Nach FISI: B.Sc. Wirtschaftsinformatik - Betriebliche IT-Systeme?

FredHoff

Cadet 4th Year
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Moin, moin, hallöchen,

im Sommer steht bei mir die IHK-Abschlussprüfung an und deshalb mache ich mir Gedanken über meinen weiteren beruflichen Werdegang. Ich bin angehender FISI(Telefonsupport&Fernwartungen, Werkstatttätigkeiten; der vor Ort Service wird "aus Gründen der Wirtschaftlichkeit" eher gemieden.), 22 Jahre jung, Abiturient und lerne derzeit bei einem 10-köpfigen IT-Dienstleister der fast ausschließlich Geschäftskunden(überwiegend Steuerberater) betreut. Wir installieren, pflegen und warten die Netzwerke und Serverumgebungen inkl. Arbeitsplätze und Ein-/Ausgabegeräte unserer Kunden, das volle Programm also.

Programmierung im Allgemeinen sagt mir weniger zu, der direkte Kundenkontakt ist mir lieber als irgendwelche Backoffice-Tätigkeiten auszuführen, im Großen und Ganzen bin ich also mit meinen bisherigen Aufgabenbereichen sehr zu Frieden. Dementsprechend bin ich also auf der Suche nach einem techniklastigen Studium mit entsprechenden wirtschaftlichen Anteilen, bei dem ich mein Wissen über Netzwerke und Betriebssysteme erweitern kann, ohne zu stark in der Theorie zu versinken; Ich benötige praktische Bezüge.


Bei meinen bisherigen Recherchen ist mir bisher nur der Bachelor-Studiengang WInfo - Betr. IT-Systeme wirklich schmackhaft geworden. In NRW(dort bin ich derzeit wohnhaft) habe ich 3 Standorte gefunden: FH Bocholt, FH Köln, FH Höxter.

- Köln hat sich relativ schnell erledigt gehabt, weil ich meine, irgendwelche selbst zu zahlenden Beträge gesehen zu haben, die ich sehr wahrscheinlich nicht aufbringen kann.

- Höxter liegt etwa 25km weit von meinem Wohnort entfernt, andere Informatikstudiengänge sind in Höxter aber stark auf die Unmittelbare Region ausgerichtet(z.B. Geo-/Umweltinformatik), daher zweifle ich etwas an der Möglichkeit dieses platte Land wirklich jemals verlassen und mich in ganz Deutschland bewerben zu können

- Bocholt scheint also die einzige wirklich attraktive Möglichkeit zu sein in NRW zu studieren. Das hat den Vorteil, dass ich meinen Wohnsitz definitiv ändern werde und somit etwas von der "Welt" sehen werde, ich kein Auto parallel zur eigenen Wohnung/WG zu unterhalten brauche, die Westfälische Hochschule ihre Fachbereiche Informatik und Mechatronik komplett an die FH Bocholt anvertraut hat und der Lebensstandard im Vergleich zu anderen Städten NRWs überdurchschnittlich hoch auf Grund des geringen Verkehrsaufkommens, hoher Beschäftigungsrate und ich knüpfe, im Gegensatz zur FH Höxter, definitiv neue Bekanntschaften, weil mein derzeitiges soziales Umfeld dann vollständig auf der anderen Seite des Bundeslandes liegt.


Habe ich essentielle Faktoren vergessen? Wie würdet ihr an meiner Stelle handeln?
 
Köln hat sich relativ schnell erledigt gehabt, weil ich meine, irgendwelche selbst zu zahlenden Beträge gesehen zu haben, die ich sehr wahrscheinlich nicht aufbringen kann.
Da würde ich an deiner Stelle nochmal genau recherchieren. :)
Normalerweise zahlt man in NRW an den FH´s und Unis nur die Semesterbeiträge die meist etwas über 200€ liegen. Ein Freund hat 1 Semester techn. Informatik studiert und musste auch sonst nix zahlen.
 
Die Beiträge hast normal überall - hier in BaWü sind es 120€ pro Jahr. Die erhebt meines Wissens nach aber jede Hochschule, der Betrag ändert sich nur pro Bundesland, d. h. in NRW zahlst du überall das Gleiche wie in Köln.
 
Ist das wirklich so, dass die Semesterbeiträge in den Bundesländern absolut identisch sind? In Bocholt gibt es zum Beispiel kein Semesterticket, weshalb die Beiträge dort nur 110€ pro Semester sein sollen.

Okay, dann gucke ich mir Köln nochmal genauer an.
Wie ist das denn vom Ruf der Hochschulen so? Gibt es da Unterschiede? Mein Bruder studiert z.B. an der HS OWL Lebensmitteltechnologie und die FH ist in dem Bereich echt hoch angesehen. Ich will natürlich vermeiden an irgendeiner "Hinterwäldler-FH" zu studieren.
 
Die Spielereien mit Semesterticket usw. gibt es bei uns obendrauf - haben aber auch keins. Ruf doch einfach mal im Sekretariat deines gewünschten Studienganges an nach dem Jahreswechsel - die werden alle Frage in 2 Minuten beantworten.
 
Hallo,

ich studiere selber Informatik an der FH Bocholt (neuerdings auch Westfälische Hochschule Campus Bocholt) und bin mit dem Studium soweit zufrieden. Die Wirtschaftsinformatiker besuchen teilweise die gleiche Vorlesung, wie die Informatiker. Beispielsweise Datenbanken oder Softwaretechnik. Die Studienatmosphäre ist richtig gut und die Betreuung durch die Professoren und den wissenschaftlichen Mitarbeitern ist erstklassig. Es ist in der Regel kein Problem den jeweiligen Professor auch außerhalb von Vorlesung/ Praktikum/ Übung anzusprechen.

Bocholt ist auch eine schöne Stadt, wo man viele Freizeitangebote hat. Aber es gibt dort nur wenig klassisches Studentenleben. Die Partys finden bspw. immer auf dem Gelände der FH statt, wodurch die Studenten zwar (leider?) unter sich bleiben, aber das Studentenleben auch nicht in die Stadt reintragen. ;)

Was Wirtschaftsinformatik angeht, kannst du das auch am Standort Gelsenkirchen studieren:
http://www.w-hs.de/erkunden/fachber...ftsinformatik/bachelor-wirtschaftsinformatik/

Zum Vergleich Bocholt:
http://www.w-hs.de/erkunden/fachber...e/bachelor-wirtschaftsinformatik/allgemeines/

Nach einen kurzen Blick auf die Module scheint mir der Bachelor in GE mehr in Richtung Informatik und der in Bocholt mehr in Richtung Wirtschaft zu gehen. Deiner Beschreibung, über dein gewünschtes, künftiges Berufsleben, scheint der in Bocholt geeigneter zu sein. Auch wenn mir das zu BWL-lastig wäre. :D

Falls du noch Fragen zur FH oder der Stadt haben solltest schreib einfach. ;)

Viele Grüße,
p64y
 
Hey p64y,

Klasse, genau so einen kurzen Erfahrungsbericht habe ich mir gewünscht.
Dass in GE auch Wirtschaftsinformatik angeboten wird habe ich schon gesehen, danke.

Das mit den größeren BWL-Anteilen ist schon okay so, denke ich. Der Informatikunterricht in der Berufsschule war bzw. ist mir persönlich zu trocken, da sind die Wirtschaftsstunden gefühlt immer deutlich schneller fortgeschritten.

In erster Linie will ich studieren, wie bestimmt viele andere Informatiker auch, verdammtes Pflichtbewusstsein! Daher wird mich das mit den Feten wahrscheinlich eh nicht so hart treffen, hoffe ich.
 
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