News MOU unterzeichnet: Tata könnte in Indien Intel-Chips für lokale Märkte bauen

Rockstar85 schrieb:
Ich möchte mich nicht dazu äußern, aber diese Aussage ist schon harter Schwurbel. Nichts deutet darauf hin und ja Unternehmen wie Goertz oder Kaufhof sind und waren nie der Zeit entsprechend angepasst.
Und nochmal zum Mitschreiben:

Es war Sarkasmus Punkt.
 
Nuklon schrieb:
Jetzt bauen die dort halt Infrastruktur, Fabriken, Packaging. Weil Indien will und dort die Konzerne mitmachen wollen.
Es ist doch noch gar nicht gesagt, was da passiert. Irgendetwas neu bauen wird da Intel ziemlich sicher eh nicht, wenn schon alle anderen Projekte (in der EU, Israel und selbst auf U.S.-amerikanischem Boden eingestellt wurden), weil Intel hat dafür sowieso kein Geld und das wäre politisch auch nicht durchsetzbar.

Viel wahrscheinlicher ist eher, daß Intel hier bloß versucht, entweder ihre Entwicklung vollends nach Indien auszulagern oder aber Packaging (aus Risiko- oder Kostengründen) von Asien nach Indien zu verschieben.

Anzunehmenderweise wahrscheinlich sogar beides gleichzeitig.


Da Intel Zeit ihrer Existenz schon immer ein Zweiklassen-Verein mit eklatanten Unterschieden zwischen den beiden war (Blue badge vs Green badge), bei dem die tatsächlichen Entscheidungsträger Intel-Angestellte waren (Blue Badge), während das Gros der eigentlichen Entwicklungsarbeit (Programmierung, Hardware- u. Treiber-Entwicklung usw.) an eigentlich erbrachten Tätigkeiten (und damit der eigentlichen Wertschöpfung) zu Dumping-Preisen an externe Auftragnehmer und Subunternehmer durchgereicht wurde (welche wiederum die Arbeit durch Zeitarbeiter erledigen ließ oder an Billiglohnländer auslagerte), muß Intel jetzt handeln.

Intel ist nämlich einer der ganz Großen im Lohn-Dumping (und war auch schon immer eine große Nummer darin seit den Siebziger Jahren), indem man ausländische Inhaber von H1B-Visas (aka Quoten-Inder) zum Niedrigstlohn beschäftigte, welche praktisch als Arbeitssklaven die Arbeit verrichten und dazu gezwungen sind, für Intel zu desolaten Löhnen arbeiten zu müssen — Sie werden eben sonst wieder mit dem nächsten Flieger nach Hause geschickt, wenn Jemand aufmuckt …

Das ist praktisch das selbe wie die illegalen Einwanderer, die in Deutschland insbesondere in Niedersachsen zu absoluten Hungerlöhnen schwarz und illegal 12-Stunden Schichten schieben müßen und vom Arbeitgeber wie Tiere heimlich in Mietskasernen zu Wuchermieten eingepfercht werden — In beiden Fällen im Prinzip das Gleiche, nur bei Intel ist das mit den H1B-Visas bloß auf höherem Niveau.

Wie man sich vorstellen kann, kommt halt der massive Mißbrauch von H1B-Personal den Intel seit Ewigkeiten betreibt, bei dem momentanen politischen Mantra „America First!“ nicht allzu gut an …

Wenn das Trampeltier und die U.S.-Regierung also am besten alle Inder und Asiaten mit H1B-Visas ausweisen will, kriegt Intel plötzlich Mitarbeiter-technisch die Pistole auf die Brust gesetzt …
Und in diesem delikaten Fall kann Intel darüber nicht einmal klagen, geschweige denn überhaupt öffentlich das Maul aufmachen (weil sie sonst massiv unter Feuer kommen).

Also müßte Intel jetzt schnell handeln und die Leute direkt zu Hause abholen (durch Intel-Außenposten in Indien), ehe der Laden dermaßen in sich zusammenfällt, daß er nicht länger funktionsfähig ist …
 
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