• Mitspieler gesucht? Du willst dich locker mit der Community austauschen? Schau gerne auf unserem ComputerBase Discord vorbei!

News Mortal Shell II: Düsteres Soulslike verspricht mehr „Hüllen“

Fyrex schrieb:
Manche glauben, sie könnten die gleiche Erfahrung haben, nur mit weniger Anstrengung. Und das ist ein Trugschluss!

Manche erwarten einfach nur, die bezahlten Inhalte vollständig konsumieren zu können. Wenn das Spiel in die Ecke fliegt, ist die Erfahrung auf jeden Fall die schlechteste.

Und ehrlich genug, solche Spiele im Episodenformat anzubieten, oder nach 20 Fehlversuchen beim selben Boss den Kaufpreis zurückzuerstatten, ist natürlich auch kein Hersteller.

Fyrex schrieb:
Egal, die Diskussion ist so alt wie das Genre und ich behaupte, das Genre wäre nicht so groß geworden hätte es die Leute nicht gezwungen sich durchzukämpfen.

Das Genre wäre nicht so groß geworden, wenn Alternativen nicht systematisch vom Markt zensiert worden wären, so wie wechselbare Smartphone-Akkus.
 
u-blog schrieb:
Das ist doch exakt das was Elden Ring macht.
Nicht wirklich nein. Ohne das jetzt zu weit aufzumachen hast du in Elden Ring nur die Wahl zwischen:
"Blind rein und so lange versuchen / Boss auswendig lernen bis es klappt" oder "vor jedem Boss Guides lesen und abarbeiten wie man es sich möglichst leicht machen, bzw. erleichtern kann."

Eine gute Lösung für Leute die nicht auf stundenlanges auswendig lernen stehen, oder sich die entsprechenden motorischen und Wissens "Skills" in vorherigen Soulslike Games angeeignet haben gibt es nicht, denn die (für jeden Boss unterschiedlichen) erleichternden Elemente (Items, Summons usw.) sind teils so tief in der großen Spielwelt versteckt, dass man sie mit einem halbwegs realistischen Zeitaufwand selbst kaum finden wird. Erschwerend kommt dazu, dass das Spiel viele Dinge, wie z.B. die Stats und Attribute sich auswirken oder sowas wie Haltung, einfach nicht / nicht gut erklärt.

Die externen Guides haben neben der Tatsache, dass ich sie lesen/anschauen muss und nicht spiele (was ich eigentlich gerade tun will), den Nachteil, dass der Entwickler nicht beeinflussen kann, welche Informationen der Spieler zum gegebenen Zeitpunkt erhält. Ich habe beispielsweise nach einer Möglichkeit gesucht schnell wieder an Runen zu kommen, da ich meine gerade alle an einen Boss verloren hatte und für das aufleveln um ihn zu besiegen welche benötigte. Der Guide den ich gefunden habe zeigte mir eine Glitch mit einer Kugel, womit ich innerhalb kürzester Zeit massenweise Runen farmen konnte. Dieses Wissen hat mir aber die komplette natürliche Progression des Spiels zerstört, da jeder normale Runenloot von Gegnern von nun an dagegen komplett wertlos war.

Mit einer simplen Schwierigkeitsgradauswahl, welche einfach nur den Schaden und HP des Bosses etwas senkt und/oder die Zeiten für die Ausweich- / Attackfenster minimal erhöht, hätte mir (und sicherlich auch vielen anderen) das Spiel schon deutlich mehr gefallen.
Das scheint aber, wie @edenjung anmerkt, einigen Hardcorefans aufzustoßen, die sie wohl um ihren "Status" fürchten, wenn das Spiel auch von anderen gemeistert werden kann.

Fyrex schrieb:
Ansonsten hast du das gut zusammen gefasst. Der Schwierigkeitsgrad gehört zur Atmosphäre. Wenn man dort als Superman durch geht, verliert es seinen Reiz.

Manche glauben, sie könnten die gleiche Erfahrung haben, nur mit weniger Anstrengung. Und das ist ein Trugschluss! Sie möchten bei einem Kartenhaus einige Karten herausnehmen und glauben es steht trotzdem noch gut.
Das ist zu eindimensional betrachtet. Wie schwierig ein Spiel für jemanden ist, ist höchst individuell:
Für jemanden der schon hunderte Stunden in anderen ähnlichen Soulslike Spielen verbracht hat, ist ein neues Spiel dieses Genres logischerweise viel einfacher, als für jemanden der derartige Spiele noch nie oder nur sehr wenig gespielt hat.
Wenn ein im Genre geübter Spieler einen neuen Boss im beispielsweise fünften Anlauf schafft, hat er eine ganz andere Spielerfahrung als ein Neuling, der sich über Stunden abmüht um es im dreißigsten Anlauf zu schaffen (oder eben frustriert aufzugeben).
Ich glaube genau darum geht es den meisten auch: Die wenigsten suchen nach einem Easymode, sondern einfach eine Erfahrung die immer noch (für einen selbst persönlich) herausfordernd ist, aber eben auch noch mit einem zumutbarem Zeitaufwand, ohne den permanenten Drang den Controller aus dem Fenster werfen zu wollen machbar. ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: edenjung
Xes schrieb:
Nicht wirklich nein.
Doch, voll, und mehr als in jedem anderen From Game.

Vielleicht mal von den optionalen Endgamebossen abgesehen, die man nicht wirklich out-leveln kann...

Du kannst Bosse einfach umgehen, bis du stärker bist, kannst Runen grinden, deine Taktik ändern, bessere Consumables farmen, mit Ashes oder Summons cheesen oder dir von Quest NPCs helfen lassen.
Xes schrieb:
sind teils so tief in der großen Spielwelt versteckt, dass man sie mit einem halbwegs realistischen Zeitaufwand selbst kaum finden wird.
Komischer Take, natürlich muss man die Welt etwas erkunden, um all die Wege zu finden, mit denen man Bosse trivialisieren kann. Ich habe das Spiel beinahe komplett ohne Alt+Tab durchgezockt und bis auf Crumbling Farum Azula und die Subterranean Shunning-Grounds hatte ich keine großen Schwierigkeiten.

In den letzten 15% des Spiels hatte ich auch oft das Gefühl, dass es vielleicht etwas zu schwierig ist und manche Gegner etwas unfair schienen. Also ich will nicht sagen, dass die Kurve 100% perfekt ist. Aber doch, voll, und mehr als in jedem anderen From Game bekommt man Möglichkeiten an die Hand, Bosse so zu besiegen wie man will, auch ohne Muster auswendig zu lernen oder perfekt zu reagieren.
 
u-blog schrieb:
Ich habe das Spiel beinahe komplett ohne Alt+Tab durchgezockt und bis auf Crumbling Farum Azula und die Subterranean Shunning-Grounds hatte ich keine großen Schwierigkeiten.
Dem Rest deines Beitrags nach vermute ich, hattest du aber schon einiges an Vorwissen aus anderen FromSoft Spielen? Möglicherweise waren für dich dadurch deutlich mehr Lösungswege direkt ersichtlich als für mich und die Gegner mechanisch auch weniger eine Herausforderung für dich wenn du ähnliches schon in den Vorgängerteilen gelernt hattest.
u-blog schrieb:
Komischer Take, natürlich muss man die Welt etwas erkunden, um all die Wege zu finden, mit denen man Bosse trivialisieren kann.
Eventuell haben wir einfach eine unterschiedliche Vorstellung davon was "etwas erkunden" bedeutet?
Wenn ich mir z.B. das sehr gut versteckte Item "Margits Kette" (was gegen ebenjenen Boss früh im Spiel enorm hilft) anschaue und wie man dieses bekommt, ist das alles andere als leicht das selbst ohne Guide zufällig in der gigantischen Spielwelt zu finden.
Das gilt aus meiner Sicht, als jemand der neu und "blind" in Elden Ring als erstes Soulslike eingestiegen ist, für so ziehmlich die meisten Mechaniken im Spiel: Dinge die es einem einfacher machen sind (zu) sehr versteckt und quasi nichts wird einem richtig erklärt. Möglicherweise kennt man als Veteran schon einiges aus den Vorgängertiteln, aber ich habe mich (nach einigen Stunden des erkundens und einigen sehr zähen und erfolglosen Versuchen an den ersten Bossen auf eigene Faust) dazu genötigt gefühlt alles in Guides nachzulesen/schauen.
 
JMP $FCE2 schrieb:
Das Genre wäre nicht so groß geworden, wenn Alternativen nicht systematisch vom Markt zensiert worden wären, so wie wechselbare Smartphone-Akkus.

Hä? Was? 🤷‍♂️
 
Das gameplay (combat) muss passen sonst nützt die tolle Grafik leider nicht viel.
Die meisten anlegen schaffen das nicht.
Bin gespannt drauf.
Hoffe es wird einiger maßen gut...
 
Zurück
Oben