minimales Debian mit GUI für die VM braucht ~6 GB. Bin ich etwa aus der Zeit gefallen?

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Hi,

für Experimente mit dem MS SQL Server wollte ich mir geschwind eine neue Debian VM bauen - und bin dabei etwas irritiert. Nur mit Cinamon als DTE (über den grafischen Installer) brauche ich schon 6 GB Harddisk - das ging aber doch mal deutlich sparsamer?

Das soll kein Jammerthread oder "Wasch mich aber mach mich nicht nass" werden. Ich frage nur neugierde- und sicherheitshalber mal ob ich was übersehen habe. Platz auf der SSD habe ich bzw. kann ich frei räumen.
 
auf "Wasch mich aber mach mich nicht nass" ist meine Antwort mitlerweile immer "Dann bleibt nur Sandstrahlen".
Nur als lustige Annekdote :D

Und OT: Hab mal meine VMs angeschaut, da hat auch keine mit Debian unter 7GB sogar :/
 
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Naja soll jetzt auch kein "Waschpost" werden, aber wieso ne GUI wenn du ein minimales System haben willst und eh nur mit SQL rumprobieren willst?
Dann ist Cinnamon auch nicht besonders schlank und ich kann mir vorstellen, dass Debian mit paar Programmen daher kommt... Wenn schon GUI, dann nutz halt was schlankes wie Fluxbox zB.
 
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Ein Debian minimal ohne Standard System Tools und nur mit SSH-Server braucht 2-3 GB. Zu den DTEs: https://www.debian.org/releases/stretch/amd64/apds02.html.en
Kommt aber auch drauf an ob du "nur" den windowmanager und das notwendigste brauchst oder alle inkludierten Anwendungen für Web, Mail, Audio, Video, PIM, usw. usf. brauchst und installierst.
Wofür genau braucht man nochmal eine (aufgeblähte) GUI für nen Server?^^
 
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Welches iso hast du denn geladen? Die minimale CD-ISO hat 650 MB.. Wenn du die DVD genommen hast, ist da jede Menge Schrott dabei, der unnötig ist.
 
Klingt schon nach recht viel. Sogar mit GUI. Da ist garantiert einiges zusätzlich mit drauf.

Hab hier einen Minmal-Debian als FTP laufen. Belegt (ohne FTP Daten) knapp 1,4GB. Textinstaller -> Minimal ohne Desktop Manager.

Aber passend zum nass machen ... lass doch mal die "du -sch *" laufen und schau dir mal die Verzeichnissgrößen an. :D
 
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@All: Danke! Die CD-ISO werde ich mal ausprobieren, ich dachte die Pakete der DVD wären erstmal gleich.

GUI trotz Server weil ich die VM quasi als Template nehmen will, MS SQL ist nur eines der Targets. Und ich hätte ehrlich gesagt gedacht dass eine einfache GUI den Kohl nicht sooo fett macht.
 
Ist "System muss/soll eine GUI" haben nicht auch eher ein Target wie du es nennst? Ob du jetzt ne DTE nachinstallierst oder $Serverprogramm ist doch egal^^
Btw wenn du schon sowas wie Templates nutzen willst: Warum der overhead und eigene VM wenn es den MSSQL Server auch als Docker Image gibt?
 
Guter Gedanke, ich werde mein Template nochmal ohne Gui aufsetzen.

Warum kein Docker? Hm....ich vermute letztlich nur weil zu alt bin um jedem hippen Virtualisierungstrend of the day hour hinterher zu hecheln. Sollte ich mir mal wieder einen eigenen Server aufsetzen müsste ich es mir aber wohl zweimal überlegen ob das nicht doch sinnvoller wäre.

Die offizielle Begründung: weil ich BlackBoxes nicht vertraue. In der VM entscheide ich was drin ist, verwende meine von mir aus diesem oder jenem Grund als vertrauenswürdig angesehenen Quellen.
 
Einen relativ leichter Einstieg in docker wäre Rancher. Gute Einführung wie es geht und du kannst dir die Container hochziehen wie du willst.
Wäre vielleicht einen Blick wert.
Hat einen integrierten layer 7 proxy dabei. Wenn du aber nur TCP weiterleiten willst, musst du dir einen haproxy davorschalten. Zumindest bei einem kubernetes Cluster.
 
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Naja... Docker ist 7 Jahre alt und basierte anfangs noch auf LXC und das wiederum ist 11 Jahre alt^^
Es zwingt dich ja auch keiner vorgefertigte Images zu verwenden und du kannst eigene Images erstellen. Ist halt ein anderer Ansatz. Anstatt erst ein generisches System aufzusetzen und dann alles anzupassen und im besten Fall zu dokumentieren geht es bei Docker um den anderen Weg: Du deklarierst zuerst was alles wie konfiguriert sein soll und anhand dessen baust dein Image und hast darauf basierend dann deine lauffähige Anwendung. In Kombination mit einem Versionierungstool wie z.B. git lassen sich Änderungen gut nachvollziehen und zurück rollen.
Ein Mittelding wäre z.B. Ansible oder auch andere Konfigurationsmanagement Lösungen. Da definierst du auch den Zielzustand, was installiert werden soll, was wie konfiguriert werden soll usw. usf und kannst das dann immer und immer wieder so ausrollen.

Aber mal ketzerisch gefragt: Du vertraust keinen Blackboxen (was ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen kann) aber willst den MS SQL Server nutzen/testen. Das ist doch genau so eine Blackbox da proprietäre Software...

@Muffknutscher Bitte überprüfe doch kurz deine Aussagen in Bezug auf die Anforderung des TEs, vielleicht möchtest du deinen Post ja korrigieren.
Rancher hat zum einen einen Layer4 als auch Layer7 Reverse Proxy. Erster kann halt TCP (und eigentlich auch UDP aber das verschweigt die Rancher Doku afaik), letzterer aber nur und ausschließlich HTTP und HTTPS und keine anderen Anwendungen.
So oder so wenn man das auf eigenem Blech nutzen will wird in beiden Varianten 'nur' der nginx als Reverse Proxy verwendet. Aber dann geht so viel Zeit damit drauf sich mit der Konfiguration von k3s/k8s und dem Reverse Proxy zu beschäftigen, dass man ggf. das eigentliche Ziel aus den Augen verliert^^
 
Ich wollte dem TE auch nur einen andere Sichtweise aufzeigen. Natürlich hat Rancher beides, aber wie ich geschrieben habe, würde das auch nur zutreffen, wenn man einen Cluster hat. Wenn das ganze Standalone ist, spielt es eh keine Geige, weil der Port sowieso direkt auf dem Container exposed wird und der Ingress überhaupt nicht zum Einsatz kommt. Man kann halt viele geile Schweinereien machen, mehr wollte ich nicht damit ausdrücken. Daher ist es keineswegs notwendig meinen Post zu korrigieren bzw. revidieren.
 
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snaxilian schrieb:
Naja... Docker ist 7 Jahre alt und basierte anfangs noch auf LXC und das wiederum ist 11 Jahre alt^^
Es zwingt dich ja auch keiner vorgefertigte Images zu verwenden und du kannst eigene Images erstellen. Ist halt ein anderer Ansatz. Anstatt erst ein generisches System aufzusetzen und dann alles anzupassen und im besten Fall zu dokumentieren geht es bei Docker um den anderen Weg: Du deklarierst zuerst was alles wie konfiguriert sein soll und anhand dessen baust dein Image und hast darauf basierend dann deine lauffähige Anwendung. In Kombination mit einem Versionierungstool wie z.B. git lassen sich Änderungen gut nachvollziehen und zurück rollen.

Das klingt ganz nach einem eigenen Thread in dem ich die Umstellung meiner Email-VM dokumentiere und von euch begleiten lasse :-)

Aber mal ketzerisch gefragt: Du vertraust keinen Blackboxen (was ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen kann) aber willst den MS SQL Server nutzen/testen.

Das ist zugegebenermaßen ein Widerspruch. Aber um den SQL-Server komme ich (vorerst) nicht herum.

@All: In diesem speziellen Fall begrüße ich ausdrücklich die Vielfalt der Denkanstöße jeder Richtung.
 
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