Musik verbessern (Qualität, Equalizer, Lautstärke)

Jerez

Ensign
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Hey Leute,
ich hab mich in letzter Zeit gefragt, wie ich villeicht meinen Musikgenuss ein wenig anheben könnte. Ob es vielleicht 2-3 kleine Tricks oder Programme gibt, die das für einen übernehmen, die optimalen Einstellungen zu finden.

1) Ich habe sehr viele mp3's und ich hab dauernd das Gefühl, das manche Lieder einfach lauter sind als Andere. Wäre schön, alles auf einem Level zu haben.

2) Genauso würd mich intressieren, ob sich die Qualität verbessern lässt. Meine mp3's haben immer so 160-220 kb/s, ist das gut? Ist das schlecht? geht da mehr? Was sagt das eigentlich aus?

3) Und letztens würde mich mal der Equalizer intressieren, wie stellt man den Optimal ein? Gibts Programme die das selbst erledigen?

Ich habe jetzt zB nen sehr breiten Musikgeschmack, von Drum'n'Bass, Rock, Pop, manchmal bissel härter, manchmal mehr House und Techno.

Benutzen tue ich derzeit den WindowsMediaPlayer von Windows 7



Hoffe auf viele hilfreiche Informationen eurerseits :) Danke

Jerez
 
1) MP3-Gain

2) Reicht aus, mehr geht immer, unterschiede hört man in der Regel nicht.

3) Einen Equalizer gibt es, um einzelne Frequenzen an seinen prersönlichen Geschmack anzupassen. Da jeder einen anderen Geschmack hat, gibt es so etwas was Du sucht auch nicht.
Den kann man nur nach seinem eigenen Gehör kalibrieren.


Wenn Du dein Hörerlebnis aufpeppen willst, geht das nur mit Geld.
Da würde ich mir zB. eine gescheite Soundkarte + Kopfhörer/Speaker zulegen.
Es gibt diverse DSP-Plugins für diverse Player die Klangverbesserung versprechen, ich selber habe die bisher aber immer schnell wieder runtergeschmissen. Der MediaPlayer hat auch sowas, SRS-WoW Effekt, der gegenüber vielen Plugins noch erträglich ist.

Für Winamp oder Foobar kannst Du evtl. mal das Dolby Headphone PlugIn ausprobieren. Wenn eines was kann, dann das. (PowerDVD kann es von Haus aus.) Sofern Du Kopfhörer nutzt. :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
Punkt 1:
Das lässt sich mit ReplayGain lösen. Ich weiß allerdings nicht, ob der WMP das unterstützt.

Anleitung/Funktionserklärung:
http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=23

Punkt 2:
Das sollte ausreichend sein.
Es gibt aktuell 2 Möglichkeiten: CBR und VBR
160 kbit/s CBR wäre nicht optimal. CBR heißt, dass das komplette Lied mit einer konstanten Bitrate kodiert wird - unabhängig von der Komplexität.
220 kbit/s CBR wären schon in Ordnung.
160 kbit/s VBR kann auch schon reichen. VBR bedeutet, mit unterschiedlichen Bitraten kodiert wird, je nachdem wie komplex das Lied an der jeweiligen Stelle ist.
220 kbit/s VBR ist imho transparent (=nicht mehr vom Original unterscheidbar)

Punkt 3:
Stell ihn so ein, wie er dir am Besten gefällt. Ich persönlich nutze gar keinen EQ.

edit:
Toll nachdem ich meinen ersten Beitrag aus Blödheit zerschossen habe war Grinsegrün jetzt schneller :D
 
ok, danke, habe nur wenige 220kbit/s, eher die 160, ob vbr oder cbr weiß ich net, wo seh ich das?

Und kann man das anheben von 160 auf 220 im nach hinein?
 
Nein, sind die Informationen durch eine geringere Bitrate weg, kann man sie nicht zurückbekommen.
Einzige Möglichkeit ist, neu von CD auszulesen und direkt in einer höheren Bitrate zu kodieren.

So wie ich das sehe (habs aber nur kurz getestet und ist gut möglich, dass ich was übersehen habe - ich nutze den WMP nicht) kann dir der WMP die Info ob CBR oder VBR nicht anzeigen.
Bei foobar2000 klickst du rechts auf das Lied, und wählst "Properties", im Reiter "Properties" im neu geöffneten Fenster steht dann alles wichtige drin.
 
Jerez schrieb:
ok, danke, habe nur wenige 220kbit/s, eher die 160, ob vbr oder cbr weiß ich net, wo seh ich das?

Und kann man das anheben von 160 auf 220 im nach hinein?

MP3 bleibt MP3 . Die Bitrate nachträglich zu ändern ist nicht sehr sinnvoll . Das wäre so , als wenn du aus Kartoffelpüree wieder ganze Kartoffeln machen wolltest . ;)

@ Jerez =
Benutzen tue ich derzeit den WindowsMediaPlayer von Windows 7

" foobar2000 " solltes du dir mal anschauen .
 
Mp3 ist niemals transparent. Es hinterlässt einfach hörbare Komprimierungsartefakte. Egal bei welcher Bitrate. Ich kann sogar 320kbit\s von Flac (natürlich bei sehr guten/ausgewählten Beispielen) unterscheiden.
OGG ist da um Klassen besser. Das kann ich nichtmal bei 256kbit\s vom Original unterscheiden, erst bei 192.
 
Bitte entschuldige meine Skepsis, aber wie hast du denn getestet?

Ogg Vorbis (Ogg ist nur das Containerformat, Vorbis das Audioformat) ist neuer, und erreicht mit einer geringeren Bitrate vergleichbare Ergebnisse, wie mp3 mit einer Höheren, zusätzlich sind mehr als 2 Kanäle möglich - alles tolle Sachen, die Ogg Vorbis technisch gesehen deutlich von mp3 abhebt, in Sachen Transparenz geben sich die Formate (ab einer gewissen Bitrate) allerdings nicht viel.
 
cerko schrieb:
Mp3 ist niemals transparent. Es hinterlässt einfach hörbare Komprimierungsartefakte. Egal bei welcher Bitrate. Ich kann sogar 320kbit\s von Flac (natürlich bei sehr guten/ausgewählten Beispielen) unterscheiden.
OGG ist da um Klassen besser. Das kann ich nichtmal bei 256kbit\s vom Original unterscheiden, erst bei 192.

Ich möchte nicht an deinen Goldohren zweifeln, aber was du schreibst, ist so pauschal schlichtweg falsch.

MP3 ist bei Verwendung von LAME als Encoder in nahezu allen Fällen ab dem -V2 Preset transparent, Ausnahmen bilden hier lediglich (bekannte) Problemsamples. Bei denen helfen dann in der Regel auch keine höheren Bitraten, die Verwendung von CBR ist ohnehin Platzverschwendung. Das wurde hinreichend durch mehrfache öffentliche Blindhörtests bewiesen. Näheres kann jeder bei Hydrogenaudio nachlesen, in dieser Community tummeln sich auch einige der LAME Entwickler. Wen das Thema interessiert, sollte auch mal in deren Wiki schauen. Auch AudioHQ ist eine gute Anlaufstelle.

Dass Vorbis (OGG ist übrigens nur ein Container) ein modernerer und vor allem bei niedrigen Bitraten ein effizienterer Encoder als LAME ist und deshalb auch schon bei niedrigeren Bitraten Transparenz erreicht, ist ein ganz anderes Thema und bezweifelt wohl auch niemand. Gleiches gilt übrigens für AAC.

Bevor du also weiterhin ausposaunst, wie gut du doch das pöhse MP3 mit seinen noch viel pöhseren Artefakten von verlustfreien Quellen unterscheiden kannst, möchte ich dir nahelegen, mit dem genannten LAME Encoder in aktueller Version (gibt's z.B. bei Rarewares) selbst mal ein paar hochwertige MP3s zu erstellen und z.B. mit foobar2000 einen ABX Test zu machen. Du wirst überrascht sein. :)

/edit: Ups, sehe gerade, dass ich Kanis Post überlesen habe, der hatte ja schon einiges genannt. ;)
 
Den Test habe ich wie gesagt schon gemacht. Mit lame3.98.4 und auch mit dem ABX von Foobar.
 
Na dann, herzlichen Glückwunsch zum besten Gehör der Menschheit! Du solltest vielleicht darüber nachdenken, dich als Referenz-Messgerät in der Industrie oder Forschung zu bewerben. :D
 
Ich weiß nicht was du da so außergewöhnlich findest. Ich kenne mehrere Freunde die auch bei mir den Test gemacht haben und die Quote lag meißt bei etwa 80% zugunsten Flac (gegen 320kbit\s MP3).
Ich bin öfter im Nubert Forum unterwegs. Da können das auch einige.
Das man eine gute Aufnahme und ein gutes Beispiel braucht ist wohl selbstverständlich oder?
Speziell die Becken beim Schlagzeug offenbaren da sehr viel.
 
Da bis jetzt in keinem gut dokumentierten ABX-Blindtest (zumindest weiß ich von keinem) eine derart große Treffsicherheit aufgetreten ist siehst du uns unsere Skepsis sicherlich großzügig nach, oder? ;)
Für 98% aller Menschen und auch in 98% aller Fälle ist LAME VBR V1 transparent. Dass es für dich nicht so ist kann vielerlei Gründe haben. Paradoxerweise unter anderem auch, eine leichte Schwerhörigkeit, bzw ein Hörfehler.
Ich will dir das hier nicht unterstellen, bitte nicht falsch verstehen, aber das psychoakustische Modell orientiert sich am (idealerweise) voll funktionstüchtigen Gehör. Kann man manche Frequenzanteile nicht, oder nur noch eingeschränkt wahrnehmen funktioniert die Maskierung nicht mehr so, wie sie soll und die Transparenz ist dahin.
 
Mag sein. Ich geb halt nur meine Erfahrung wieder. Für mich wäre V1 auch ausreichend, nur gibt es halt ein paar Stellen wo Flac tatsächlich noch ein Vorteil bringt. Das hängt in erster Linie von der Produktion vom Album ab.
 
wo krieg ich denn so gute qualität her?

mp3's von freunden haben meist immer die quali, und auch von eigenen CD's hab ich bisher nix besseres rausgekriegt ?
 
Hast du eventuell ein frei verfügbares Beispiel anhand dessen ich das selber einmal ausprobieren kann? Bisherige ABX Tests meiner Musik haben ab V1 oder V2 immer dazu geführt, dass ich raten musste. Eventuell war entweder kein passend problematisches Lied mit dabei, oder die Produktion war nicht gut genug.
Alternativ wäre es nett, wenn du auch ein nicht frei verfügbares Beispiel nennen könntest - eventuell tummelt sich ja die passende CD dazu ja bei mir ;).

edit weil jerez schon was gepostet hat:
Naja, wenn du deine CD's selber rippst bist du ja vollkommen frei in der Entscheidung, in welches Format du encodierst.
Mein Klassik-CD's habe ich beispielsweise alle als FLAC gespeichert - weniger weil ich einen Unterschied höre, mehr wegen des guten Gefühls dabei :D.
 
Man sollte noch anmerken , das alle MP3 ( die ich so im Netz finden konnte ) mehr oder weniger übersteuert sind " Audacity 1.3 Beta " . Das betrifft auch die "Mercedes_Benz_Mixed_Tape ".

Wer will und kann da gute Soundqualität erwarten ? :stacheln:

@ Kani , bei mir bleibt die CD Quelle NR. 1 . ;)

MP3 am PC . An der Anlage die CD .
 
mp3 geht vom üblichen Frequenzgang des menschlichen Gehörs aus und lässt ab einem gewissen Pegel auf einer Frequenz die Signale benachbarter Frequenzen weg um Platz zu sparen, da man sie sowieso nicht mehr wahrnehmen kann weil sie von der lauteren Frequenz überdeckt sind.
Hat man jetzt aufgrund einer leichten Hörschwäche einen abweichenden Frequenzgang und nimmt die überdeckende Frequenz daher nicht normal stark wahr sondern nur etwas abgeschwächt, werden die benachbarten Frequenzen davon natürlich nicht mehr übertönt. Davon ist der mp3-Codec aber ausgegangen und hat benachbarte Signale weggelassen. In der Situation bemerkt man also, dass etwas fehlt. Cool wäre es, wenn man wie beim HNO-Arzt per KH sein Ohr einmessen und damit den mp3-Encoder füttern könnte.
 
@ mh0001 = Cool wäre es, wenn man wie beim HNO-Arzt per KH sein Ohr einmessen und damit den mp3-Encoder füttern könnte.

Realität ist jedoch , das sie einfach sehr schlecht ausgestattet sind . Die *Hörkabinen* und die KH sind so schalldicht wie eine Filtertüte . :D
 
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