Mit bisherigem Provider von neuem Breitbandausbau profitieren ?

gojomo

Ensign
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Okt. 2005
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moin,

ich habe derzeit einen gewöhnlichen DSL 2.000 Anschluss zu Hause und nutze als Provider O2.
Eine höhere Bandbreite war, laut Aussagen diverser Provider (Telekom, 1&1, vodafone) bisher an meinem Wohnort auch nicht möglich (kein Kabelanschluss).

Jetzt hat glücklicherweise die Regionalpolitik (wohne auf dem Land) reagiert und den Ausbau von VDSL 50.000 mit dem decken der sogenannten "Wirtschaftlichkeitslücke" gefördert.

Ein regionaler Anbieter (EWE-Tel) hat mit dem Ausbau begonnen und mittlerweise ist auch
meine Straße erschlossen. Leut EWE-Tel ist bei mir zu Hause nun auch VDSL 50.000 möglich.

Mein Problem :

Ich plane aus beruflichen Gründen innerhalb der nächsten 2 - 3 Monate von dort wegzuziehen. Mit meinem O2 Vertrag ist das unproblematisch da dieser monatlich kündbar ist.

Ich würde aber gerne auch die letzten 2 - 3 Monate von der höheren Bandbreite profitieren.

EWE-Tel bietet jedoch nur 24-Monatsverträge an (12-Monate nur auf Anfrage, zu bestimmt gesalzenem Aufpreis). Klar, die wollen bestimmt vor allem die Ausbaukosten erstmal wieder reinholen.

Laut einem Gerichtsurteil gibt es ja bei selbstbestimmten Umzug kein Sonderkündigungsrecht falls der Anbieter am neuen Wohnort keine Verfügbarkeit hat.
Ich müsste die restlichen 21 Monate weiter zahlen.

Der Ort wo ich hinziehen möchte/werde ist von EWE-Tel nicht abgedeckt.

Könnte ich jetzt bei O2 einfach meinen Tarif auf 50.000 VDSL aufstocken und mein
monatliches Kündigungsrecht behalten ?

Ich bin technisch nicht sehr versiert, aber die Ausbauarbeiten in meiner Straße umfassten
nach meinen Beobachtungen nur den Austausch des DSLAM. Es waren keine Tiefbauarbeiten zu sehen, vor allem nicht vor meinem Haus.

Könnte also O2 die neuen VDSL Leitungen mieten/verfügbar machen ? Oder hat
O2 tatsächlich wie einige Gerüchte im Netz sagen ein "echtes" eigenes Netz ?

Ich würde auch O2 kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln der monatliches
Kündigungsrecht bietet, der Preis würde bei 2 - 3 Monaten auch keine große Rolle
spielen.

Ich weiss das war jetzt sehr ausführlich und ich bedanke mich schonmal für das durchlesen bis hierher.

Mir ist auch bewusst das die meisten Fragen eigentlich direkt bei der O2-Hotline
am besten aufgehoben wären. Leider ist deren Hotline für mich seit 3 Tagen nicht zu erreichen ! Dauerwarteschleife. Auf der Homepage von O2 funktioniert für mich scheinbar
der Verfügbarkeitscheck nicht. Ich werde direkt auf die DSL Pakete von Alice verwiesen
wo auch kein Verfügbarkeitscheck zu sehen ist (oder bin ich blind?)

mfg
 
Wegen 2-3 Monaten wäre mir der Aufwand und das Risiko des Tage- mit Pech Wochenlanges Internetausfalles garnicht wert..

Ich an deiner Stelle würde schonmal für die neue Wohnung gucken und bestellen und die letzten Wochen mit dem DSL 2000 Anschluss leben.
 
Das ist eher ein "haben will" auf Teufel komm raus. Geh ein paar Minuten in dich. 2-3 Monate mit DSL 2000
würde ich mit dir gerne tauschen! Denn bei mir gibt es kein DSL! Nicht für viel Geld. Beruhige Dich einfach mit
einer Tasse Hopfentee und dann kommen Dir die Monate mit Deinem Luxusproblem gar nicht mehr so lange vor.
 
Update:

Ich habe ein bisschen weiter recherchiert und herausgefunden das Netzanbieter die Breitbandausbau mit öffentlichen Fördergeldern betreiben (Konjunkturpaket II und darüber hinaus) keinen Investitionsschutz
genießen und neu ausgebauten Ports auch Fremdanbietern zur Verfügung stellen müssen.

Die Frage ist jetzt ob sich Fremdanbieter wie O2, 1&1, vodafone usw. darauf einlassen und welchen
Preis EWE Tel von denen haben will.

Ich bleib weiter dran !

Zu Luxusproblem:

Klar ist das Jammern auf hohem Niveau. Ich weiß das es in vielen Regionen Deutschlands noch schlechter um Breitband steht. Und ich weiss auch wie sich das anfühlt.

Als ich noch bei meinen Eltern wohnte (auch Dorf) krochen wir 7 Jahre mit ISDN
herum während einige Straßen weiter bereits DSL768 und später dann DSL1000 verfügbar war.

Nichtmal dieses DSL-Light gab es. Welch eine Erlösung als dann endlich DSL 16.000 weitläufig ausgebaut wurde.

Nach einigen "glücklichen, schnellen" Jahren wohne ich jetzt aber seit 3 Jahren nicht mehr bei meinen Eltern und bin bei DSL 2000. Ein riesiger Rückschritt. Wenn ich die vollen Datenflats nicht bräuchte würde ich
über ein UMTS HSDPA+ Modem surfen. Da habe ich meistens eine schnellere Verbindung als über mein Festnetz DSL (DSL2.000 : DL 240kb/s, UMTS : meist 350 - 400 kb/s) und Videos laufen ruckelfrei. Bis bei 10GB dann die Drosselung kommt.

3 Monate ist für mich persönlich aber eine doch relativ lange Zeit. Warum sollte ich da nicht 48.000 MBit mehr nutzen. Vor allem würde es mich kaum mehr kosten.
 
Ahha. Und EWE Tel hat den Ausbau also subventioniert bekommen? Woher hast Du die Erkenntnis?

Vergiss Dein Vorhaben einfach. Das wird nichts werden. Zumindest nicht in Deinem zeitlichen Rahmen.

Und es ist durchaus möglich, das EWE Tel ganz eigene technische Infrastruktur bei Dir vor Ort hat. Das ist nicht so ungewöhnlich für lokale Anbieter. Und wenn dem so ist, kommen die anderen Reseller gar nie an diese Leitungen dran.

Und was Deine DSL Verfügbarkeitprüfung bei O2 angeht. Die DSL tarife von O2 werden nur noch unter der Marke Alice vermarktet. Daher wirst Du eben beim Verfügbarkeitscheck dort hin umgeleitet.
 
Zuletzt bearbeitet:
da EWE Tel den Ausbau alleine vorgenommen hat, werden die anderen Anbieter wohl (erstmal) nicht davon profitieren bzw. deren Leitungen nutzen dürfen.
Und selbst wenn dem so wäre, müsstest du über O2 bzw. Alice einen neuen Vertrag schließen und ob du dann noch die monatliche Kündigungsfrist hast, wage ich zu bezweifeln.
Und natürlich würden Mehrkosten auf dich zu kommen, da die Miete für die VDSL Leitung höher ist, als für eine 0815 Kupferleitung.
 
Das ist es ja : EWE Tel hat zwar den technischen Ausbau alleine vorgenommen, aber weil sie dabei subventioniert wurden müssen sie es auch Resellern zur Verfügung stellen. Die Frage ist nur: ab wann, zu welchem Preis und welche Reseller würden das machen ?

Auszug aus Information meines Landkreises (Rotenburg Wümme)

Muss man den Provider bzw. den Anbieter wechseln, um die höheren Bandbreiten zu bekommen?

Die Entscheidung, welche Bandbreite und welchen Anbieter der Kunde im konkreten Falle nach dem erfolgten Ausbau in Zukunft bevorzugt, kann jeder Bürger als souveräner Nachfrager wie bisher aus einer Auswahl heraus treffen. Grundsätzlich steht das ausgebaute Breitbandnetz allen Anbietern zur Verfügung. Wir können den Bürgern an dieser Stelle nur empfehlen, ihre bisherigen Vertragsdaten (Anbieter, Leistungen, Laufzeiten) zu prüfen und gegen die neuen, zusätzlichen Anbieter und Angebote entsprechend Ihren persönlichen Bedürfnissen abzuwägen. [...] "

Quelle:
Landkreis ROW Breitband
 
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