Mietvertrag - Wohnung größer als laut Mietvertrag - Konsequenzen? ALG2

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knoxxi

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Hallo,

eine rein hypothetische Annahme:

Vermieter X möchte an Mieter Y vermieten, dieser ist ALG2 Empfänger. Diesem stehen nun nach Recht wegen Frau und 2 Kinder 75m2 zu (Zahl ist erfunden).

Die Wohnung ist in Wirklichkeit aber viel größer (120m2), könnte sich hier im Falle des aufdeckens seitens der Arge für den VERMIETER hieraus rechtliche Konsequenzen ergeben?

Das deutsche Recht kann ja manchmal sehr kreativ sein, daher fragt Vermieter X vorher lieber nach. 😁

Danke und Gruß

Tobias
 
Rechtliche Konsequenzen wohl nicht, aber finanziell, denn in der Betriebskostenabrechnung wird wohl die tatsächliche qm-Zahl auftauchen, es sei denn, er teilt intern die Betriebskostenabrechnung auf 75 + Restfläche auf und der Mieter trägt die Restfläche aus seinem persönlichem Regelsatz.
Aus der Erfahrung heraus schaffen es die ALG2 Bezieher zu 98% nicht, diese Restsumme privat zu stemmen und der Vermieter bleibt auf seinen Kosten für die Restfläche sitzen (1 €/qm fixe BK + verbrauchte Heizungskosten).
 
Ich denke solange die Kosten entsprechend einer 75qm Wohnung sind, ist das vermutlich weniger dramatisch, nur wird man kaum eine so deutlich größere Wohnung mit den selben Nebenkosten betreiben können.

Natürlich wird die Arge nachforschen wenns rauskommt, den grundsätzlich ist das angebende falscher Werte Täuschung der ARGE und wird sicher im Falle zu hoher Kosten bedingt durch die verschwiegene Größe zu Rückforderungen führen.

Grundsätzlich würde ich (rein hypothetisch) aber empfehlen, bei einem geplanten "Betrug" keine öffentliche Hilfestellung zuu geben.
 
Es gibt hier keinen Betrug, zumindest nicht finanziell für die Arge. Die Mietnebenkosten werden exakt auf die angegebenen Quadratmeter gerechnet und würden sicher auch von der Arge übernommen.

Die Differenz bei den Gaskosten für die Wohnung würde der Mieter übernehmen, den Rest (Wasser etc. pp) der den zustehenden Regelsatz überschreitet der Vermieter.

Die Kosten sind für die Arge also 1zu1 so als hätte die Wohnung tatsächlich 75m2.
 
Der Mieter muss die Gaskosten aber auch bezahlen und das Geld kommt auch von der Arge. Er kann dann keine Rücklagen bilden für zum Beispiel Neubeschaffungen, für die dann Wiederrum die ARGE aufkommt in Folge des für andere Dinge ausgegebenen Geldes.

Wenn man das ganze offiziell machen will und nichts anrüchiges plant, warum bespricht man das dann nicht ganz offen mit der Arge?
 
Weil das mit der Arge schon besprochen wurde.

Diese lehnt das ab, da eine so große Wohnung Ihnen aus Prinzip nicht zusteht, da spielte es keine Rolle das keine Mehrkosten entstehen.
 
Es entstehen ja Mehrkosten wie ich erläutert habe. Das Geld ist je relativ klar aufgeteilt, für was es gedacht ist, auch wenn der Empfänger es frei erhält. Das muss irgendwo herkommen.

Aber wenn man die ARGE gefragt hat, diese ablehnt und man es dann doch machen will, ist das ja wohl kaum koscher.
 
Eben.....du zahlst erhöhte Nebenkosten und ziehst das dann allen anderen aus der Tasche. Ich kann daher nur hoffen, dass es konsequenzen für dich hat, wenn es hoch kommt. Und zwar das zuviel gezahlte Geld wird dir gestrichen. Unglaublich sowas. Statt sich über solche Sachen Gedanken zu machen, solltest du dir vielleicht Gedanken machen was du tun kannst, um dir entsprechende Wohnung selber leisten zu können.
 
knoxxi schrieb:
Diese lehnt das ab, da eine so große Wohnung Ihnen aus Prinzip nicht zusteht, da spielte es keine Rolle das keine Mehrkosten entstehen.
Warum dann nicht auch direkt nach den Konsequenzen bei Verstoß fragen? Dann kennst du die Konsequenzen.
Oder einfach ausprobieren.
 
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