte Toshi Satego läuft sowas von stabil, dass es mir schon fast unheimlich ist. Vielleicht ist Windows mittlerweile so schlau, bestimmte defekte Speicheradressen selbst zu sperren. Keine Ahnung, ich bin kein Softwareentwickler.
 
Defekten Speicher sperren kann Windows nicht. Bei Festplatten geht das durch das NTFS Dateisystem, aber auch nicht zu 100% zuverlässig.
Defekten Speicher sperren geht zwar, allerdings braucht es dazu speziellen ECC Speicher.
 
Smily schrieb:
Defekten Speicher sperren geht zwar, allerdings braucht es dazu speziellen ECC Speicher.

ECC Speicher hat das NB natürlich nicht, aber warum gab es absolut keinerlei Probleme, obwohl memtest auf diesem besagten Speichermodul fast 200 Fehler gefunden hat? Das etwas betagte NB lief wiegesagt so was von rockstable, dass ich am Ergebnis von memtest etwas zweifelte. Hätte ich memtest nicht zufällig mal übers NB laufen lassen, wäre mir das garnicht aufgefallen. Das "olle" Toshi läuft bei mir häufig stundenlang als Mediaserver im Netzwerk, quasi als NAS Ersatz und auch für andere Aufgaben. Das bleibt wohl ein Mysterium. Der Preis für 4GB DDR2 Dimm war ja aber überschaubar, bei DDR3 Modulen siehts ja im Moment nicht so gut aus, weil da wohl eine Fabrik in Asien abgefackelt ist.
 
mackenzie83 schrieb:
Drive Fitness Test oder Vivard oder MemTest86, besser gesagt MemTest86+ 4.2.0 verwende ich schon seit Jahren und bisher haben die aussagen immer gestimmt.

das problem vom normalen memtest86 ist, das nur 3gb speicher getestet werden können, weil es nur 32 bit addressieren kann.

am besten du lädst dir die ultimate boot cd runter, die gibts bei chip, dann einfach brennen oder mit xboot auf einem usb stick installieren, dort sind die neuesten und alle versionen von memtest86 auch vorhanden.

D.h. das normale Memtest86 testet max. 3GB wegen 32Bit und dann nur soviel, wieviel gerade nicht benutzt wird da mann es "Online" sprich mit laufendem PC testet, richtig?

Memtest86+ testet im Boot die gesamte Kapazität also mehr als 3GB (das was vorhanden ist), richtig?

Dann bringt ja theoretisch das normale Memtest86 wenig da er die gesamte Kapazität nicht testet und nur das was gerade frei ist, dies ist ja nicht wirklich aussagekräftig! Dann muss ich mal schauen wie ich den Memtest86+ aufm Usb Stick lade um zukünftig zu testen.

Danke, man lernt nie aus :daumen:
 
Auch memtest86 testet den gesamten RAM.
Und gibt es genauso in einer bootbaren Version.

Er meint wohl das normale memtest von HCI
 
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