Merkel & Ackermann oder Ullas Dienstwagen -> Gibts nichts wichtigeres?

gaunt

Lt. Commander
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2.016
Hi Leute,

ist ja OK das Wahlkampf ist. Aber muss man dann so einen unwichtigen Mist hervor zerren?

Sommerloch und Wahlkampf auf einmal. Es gibt nix schlimmeres. Müssen wirklich Aliens vor der Tür stehen oder die Maori den 5. Weltkrieg ankündigen bevor mal die wirklich wichtigen Themen auf die Tagesordnung kommen?

Ich bin ja wirklich ein eingefleischter Demokratie und sogar EU Fan. Aber die aktuellen Themen lassen mich an Politik und Medien zweifeln...

Ist die Menschheit einfach so doof das sie diesen Mist wirklich hören will?
Ich will Politik und keine Hippe Soap oder das Dienstags Nachmittags Programm mit den neuesten Talk-Themen...

wirklich frustrierend...
 
Yeah, ich kann deinen Frust verstehen, aber auch gleich den ersten Mod der aufsteht, um missmutig die 'Closed-Quote' hier im Unterforum über die 50% zu treiben ;)
Nur noch ein paar Wochen, dann ist dieser lockere Wahlkampf auch vorbei
 
Gegenfrage: Fändest du es besser, wenn darüber nicht berichtet werden würde und die Politiker ihre private Misswirtschaft mit Steuergeldern ungestört fortsetzen könnte?
Als normaler Arbeiter würde man wegen soetwas vermutlich schon beim ersten Mal aus dem Job fliegen und hätte unter Umständen noch eine Schadensersatzklage am Hals. In der Politik ist eine solche Konsequenz bei berufsbezogenen Straftaten bzw Geldverschwendung leider nicht vorhanden. Deshalb finde ich es gut, dass in den Medien darüber ausführlich berichtet wird, damit die Politker wenigstens einen Imageverlust davontragen, wodurch ihre Wahlergebnisse leiden werden und sie sich überlegen werden das nächste mal etwas sparsamer zu handeln.
 
Ich persönlich finde es unfassbar, das man sich das "Recht" so hinbiegt, das es in Ordnung ist, das für mehrere tausender ein Dienstwagen nach Spanien geschafft wird. Hätte man nicht auch den Fahrdienst der Botschaften oder einen Mietwagen nutzen können?

Ob Recht oder nicht Recht spielt für mich eigentlich keine Rolle, mich ärgern derartige Privilegien die man sich selbst schafft.

Gleichzeitig macht selbige Ministerin unser Gesundheitswesen zu einem Trümmerhaufen ausgeliefert den marktwirtschaftlichen Prinzipien. Schafft willentlich eine 2 Klassengesellschaft. Auf der einen Seite die Bessergestellten Privatpatienten auf der anderen Seite der Pflichtversicherte der nur noch das billigste vom billigen bekommt. Das passt für mich nicht zusammen.

Gruß *michi*
 
Wenn ein Mod den Beitrag schließt dann kann ich damit leben. Ist ja zugegebenermaßen kein Thema von dem Leben abhängen;-) Ist mehr so: Wens interessiert der kann meine Verwunderung zur Kenntniss nehmen, wens nicht interessiert darf es getrost ignorieren. Und wenn sich einer drüber aufregen mag dann sei ihm auch das gegönnt;-)

Ich finde es halt einfach erstaunlich. Da wird wegen Verfehlungen die ein paar € kosten ein Fass aufgemacht, und Themen die wirklich wichtig sind (Bildung, Staatsverschuldung, Stabilisierung von Wirtschaftssystemen, Sozialkassen...) werden nur am Rande erwähnt.

Noch schlimmer als Politik und Medien finde ich aber:
Die Leute wollen es scheinbar so haben!?!
Ist ja auch einfach über die böse Ulla oder Angela zu meckern. Das versteht selbst der Bildzeitungs Bilder-Gucker. Die anderen Themen scheinen vielen zu komliziert zu sein um sich damit zu befassen.

Schon schade. Woanders müssen Menschen für Demokratie und Informationen sterben und wir nutzen unsere Freiheiten wenig sinnvoll.
 
Naja eigentlich ist es ja kein großes Thema, aber wenn man immer erzählt bekommt, man soll ja sparen und den Gürtel enger schnallen, dann geht einem sowas schon auf die Nerven.
Besonders wenn man sich immer mehr einschränken muss und dann sieht wie die tollen Politiker das Geld egentlich sinnlos aus dem Fenster werden.
 
Da brauchst du nur die Berliner Prachtbauten ansehen und vor Ort vergammelt beispielsweise die Schule.

Ausserhalb er Wahlzeit würden solche Themen unter den Tisch fallen, aber gerade jetzt buhlen sich sämtliche Parteien in solchen negativen Schlagzeilen, Wähler an sich zu ziehen.
Opel ist auch solch ein Beispiel - Nach der Wahl, .... :freak:
 
Es geht hier jedoch nicht um ein paar sondern um mehrere TAUSEND Euro, wofür das deutsche Volk mehrere Arbeitsmonate leisten musste um das Steuergeld zu verdienen.
Selbst wenn die verschwendete Geldmenge im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt extrem niedrig ist, sind diese Zwischenfälle sofern bedeutend, da die Politker dadurch ihre Glaubwürdigkeit in Frage stellen.
So steht es wie bereits von meinen Vorpostern erwähnt im krassen Widerspruch zu der von der Regierung eingeschlagenen Sparpolitik. Während das Volk also sparen soll, geben die lieben Politiker das Geld mit vollen Händen aus.
 
@SebaMar:

So isses. Bei uns aufm zweiten Dorfplatz macht die CDU gerade "Wahlkampf": mit Band, Bierwagen, Balons und jeder Menge Bänken.

Aber Geld für Schulsanierung o.ä. ist nicht da. :rolleyes:
 
Wenn man die Zahlen hinterher sieht, wieviel Geld für den Wahlkampf ausgegeben wurde, wird es einem richtig übel. Besonders dann schwillt einem der Kamm, wenn die das Geld wieder ersetzt bekommen.
Letzendlich zahlt der Steuerzahler die Werbung der Parteien. Wenn diese Materialeinbringung wenigsten Früchte ziehen würde, könnte man noch ein Auge zudrücken, aber ....
 
@ TE:
ist doch egal, ob das Volk die Wahlaktionen will, fakt ist, dass die Politiker die Leute an sich erinnern müssen, wie das dem einzelnen in Erinnerung bleibt ist nach neuesten Forschungsergebnissen egal, hauptsache viel Bodennebel erzeugt.

@ FlauschigesPony
ich finde es bedenklich das dem nur selektiv nachgegangen wird. Ich frage mich seit langem, warum Ulla Schmidt (zu recht) in die Öffentlichkeit gestellt wird, Frau v. d. Leyen aber mit dem gleichen Problem (Dienstwagen) CDU-typisch keine Antworten geben muss. Der Stern hatte berichtet:
http://www.stern.de/politik/deutsch...eigert-einsicht-in-fahrtenbuecher-707474.html
Erinnert mich doch stark an die Kohl-Zeit, "mein Wort steht über dem Gesetz".

Ach ja:
da die Politker dadurch ihre Glaubwürdigkeit in Frage stellen
Welche Glaubwürdigkeit?
 
Die Glaubwürdigkeit, welche sie als gute Anführer eigentlich besitzen sollten? Aber solche Politiker bringen moderne Demokratien leider selten hervor.
Die Selektion ist in der Tat ein Problem, jedoch liegt das in diesem Fall eher an der bereits erfolgten Auswahl der Medien, da sie bereits genügend Stoff mit beiden "Affären" haben, als an politischen Absichten. Denn wenn die Medien so extrem einseitig politisch wären so würden sie über Merkel und Ackermann gar nicht berichten.
 
Zuletzt bearbeitet:
zitat

Auf der einen Seite die Bessergestellten Privatpatienten auf der anderen Seite der Pflichtversicherte der nur noch das billigste vom billigen bekommt. Das passt für mich nicht zusammen.

also es hat zwar nichts mit dem thema zu tun aber wieso meckern immer alle an der deutschen krankheitsversorgung? mein vater hat eine herz transplantation hinter sich und er ist kassenpatient und wurde auch nicht nachteilig behandelt. klar wollen die krankenkassen nichts mehr zahlen und den in die rente zwingen aber dagegen kann man sich wehren. fakt ist alles was man dringend braucht kriegt man auch!
 
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